Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

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Megan.Morgue
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Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Megan.Morgue » 03.09.2015, 19:45

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht genau wohin mit dem Thread, da es teils akut, teils ein alltägliches Problem ist. Aber ich fange einfach mal an.
Zurückschauend auf die letzten Monate geht es meinem Allgemeinzustand inzwischen schon ein wenig besser. Ich habe Tage, and denen ich völlig angstfrei bin und auch gerne etwas draußen unternehme. Ich denke dann oft erst Abends "wow du hattest heute garkeine Angst" oder "dir war heute garnicht schlecht". Ich freue mich sehr über solche Tage und kann diese in dem Moment auch als Verbesserung erkennen. Ich versuche allgemein jedes Geschafft-Erlebnis zu verinnerlichen und auch zu würdigen. Denn of genug erinnern wir uns nur an die schlechten Dinge.
Jetzt kommt das ABER:
Es gibt auch oft noch Tage an denen es mir richtig schlecht geht (wie heute z.b.) Ich liege nur im Bett und ich habe schlimme Übelkeit. Ich kann nichtmal den Fernseher anmachen, weil die Geräusche meine Nervosität und Angst nur noch mehr verstärken. Selbst das Miauen meiner Katzen ist für mich dann Stress. Ich versuche mich so gut es geht mit Lesen, Handarbeiten oder im Internet surfen abzulenken, doch die Übelkeit meldet sich trotzdem immer wieder. Ich versuche mir dann immer selbst zu sagen, dass es doch nur vom Kopf kommt und ich ja wahrscheinlich nicht krank bin, doch ganz kann ich dieses Krankheitsdenken nicht abstellen.

Jetzt kommt der Teil, der eigentlich zur Überschrift passt.
Mir fällt auf, dass wenn es mir eine Zeit lang gut gegangen ist und ich ein fast normales Leben führen konnte, es mich umso mehr trifft, wenn es mir mal schlecht geht. Früher war ich in einem kostanten Zustand der Übelkeit, wo weder gute noch allzu schlimme Tage vorkamen. Ich habe mich damals mehr oder weniger mit der Situation abgefunden. Ich kannte es auch schon garnicht mehr anders.
Doch jetzt hat sich das geändert!
Wenn es mir schlecht geht, dann aber so richtig. Ich bin dann völlig verzweifelt, weine, verliere die Hoffnung und wünsche mir nur, dass es endlich vorbei ist. Es hilft dann auch nichts mir selbst zu sagen, dass wieder bessere Zeiten kommen. Ich reagiere völlig irrational und bin der Überzeugung, dass es mir nie besser gehen wird, dass ich für immer so schlimme Zeiten haben werde.

Kennt das jemand von euch?
Wisst ihr wie ich verhindern kann so tief zu fallen?
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon dariusbritt » 03.09.2015, 20:07

Das kenne ich tatsächlich auch. Allerdings habe ich festgestellt, dass es bei mir so gut wie immer PMS ist. Das macht es zwar an sich nicht besser, aber den Gedanken "Das Gefühl geht wieder vorbei" im Hinterkopf zu haben, hilft mir dennoch schon etwas, die Hoffnung in dem Moment nicht ganz zu verlieren.

Also, ich weiß nicht, ob du das schon in Betracht gezogen hast bzw ob es überhaupt als mögliche Ursache in Frage kommt. Ich wollte es dennoch mal gesagt haben. ^^

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Megan.Morgue
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Megan.Morgue » 03.09.2015, 21:06

Erstmal bin ich froh, dass du das auch kennst und ich damit nicht alleine bin.
Du hast tatsächlich Recht. Ich soll laut Kalender so in etwa 5 Tagen meine Periode bekommen (ich führe den Kalender seit dem Absetzen der Pille). Ich hatte früher nie Probleme vor meiner Periode, immer nur währenddessen und inzwischen geht es mir sobald es anfängt immer super gut.
Ich werde das mal im Auge behalten, ob es dann nächsten Monat wieder so ist. Währe auf jeden Fall beruhigend, wenn ich wüsste woran es liegt.

Hast du denn irgendwelche Tipps wie man damit besser umgehen kann?
Ich will das nicht mein Leben lang haben und muss ja auch irgendwann wieder arbeitsfähig sein.
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon dariusbritt » 03.09.2015, 21:09

Leider nein. Wie gesagt ist die Tatsache, dass es wieder vorrübergeht momentan mein einziger Trost, der aber auch nur zur Schadensbegrenzung dient. :(

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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Megan.Morgue » 03.09.2015, 21:24

Mach nix. Trotzdem danke :)
Ich werds mal beobachten. Ich kann denk ich besser damit umgehen, wenn ich mal weiß woran es liegt!
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Feldweg » 03.09.2015, 21:36

Ich kenn das auch :lach: - Hallo Megan.M.

