Schön zu wissen, dass ich nicht allein bin

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20 Nov 2017 17:16 #1 von MareAusHH28
MareAusHH28 erstellte das Thema Schön zu wissen, dass ich nicht allein bin
Hey Zusammen,

ich bin ganz neu hier. Meine Emo habe ich schon seit ich 7 Jahre alt bin nach einem total traumatischen Erlebnis auf einem Spielplatz. Ich komme mal mehr und mal weniger gut mit der Emo klar. Gerade heute ist es wieder sehr schlimm. Ich muss dazu sagen, dass ich ein ganz normales Leben führe. Ich habe seit 4 Jahren einen Partner, habe hobbies, gehe 40 Std. die Woche arbeiten. Seit 1 1/2 Jahren mache ich eine Therapie. Es hat mir insofern Geholfen, dass ich die Angst mehr verstehe und gewisse Reaktionen besser einordnen kann. Aber einen richtigen Fortschritt kann ich leider nicht erkennen. Es macht mich oft sehr traurig, da ich mich schon in einigen Sachen sehr einschränke.

Letzte Nacht bin ich mit extremer Übelkeit aufgewacht. Kennt jemand von euch das? Es kommt ganz plötzlich und reißt einen aus dem Schlaf. Danach bin ich immer total fertig und brauche immer einige Zeit um wieder einzuschlafen. Heute habe ich (wenn es so frisch ist), wieder Angst schlafen zu gehen aus der Befürchtung, dass es noch mal passiert.

Wieso können wir nicht alle zaubern und diese Angst einfach abschalten? Es wäre so schön.

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03 Dez 2017 10:55 #2 von help me
help me antwortete auf das Thema: Schön zu wissen, dass ich nicht allein bin
Hallo,
Nein, Du bist nicht allein! Bin 60 Jahre alt und weiß erst jetzt, dass ich das habe. Bin seit meinem 18. Lebensjahr krank. War damals Alleinkraft Med. Fachangestellte bei einer Kinderärztin. Täglich, jahrelang, kotzende Kinder, verschmutze Eimer. Damals fing es an! Andauernde schwere Übelkeit, zunehmend Essensverweigerung. Um es kurz zu machen, in den folgenden Jahren wegen schwerem Untergewicht zwei Totgeburten, eine Odyssee an Klinikaufenthalten, Psychologen, Ärzten. Die gestellte Diagnose, Magersucht! Geholfen hat nichts! Leide bis zum heutigen Tag. Meine Ehe hat gelitten, musste schon vor Jahren aufhören zu arbeiten, kann kaum noch das Haus verlassen. Völliger sozialer Rückzug. Es ist mir nicht möglich, in Urlaub zu fahren, ins Restaurant zu gehen oder auch nur in ein Kino. Esse immer noch „asketisch“. Es vergeht kaum eine Nacht, in der ich nicht aus dem Tiefschlaf hochschrecke, und mir sterbenselend ist. Ich gehe dann stundenlang auf und ab, weine nur noch. Bin seit 1991 schwerst Abhängig von Beruhigungsmittel Tavor. Ohne gehe ich keinen Schritt vor die Tür, habe es in jeder Tasche. Schon oft habe ich mir gesagt, ich kann nicht mehr!
Während ich all das schreibe, weine ich nur noch. Wenn Du magst, schreib mir doch mal.

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