Angst vor Viren und Magendarm

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

Moderatoren: Basti, Dianati, *

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 30.08.2015, 19:35

Hey! Ich wollte mal fragen, wie das bei euch so ist mit der Angst vor Viren, Infekten und all dem.

Ich fürchte mich unheimlich vor Magendarminfekten; allein der Gedanke daran, zu wissen, dass man 100%ig kotzen wird, lässt es mir eiskalt den Rücken runterlaufen. Aber ich habe Glück im Unglück - ich bin im Mai geboren, laut einer Studie bin ich somit der Mensch mit dem niedrigsten Krankheitsrisiko, habe auch genetisch gesehen ein grandioses Immunsystem und bin überhaupt nicht anfällig für Magendarminfekte. Und trotzdem, so will es ja schließlich die Angst, genügt mir das nicht, um mich "sicher" zu fühlen. Magengeschwüre, Krebs, Entzündungen, Darmerkankrungen und alles andere Chronische konnte bei mir ausgeschlossen werden, was zwar natürlich erstmal eine gute Nachricht ist, andererseits allerdings dazu führt, dass ich hinter jedem Zwicken im Bauch ein Virus vermute. Das ist dann schon anstrengend, wenn man die Inkubationszeit nach rechnet und überlegt, mit wem man in Kontakt war, wo man sich aufhielt, was man gemacht hat.. und dieses Nachdenken kann auch keine 100%ige Sicherheit liefern; es gibt einfach kein eindeutiges Ausschlussverfahren, mit dem man eindeutig sagen könnte: Nein, ein Virus ist das nicht. (Ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, einen Infekt auszuschließen; falls jemand eine Methode kennt, nur her damit! :D)

Mir geht es in Momenten der Panik einfach so, dass ich denke, das muss echt sein, es fühlt sich einfach so an, so als sei man halt eben mal krank. Ein Virus scheint für mich komischerweise immer naheliegender als dass ich meiner Psyche wieder die komplette Schuld in die Schuhe schieben könnte. Das Krankheitsgefühl und die Intensität der Symptome sind einfach oft viel zu stark, um sagen zu können, dass es dem Körper eigentlich gut geht und nur die Psyche gerade wieder am Werk ist. Aber es ist jedes Mal dasselbe und im Endeffekt liegt immer die Angst all dem zugrunde. Die Psyche scheint wirklich ein guter Schauspieler zu sein. :roll:

Aber zurück zu meiner Frage: Habt ihr auch so große Angst vor Magendarminfekten? Wie schützt ihr euch davor? Vermutet ihr auch häufig ein Virus hinter euren Symptomen? Wie geht ihr dann auf Nummer sicher, dass es doch kein Infekt ist? Gibt es vielleicht sogar DIE Methode, um im Falle der Panik sicher sagen zu können, dass man sich nicht infiziert hat? Oder gibt es sogar Maßnahmen, um einen Infekt komplett zu verhindern?

Benutzeravatar
mainzerin
Beiträge: 772
Registriert: 24.07.2011, 10:01

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon mainzerin » 30.08.2015, 20:45

Hallo,

ja, ich habe auch große Angst vor einem MDG Infekt, ABER: diese Angst bestimmt nicht (mehr) mein Leben. Und bei dir habe ich so den Eindruck. Gerade die Aussage mit der Studie finde ich typisch für "nach jedem Strohhalm" greifen. Leider kann niemand für immer von Erbrechen befreit sein. Es gibt eben einfach kein "Mittel" dagegen. Das ist ja das, was uns Angst macht. Verstehe ich absolut. Machst du eine Therapie? Wenn nein, würde ich dir dringend dazu raten, damit du aus dieser Gedankenspirale rauskommst und wieder Spaß am Leben hast. Drücke dir die Daumen!

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 30.08.2015, 21:12

Ich warte zurzeit noch auf einen Therapieplatz. Wie war das bei deiner Angst vor Infekten, hast du dich auch körperlich so gefühlt, als seist du tatsächlich krank? Das ist nämlich bei mir so und verstärkt natürlich den Glauben an einen Infekt. :roll:

dariusbritt
Beiträge: 181
Registriert: 17.06.2013, 21:23

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon dariusbritt » 30.08.2015, 23:54

Habt ihr auch so große Angst vor Magendarminfekten?
Ja.

