Natalie - Das bin ich

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14 Jan 2026 13:43 #16 von Natalie2409
Danke Sabine,

Ich denke es ist das gröbste überstanden. Habe heut mittag mal ein Teller Gemüsebrühe mit Reis gegessen und bis jetzt geht es mir gut. Habe insgesamt 3,5 kilo abgenommen in 4 Tagen... das ist schon versammt viel. Jetzt heißt es noch ausruhen und am Montag wenn alles gut ist wieder ab zur Arbeit.

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14 Jan 2026 13:46 #17 von Vicky20
Hallo alle zusammen,

Mein Name ist vicky und bin 20 Jahre alt. Komme auch aus dem Rheinland und hoffe dass es euch wieder gut geht. Ich habe mir viele Beiträge durchgelesen und musste weinen, weil mir bewusst wurde, dass ich mit dieser angst nicht alleine bin.
Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern wie und wann es mit dieser angst anfing. Meine Mutter sagt immer zu mir "du kamst schon mit bauchschmerzen auf die welt" ⯑ damals hatte ich ab und zu mal bauchschmerzen, aufgrund dass ich mich immer alleine fühlte. Meine Eltern haben sich geschieden und bin die ersten vier Jahre bei meiner Mutter aufgewachsen. Da fühlte ich mich auch immer alleine. Aufgrund vieler unangenehmer Faktoren, wie zum Beispiel den freund meiner Mutter, den es heute gott sei dank nicht mehr gibt, oder dass alleine sein aufgrund dass sie viel arbeiten ging oder mit meiner Schwester in die Klinik musste (sie ist gehörlos) bin ich zu meinem papa gezogen, bei dem ich mich immer wohl fühlte. Als ich dann mit 15 Jahren meinen ex freund kennenlernte, hat sich mein Verhalten schlagartig geändert. Meine Angst hat mein leben im Griff. Ich wollte nicht mehr alleine mit dem Bus fahren, aus Angst ich könnte mich übergeben und keiner ist da, so ging es mir auch in der dusche, oft musste jemand mitkommen und sich zu mir setzen, damit ich nicht alleine war. Ich hatte Angst vorm Zähne putzen, dass ich zu weit mit der bürste in meinen Mund gehe oder sich ein würgereflex ankündigt. Somit habe ich auch die ganzen Sommerferien nichts gegessen, nach dem Motto wenn nichts rein kommt kann auch nichts raus kommen. Bis Weihnachten wog ich dann 45kg, heute wiege ich 53kg auf einer Größe von 1,60m. Laut bmi alles in Ordnung, was die Leute in meinem Umfeld nicht so sehen. Ich kann nie richtig etwas essen, morgens wenn ich aufwache ist mein erster Gedanke "hoffentlich wird dir heute nicht schlecht". Ich mag es nicht mit mehreren Leuten oder in der Öffentlichkeit etwas zu essen, aus Angst dass sie mich dabei angucken, da ich während dem essen nicht viel zu mir nehme und bei mir schnell ein sättigungsgefühl eintritt. Ich habe angst ohne meine Tabletten den Alltag zu überstehen, nehme jeden tag 1 - max. 3 Tabletten zu mir (vomex) und weiß, dass das nicht gesund ist, aber die Einnahme der Tablette nimmt mir die Angst und die übelkeit. Ich weiß dass das nicht gesund ist aber ich weiß mir sonst nicht weiter zu helfen. So verhält es sich auch mit dem discobesuch. Eigentlich gehe ich sehr gerne feiern, trinke kein Alkohol aber rauche und tanze gerne (nur Zigaretten ⯑) tanzen gibt mir das Gefühl, dass ich ich selbst sein kann so wie ich bin. Doch jedesmal wenn ich vor habe in die disco zu gehen nehme ich direkt eine Tablette ein, oder sage meiner Freundin von vorne rein ab, aus Angst ich könnte nicht jederzeit dieses Gebäude zu verlassen. Für mich ist das kein Leben mehr, in jeder Situation schränke ich mich selbst ein und so will ich nicht weiter leben. Ich hatte jetzt zum zweiten Mal einen Arzt darum gebeten mir eine Überweisung für einem psychologen auszustellen, da ich schon von etlichen Ärzten gesundheitlich untersucht wurde und in meiner Magengegend und weiter nichts gesundheitliches festgestellt wurden konnte. Bei mehreren psychologen habe ich angerufen, niemand hatte Platz oder den Hörer abgehoben, immer nur zu vollen Stunde telefonisch erreichbar und dann ging trotzdem nie jemand dran. Nun ist die Überweisung abgelaufen und ich weiß nicht, ob ich es nochmal mit diesem Gang auseinander setzen soll, oder ob ich mal einen anderen Weg einschlagen soll. Ich möchte einfach nur dass mir jemand hilft, denn so soll es nicht weiter gehen. Wenn ihr bis hier hin gelesen habt danke ich euch für dkein Aufmerksamkeit und wünsche euch noch ein schönes Wochenende ⯑
Liebe grüße Vicky

