Schlaflos in MG

Du hast eine Krise gemeistert oder Dir geht es im Allgemeinen deutlich besser, als noch vor einiger Zeit? Hier ist der Platz um deine Erfahrungen und deinen Weg anderen mitzuteilen...

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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Plumquatsch am 28.07.2010, 21:07

Hallo Min,

ich möchte dir gern was dazu schreiben. Möchte aber auch dazu sagen das es sein könnte das es evtl (jemanden) triggert...also das nur kurz vorab.

Ja ich kenne das was du beschreibst ziemlich gut. Zwar nicht mit meiner Mutter, sondern mit meinem Vater. Angeblich war ich als ganz kleines Kind ein absolutes Papa-Kind. das war irgendwann schlagartig vorbei. Keiner konnte sich erklären warum. Irgendwie "hasste" ich ihn und er "hasste" mich. Hass ist jetzt etwas übertrieben, aber es war sehr kompliziert. Natürlich LIEBTE ich meinen Vater und ich wollte unbedingt seine Liebe haben. Die bekam ich aber NUR wenn ich Leistung erbrachte (denke daraus erklärt sich auch mein Perfektionismus im Heute und immer das Gefühl das ich denke ich bin nicht gut genug und man kann mich nicht lieben weil ich nicht gut genug eben bin...) , ansonsten behandelte er mich ziemlich mies, missbrauch auf emotionaler und körperlicher Ebene, ....dafür hasste ich ihn, aber gleichzeitig wollte ich halt das er "mein lieber Papa" ist...tja und ein Kind kämpft irgendwie immer um die Liebe...schon traurig. Jedenfalls wurde es immer komplizierter. Als ich nicht ganz 20 war hab ich dann den Kontakt zu ihm mit meinem bitterbösen Brief abgebrochen. Ich hab ihm geschrieben das er für mich tot ist und ich ihn nie nie wieder sehen oder hören oder lesen will....allerdings verschwand er nicht aus meinem Leben, weil ich durch meine schwester, mutter, oma oder wem auch immer immer wieder etwas mitbekam. Es war also nur verdrängung. 2004 bekam ich ganz plötzlich das ganz starke Bedürfnis mich mit ihm auszusprechen und auszusöhnen...es kam von einer sekunde auf die andere und mit klopfendem Herzen und Angst rief ich ihn an und er war auch total überrascht, aber er ging auf mein Wunsch zu einem Treffen ein. Wir verarberedetn uns für den anderen Tag. Wer nicht kam war er....und ich reagiert wiederrum mit heftiger Übelkeit, Panik etc...(damals brachte ich das noch nicht in Verbindung bis meine Mutter mir den Zusammenhang klar machte). Er kam ein Tag später...er dachte wir hätten den Dienstag ausgemacht (aber so war er mein Vater...schlechtes Gedächtnis). Wir sprachen uns aus und ich dachte DAS wäre der Durchbruch...wir trafen uns regelmäßiger und es schien fast sich alles zu normalisieren...es war immer noch komisch, aber wir beide gaben uns Mühe. Anfang 2005 sollte ich aus einer psychosomatischen Klinik entlassen weren und es gab ein Familiengespräch geben mit dem Oberarzt und meinem Therapeuten. Meine Mum war da, meine schwester war da, ich war da....nur er nicht! Aber er kam dann doch noch, zu spät aber immerhin. Aber im Gespräch immer nur "ich weiß auch nicht was Jennifer hatte, sie hatte halt immer probleme, ich glaube es liegt an meiner Mutter die immer gekotzt hat." Er hat es sich ziemlich einfach gemacht, kein Wort wie ER zu mir war und nichts, denn ER erinnert sich angeblich an nichts! Dann kamen weitere einschneidene Erlebnisse mit ihm und ich konnte nicht mehr...mir gings immer schlechter und ich brach den Kontakt wieder ab....ich wurde schwanger ... und wollte nicht das er es weiß. natürlich bekam er es mit, aber ich wollte nicht das er meine Tochter sieht. Ich hab gesagt quasi nur über meine Leiche...naja soweit musste es nicht kommen. Knapp 8 Monate nach der Geburt meiner Tochter verstarb er urplötzlich an einem "versteckten" Herzinfarkt und ich bekam die Panikattacke meines Lebens als ich von seinem Tod erfuhr. Ich war mir VORHER immer sicher gewesen das es mir besser geht wenn er tot ist. Ich habe mir auch GEWÜNSCHT das er tot ist, damit er für immer aus meinem Leben verschwindet, als es dann passierte war alles anders....ich heulte nur noch, war geschockt, hatte panik, dachte ich muss kotzen etc....