Wie schützt ihr euch davor?
Im Sinne von grundsätzlich/immer: gar nicht. Gibt da soweit ich weiß auch keinen grundsätzlichen Schutz vor.
Aber falls jemand in der näheren Umgebung, mit dem ich Kontakt habe, akut krank ist, dann vermeide ich Körperkontakt (wobei ich den generell nicht so gern hab) und achte genauer darauf, mir vor dem Essen die Hände zu waschen und nicht dasselbe Geschirr zu benutzen.

Vermutet ihr auch häufig ein Virus hinter euren Symptomen?
Es gab eine Zeit, zu der ich das gemacht habe. Aber mittlerweile nicht mehr.

Wie geht ihr dann auf Nummer sicher, dass es doch kein Infekt ist?
Gar nicht. Wenn es ein Infekt ist, dann sehe ich es dann, wenn ich mich tatsächlich übergeben muss. Grundsätzlich gehe ich immer erstmal davon aus, dass es keiner ist. Und bis jetzt habe ich auch eine nahezu hundertprozentige Trefferquote.

Gibt es vielleicht sogar DIE Methode, um im Falle der Panik sicher sagen zu können, dass man sich nicht infiziert hat? Oder gibt es sogar Maßnahmen, um einen Infekt komplett zu verhindern?
Und das ist genau der falsche Ansatz.
Indem du versuchst sicher auszuschließen, dass es ein Infekt ist, untermauerst du nur die Annahme, dass eine MDG o.ä. ein unüberwindbar schlimmes Erlebnis ist. Du bestärkst das Gefühl, nur Sicherheit zu haben, wenn du zu 100% weißt, dass du nicht krank bist. Diese Sicherheit wirst du aber nie haben. Das ist schlichtweg nicht möglich.
Ziel sollte es sein, genug Vertrauen in deinen Körper und dich selbst zu haben, dass du auch mit dem scheinbar so unüberwindbaren Worst Case umgehen kannst. Wenn du wirklich krank werden solltest, kannst du es eh nicht verhindern. Auch wenn du vorher wissen solltest, dass du krank bist und dich übergeben wirst, wird es rein gar nichts ändern. Du bist - auch wenn dir dein Unterbewusstsein suggeriert - nicht besser darauf vorbereitet und kannst auch nicht besser damit umgehen. Daher hast du noch genug Zeit, dir darüber Gedanken zu machen, wenn du wirklich krank bist und dich tatsächlich übergibst.

Übrigens bringt die Inkubationszeitrechnerei rein gar nichts. Du bist täglich potentiellen Infektionsquellen ausgesetzt, da kann man gar keinen festen möglichen Infektionszeitpunkt, noch den Typ des Keimes festmachen. Noch dazu ist dieses "Wenn ich in den nächsten XY Stunden nicht krank werde, ist die Inkubationszeit rum und ich hab nix!" nichts als Scheinsicheheit.

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 31.08.2015, 03:06

Dass das Prüfen der Inkubationszeit nicht wirklich 100%ig sicher sein kann, ist mir bewusst. Aber wenn man nachdenkt und weiß, dass man in den letzten berühmten 48 Stunden mit niemandem in Kontakt war, der krank ist, beruhigt das schon ein bisschen. Sicher kann man nie wirklich sein, das ist klar. Aber angenommen man hat Samstags die Übelkeit und die Bauchschmerzen, die man schon letzten Montag hatte, dann kann man ziemlich sicher sagen, dass DAS kein Infekt ist. Und ein sehr hilfreicher Satz "Wenn darüber nachdenken musst, ob du krank bist oder nicht, bist du es nicht." Das stimmt genau. Diese ganzen Gedanken, die Nervosität, die Unruhe und alles, was sich an körperlichen Symptomen innerhalb der Angst ansammelt, ist ein ganz fieser Streich, den die Psyche spielt. Wenn man wirklich krank ist, fühlt man das. Und das ganz ohne nachzudenken. Aber mal abgesehen davon kann man natürlich auch vorbeugen, was Infekte betrifft. Händewaschen wirkt Wunder! :ja: Und ansonsten sollten sich solche Infekte mit ein bisschen Vorsicht und teils doch strengen Hygienemaßnahmen ganz gut vermeiden lassen. Und es gibt gute Nachrichten: Ich habe vor gut einem Jahr einen Artikel gelesen, in dem stand, dass Wissenschaftler eventuell in 4-5 Jahren einen Impfstoff gegen das Norovirus entwickelt haben. Das wär's doch!