In solchen Phasen ( die ich als " Rückschlag" für mich selbst bezeichnete ) dominierte zunächst die Wut. Wut darauf, " dass es IMMERNOCH soooo schrecklich ist " - dann kam die Trauer und die Resignation. Totale Hoffnungslosigkeit, die schließlich in dem Glauben gipfelte, " dass der ganze Weg UMSONST war" :ja:
Kommt Dir das irgendwie bekannt vor? :shock:

Inzwischen ist es bei mir so:

Die " Rückschläge" interpretiere ich als ei ne Art " Test". Ein Test meines Inneren selbst ( nennen wir es " inneres Kind" )- um zu checken, ob ich AUCH DANN noch srgsam mit mir umgehe - und AUCH DANN noch liebevolle Gedanken mir selbst gegenüber habe :!: :!: :!: - wenn es mir eben NICHT gut geht - wenn ich " unpässlich " oder " in - Angst" bin.
Zunächst mein Wunsch für Dich:
AKZEPTANZ dessen. was IST :ja: - ( Es DARF Rückschläge geben - körperlich UND emotional ) - Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut -
LIEBEVOLLER Umgang UND liebevolle GEDANKEN :!: :!: :!: :!: - über Dich- gerade und besonders, wenn Du in einem Zustand bist, denn " Du nicht willst" !!!!!! Hier geht es um SELBSTANNAHME - loslassen funktioniert erst dann - wenn wir und mit allen! unseren Seiten - auch den Dunklen :wink: - annehmen !

bereits geschaffte Ziele WÜRDIGEN - immer wieder! ( tust Du ja bereits )= tus ÖFTER :lach:

bei mir zeigte sich folgendes nach ein bisschen Übung: die MISSEMPFINDUNGEN und Symptome wurden überflüssig. Und bald BRAUCHTE es kein " Anklopfen der alten Dämonen" mehr, um zu testen, ob ich - ICH als Erwachsene - es auch wirklich ernst meine, mit dem liebevollen Umgang mit mir :ja:

LG und vieeeel Geduld :ja:

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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Feldweg » 03.09.2015, 21:38

öh, - ich lese gerade " PMS "

Splte sich das bestätigen :ja: - dann ist das natürlich eine andere Sache. Ich leide im Übrigen auch unter PMS - ätzend.

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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Kinabalu » 03.09.2015, 23:04

Ich finde Feldwegs Beitrag ganz ganz toll. Das ist ein richtig toller Gedanke-ich werde versuchen das umzusetzen wenn es bei mir auch mal nicht so fluppt. :ja:

Ansonsten haben diese Tiefs oder Rückschläge bei mir oft irgendwelche Ursachen. Es hilft mir dann auch rational zu überlegen, warum es mir jetzt grade so geht. Zum Beispiel war ich letzes Jahr als AuPair in England und meine Gastfamilie hat mir angeboten, dass ich eine Woche bei der Tante in London verbringen darf. Das habe ich dann natürlich angenommen. Am ersten Tag habe ich halb London gesehn, ich war so ca von 8-20 Uhr nur unterwegs und habe in der Zeit eigentlich kaum etwas getrunken und auch nichts gegessen. ich habe mich total gestresst, weil einfach alle meinten "Nutze die Zeit gut" und ich dachte das heißt dass ich ganz viel machen muss (unbewusst natürlich). Zuhause angekommen habe ich mich aufs Sofa gesetzt und plötzlich war mein kreislauf weg. Die Tante hat sich ganz lieb mit mir Unterhalten, aber ich konnte mich kaum konzentrieren. Und statt zu sagen "tut mir leid ich fühl mich nicht so gut" habe ich dagegen angekämpft. "Du musst jetzt funktionieren. Was denkt sie über dich wenn du um halb 9 schlafen gehst und ihr noch nichtmal erzählst wie dein tag war. Dann hält sie dich für total unhöflich". Und so habe ich mich soweit reingesteigert dass mir natürlich total schlecht wurde und ich sicher war mich übergeben zu müssen "was denkt sie dann von dir? Wenn du dich jetzt übergeben musst schaffst du morgen nichts in London" Und irgendwann habe ich gecheckt, dass ich hier irgendwie meinen ganzen tollen Londonaufenthalt damit zu verbringen drohe Dinge zu tun die ich vermute die andere Leute von mir sehen/hören wollen. Also habe ich der Tante gesagt, dass es mir sehr leid tut aber mein Kreislauf ist grade down und ich würde gerne schlafen gehen. Am nächsten morgen habe ich ausgeschlafen und zusammen mit der Tante gefrühstückt. Und dann habe ich sie gefragt ob ihr ihr beim Haushalt helfen kann. Sie war ganz überrascht, dass ich nicht direkt loswollte, aber ich meinte dank ihr habe ich ja genug Zeit alles zu sehen. Also habe ich dann den halben Tag im Waschsalon verbracht, habe mich super mit dem iranischen Salonbesitzer verstanden und bin dann erst am späten Nachmittag in die Stadt aufgebrochen. Und von da an habe ich alles in MEINEM Tempo gemacht. Und wenn es mich gestresst hat in einem echten britischen Pub zu essen habe ich nur mein Getränk getrunken und hab mir dann schnell was bei Subway/McDonalds geholt. Und der beste Tag war dann sowieso mit dem Sohn der Tante im Naturkundemudeum (=Dinomuseum).

