Hallo an Alle

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30 Jan 2018 23:50 #1 von 02Laura09
02Laura09 erstellte das Thema Hallo an Alle
Hallo,

Ich habe mich dazu entschlossen mich hier zu registrieren, da mir aufgefallen ist, dass besonders die intensive Beschäftigung mit der Krankheit mir oft hilft wenn es mal wieder ganz schlimm ist.

Erstmal zu mir: ich bin 19 Jahre alt und leide eigentlich seit ich denken kann an Emetophobie. Bis zu meinem 12. Lebensjahr hatte ich schreckliche Angst davor andere Erbrechen zu sehen. Angst selbst zu erbrechen hatte ich lediglich wenn ich schon über der Kloschüssel hang, dann musste meine Mutter mich fast schon zwingen still zu halten, so panisch wurde ich. In der 5. Klasse waren wir im Schullandheim und unternahmen dort einen Ausflug in einen Wildpark. Als wir uns alle Eis kaufen durften hab ich zu viel davon gegessen und mir war ziemlich schlecht. Kurz vor dem Erbrechen konnte ich es gerade noch verhindern und nachdem meine Lehrerin mir eine cola brachte ging es mir besser. Die ganze 6. Klasse über entwickelte sich diese Krankheit aufgrund dieses Ereignisses. Immer wenn ich etwas aß wurde mir schlecht und ich musste aufhören. Ich selbst und auch meine Eltern dachten es läge einfach an der Pupertät. Das ich nicht realisierte, dass ich krank war, war Villt auch der Grund dafür, dass nach nichtmal einem Jahr alles vorbei war und ich wieder normal leben konnte. In der 10. Klasse dann wurde mir ziemlich schlecht wegen eines Antibiotikums was ich aufgrund einer Nierenbeckenentzündung einnehmen musste. Ich hatte nach der Einnahme noch nichts gegessen also griff ich kurz vor dem Erbrechen einfach nach einem Apfel, weil ich dachte, dass es am leeren Magen liegen könnte. Und langsam aber sicher ging es mir besser. Das ist jetzt über 3 1/2 Jahre her und seit dem bin ich diese Krankheit nichtmehr los geworden. Manchmal ging es Berg auf und ich konnte auch bestimmte Marotten, die ich mir angewohnt hatte (kennt ihr sicher selbst) zeitweise loswerden doch irgendwie rutschte ich immer wieder hinein. Das Jahr 2016 habe ich eigentlich ziemlich gut überstanden und 2017 habe ich es immerhin geschafft mein Abitur zu bestehen. Seit 4 Monaten ist mir wieder Ca 5 mal täglich schlecht und es wird eher schlimmer als besser. Die mitlerweile sich häufenden Panik Attacken und die andauernde Übelkeit machen mir so zu schaffen wir schon lange nicht mehr (trotz therapeutischer Behandlung). Ich bin nun zu dem Entschluss gekommen mit meinem Psychologen und meinem Hausarzt über die Einnahme eines Antidepressivums zu reden weil ich es glaube ich anders nichtmehr schaffe. Wie sieht es bei euch so aus? Wie oft habt/hattet Ihr Rückschläge und hat eine eventuelle Medikation euch geholfen?

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