Also so blöd es sich anhört, jetzt auf lange Sicht gesehen geht es mir wirklich besser. Aber manchmal kommt er mir schon noch in meine Gedanken. Vor allem weil ich weiß dnzwischen das ich eigentlich nur seine Liebe haben wollte, aber die werde ich NUN unter GARANTIE NIE mehr bekommen und ein klärenedes Gespräch wird es auch nie wieder geben, genauso wenig wie ich ihm seine Enkelin noch zeigen kann...

So, jetzt hab ich soviel geschrieben. Wollte damit nur sagen das ich dich verstheen kann und das hin und her zwischen "brech ich den kontak ab oder nicht" ist total schwer. Fakt ist, unsere Eltern sind auch nru wie sie sind. Manche können einfach keine Liebe zeigen, haben vielleicht selber enorme Probleme....

ach jetzt fehlen mir die richtigen Worte.

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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Pippilotta am 28.07.2010, 21:20

Ich bezweifle, ob ein Kontaktabbruch wirklich befreien würde. Die Überlegung drückt doch eher ein bisschen Hilflosigkeit aus, weil dir deine Mutter wichtiger ist als du willst, oder sehe ich das falsch? Kontaktabbruch wäre dann doch gar nicht das, was du tatsächlich möchtest. Wie du sagst, du kannst deine Mutter nicht verändern, aber du kannst herausfinden, weshalb sie wichtig für dich ist und ob diese Wichtigkeit quasi Gewohnheit ist oder aktuell noch notwendig für dich. Was wünschst du dir von deiner Mutter? Liebe hast du gesagt - was verbindest du mit der Mutterliebe, was du anderweitig nicht holen kannst?
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon min612 am 29.07.2010, 09:37

danke erstmal für ewure antworten! ich muss sagen, ich habe ähnliche probleme wie ihr mit meienm vater, allerdi ngs belastet mich das nijcht mer so serh wie das mjkit meiner mutter. er lebt wieder im iran, und ich bin darüber ganz froh, es reicht wenn er zweimal im jaghr nach dtl. kommt und ich einfdach nur angst habe. da buin ich irgendwie merklich abgeklärter.
plumquatsch, dein beitrag hat µich sehr berührt. "bereust" du dein verhalten? mir wird immer wieder gesagt, mensch er ist dejin vater, wenn er stirbt, wirst du bereuen wie du ihn behandelt hast. ich bezweifle das.
@ pippi: hm, das stimmt, ich würde mir wünschen, meine mutter sei mir n jicht so wichtig, dann würde es mir halt leichter fallen, mit ihbrer zurückjweiseung zurecht zu kommen.
was ich mir wünsche? zuneigung, körperliche nähe, interesse an mir, akzeptanz meiner person, liebevollen umgang, tolle, freundschaftliche gespräche....ach nich beneide immer meine freeundinnen, die son tolles verhältnis zu ihrer mam haben...
es ist halt die frage, kann ich akzeptieren dass sie so ist und bleibt ud lernen damit umzugehn, oder brech ich ab, weil es mich immer udn immer wieder sooo belastet?
es stellt sich ja nauch noch die frage, kann ich mich denn auch verändern ud ihr mehr von demn geben, was ich mir von ihr wünsche? das ist ja sone gegenseitige sache...
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Pippilotta am 29.07.2010, 10:29

min612 hat geschrieben:was ich mir wünsche? zuneigung, körperliche nähe, interesse an mir, akzeptanz meiner person, liebevollen umgang, tolle, freundschaftliche gespräche....


