Essstörung

Du hast eine Krise gemeistert oder Dir geht es im Allgemeinen deutlich besser, als noch vor einiger Zeit? Hier ist der Platz um deine Erfahrungen und deinen Weg anderen mitzuteilen...

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Re: Essstörung

Beitragvon dieFee am 14.02.2010, 13:22

Kinabalu hat geschrieben:Vielleicht hat es auch etwas mit den "Fluchtmöglichkeiten" zu tun.
Wenn man unterwegs was ist..zb bei mecces wundert sich ja niemand wenn du irgendwann aufstehst..meinetwegen auch mitten im esen und rausgehst.
Dann muss man halt n Bus erwischen oder aus anderen Gründen schnell los. Mal abgesehn davon dass unterwegs eh niemand groß zeit hat sich hinzusetzen und gemütlich zu essen. Man wird nicht beobachtet und kann sofort gehen wenn man will.
Im Restaurant ist das anders. da isst man ja in der regel nicht aleine und man hat sich extra dafür Zeit genommen..sich verabredet und drauf gefreut. Da kann man seine Lasagne schlecht einfach stehen lassen und gehen..
Man muss erstmal den kellner rufen..auf die rechnung warten ..sich ne entschuldigung für die anderen leute überlegen..sich vielleicht das essen einpacken lassen usw. man ist nicht so frei wie in anderen "Esssituationen".
Das ist jedenfalls bei mir n punkt der mich (neben vielen anderen) am essengehen stöhrt


das greift zu kurz.
es muss einen grund geben, warum solche sozialen situationen ängste auslösen.

gruss

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Re: Essstörung

Beitragvon Kinabalu am 14.02.2010, 20:40

ja ich weiß dass es für diesen "Fluchinstinkt" auch wieder gründe gibt..aber es ist einfacher sich erstmal zu überlegen WOVOR man sich jetzt garde eigentlich fürchtet und sich dannach erst um die Gründe kümmert.

Ich weiß von mir woher mein "Fluchtverhalten" kommt..aber das kann man natürlich nicht auf jeden übertragen
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Re: Essstörung

Beitragvon dieFee am 15.02.2010, 00:02

Kinabalu hat geschrieben:ja ich weiß dass es für diesen "Fluchinstinkt" auch wieder gründe gibt..aber es ist einfacher sich erstmal zu überlegen WOVOR man sich jetzt garde eigentlich fürchtet und sich dannach erst um die Gründe kümmert.

Ich weiß von mir woher mein "Fluchtverhalten" kommt..aber das kann man natürlich nicht auf jeden übertragen


ja und nein.. :wink: :roll:

meistens liegen diese gründe ja auf der hand, respektive man kommt sehr rasch darauf. in eurem fall der zusammenhang von restaurant und mangelnder fluchtmöglichkeit, respektive die angst vor dem sozialen eklat, wenn man nicht aufisst. er nächste schritt ist schwieriger. warum hast DU diese angst. nicht, welches erlebnis löste diese angst aus, sondern was hat diese angst mit DIR zu tun. nicht mit der psyche oder emo oder mit erlebnissen, sondern mit dir als person. was richtet es in dir an - du siehst, ich suche nicht nach der ursache sondern nach der wirkung.

es macht sinn, am anfang eines weges nach dem woher und warum zu fragen. aber man kann auch auf seinen wurzeln festkleben. du fährst ja auch nicht vorwärts und guckst dabei in den rückspiegel? (bitte sag jetzt nicht ja..;) )

die frage ist immer: woher kommt es? und dann: was tut es mit mir? beispiel: ich mag nicht in gesellschaft essen, weil ich keine fluchtmöglichkeit habe. das lässt mich minderwertig erscheinen und macht mich traurig. minderwertige werden weniger geliebt (daher kommts). ich möchte nicht ungeliebt sein. diese "weisheit" habe ich von meiner mutter. ich glaube meine mutter hat recht und das macht mich noch trauriger. das spiel machst du bis du heulst oder so. klingt brutal, hilft aber enorm, weil es einem die ganzen verqueren gefühle vor augen hält und einem eben auch zeigt, was angstphantom und was echte baustelle ist.

ahja, das sind natürlich vereinfachte abstrakta (die fragen und konsequenzen) ich weiss, dass bei euch alles ganze anders ist. es dient nur zur veranschaulichung.

