Emetophobie - ein "Bereitstellthema"

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28 Jan 2018 22:02 #1 von Feldweg
Feldweg erstellte das Thema Emetophobie - ein "Bereitstellthema"
Hallo zusammen,

gleich vorweg: alles, was ich hier äußere, bezieht sich auf meine persönliche Leidensgeschichte - UND den Entwicklungsprozess, der im Zuge dessen einstzte.

Meine Vorgeschichte dürften viele inzwischen kennen - ich werde nicht so weit ausholen.
Ich möchte Euch an einem Schritt - einer Erkenntnis teilhaben lassen, der sich gerade vollzieht, da ich einen leichten Rückfall zu verzeichnen habe.
Ob nun ausgelöst durch die permanente Beschäftigung mit dem Thema - oder die aktuell grassierende MDG - es hat (hatte) mich wieder - und ich erlebte mich vor ein paar Tagen, wie einen Zombie :-O.
Es gelang mir, BEVOR ich in die Schleife einsteige, direkt Hilfe zu suchen - bei meinem ehem. Therapeuten, der mich durch die fürchterlichste EMO - Zeit - so vor 6 Jahren - begleitet hatte. Bei ihm in Behandlung bin ich seit 3 Jahren nicht mehr.

Da war es also wieder - der ganze Strudel aus Angst, körperlichen Symptomen und und und.

Er bot mir ein kostenloses Coaching übers Telefon an . so 20 Minuten.
Super wars.
Fazit:
Die Emetophobie hatte ihre BERECHTIGUNG, als ich ein Kind war, als Schlüsselerlebnisse, die mit Erbrechen und Tod etc zusammenhingen, ebenso wie Gewalt und Missbrauch pasierten und ich dem nicht anders begegnen KONNTE als mit Panik.

Er fragte sehr gelassen: "was willst Du gerade nicht sehen? wovor hast Du gerade so eine Angst, dass Du auf das alte BEKANNTE Thema "Emetophobie" zurückgreifen musst, weil es Dir aushaltbarer erscheint, als das, was EIGENTLICH gesehen werden will? "

Ich war baff. ES GEHT NICHT UMS ERBRECHEN - ODER DIE ANGST DAVOR - das ging es nie!.

Dieses Thema bietet nur einen gewissen "Schutz" - weil eben BEKANNT - um "so dermaßen beschäftigt zu sein mit der Angst", dass etwas anderes keinen Platz haben KANN in meinem Leben - zu solchen Zeiten.

Und tatsächlich: hinreichende Ereignisse in der letzten Zeit haben dafür gesorgt, dass ich es "verpasst" habe, gut für mich zu sorgen, mich abzugrenzen, wenn nötig - und NEIN zu sagen. Ich geriet über diese Erkenntnis DIREKT in Wut und er lachte: "gut so! DA gehört die Wut hin und nicht gegen Dich selbst"!

Direkt am nächsten Tag angefangen, Klartext zu reden, im Job, gegenüber Freunden, die Grenzen überschritten hatten (nix hochtrabendes - aber durchaus beachtungswürdig) genau DAS habe ich verpasst - die Beachtung dahin richten, wo sie hingehört. Und über diesen Schmerz, diese Form des "Selbstverrats" reagierte mein "Bauchsystem" SOFORT: sprich: ANGST, ÜBELKEIT, FOCUSSIERUNG auf die EMO.

Glaubt es oder nicht - IN DEM MOMENT, wo ich begann, wieder BEWUSST Grenzen zu ziehen, war die Panik unterbrochen - und die Beschäftigung mit dem Erbrechen deutlich abgeschwächt - heute, nach ein paar Tagen, weg.

ERGO:
Übernehme ICH die Verantwortung für meine Bedürfnisse. "BRAUCHE" ich keine Emetophobie, die so gewaltig ist, dass sie keinen Blick auf schlimmeres zulässt.
Ich schaue also wieder aufmerksamer hin, wie ich mit MIR umgehe - und wie ich durch andere mit mir UMGEHEN LASSE.

So siehts aus.
Arbeit - nach wie vor. :-) Ich will sie gerne tun ! - EGAL, wie lange es dauert <3

LG

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02 Feb 2018 09:58 #2 von Whisker
Whisker antwortete auf das Thema: Emetophobie - ein "Bereitstellthema"
Hallo Feldweg,

ich wollte dir nur für diesen Post danke, ich finde deine Beiträge hier echt hilfreich!! Hat mich auch wieder richtig zum Nachdenken angeregt über die Hintergründe dieser seltsamen Angst.

Liebe Grüße
Whisker

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02 Feb 2018 13:24 #3 von Feldweg
Feldweg antwortete auf das Thema: Emetophobie - ein "Bereitstellthema"
Danke Dir :-)

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