Diese Wünsche können ja durchaus auch von anderen Menschen erfüllt werden; was genau würde den Unterschied ausmachen, wenn deine Mutter sie befriedigt?

min612 hat geschrieben:es ist halt die frage, kann ich akzeptieren dass sie so ist und bleibt ud lernen damit umzugehn, oder brech ich ab, weil es mich immer udn immer wieder sooo belastet?


"... oder suche ich einen Weg, wie es mich nicht mehr so belastet, ohne dass sie mir dazu gleichgültig werden muss?" :wink:
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Plumquatsch am 29.07.2010, 10:45

min612 hat geschrieben: "bereust" du dein verhalten? mir wird immer wieder gesagt, mensch er ist dejin vater, wenn er stirbt, wirst du bereuen wie du ihn behandelt hast. ich bezweifle das.


Nein! Ich bereue mein Verhalten nicht. Er hat mir sehr weh getan, er hat mir über etliche Jahre eingeredet das ich scheiße bin,das ich doof bin, das ich nichts wert bin und das man mich nicht lieben kann und ich eh in meinem Leben nichts erreichen werde.(und ich kämpfe jetzt noch mit den Folgen und versuche mich "beziehungsfähig" zu machen...was garnicht so einfach ist, wenn man erstmal diese ständigen Muster loswerden muss). Ich weiß , zumindest bin ich mir ziemlich sicher das egal wieviel Mühe er sich auch gegeben hätte, er sich nie wirklich geändert hätte und es immer wieder zu solchen Problemen gekommenwäre. Er konnte mir einfach seine Liebe nicht zeigen/geben (wenn er die für mich überhaupt hatte, weil bei meiner schwester gings ja!) und er hat immer versucht das mit "Geld" und GEschenken wegzumachen, aber was hat man von Geld wenn man dafür paar in die Fresse kriegt und nicht geliebt wird??? Da reicht kein Geld der Welt aus! An dem Abend bevor er gestorben ist wollte ich eigentlich meine Oma besuche mit meiner Tochter zusammen, wußte aber nicht ob er zu hause ist,also hab ich es gelassen. Abends lag ich im Bett und sagte zu meinem damaligen Freund "scheiße ich hätte hinfahren sollen!" und er so "Wieso?" und ich so "Na Oma kann morgen tot sein. Die ist schon so alt. und dann waren wir nicht mehr da" Am anderen morgen kam der Anruf, und ich dachte echt das meine Oma gestorben ist, aber dann wars ja mein Vater. Und ich weiß, wenn ich dagewesen wäre mit meiner Tochter, und wenn ich versucht hätte zu verhindern das er sie sieht und es stress gegeben hätte und er DANN gestorben wäre, hätte ich ewig ein schlechtes gewissen gehabt und gedacht ich bin schuld an seinemTod (hab ich ja so schon gedacht) und so bin ich froh das ich nicht mehr da war an dem Abend...UND er hatte seine Chance. ich war 2004 bereit ein vollkommenen strich unter allem zu machen...aber ER hat es nicht geschafft!

Es ist ein schwieriges unterfangen Mim und schwer jemanden was zu raten, auch wenn man in ähnlichen situationen ist. Ich glaube halt das man auf die Elternliebe besonders Mutterliebe sehr angewiesen ist, weil gerade diese Liebe einem ein gewisses Urvertrauen vermittelt und auch die Beziehungsfähigkeit zu sich selbst und anderen stärkt, ABER leider kann man keinen Menschen einen zu lieben, weder einen Partner, noch eine Mutter (auch wenn es traurig weil es so sein sollte) ....aber ich geh davon aus das deine Mutter dich liebt, nur das sie es aus eigenen Problemen heraus nicht zeigen kann. hast du mal mit ihr über ihr leben und ihre kindheit gesprochen oder sie gefragt was sie sich wünschen würde etc? Vielleicht würde euch beiden ein ehrliches offenes und klares Gespräch gut tun???
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon min612 am 30.07.2010, 12:44

wahsch. hab ich einfach die erwartung und das bild vor augen, dass dass inner mutter-tochterbeziehung so zu sein HAT.

