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Emetophobie
FAQ
Was ist Emetophobie?
Wie äußert sich Emetophobie?
Die 2 Grundtypen
Hat nicht jeder Angst vor Erbrechen?
Was ist Vermeidungsverhalten?
Aber einem ist doch nur einige Male
im Jahr schlecht?
Was ist eine Phobophobie?
Was ist die Ursache von Emetophobie?
Therapie
Bringt es was den/die EmetophobikerIn
mit dem Erbrechen zu konfrontieren?
Was
ist Emetophobie?
Die Emetophobie ist eine unnatürliche, irrationale Angst
vor dem Erbrechen. Wie der Name schon sagt handelt es sich
hierbei um eine phobische Erkrankung, eine sog. „Spezifische
Phobie“.
Wie
äußert sich die Emetophobie?
Die
Emetophobie äußert sich durch eine oder mehrere
der folgenden Ängste:
Man
unterscheidet zwei Grundtypen von EmetophobikerInnen:
| 1. |
Der
Angst-Typ:
Hier
liegt eine Angsttörung vor, die psychische Übelkeit
erzeugt und somit die Angstsymptomatik auslöst. |
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| 2. |
Der
Übelkeits-Typ:
In
diesem Fall liegt eine Erkankung ( z.B. Magengeschwür,
Reizdarm o.ä.) zugrunde, die in der Tat Übelkeit
erzeugt und zu der Angst führt sich übergeben
zu müssen, die sich im Laufe der Zeit steigern
kann. |
Hat
nicht jeder Angst vorm Erbrechen?
Im
Gegensatz zu Menschen, die nicht an Emetophobie leiden, empfindet
der/die PhobikerIn nicht nur normalen Ekel gegenüber
dem Erbrechen. Vielmehr verspührt er/sie eine irrationale
Angst, die mit Angstzuständen, Panikattacken und einer
Menge körperlicher Symptome einhergeht, wie z.B. Herzrasen,
Atembeschwerden, Beklemmungsgefühle, Verwirrtheit, Schluckbeschwerden,
Schweißausbrüche, Schwindel usw. Diese Symptome
können stunden- bis tagelang anhalten und werden häufig
schon durch Magengrummeln, Hungergefühl, Husten oder
Räuspern sowie die ständig präsente Angst jemandem
zu begegnen der sich übergibt, ausgelöst. Um solchen
Krisen aus dem Weg zu gehen, versucht der/ die PhobikerIn
meist zwanghaft solchen angstbelasteten Situationen aus dem
Weg zu gehen, und das rund um die Uhr. Die Tatsache, dass
es sich bei der Emetophobie um eine Phobie handelt, die sich
auf den eigenen Körper bezieht, verleiht solchem Vermeidungsverhalten
extremen Nachdruck.
Was ist Vermeidungsverhalten?
Die
ständig präsente Angst sich selbst übergeben
zu müssen, oder mitzubekommen, wie jemand anderes sich
übergibt, führt meist zu einem ausgeprägtem
Verhalten solchen angsterfüllten Situationen vorzubeugen.
Dies erfolgt durch maximale Risikovermeidung durch den/die
EmetophobikerIn ( Vermeidungsverhalten) z.B. indem er/sie…
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Öffentliche
Veranstaltungen meidet wie Jahrmärkte, Betriebsfeiern
oder Parties/ Discos, wo er/sie erhöhtes Risiko läuft
auf Betrunkene zu stoßen oder das Gefühl hat
nicht nach Lust und Laune die Gesellschaft verlassen zu
können |
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es
meidet (öffentliche) Verkehrsmittel zu benutzen,
oder Urlaubsreisen anzutreten, aus Angst vor Reiseübelkeit
seiner-/ihrerseits oder bei anderen Mitreisenden. Häufig
besteht auch Angst vor Parasiten, Viren oder dem Essen
in fremden Ländern. |
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möglichst
versucht nicht auswärts zu Essen, aufgrund der Angst
vor Lebensmittelvergiftungen oder verunreinigtem Essen.
Häufig werden auch bestimmte Nahrungsmittel wie Eier
oder Fleisch komplett gemieden und fragwürdiges Essen
unangerührt weggeworfen. Die Angst sich zu überessen
und infolge dessen übergeben zu müssen führt
häufig über die Jahre zu einer Essblockade,
die in vielen Fällen zu Untergewicht führt. |
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in
der Schule oder auf der Arbeit fehlt, wenn dort Magen-Darm-Viren
kursieren mit denen er sich infizieren könnte. Wenn
im engeren Umfeld mehrere Personen erkrankt sind verlässt
er u.U. nicht mehr das Haus. |
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Schwangere
meidet, aus der Angst heraus sie könnten sich in
seiner Gegenwart übergeben. Emetophobikerinnen haben
häufig auch Angst selbst schwanger zu werden. |
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u.U.