So das sollte jetzt eigentlich nicht so ein Roman werden, besonders weil Feldweg das was jetzt kommt eigentlich schon geschrieben hat.
Sei gut zu dir-wenn dir etwas nicht guttut-und selbst wenn es alle erwarten-dann mach es nicht, dann ändere etwas. Wenn du Panik bekommst, dann frag dich warum. Oft war man nicht gut zu sich, hat nichts gegessen/getrunken, zu wenig geschlafen. Es gibt oft Gründe.
Aber wichtig ist auch nicht dass man keine Rückschläge mehr hat-wichtig ist nur was man am Tag danach 8oder vielleicht auch 2 tage danach-kein Stress :wink: ) macht.
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Megan.Morgue » 04.09.2015, 16:58

Ja Feldweg, das kommt mir sehr bekannt vor. Ich merke bei solchen Rückschlägen sofort, dass ich mich über mich selbst ärgere, weil ich es nicht so in den Griff bekomme, wie ich will (und es eigentlich auch kann) Ich befinde mich dann schnell in der Spirale, wo ich denke, dass das ganze Kämpfen ja eh keinen Sinn hat... was natürlich logisch gesehen Blödsinn ist.
Akzeptieren kann ich das noch seh schlecht, da ich es einfach nicht haben WILL. Ich will nicht die sein, die eine Phobie hat, die anders ist. An meiner Selbstannahme muss ich noch viel arbeiten.

Ob das nun PMS ist wird sich wohl erst mit der Zeit zeigen. Wenns so ist werd ichs wohl einfach hinnehmen müssen. Wo wir wieder bei der Akzeptanz wäre xD Also wird das mal das Hauptziel meines nächsten Schritts sein ... mich selbst so annehmen wie ich bin, mit allen macken. Danke!

He Kinabalu, ich bin schon ein wenig neidisch jetzt nach deiner Geschichte (nicht weil es dir da schlecht ging) Ich will schon lange nach London und ich will es endlich schaffen können. Ich träume ja auch ein wenig davon mal nach England auszuwandern, aber erstmal muss es mir gut gehen und ich muss ein geregeltes Arbeitsleben haben. Trotzdem ist der Traum da :)
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon angsthase » 04.09.2015, 18:03

hallo!
ich kenne das auch so gut, teilweise gehts mir ne woche am stück"gut" (dh ich kann einigermaßen normal essen, mir ist nicht oft, bzw lange übel) und dann komtm dieser tag an dem ich eine scheibe brot mit viel zwang schaffe und sonst nichts. und dann werde ich auch so unendlich sauer auf mich selbst. so als wäre die woche auch total umsonst gewesen. so dass ich alles verfluche und am allermeisten mich..
auch ich habe bei vielen sachen die vorstellung"das kann ich erst machen wenn ich "gesund"bin." jedoch glaube ich, dass man das so nicht sagen kann. vielleicht müssen wir aufhören ständig auf den tag zu warten. vorllem wann wäre der denn dann? wenn uns 20tage nicht schlecht war? 100? 400?
vielleicht müssten wir schon währenddessen üben.. sowie Morgan.Morgue mit London?
auch ich warte und warte.aber ich habe langsam ansgt dass ich mein halbes leben lang warte u nichts mache weil ich immer hoffe dass ich iwann gar nicht mehr an übelkeit denke..aber ist das realistisch?