"... oder suche ich einen Weg, wie es mich nicht mehr so belastet, ohne dass sie mir dazu gleichgültig werden muss?" :wink:[/quote] mja aber ich glaub soweit bin ich nicht dass ich das so differenziert sehen kann.
Plumquatsch hat geschrieben:hast du mal mit ihr über ihr leben und ihre kindheit gesprochen oder sie gefragt was sie sich wünschen würde etc? Vielleicht würde euch beiden ein ehrliches offenes und klares Gespräch gut tun???

ve3rucht schon oft, aber sie ist da wie ne mauer, ein eisblock, da kommt nichts.

Plumquatsch hat geschrieben:Ich glaube halt das man auf die Elternliebe besonders Mutterliebe sehr angewiesen ist, weil gerade diese Liebe einem ein gewisses Urvertrauen vermittelt und auch die Beziehungsfähigkeit zu sich selbst und anderen stärkt,
:ja:
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Pippilotta am 30.07.2010, 13:22

Die Unterscheidung zwischen den Ursachen der Emo-Entstehung und den Ursachen des Emo-Erhalts fällt mir gerade ein. Leider werden hier kaum Diskussionen darüber geführt, obwohl ich darin einen ganz entscheidenden Ansatz für die Emo-Bewältigung sehe. Dieses Umdenken, dass nicht, was seit der Kindheit immer so war, in unveränderter Form bis zum Einzug ins Seniorenheim beibehalten werden muss.

Ihr sagt bzw. bestätigt, dass


man auf die Elternliebe besonders Mutterliebe sehr angewiesen ist, weil gerade diese Liebe einem ein gewisses Urvertrauen vermittelt und auch die Beziehungsfähigkeit zu sich selbst und anderen stärkt,

(Ich weiß, es war nicht so wörtlich gemeint, lege zur Veranschaulichung aber trotzdem wörtlich aus :wink: )

Wenn es sich bei "man" um ein Kind handelt, stimme ich völlig überein. Das erwachsene "man" kommt jedoch nicht umhin, sich SELBST Vertrauen zu geben, sich selbst mit seiner Beziehungsfähigkeit auseinander zu setzen, kurzum für sich SELBST zu SORGEN, sich SELBST zu BESCHÜTZEN, sich SELBST zu LIEBEN, sich auf sich SELBST zu verlassen. Zuwendung von außen gehört selbstverständlich auch dazu, als Bereicherung, die ein Mehr an Lebensqualität schafft, aber die GRUNDBEDÜRFNISSE sollte "man" m. E. unabhängig von anderen stillen.

Also denke ich, auch beim Thema Mutterliebe ist es notwendig, sich bewusst zu machen, dass die Beziehung zu Eltern infolge von Abnabelungsprozessen eine ganz neue, gegenseitige Basis auf gleicher Augenhöhe erhält und deren Aufgaben einfach enden.
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon min612 am 30.07.2010, 13:32

pippi, du hast recht. alleridings denke ich dass es sxhwer ist, als erwachsener in sich zu vertrauen wenn einem als kind die mutterliebe udn entsprechend das urvertrauen fehlte, was maßgeblich dazu beiträgt, selbstvertrauen un selbstwert zu erlangen. nichtsdestotrotz liegt dann die verantwortung in einem selbst, das neu zu erlernen, denn wie du sagst
Pippilotta hat geschrieben:dass die Beziehung zu Eltern infolge von Abnabelungsprozessen eine ganz neue, gegenseitige Basis auf gleicher Augenhöhe erhält und deren Aufgaben einfach enden.