Kinder meidet, aus der Angst jene könnten sich übergeben |
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das
Kino meidet, weil er/sie Angst hat dort mit Filmszenen
konfrontiert zu werden in denen sich jemand übergibt,
oder im Kino gefangen zu sein, wenn ihm/ihr selbst übel
wird |
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Nahrungsmittel
auf Haltbarkeitsdatum überprüft aus Angst etwas
verdorbenes zu essen |
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In
Räumen zwanghaft nach Fluchtwegen sucht, Mülleimern
oder Waschbecken in die er/sie sich im Notfall übergeben
kann |
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Krankenhäuser,
Arztbesuche usw. meidet, um sich dort nicht mit irgendwelchen
Keimen oder Viren zu infizieren oder gar mit zu bekommen,
wie sich jemand anderes übergibt |
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prophylaktisch
Anti-Brechmittel nimmt, wenn ihm/ihr übel ist |
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Medikamente
und/oder ärztliche Untersuchungen ablehnt, aus der
Angst vor Nebenwirkungen ( häufig Erbrechen). Häufig
studiert er/sie vor der Einnahme eines Medikaments ausführlich
die Nebenwirkungen im Beipackzettel. |
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eine
Menge zwanghafter Verhaltensweisen entwickelt, wie z.B.
dem Überprüfen von Haltbarkeitsdaten, dem krampfhaften
suchen von Fluchtwegen, häufigem Händewaschen
oder Desinfizieren von sanitären Anlagen usw. |
Aber
einem ist doch nur einige Male im Jahr schlecht?
Im
Grunde ist dies richtig. Das Problem beim Emetophobiker ist
jedoch, dass dieser aufgrund seiner enormen Angst jederzeit
jemandem begegenen zu können, der sich übergeben
muss, häufig an einer durch die Psyche ausgelösten
Übelkeit leidet. Diese ist im Extremfall 24 Stunden am
Tag vorhanden und die meisten Emetophobiker sind nicht im
stande diese „Angstübelkeit“ von echter Übelkeit
unterscheiden zu können. Diese von ihm wahrgenommene
Übelkeit fördert wiederum seine Angst und fängt
ihn somit in einer Art Angst-Übelkeits-Teufelskreis.
Häufig löst auch schon ein stärkeres Husten
oder Räuspern von fremden Menschen extreme Panikattacken
aus, die wiederum erst nach einiger Zeit abklingen.
Was ist eine Phobophobie?
Die
„Phobophobie“ ist ein Symptom, dass mit den meisten
Phobien einhergeht, die sog. Angst vor dem Eintreten der gefürchteten
Situation. In unserem Fall wäre das die Angst davor,
einem selbst oder jemand anderem könnte übel werden.
Das Problem an der Phobophobie ist, dass sie - gleich
wie die Emetophobie selbst- auch Symptome der Übelkeit
erzeugt und daher ein Teufelskreis entsteht. Häufig ist
dem Phobiker diese Problematik nicht bewusst und er weiß
nicht, dass seine ständige Angsthaltung selbst Übelkeit
auslösen kann. Deswegen kommt es nicht selten vor, dass
Emetophobiker aufgrund von andauernder Übelkeit schon
etliche Arztbesuche hinter sich haben, wobei meistens medizinisch
nichts diagnostizierbar ist.
Oft
ist dem Phobiker diese Problematik nicht bewusst, und er ist
nicht vertraut mit der Tatsache, dass seine teilweise durchgängige
Übelkeit durch seine eigene Erwartungshaltung ausgelöst
wird.
Was sind die Ursachen von Emetophobie?
Leider
ist die Ursache von Emetophobie bislang nicht bekannt. Es
existieren jedoch Vermutungen und Theorien wie sexueller Missbrauch
in der Kindheit oder traumatisierende Erlebnisse im Zusammenhang
mit dem Übergeben. Viele Emetophobiker haben seit Kindesbeinen
an die Phobie, aber auch Menschen, die erst im höheren
Alter davon betroffen sind können sich meist nicht an
den Auslöser dieser Angst erinnern.
Therapie
Derzeit
ist leider keine Therapie bekannt, die 100%ige Heilungschancen
verspricht. Wir vertreten den Standpunkt, dass eine Besserung
der Emetophobie durchaus zu erreichen ist und auch eine weitgehende
Bekämpfung der Phobophobie, die das Leben enorm erleichtert.
Grundsäzlich
gilt: Für jeden ist die Therapie am besten, die ihn selbst
am weitesten bringt, dies hängt viel vom Therapeuten-
Klienten-Verhältnis ab und vom Vertrauen in diverse Therapiemodelle.
Wir
freuen uns über Stellungnahmen von Experten, oder Therapieerfahrungen
und -berichte von Betroffenen.
Bringt es was den/ die EmetophobikerIn
mit dem Erbrechen zu konfrontieren?
EmetophobikerInnen
gegen ihren Willen mit dem Erbrechen zu konfrontieren bedeutet
für sie ein erneutes Trauma und einen enormen Vertrauensbruch.
Eine Konfrontation sollte nur unter Anleitung und in Anwesenheit
eines Therapeuten erfolgen.
©
by Get-Together Emetophobie.de
Quellen
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