grüsse

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Re: Essstörung

Beitragvon Laay am 15.02.2010, 20:22

Also erstmal zu der Fluchtmöglichkeit, die in einem Restaurant nicht so verhanden ist. Das ist es fast, aber nicht ganz. Ich glaube es hängt eher damit zusammen, dass man in ein Restaurant geht, um zu essen. Dabei dreht es sich ja wirklich hauptsächlich um's essen. Man geht ja nicht dorthin, um Musik zu hören vom Pianist oder so. Und irgendwie fand ich das immer schon unlogisch, das Leute in Restaurants gehen, einfach nur für's essen. Irgendwie finde ich das einfach einen riesen blödsinn. Man sieht auf irgendeinem Stuhl und muss anständig essen und dann zum Schluss noch nen riesen Happen zahlen. Das ist doch voll gaga? :wink: Nein wahrscheinlich nicht, aber ich finde es einfach komisch, weil ich es mir nicht vorstellen kann, dass man dort auch einfach gutes Essen und Gespräche in einer angenehmen Atmosphäre geniessen kann.

die frage ist immer: woher kommt es? und dann: was tut es mit mir? beispiel: ich mag nicht in gesellschaft essen, weil ich keine fluchtmöglichkeit habe. das lässt mich minderwertig erscheinen und macht mich traurig. minderwertige werden weniger geliebt (daher kommts). ich möchte nicht ungeliebt sein. diese "weisheit" habe ich von meiner mutter. ich glaube meine mutter hat recht und das macht mich noch trauriger. das spiel machst du bis du heulst oder so. klingt brutal, hilft aber enorm, weil es einem die ganzen verqueren gefühle vor augen hält und einem eben auch zeigt, was angstphantom und was echte baustelle ist.

Ich muss sagen, ich kann damit gerade nicht so viel anfangen :| Resp. ich kann gerade nicht so weit und tief denken...
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Re: Essstörung

Beitragvon Kinabalu am 15.02.2010, 21:20

ja aber gehst du in ne Dönerbude (nur als beispiel..ich hasse döner)
gehen wir da doch auch zum essen hin?! Das kann es nicht sein..ich glaube nicht dass das Essen das Problem ist..
vielleicht die Menge? Im Restaurant isst man ja mehr als n kleinen 1€ burger.
Beginnt unser Gehirn da vielleicht wieder zu arbeiten: Viel essen=übergeben?
Ich habe im Restaurant nie direkt unangenehme erfahrungen gemacht (außer einmal aber das war in eminer "spitzenemozeit" da hat mich nix kleingekriegt und die angst war eh schon viel ehr da).

Ich habe ürings auch kein Problem damit ne Pizzazunge am Bahnhof zuessen..und da sind ja wohl sehr viel mehr potenzielle beobachter. Wie siehts bei dir aus?
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Re: Essstörung

Beitragvon Laay am 15.02.2010, 21:27

In einer Dönerbude bekomme ich auch Panik. Ausser wir sitzen draussen, wo ich an der frischen Luft und relativ frei bin...

Von der Menge her spielt es mir nicht unbedingt eine Rolle. Also klar, irgendwie ist es mir immer total unangenehm, wenn ich Rest hinterlasse, weil dann denken doch wieder alle typische DIE lässt immer Reste übrig. Und negative Erfahrungen in Restaurants hatte ich auch noch nie.

Also wenn ich unterwegs bin, oder eben wie du am Bahnhof bin und mir dort irgendetwas reinstopfe klappt das auch. Ich muss mich einfach bewegen können. Ich kann nicht auf einen Stuhl "gefesselt" sein. Ausser eben in irgendwelchen Kneipen, aber dort ist man ja auch keine richtigen Mahlzeiten.
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Re: Essstörung

Beitragvon dieFee am 16.02.2010, 18:08

@laay

das ist ja nicht weiter schlimm. du musst nicht weit und tief denken, sondern im gegenteil sehr nah. oftmals ist es das naheliegende, das offensichtliche, das zum ziel führt. leider übersehen wir oftmals das naheliegende, weil uns eben die distanz fehlt. versuch doch mal ganze naheliegend zu denken, also ohne irgendetwas zu interpretieren. in deinem fall zum beispiel einfach mal deine gefühle analysieren, ohne emo und blibla. einfach mal: was fühle ich? wovor habe ich wirklich angst? zum beispiel in deinem fall eben nicht das kotzen nach dem essen, sondern dass essen stehenlass zu müssen und die möglichkeit, dass bekannte dann schlecht über dich denken können.

