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Emetophobie


Die Emetophobie stellt eine noch weitestgehend unbekannte phobische Erkrankung dar, bei der es sich um eine irrationale Angst gegenüber dem Erbrechen handelt.

Betroffene leiden unter einer panikartigen Angst…

sich selbst (alleine oder vor anderen) übergeben zu müssen
Miterleben zu müssen, wie andere sich in ihrer Gegenwart übergeben

gegenüber jeglicher Konfrontation mit dem Thema „Erbrechen“ (z.B. in Medien, Gesprächen, sozialen Situationen u.a.)

Eine Mischform jener Ängste ist typisch.

Die mit der Phobie einhergehende Problematik der sog. Phobophobie („Angsterwartung“, „Erwartunshaltung“) schränkt den Emetophobiker häufig extrem in seinem persönlichen Leben und Wohlbefinden ein. Desweiteren leidet die Lebensqualität enorm durch das ständige Bestreben gefürchteten Situationen vorzubeugen.
Dies erfolgt mitunter durch…


das Meiden bestimmter Nahrungsmittel, die durch Anfälligkeit für Salmonellen ein erhöhtes Risiko einer Lebensmittelvergiftung bieten
die Entwicklung einer „Essblockade“, aufgrund der Angst sich zu „überessen“

das Meiden öffentlicher Veranstaltungen, Betriebsfeiern, Jahrmärkte aus Angst vor eigener auftretender Übelkeit oder dem Risiko dort Betrunkenen zu begegnen, die sich vor den Augen des Phobikers übergeben könnten

das Meiden (öffentlicher) Verkehrsmittel oder Urlaubsreisen aus Angst vor Reiseübelkeit beim Phobiker selbst oder anderen Reisenden

das Meiden von Schule, Arbeit, der eigenen Familie, Freunden o.Ä. wenn dort ein Magen-Darm-Virus kursiert um Ansteckung zu vorzubeugen; ebenso das Meiden Schwangerer oder in einigen Fällen auch das Meiden von Kindern
das Meiden von Kinos, um nicht durch unerwartete Filmszenen in Panik versetzt zu werden
das Meiden von Gesellschaft, aus Angst vor eigener Übelkeit oder eventueller Übelkeit anderer Personen



das Verweigern bestimmter Medikamente oder medizinischer Behandlungen, aufgrund deren Nebenwirkungen, die mitunter zu Übelkeit oder Erbrechen führen könnten
das bewusste Wählen von Berufen in denen ein Minimalrisiko besteht mit Erbrochenen in Kontakt zu kommen bei gleichzeitigem größeren Interesse gegenüber anderen Berufen

Dies sind nur einige von zahlreichen uns bekannten Strategien zur Vorbeugung angstbehafteter Situationen. In vielen Fällen führen sie u.a. zum Rückzug aus der Gesellschaft, Verlust sozialer Kontakte, Ausprägung körperlicher Schäden o.Ä.

Die mit zahlreichen körperlichen Symptomen einhergehenden Panikattacken, die Akut- oder Angsterwartungssituationen begleiten, werden von Außenstehenden oft missverstanden oder fehlinterpretiert. Die noch enorm hohe Grad an Unbekanntheit der Phobie unter Experten führt mitunter häufig zu Fehldiagnosen. Ratlosigkeit seitens der Betroffenen endet oft in der Entwicklung zahlreicher Bewältigungsstrategien, Selbstmedikation oder gar in Medikamentenmissbrauch.

Leider ist bislang keine erfolgversprechende Therapieform für die Emetophobie bekannt, des weiteren ist die Ursache unklar. Eine immer größer werdene Anzahl sich meldender Emetophobiker unterschiedlichen Alters und Geschlechts verdeutlichen jedoch den Bedarf an Forschung und fachmännischer Betreuung. Der derzeitige Forschungsgegenstand beschränkt sich auf einige wenige Studien aus den USA.

Mit unserer Seite erhoffen wir uns Spezialisten, Interessenten und unmittelbar Betroffene hierzulande und aus dem deutschsprachigen Raum früher zu erreichen, und dem erforderlichen Bedarf an Öffentlichkeitsarbeit gerecht zu werden.
Für weitere Informationen zum Thema Emetophobie lesen sie bitte auch unsere FAQ (hier klicken)

Falls Sie Fragen haben oder Informationen wünschen freuen wir uns über ihre E-mail.
Auch für Anregungen und ernstgemeinte Kritik oder Hinweise sind wir jederzeit offen und dankbar.

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