ICH - Nicole - und das CHAOS in mir

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12 Jan 2026 21:17 #1 von nice2105
Hey Zusammen,
endlich schaffe ich es auch nach Rat und Hilfe zu fragen. Ja, ich bin auch eine die unter dieser Phobie leidet. Wahrscheinlich schon länger als mir lieb ist und länger als ich es wahr haben will. Meine Name ist Nicole und ich leben in der Schweiz. ich weiss gar nicht so richtig wo ich Anfangen soll. Fühle mich irgendwie momentan recht allein mit dieser Angelegenheit, aber seit ich auf diese Seite gestossen bin geht es mir etwas besser. Ich gehöre in die Kategorie "Angst davor das andere erbrechen" und das alles hat wohl angefangen als mein Mann vor Jahren im WC zusammen gebrochen ist und danach ohne Ende erbrechen musste (aber vielleicht liegt es auch noch länger zurück, finde den Ursprung nicht). Es war immer schlimm wenn es ihm schlecht ging und auch wenn andere um mich herum über MDG sprachen, da sackt mir grad der Kreislauf in den Keller und ich bin völlig unbrauchbar. Aber jetzt kommt eigentlich das schlimme, ich habe eine Tochter, sie ist knapp 2 1/2 Jahre und es ist einfach der Horror. Sie hat letztes Jahr im Mai das erste mal im Urlaub gebrochen, den Tag danach lag ich im Hotel im Bett, war zu nichts zu gebrauchen. Und aktuell geht MDG rum und ich kann 24 Stunde an nichts anderes denken. Sie hat im Dezember in ihr Bett einmal gebrochen und ich kann euch sagen es war mein persönlicher Horror. Ich hatte schwer gehofft es wird damit besser wenn ich mich dem stelle, im Gegenteil, jeden Tag habe ich nun Angst. Zudem geht sie noch in die Kita und ich schwitze jeden Tag das sie damit wieder anfangen könnte. Ich arbeite bei einem grossen Einzelhandelsunternehmen und bin nur noch am Klo und Hände desinfizieren, meine Hände sehen aus als ob ich 80 wäre (bin 31). Ich bin langsam total verzweifelt, versuche aber natürlich vor meinem Mann das nicht zu zeigen. Fühle mich als ob ich mich nur hinein steigere aber es ist innerlich zum zerreissen, weiss momentan auch nicht wann der letzte Tag ohne Angstübelkeit war. Das schlimme oder krasse ist eigentlich das ich nicht davor Angst habe das es mir schlecht geht, denn das kann ich ja kontrollieren, es ist am schlimmsten wenn es um meinen Mann oder meine Tochter geht. Und wenn andere schon nur das MDG Thema in den Mund nehmen, dann meide ich diese Menschen total.

Es tut mir leid das ich vielleicht etwas durcheinander geschrieben habe, aber könnt ihr mir helfen? Wie gehe ich nun vor? Was soll ich machen? Gibt es eine Selbsthilfe?

Ich würde mich sehr freuen wenn jemand Zeit hat mir vielleicht ein paar Tipps zu geben, denn momentan fühle ich mich mit meinem Problem etwas allein.

Danke euch,
LG Nicole

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12 Jan 2026 21:29 #2 von Micha_Mausi
Hallo Nicole,
was du schreibst hört sich ja wirklich nicht sehr schön an.
Ich kann deine Angst natürlich nachvollziehen, aber es ist immer sehr schwer Tipps zu geben. Bist du denn in Therapie? Ansonsten könnte das vielleicht mal etwas sein, über das du nachdenken solltest.
In akuten Paniksituationen kann es vieles geben, was einem helfen kann. Mach irgendetwas das deine Konzentration beansprucht oder dich absolut entspannt. Geh raus, mach einen Spaziergang, mach Sport. Oder lies ein Buch, das dir richtig gut gefällt und dich richtig fesselt. Atemübungen oder Meditation helfen zur Entspannung.
Und vor allem, sprich mit deinem Mann. Weiß er von deiner Angst? Es ist ja niemals gut solche Dinge in sich "reinzufressen". Er hat bestimmte in offenes Ohr für dich. Reden kann schon etwas bewirken
Ansonsten würde ich dir wirklich eine Therapie ans Herz legen. Ich selbst habe mich jetzt jahrelang gegen eine Therapie gewehrt, aber bin jetzt auch an dem Punkt angelangt, wo es einfach nicht mehr geht. Es ist ja keine Schande sich Hilfe von außen zu holen Ich beginne auch bald eine Therapie. Die hilft natürlich nicht sofort, aber je früher man damit anfängt desto besser
Mehr kann ich im Moment leider auch nicht sagen, aber ich hoffe ich konnte dir zumindest ein bisschen Mut zusprechen. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute, bleib stark. Du packst das
Beste Grüße,
Michaela
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13 Jan 2026 11:08 #3 von Sabine
Hallo Nicole,

ich denke auch, dass es das Beste wäre, wenn Du mit Deinem Mann sprichst. Ich meine: er ist Dein Mann! Er lebt zusammen und liebt Euch und solltet solche gravierenden Dinge miteinander teilen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass Dir das hilft.

lg
Sabine
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13 Jan 2026 11:33 #4 von nice2105
Hey ihr Zwei,

danke euch für eure Antwort. Mein Mann weiss es schon, aber er kann mir nicht wirklich helfen, er versucht mir immer gut zuzureden aber bisher ohne Erfolg. Ich glaube es ist mehr das ich ihn nicht ständig damit belasten will. Natürlich will er helfen kann es aber nicht wirklich nachvollziehen. Er weiss auch das wenn es ihm im Magen rum geht dann drehe ich schon fast durch und bei der kleinen achte ich auch auf jedes Zeichen. Wahrscheinlich ist der einzige weg eine Therapie, habe einfach noch nicht die grosse Hoffnung in das. Ich schaue jetzt mal, wäre einfacher wenn man sich selbst schon helfen könnte.

Danke euch für eure Antwort, ich hoffe das das irgendwann aufhört. Manchmal hoffe ich sogar das die kleine mal eine richtige MDG bekommt, um zu sehen wie ich reagiere.

LG und einen schönen Tag
Nicole

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13 Jan 2026 22:38 #5 von Natalie2409
Hallo Nicole,

ich bin selbst erst ein paar Tage hier angemeldet und kann dir nur sagen es hat mir schon geholfen diese lieben, netten Worte von allen zu hören. Im mom bin ich leider selbst an MDG erkrankt aber ich weiß das ich das überstehe und schaffeb werde. Ich kann dir auch nur mut machen in genau den Situationen mit deinem Mann zu reden wenn du mal wirklich wieder so eine Attacke hast. Mir hilft es sehr viel wenn ich mit meinem Freund rede und er mich beruhigt. Ich bin erst ca. 7 Monate mit ihm zusammen und er wusste es von Anfang an. Ich kann dir auch nur raten, lass dir helfen. Sprich mit deinem Hausarzt oder such dir bei einem Psychologen Hilfe. Vielleicht geht die Angst nie ganz weg aber du wirst merken das man sich vieles von der Seele reden kann und auch das hilft einem.
Lg

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