Ekel vorm Essen

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mina
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Ekel vorm Essen

Beitragvon mina » 09.12.2012, 06:46

Ich weiß nicht, ob es besser hier rein passt oder ins Spiegelkabinett, aber ich bleibe erst mal dem Gedankenwirrwarr treu.

Alica hat in ihrem Vorstellungsthread geschrieben:
Ich habe vor den meisten Lebensmitteln richtigen Ekel, sodass ich nach jeder Mahlzeit etwas süßes essen muss.


Das kam mir sehr bekannt vor. Genauer gesagt erinnert es mich an eine Phase, die ich hatte, kurz, bevor ich eine Essstörung entwickelt habe. Damals habe ich bei fast allen warmen Mahlzeiten beim Essen Ekelanfälle bekommen, weil ich mir vorstellen musste, wie das jetzt in meinem Mund aussieht, und später in meinem Magen. Wohl war mir nur noch bei Obst, und eben bei Süßem, v.a. wenn es nichts Teigiges war. Ich habe dann immer weniger gegessen, und zeitweilig habe ich mich dadurch richtig high gefühlt. Es war trotzdem insofern untypisch für eine Essstörung, als es mir nicht ums Abnehmen ging, das kam dann später, als ich eine Weile wieder normal essen konnte und zugenommen habe.

Auch jetzt ekle ich mich wieder vor Essen, und insbesondere vor warmem Essen, wenn auch zum Glück nicht durchgängig. Das war mir gar nicht so klar, bevor ich den oben zitierten Satz gelesen habe. Der wichtigste Grund für mich, warum ich auf keinen Fall kotzen will, war für mich immer, dass ich dann sehen und schmecken muss, wie das Essen aussieht, wenn es wieder rauskommt. Und das war und ist für mich eine absolute Horrorvorstellung. Ich habe Angst, dass ich das nie wieder vergessen könnte und deshalb die betreffenden Speisen nie wieder zu mir nehmen könnte. Aber warum quält mich denn beim Essen dauernd Ekel?

Ist es vielleicht so, dass bei mir die Phobie nicht erst beim "Rückwärts-Essen", sondern schon beim Vorwärts-Essen anfängt? Ich denke immer, ich habe Angst vorm Essen, weil ich dann kotzen könnte, aber gleichzeitig habe ich ja offenbar Angst vorm Kotzen, weil ich dann nichts mehr essen kann!

Macht das für irgendjemanden Sinn? Kann sich darin jemand wiederfinden?

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