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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Kinabalu » 04.09.2015, 18:18

Warten bringt nichts. Ich habe mir auch immer vorgestellt "Was ist wenn ich morgen früh aufwache und die Angst ist weg? Wooow dann würde ich aber loslegen, dann würde ich das und das und das machen".
Die wahrheit ist: Wäre ich morgens aufgewacht und die Angst wäre weggewesen wäre ich trotzdem nicht rausgegangen-es hätte mich total verunsichert, dass da plötzlich keine Angst mehr ist. Wahrscheinlich hätte ich das Fehlen der Angst als Anzeichen für eine MDG gedeutet, oder den nahenden Tod. Aber auf jeden Fall hätte ich dann Angst gehabt, dass die Angst wieder kommt. Und dann sitze ich plötzlich am Arsch der Welt und hätte Panik. Nee lieber sicher zuhause bleiben.
Allso das Problem ist nicht die Angst, sondern, dass man sich Dinge zutraut TROTZ Angst.
Also verschwndet keine Zeit mit Warten. Dinge unternehmen, sich Wünsche erfüllen TROTZ Angst sind die Therapie. Wenn man Grippe o.ä hat wartet man ja auch nicht bis es einem besser geht bevor man die Tabletten nehmen kann ;)
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon angsthase » 05.09.2015, 15:10

ohman, befürchte dass heute ein rückschlaf tag werden könnte. aber ich will das nicht. die woche lief SO gut für meine verhältnisse.
bekomme demnächste meine tage und habe iwie bauchschmerzen u bissl übelkeit. und drohe gerade mal wieder in das muster zu verfallen dass es diemal nicht PMS sind sondern MD:/
kennt ihr das? glaube Morgan.Morgue hatte schon etwas ähnliches dazu geschrieben:(

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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon angsthase » 05.09.2015, 15:11

Megan.Morgue^^

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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon Megan.Morgue » 05.09.2015, 16:27

Also das mit London meinte ich jetzt nicht so, dass ich warten will, bis meine Phobie ganz weg ist (dann würde ich ja ewig warten) aber bis jetzt hat sich auch noch keine Gelegenheit geboten. Außerdem fehlt mir dazu das Geld. Ich will auch erstmal kleinere Reisen machen, die nicht soo weit weg gehen.

Hallo angsthase
Also ich war heute auch fest davon überzeugt, dass ich diesmal ernsthaft krank bin, denn das letzte mal als ich mich so schlecht gefühlt habe hatte ich ne Blinddarmentzündung und musste mich übergeben. War schon mitm Eimer aufm Sofa gesessen! Als dann aber nach ner Zeit nichts passiert ist hab ich ne Tablette gegen Übelkeit genommen (mach ich nur sehr sehr selten und ich wills eigentlich auch nicht) und bin dann doch zum Einkaufen.

Was ich damit sagen will ist. Jeder von uns hier hatte oder hat Situationen in denen wir SICHER waren, dass wir ernsthaft krank sind, es aber doch nicht waren. Natürlich ist sowas nicht schön, aber es wird immer wieder Rückschläge geben, die Frage ist, wie wir damit umgehen (ob nun PMS oder nicht ist dabei egal)
Ich habe heute in der Situation einfach versucht das "drohende Unheil" zu akzeptieren. (Hier nochmal Danke an Feldweg für den tollen Beitrag) Also Eimer geschnappt, neben mich aufs Sofa gestellt und an Weihnachtsgeschenken weiter gestrickt. Irgendwann war es dann auch vorbei, ohne dass ich mich übergeben musste. Klar bin ich nicht stolz drauf, dass ich eine Tablette genommen habe, aber in dem Moment brauchte ich eine Sicherung für mich, bevor ich das Haus verlasse.

Zusammengefasst: Jeder hat mal Rückschläge. Diese sind alles andere als schön und aufbauend. Versuche aber trotzdem die Situation zu akzeptieren. Ich denke je mehr du dich dagegen wehrst, desto schlimmer wird es.

Übrigens bringen Tabletten, Tropfen oder ähnliches kaum etwas wenn der Körper sich wirklich übergeben will. Nur mal so am Rande.
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Re: Je besser es mir geht, desto tiefer falle ich

Beitragvon angsthase » 05.09.2015, 16:44

Ohgott mit nem eimer:/ sowas würde ich zbsp mich NIEmals trauen weil ich angst hätte dadurch würde ichs ja rausfordern..kannst du in solchen phasen essen? Habe mich mittlerweile zu zwei toasts durchgerungen. Will iwie vermeiden dass wieder so schlimm wird dass ich gar nichts esse um mich zu schützen im Sinne von" was nicht drin ist, kann auch nicht raus:/" kennst du das?
Nehme keine Medikamente dagegen. Was nimmst du? Und inwieweit verschafft dir das Sicherheit, wenn du ebenfalls nicht dran glaubst dass es bei tatsächlicher Übelkeit hilft? Habe gesehen du kommst aus mittelfranken, woher genau wenn ich fragen darf? Bin aus der Oberpfalz..


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