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14 Jan 2026 13:56 #18 von Natalie2409
Hallo Vicky,

erst einmal herzlich Willkommen.
Ich bin selbst noch nicht lange hier aber mir haben die vielen Antworten von den lieben Menschen hier viel geholfen. Vielleicht hast du es ja mitbekommen und Herr Magendarm ist bei mir vorübergehend eingezogen.
Ich kann dir nur sagen, mir hat es sehr geholfen meinem Freunden, Eltern und meinem Freund von meiner Angst zu erzählen. Ich habe auch ewig gebraucht bis ich einen Platz bei einem Psychologen bekommen habe. Mir hat auch niemand dazu geholfen, ich habe s immer wieder versucht bei verschiedenen und irgendwann hatte ich Erfolg. Mein Psychologe ist auch ein Hypnotiseur und bis jetzt habe ich große Erfolge erzielen können.
Ich bin auch raucher und trinke nichts, ab un zu trinke ich ein bier oder einen schnaps weil ich genau weiß das es zu wenig Alkohol ist das es mir schlecht werden könnte. Zähne putzen dürfte aber kein Problem sein, falls du immer noch zu viel angst davor hast, hol dir doch eine Kinderzahnbürste oder schneide eine große ab, dann kannst du die auch nur so weit bis zu deinen letzten Zähnen in den Mund bekommen. Ist vielleicht ne doofe Idee aber vielleicht hilft es dir. Ich kenne deine Angst genau und weiß wie du dich fühlst. Ich habe auf 1.60 jetzt 47 Kilo und denke das ist auch in Ordnung. Nimm nicht zu viel ab und esse auf das was du lust hast. Ich weiß zum Beispiel das mir von chips nie schlecht wird. Bevor ich nichts esse, esse ich lieber eine halbe tüte chips
Hoffe konnte dir ein bisschen helfen.
Lg Natalie

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14 Jan 2026 14:15 #19 von Vicky20
Hey,

Danke für die schnelle Antwort
Ja ich muss mich wirklich zum essen zwingen, aber das ist eine gute Idee, dass wenn ich Hunger habe oder Appetit dann das esse worauf ich Lust habe.
Es fällt mir halt schwer den Alltag damit zu überstehen. Wirklich 24/7 plagt mich dieser Gedanke und ich nerve mich schon selbst damit
Ich hoffe es geht dir bald besser, denn das ist auch meine größte sorge, krank zu werden oder mich in der nähe von Kranken Menschen, also Magen Darm, aufzuhalten. Meistens geht es bei uns auf der Arbeit rum und so ergreife ich die Flucht und bleibe lieber zu Hause anstatt mich irgendwo anstecken zu können:/

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14 Jan 2026 14:21 #20 von Natalie2409
Also ich muss sagen da ich nicht dick bin tu ich auch nicht all zuviel auf meine Ernährung achten. Ich gebe zu das ich mich sehr ungesund ernähre aber dadurch habe ich wieder zugenommen und esse regelmäßig. Meine Gedanken kreisen auch ununterbrochen um die angst. Ich versuche mich abzulenken und fange zum Beispiel im Auto laut an zu singen. Ich dachte auch immer ich werde nicht krank aber leider hat es mich ja jetzt auch erwischt. Gott sei dank musste ich nicht brechen und ich habe es wohl überlebt.
Finde es aber gut das du dir hilfe suchen willst und hier darüber redest.

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14 Jan 2026 14:48 #21 von Vicky20
Oh man ich leide mit dir, schon wenn was einen Tag übers mhd ist und es trotzdem esse spinne ich den ganzen tag rum. Und wenn ich krank werden würde, dann wüsste ich im Moment auch nicht wie ich mich dann verhalten sollte:/ zu dick finde ich mich auch nicht, ich möchte einfach nur wieder normal essen können. Und ja habe eben mal los gegoogelt weil mir der Begriff irgendwann im Internet angezeigt wurde, das "angst vorm erbrechen ". Dann hab ich diese Seite gefunden und gesehen, dass sich hier viele austauschen, was ich wirklich toll finde.

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14 Jan 2026 14:54 #22 von Natalie2409
Klar bin ich auch immer in Angst MDG zu bekommen und allein schon wenn ich höre das es rum geht oder es jemand hat kann ich an nichts anderes mehr denken aber ich versuche mich immer wieder abzulenken. Leider klappt das aber nicht immer. Ich habe im März jetzt nochmals einen Termin mit meinem Psychologen und hoffe er kann mir wieder ein Stück weiter helfen. Kannst du denn mit Freunden oder so reden wenn es dir gerade sehr schlechr geht? Mir geht es heute ein wenig besser und hoffe das ich am Montag wieder arbeiten kann. Ich habe keine angst vor anderen zu essne und gehe gerne essen jedoch habe ich dann immer meine lieblingsgerichte die ich immer esse.

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14 Jan 2026 15:41 #23 von Vicky20
Ja nicht daran zu denken ist gar nicht so einfach kenne ich. Ja ich kann mit meiner Freundin und meinen Eltern darüber reden, aber meistens gucken sie mich etwas verwirrt an ich denke weil sie dieses gefühl einfach nicht kennen und es nicht verstehen können. Mit meiner Mutter rede ich oft darüber, sie hatte damals in meinem alter genau das selbe Problem, aber sie hat sich auch in ärztliche Behandlung gegeben und meinen Papa kennengelernt, danach ging es ihr anscheinend besser.

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