Endlich....

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28 Sep 2017 15:18 #1 von PetraNeeb
PetraNeeb erstellte das Thema Endlich....
Hallo,
ich bin neu hier. Heute, nach einem Leidensweg von ca. 50 Jahren, hat meine Phobie endlich einen Namen erhalten.

Die erste Begegnung mit dem "Anders sein als andere" hatte ich mit ca. 7 Jahren. Mein Bruder hatte sich erbrochen, mein Herz raste, ich zitterte am ganzen Körper. Aber damals hieß es nur: "Stell dich nicht so an".

Eigentlich zieht sich diese Phobie durch mein ganzes Leben und behindert und belastet mich sehr.
Ich bekam zwei Töchter, immer wieder mal war Magen-Darm ein Thema und immer wieder musste ich Familienmitglieder bitten, mich da zu unterstützen. Entweder rief ich meinen Mann auf der Arbeit an und er musste sofort heimkommen. Oder meine Mutter war zur Stelle, alleine war es für mich nicht zu schaffen.

Als meine Mädels dann größer waren, wurde das Thema auch seltener.

Mittlerweile bin ich Oma von vier Enkelkindern im Alter von 3-6 Jahren. Und werde nun, nach Jahren, wieder sehr mit diesem Thema konfrontiert und merke, wie sehr es mich belastet.
Ich habe Angst, wenn ich die Kinder aus dem Kiga hole...(vielleicht ist ihnen ja schlecht).
Ich lasse sie sehr ungern bei uns übernachten....(sie könnten sich ja übergeben)
Dabei liebe ich alle vier über alles und bin so eine stolze Oma.
Wenn eine von beiden Familien Magen-Darm hat, komme ich nicht mehr vorbei, bis alle Familienmitglieder wieder gesund sind.

Zufällig sah ich heute bei Punkt 12 auf RTL einen Beitrag über dieses Thema und weiß nun endlich nach so vielen Jahren, das es noch mehr Menschen gibt, die dieses Problem haben und das diese Phobie sogar einen Namen hat.
Das erleichtert mich schon sehr.

Jetzt werde ich mich erstmal einlesen...

Liebe Grüße Petra
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29 Sep 2017 00:11 #2 von Ani
Ani antwortete auf das Thema: Endlich....
Hallo,
ich bin auch neu hier und ebenfalls durch den Bericht bei Punkt 12 auf diese Seite gestoßen.
Als ich den Beitrag gesehen habe, habe ich vor Erleichterung erst einmal geweint. Es war, als hätte jemand meine Geschichte erzählt. Ich fühle mich endlich nicht mehr alleine mit meinem Problem, das ansonsten schnell einmal als "kleiner Tic" belächelt wird. Niemand, der nicht betroffen ist, kann sich vorstellen, wie sehr es das Leben beeinflusst und - was am schlimmsten ist - einschränkt.
Als ich dann diese Seite gelesen habe, fühlte ich mich in so vielen Punkten bestätigt und verstanden. Ich wünsche mir und allen anderen Betroffenen jetzt, einen Weg aus der Phobie zu finden, um wieder unbeschwert(er) leben zu können!
Liebe Grüße
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