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Re: Essstörung

Beitragvon schlumpfine85 am 07.03.2010, 18:04

hi
ich war eine woche mit meinem freund ski fahren, da wir nur ein zimmer mit frühstück hatten mussten wir abends im restaurant essen. schon auf der hinfahrt hat mich dieses komische gefühl beschlichen, hilfe RESTAURANT. am ersten abend hab ich das essen gehen solange rausgezögert wie es nur ging, kam mir total bescheuert vor...hab mich ann in das restaurant gequält und so gut es ging das essen runter "gewürgt"
komischerweise ging es von abend zu abend besser und am letzten tag habe ich mich richtig darauf gefreut essen zu gehen.
dieses gefühl kannte ich bisher überhaupt nicht!!! völlig neue erfahrung

ich habe schon oft probiert, mich im restaurant zu fragen WARUM ich ein problem habe, konnte aber nie wirklich eine antwort darauf finden.
mir geht es aber auch so, dass ich immer zuerst nach einer fluchtmöglichkeit (tür, klo, etc ) suche, sobald ich ein restaurant betrete.
ich suche mir auch immer den platz aus, von dem man am schnellsten und einfachsten aufstehen und flüchten kann...
ganz anders ist es, wenn ich zb in einer dönerbude, meckes, pizzaria am bahnhof etwas esse.
da mache ich mir keinerlei gedanken, kann futtern was das zeug hält und es ist mir total egal, ob jemand dabei ist, mich beobachtet oder was auch immer.

mein selbstwertgefühl ist völlig ok, daran kann es also nicht liegen
und der hintergedanke, wenn ich etwas übrig lasse guckt mich jeder doof an kann es auch nicht sein, wer denkt schon als kind an sowas!?!?
ich habe jedenfalls beschlossen, ab sofort öfters essen zu gehen, irgendwie muss ich dieses problem ja besiegen
lg
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Re: Essstörung

Beitragvon Kinabalu am 07.03.2010, 19:28

hm erinnert mich sehr an unserern sommerurlaub..da hatte ich abends auch solche probleme esen zu gehn..die sind auch in 2 wochen nicht verschwunden..dabei gab es buffet..a la carte hätte ich wohl nicht überstanden.
Es lag aber vielleicht auch daran dass mir mit meinen hellblonden haaren in der Türkei ständige aufmerksamkeit sicher war.
Nur müsste ich mich da nicht eigentlich drüber freuen?
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Re: Essstörung

Beitragvon ~lila~ am 11.03.2010, 01:38

:shock: ich erkenn mich hier mal wieder absolut wieder.

@ tanby: das, was du beschreibst hatte ich als ich die pille noch genommen habe. dieses "i can´t get no satisfaction"-gefühl beim essen. ich konnte ununterbrochen essen, aber mir wurde höchstens schlecht, aber dieses befriedigende gefühl einfach mal satt zu sein, hab ich einfach nicht erreichen können. das ging zum glück wieder weg, nachdem ich das zeug abgesetzt hatte und mittlerweile sind auch die kilos wieder runter. in dieser phase hab ichs auch endlich einmal geschafft im restaurant nen teller leer zu kriegen.

bei mir war das nämlich immer so wie bei kinabalu. ich war früher sehr dünn, obwohl ich durchaus ausreichend gegessen habe. im restaurant hab ich heute noch probleme diese portionen zu schaffen. und da ich sehr dünn war, wurde mir da von leuten, die mich nicht so gut kannten immer mal wieder eine essstörung unterstellt. also fühlte ich mich im restaurant immer unter beobachtung und hab verzweifelt versucht diesen verdammten teller wenigstens mal über die hälfte leer zu kriegen, aber ich stoße da immer irgendwann an ne schranke, wo ich dann satt bin und dann kann ich nicht weiteressen, weil ich auch angst habe, mich zu überessen. früher war ich dann als auf dem klo um zeit zu gewinnen, weil ich oft nach kurzer zeit doch noch ein bisschen mehr essen kann. nur fiel mir dann auf, dass das ja nun wie bulimie aussieht (was als emo natürlich lächerlich ist), also hab ich das auch nicht mehr gemacht.
mittlerweile hat sich das nur insofern gebessert, dass ich mich halbwegs dran gewöhnt habe, halt nen seniorenteller zu bestellen und ich auch nicht mehr so arg dünn bin.
aber wirklich spaß am essen gehen hab ich immer noch nicht. für mich ist das immer stress. ich überlege mir beim bestellen auch nicht was mir jetzt am besten schmecken könnte, sondern was ich denn am ehesten packen könnte.

