Jaktation

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22 Feb 2016 16:17 #1 von expanse
expanse erstellte das Thema Jaktation
Ich habe mal eine Frage an euch: Leidet hier irgendwer noch an Jaktation?
Also in den Schlaf wippen, schlagen, wiegen etc.
Ich jaktiere schon seit ich nur ein paar Monate alt war und weiß auch erst seit kurzem, dass es einen Namen dafür gibt (ähnlich damals wie bei der Emo).
Frage mich halt mittlerweile ob es eventuell einen Zusammenhang zur Emo gibt?

Im Web steht, dass oftmals eine schlechte Kindheit dahinter steckt, oder die Bindung zu den Eltern nicht stimmt. Das kann ich mir gar nicht vorstellen, aber da ich die Emo habe und jaktiere MUSS ja eigentlich irgendwann mal etwas vorgefallen sein. Das gibt mir echt zu grübeln.

Nur mit den Eltern kann ich schlecht darüber reden, die würden sich nur Gedanken machen, ob sie was falsch gemacht haben. Das möchte ich nicht.

LG Steffi

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22 Feb 2016 19:16 #2 von Anthea
Anthea antwortete auf das Thema: Jaktation
Hallo Steffi!

Also so rein von dem Phänomen her kenne ich das, aber war mir jetzt eher aus den Bereichen Autismus, oder sehr schwere Vernachlässigung ("Hospitalisierungs"-Phänomen) bekannt. Bist du jetzt zufällig darüber gestolpert oder hattest du bewusst was zu deinem Verhalten gesucht?

Ich habe gerade in deinem Vorstellungsthread nochmal gelesen, dass du schon Mitte zwanzig bist - keine Sorge, da ist es durchweg mehr als legitim und normal nicht mehr mit den Eltern über sowas zu reden / reden zu müssen.
Hast du schon mal darüber nachgedacht eine Therapie zu machen? Oder hast du vielleicht schon mal eine gemacht? Du hast ja mehrere Anhaltspunkte (Emo, jaktieren), die darauf hindeuten, dass es vielleicht hilfreich sein könnte etwas mehr über sich zu erfahren.

Das mit der "schlechten Kindheit" usw. kann sich kaum jemand vorstellen, oft sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht. Auch ist es oft so, dass man eine "schlechte Kindheit" nicht in dem Sinne als schlecht erlebt oder erinnert. Also ich weiß heute zum Beispiel sehr viel darüber, was dazu geführt hat, dass ich eine Phobie ausprägen konnte. Rein objektiv ist es alles schrecklich. Ich selbst habe aber dennoch - auch in dem Bewusstsein um das - eher positive Erinnerungen an meine Kindheit. Das ganze ist ja leider auch das heimtückische. Aber selbst wenn es gelingt, Zugang zu den negativen Seiten zu finden, bedeutet das nicht, dass man danach seine Eltern hassen muss oder grundsätzlich alles scheiße war.

LG
Anthea

Wunder muss man selber machen (Trinkwalder)

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23 Feb 2016 08:34 #3 von expanse
expanse antwortete auf das Thema: Jaktation
Hi Anthea :)

Ich habe gezelt danach gesucht, wollte einfach mal wissen, ob es gleichgesinnte gibt. Im Internet gibt es recht viele- hätte ich nicht gedacht.

Das Jaktieren ans ich finde ich gar nicht mal so schlimm - für mich ist es total entspannend, wichtig. Manche meditieren - ich jaktiere zur Musik. Aber ich könnte es nie vor anderen Personen, keine Ahnung warum man sich für sowas schämt.

Ich hatte noch nie eine Therapie, habe die Emo sehr gut in den Griff bekommen, aber abgeneigt bin ich nicht es zu tun um mehr zu erfahren WARUM ich so bin. Problem ist nur erstmal einen guten therapeuten zu finden ...und die Zeit :/

Der einzige Anhaltspunkt den ich habe ist, dass meine Mutter Brustkrebs hatte als ich ein halbes Jahr alt war. Und dass besonders mein Vater mich lieber in Watte eingepackt hätte - sehr besorgt, fast schon ängstlich.
Aber du kannst recht haben, vielleicht sehe ich das "schlechte" nicht. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben ;)

Danke für deine Antwort :)

LG Steffi

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01 Apr 2016 12:38 #4 von LucyInTheSky
LucyInTheSky antwortete auf das Thema: Jaktation
Hey expanse,

ich bin gerade über deinen Beitrag gestolpert und hatte von dem Begriff noch nie gehört und noch nie darüber nachgedacht, dass das auch pathologischer Natur sein könnte. Seit ich klein war hab ich mich nachts alleine in den Schlaf gewiegt oder eher meinen Kopf hin und her bewegt (schwer zu erklären). Das begann damit, dass ich als Baby bis ich 2 war einen Beckengips hatte : beide Beine von oben bis zum Bauch eingegipst und ich damit sehr motorisch eingeschränkt war. Daran hingen viele lange Krankenhausaufenthalte. Ich habs mir erst mit Anfang 20 abgewöhnt, als ich nen Freund hatte mit dem ich zusammengewohnt habe.

Im Studium hab ich aber z.B. nach vorn und hinten gewippt, da konnte ich mich besser konzentrieren ;). Ist aber auch wissenschaftlich bewiesen, dass sich solche monotonen regelmäßigen Bewegungen positiv auf den Behaltensprozess auswirken können.

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