da sind wir dann wieder bei verantwortung. nein, die dinge müssen nicht so bleiben bis ich alt und grau bin, aber es herrscht einfach eine gewisse gewöhnung an die dinge, die man seit der kidnheit so sidn. das hat geprägt.
udn ich denke, dass wwenn i8ch diese sachen verinnerliche(also selbstverantwortung und so) ich wohl auch besser mit der fehlenmden mutterliebe umgehen kann. nichtsdestoterotz wird glaub ich trotzdem immer ne lücke (wenn auch in erinnerugn) bleiben.
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Plumquatsch am 30.07.2010, 13:55

Klar Pippi, ich verstehe was du meinst. Ich glaube warum ich den Satz so betont habe ist weil ich denke das sowas halt "prägt"....wenn man als Kind keine Liebe bekommt, egal ob jetzt von Mutter oder von Vater nicht, dann verfolgt einen das UNGEWOLLT bis ins Erwachsenenalter....warum sonst haben soviel menschen Beziehungsprobleme? klar hängt nicht nur damit zusammen aber doch viel!

Es ist aber schon klar das man als Erwachsener (Emo :wink: ) lernen sollte sich selbst das VERTRAUEN zu geben was man sonst bei anderen sucht oder auch die LIEBE die man außen sucht erstmal in sich selbst zu suchen....Kann einen jemand lieben wenn man sich selbst nicht wirklich liebt? Bzw. kann man die liebe eines anderen überhaupt wirklich annehmen oder spüren wenn man sich selbst nicht liebt? Ich behaupte mal NEIN...also beginnt es wirklich da anzusetzen. Man kann lernen sich all das selbst zu geben...ich glaube trotzdem das eine Lücke, wie Min schon sagt, bleibt...aber diese kann durch die Liebe, verantwortung und vertrauen was man sich selbst gibt immer kleiner und kleiner werden...
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Pippilotta am 30.07.2010, 17:07

Ehrlich gesagt erschrecke ich oft hier beim Lesen darüber, dass von SELBSTWERTGEFÜHL geredet wird, aber wohl eher "FREMDWERTGEFÜHL" gemeint ist. Ich denke gar nicht einmal, dass es wirklich so am Selbstwertgefühl mangelt, sondern eher daran, sich selbst zu GLAUBEN, sich selbst zu VERTRAUEN, sich in sich selbst SICHER zu fühlen. Nach meinem Eindruck ist ein Selbstwertgefühl meist schon vorhanden, nur wird offensichtlich oft die BESTÄTIGUNG dieses eigenen Gefühls benötigt, um einen Beweis zu haben, der das fehlende Selbstvertrauen wettmacht. Und dann scheint was Fatales zu passieren, nämlich die Konzentration auf die Leute, von denen die Bestätigung erhofft wird, denen mehr geglaubt wird als sich selber. D. h. es wird nicht daran gearbeitet, Selbstvertrauen aufzubauen, sondern stattdessen darum gekämpft, die entsprechenden "Zielpersonen" so zu überzeugen, dass sie das Selbstwertgefühl gewissermaßen legitimieren. Dass diese Form von Selbstwert nicht lange hält, liegt auf der Hand. Die geringste Kritik des "TÜV-Stabs" genügt, um das Kartenhaus einfallen zu lassen.

Ihr habt von Gewöhnung, Prägung und Lücken gesprochen. Emo ist auch Gewohnheit. Ich dachte aus Gewohnheit 40 Jahre lang, Kotzen wäre für mich das größte Unglück, das mir widerfahren kann. Habe ich mir abgewöhnt, inzwischen kann ich mir weit Schlimmeres vorstellen. :?
Bis vor vier Jahren war ich überzeugt, unbedingt so bleiben zu wollen, wie ich war - mich hat vieles geprägt, und in diesen Prägungen fühlte ich mich wohl. Und dann experimentierte ich einfach herum und hinterfragte mal alles und jedes, ob es vielleicht auch genau umgekehrt sein könnte. Hat sich einiges verändert innerhalb der Prägungen. War vorher bloß nie auf so eine Idee gekommen, schließlich war ich schon an mich gewöhnt. :wink:

Die Lücke - ich behaupte, jeder von uns hat auf irgendeine Art und Weise den Verlust des Urvertrauens erlebt, sonst hätte sich wohl die Phobie nicht ausbilden können. Was wiederum eben zu Schwierigkeiten beim Aufbau eines gesunden und stabilen Selbstvertrauens führte. Dies nachzuholen, bedeutet in der Tat Anstrengung und Arbeit. Der Lohn dafür ist dann aber weit mehr als keine Lücke, es ist eine geschlossene Lücke. Keine Lücke nimmt man doch gar nicht wahr, eine geschlossene Lücke ist ein selbstgemachter Erfolg mit Langzeitwirkung. Frag mal einen, der noch nie krank war, wie sich Gesundheit anfühlt - er kann es nicht wissen. Und so ist es mit der Lücke. Ich kann bedauern, dass die Lücke da ist, oder ich kann mich freuen, dass ich dadurch überhaupt die Chance habe, eine Lücke aus eigener Kraft zu schließen - und damit eine Erfahrung machen, die dem "Lückenlosen" verwehrt bleibt. Danach hat der übrigens eine Lücke. :mrgreen:
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon min612 am 07.08.2010, 11:01

hmmmpf...gestern gabs den totalen supergau. mein mann hatte erbrechen und durchfall.-und ich bin zu meiponer ma geflüchtet :( son scheiß. ich hatte mnassive suizidgedanken panik usw. hab wie ein kleinkind nur geheult. ich hab mich sooo dafür gehasst. :( ich hatte einfach so wahnsinnige angst, dass mein mann auch njicht ALLES unter kontrolle hat. wie schon häufiger beschrieben, ahbe ich mich komplett aus allen verantwortungen rausgezogen und meine sicherheit in ihm gescuhtr. anscheinend bin ich noch nicht allzu weit gekommen mit der sicherheit in mir selbst uond so.
ach scheisse.
jetz bin i8ch zuhause, mach ihm tee und so. aber ich komm nipcht drüber.
grüße von einer traurigen und ängstlichen min.
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Plumquatsch am 07.08.2010, 11:43

Oh mensch. Wie gehts deinem Mann denn jetzt? und wohin bist du geflüchtet? was für ne Ma??? Wie gehts dir jetzt?

Hoffe du bist nicht sauer auf dich oder enttäuscht von dir. Ich meine so Situationen treten ja nicht täglich auf und natürlich DARF man da auch panisch reagieren. Wichtig ist das man am Ball bleibt und sieht was man noch zu lernen etc. hat...

Alles Gute euch beiden.
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Pippilotta am 07.08.2010, 12:40

Plumquatsch hat geschrieben:Hoffe du bist nicht sauer auf dich oder enttäuscht von dir. Ich meine so Situationen treten ja nicht täglich auf und natürlich DARF man da auch panisch reagieren. Wichtig ist das man am Ball bleibt und sieht was man noch zu lernen etc. hat...

Alles Gute euch beiden.


Schließe ich mich komplett an! :)

Plumquatsch hat geschrieben:Oh mensch. Wie gehts deinem Mann denn jetzt? und wohin bist du geflüchtet? was für ne Ma???


Min wird nur EINE Mutter haben. :mrgreen:
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon Plumquatsch am 07.08.2010, 12:57

ach ja klar. ich glaub ich hab das mit mosine verwechselt. deren mutter ist ja tot...sorry :oops: deswegen war ich etwas verwirrt!
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Re: Schlaflos in MG

Beitragvon min612 am 07.08.2010, 13:55

hi ihr zwei. mein mann ligt im bet5t und ist schlapp, aber nur noch durchfall. das letzte erbrechen gestern vorm schlafen. mache ihm grad süppchen, tee , zwieback, es bleibt drin.
ach ja doch, ich bin immer noch enttäuscht und auch sauer auf mich. aber nichts im vergleiuch zu gestern, da wollt ich einfach gegen den nächgsten baum rasen :(
ich bin jetzt ruihger. ich schau mAL ob ich meine therapeutin anrufe.
ich danke euch!
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