bei buffets oder wenn so große platten auf dem tisch stehen, wo sich jeder soviel nehmen kann wie er will, habe ich das problem nicht.
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Re: Essstörung

Beitragvon schlumpfine85 am 26.03.2010, 17:43

@lila:
GENAU SO geht es mir auch, ich war früher dünn und hatte als kind wenig hunger, ich vermute, das viele dachten ich hab bulemie.im restaurant hab ich nie den teller leer geschafft, bin dann auch aufs klo um zeit zu schinden, nicht um zu k****
wahrscheinlich war das für alle ein eindeutiges zeichen, einige leute haben auch darüber geredet, und als ich das mitbekommen hab, hab ich mich immer beobachtet gefühlt im restaurant.
daraus hat sich bei mir eine richtige angst entwickelt, in der öffentlichkeit zu essen, die ich bis heut nicht losgeworden bin.

bei mir ist es auch so, das ich nicht das gericht bestelle, was mir schmecken würde, sondern das nehme, was für mich das kleinere übel darstellt, was ich halbwegs aufessen kann

bin froh, dieses forum gefunden zu haben, dachte 25 jahre lang, das ich als einzige diese macke hab
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Re: Essstörung

Beitragvon Laay am 03.04.2010, 22:31

Also ich muss hier mal meine Beobachtungen aufschreiben.

Bin in letzter Zeit immer mit der Lernenden ein Jahr unter mir Essen gegangen. Zu Anfang habe ich sie immer gebeten, dass wir doch bitte nicht in unserem Essraum essen, sonder in unserem eigenen Büro. Ich habe gemerkt, dass ihr das eigentlich nicht so recht ist, habe aber für mein schlechtes Gewissen mir selber vorgelogen "ich kann nicht anders, dass ist die Emo". Irgendwann habe ich mich dann einfach durchgerungen und ihr gesagt, dass sie bestimmen darf, was wir essen und wo wir essen. Ich habe es ihr überlassen und habe so die Kontrolle abgegeben. Das war für mich ein sehr wichtiger Punkt, habe aber nach wie vor noch ein wenig daran zu beissen. Ich esse gerne und versuche mich locker zu machen. Versuche nicht von Anfang an zu denken, dass die Angst kommt.
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Re: Essstörung

Beitragvon Laay am 05.08.2010, 22:56

Update:

Ich kann nun mittlerweile wieder mehr oder weniger problemlos essen. Egal mit wem und wo.
Allerdings gibt es da noch meine Oma, die eine Ausnahme darstellt. Sie setzt immer einen gewissen Druck auf mich aus und erklärt mich für bekloppt, wenn ich nicht so viel esse. Und da sie mich heute auch noch in ein Restaurant eingeladen hat, war es ihr besonders wichtig, dass ich "richtig" esse. Als ich dann aber trotzdem nur ein Pouletsalat (und das nichtmal, weil ich Angst hatte, dass ich etwas anderes nicht essen kann, sondern einfach, weil ich Pouletsalat liebe) bestellt habe, machte sie auf beleidigt, was schon schwer für mich war. Sie wollte mir dauern noch irgendwas aufdrängen, was ich nicht wollte und ich hatte richtig Mühe mit dem "Nein" sagen.

Ich fühle mich nun auch in gewisser Weise schuldig, weil ich es ihrer Meinung nach nicht richtig genossen habe. Andernseits bin ich auch sauer, weil sie nicht akzeptieren kann, dass ich das was sie vorschlug einfach nicht mochte oder wollte. Und ich vorallem doch langsam alt genug bin um selber zu entscheiden ;-) :roll:

Doch ich glaube, dass ich da nichts ändern kann. Sie ist meine Oma und sie ist halt einfach so. Sie meint es nicht böse, sie wollte einfach, dass es ein toller Abend wurde und wollte, dass ich das beste und schönste und teuerste ass. Ja halt meine Oma...

Auf der anderen Seite esse ich momentan eben auch wieder immer überall wo ich nur kann. Mit Freunden in Restaurants, mit der Fam. meines Freundes etc. Und das beste ich, dass ich mich nicht mehr 3 Tage verrückt mache, weil ich in ein Restaurant gehe. Ich denke gar nicht mehr darüber nach. Und wenn die Angst doch noch kommt, dann erst in der akuten Situation. Das ist für mich ein riesen Fortschritt.

Trotzdem habe ich nach wie vor das Gefühl, dass es sich dabei nur um Routine handelt. Aber ehrlich gesagt ist es mir zur Zeit auch egal, ich geniesse es momentan einfach.
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Re: Essstörung

Beitragvon Kinabalu am 06.08.2010, 10:16

Laay hat geschrieben:und wollte, dass ich das beste und schönste und teuerste ass. Ja halt meine Oma
kann man auch falsch verstehen :P

ich glaube die meistens omas haben es nicht so gerne wenn nicht alles so läuft wie sie es sich vorstellen. meine ist da noch exremer, weshalb ich auch nichtmehr mit ihr esen gehe. Während meine Mutter aber akzeptiert hat dass ich nicht gerne essen gehe und wenn lieber in Restaurants mit entspannter atmosphäre (tapas-Bar zB) ist meine Oma tödlich beleidigt, wird meistens wütend wirft mir vor ich wäre egoistisch weil ich nicht mit ihr essen gehe..sie würde sich so wünschen mit mir essen zu gehen. Wenn ich dann trotzdem nicht mit essen gehe spricht sie den gesamten nächsten tag nichtmehr mit mit..da essen gehn wo ich gerne essen geh will sie aber auch nicht denn da ist es asozial..hat sie jedenfalls auf meinem vorletzengeburtstag 8auf dem sie das letze mal eingeladen war :roll: ) allen am tisch erzählt.

Lange rede kurzer Sinn:omas sind ne Sache für sich und deine hat ja noch relativ kolant reagiert. Aber ich finds schön dass es mit dem essen gehn so voran bei dir geht.
mir fällt es inzwischen auch leichter..aber halt in Restaurants die ich mag oder mir aussuche und nicht so gerne in ganz nobelen Restaurants
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Re: Essstörung

Beitragvon Laay am 06.08.2010, 13:09

und wollte, dass ich das beste und schönste und teuerste ass. Ja halt meine Oma


kann man auch falsch verstehen :P

haha zu geil :-D

Ja aber wie hälst du das aus? Ich kann mich nie und niemmer mit der verkrachen, ich hätte solche Gewissensbisse. Ich glaube ich würde eh gleich aus der Familie ausgeschlossen werden.
Was ich mich einfach frage, ist, wie lange und wie viel muss man sich verbiegen? Ich weiss, dass man in manchen Situationen einfach höflich sein muss und brav lächeln sollte. Dazu noch schön Smalltalk führen und bloss keine grenzwertigen Themen ansprechen. Im Grunde verhält man sich einfach so, wie es das Gegenüber erwartet. Aber eigentlich finde ich es schade, dass ich 90% der Menschen in meiner Umgebung solch eine künstliche Beziehung habe. Das ich nicht einfach sein kann wie ich bin.

omas sind ne Sache für sich und deine hat ja noch relativ kolant reagiert.

Ja ich wär eigentlich ganz froh, wenn sie mal etwas direkt sagen würde. Dann könnte ich sie auch mal fragen, ob sie eigentlich bekloppt ist. Himmel! Denn indem sie nichts sagt, setzt sie mich erst so richtig unter Druck, kann mich aber auch nicht wehren.

mir fällt es inzwischen auch leichter..aber halt in Restaurants die ich mag oder mir aussuche und nicht so gerne in ganz nobelen Restaurants

Ich habe auch immer noch Mühe, wenn es um die Auswahl des Restaurants geht. In noblen fühle ich mich meistens auch sehr unwohl. Und vorallem schmeckt mir das Essen meist nicht, weil es zu "speziell" ist. Aber ich habe mir einfach angewöhnt, in jedes Restaurant mit zu gehen. Irgendetwas positives hat jedes Restaurant (gestern zum Beispiel hatte es einen sehr charmanten Servierer - nennt man das so? :wink: ).
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