Benutzeravatar
mainzerin
Beiträge: 772
Registriert: 24.07.2011, 10:01

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon mainzerin » 31.08.2015, 09:30

nur leider gibt es noch ca 584736384 andere MDG viren.

wir emos müssen dran arbeiten NICHT ständig dran zu denken, ob man krank sein KÖNNTE, wenn mal der bauch grummelt. das ist die kunst. das ist nicht einfach. und es gab in der tat gerade im letzten winter hier einige, die sich eine virus eingefangen haben und sich tatsächlich übergeben mussten. der überwiegende tenor war "die übelkeit davor war viiiiiel schlimmer". keiner (korrigiert mich, wenn doch) hat gesagt, dass er jetzt noch mehr angst hat. will damit nicht sagen, dass wir alle mal wieder kotzen sollten, aber mir persönlich (seit 1991 nicht mehr gebrochen) hat das irgendwie mut gemacht. vielleicht ja dir auch.
auf jeden fall solltest du ganz ehrlich mit einem therapeuten sein. viele haben nämlich angst das zu sagen, weil sie glauben, in der therapie erbrechen zu müssen, damit die angst weg geht. das ist quatsch. man muss gar nichts. es geht in einer verhaltenstherapie eher darum, die angst auszuhalten. orte zu besuchen, die man gemieden hat, aus angst es könnte einem übel werden etc.

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 31.08.2015, 12:56

Ja, das hab ich auch schon oft gehört, dass die Übelkeit viel schlimmer ist als das Kotzen an sich. Ich selbst weiß das nicht, ich hab seit 2010 nicht mehr gekotzt. Aber eins musst du mir verraten: Wie hast du es geschafft, 24 Jahre nicht kotzen zu müssen?

dariusbritt
Beiträge: 181
Registriert: 17.06.2013, 21:23

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon dariusbritt » 31.08.2015, 12:57

vralc hat geschrieben:Dass das Prüfen der Inkubationszeit nicht wirklich 100%ig sicher sein kann, ist mir bewusst. Aber wenn man nachdenkt und weiß, dass man in den letzten berühmten 48 Stunden mit niemandem in Kontakt war, der krank ist, beruhigt das schon ein bisschen. Sicher kann man nie wirklich sein, das ist klar. Aber angenommen man hat Samstags die Übelkeit und die Bauchschmerzen, die man schon letzten Montag hatte, dann kann man ziemlich sicher sagen, dass DAS kein Infekt ist. Und ein sehr hilfreicher Satz "Wenn darüber nachdenken musst, ob du krank bist oder nicht, bist du es nicht." Das stimmt genau. Diese ganzen Gedanken, die Nervosität, die Unruhe und alles, was sich an körperlichen Symptomen innerhalb der Angst ansammelt, ist ein ganz fieser Streich, den die Psyche spielt. Wenn man wirklich krank ist, fühlt man das. Und das ganz ohne nachzudenken. Aber mal abgesehen davon kann man natürlich auch vorbeugen, was Infekte betrifft. Händewaschen wirkt Wunder! :ja: Und ansonsten sollten sich solche Infekte mit ein bisschen Vorsicht und teils doch strengen Hygienemaßnahmen ganz gut vermeiden lassen. Und es gibt gute Nachrichten: Ich habe vor gut einem Jahr einen Artikel gelesen, in dem stand, dass Wissenschaftler eventuell in 4-5 Jahren einen Impfstoff gegen das Norovirus entwickelt haben. Das wär's doch!


Dass es beruhigt, streite ich auch gar nicht ab. Nur wie gesagt, ist es eben eine Scheinsicherheit.

Was das Vorbeugen in Form von Händewaschen und "strengen Hygienemaßnahmen" angeht.. in Maßen ist es normal. Sprich, so lange man keine Immungeschwächte Person ist oder um sich hat, reicht normales/normal häufiges Händewaschen und normale Hygiene ohne Desinfektion und besonders aggressive Reiniger vollkommen aus. Wie gesagt: In Krankenhäusern etc. machen Desinfektionsmittel schon Sinn, aber im Haushalt eher weniger. Vor 10+ Jahren, als das ganze noch nicht annähernd so populär war, hatte auch nicht jede Familie ständig irgendwelche Infekte. Ich verweise gern auf die FAQ über Reinigung und Desinfektion.
Vorsicht ist ok, so lange es nicht zur Vermeidung wird. Da hilft es immer sich ein bisschen an anderen zu orientieren, wie die sich in der Situation verhalten.


Und zum Impfstoff... schließe ich mich mainzerin an. Macht für uns grundsätzlich auch erst mal weniger Sinn, als für ältere Leute oder jene, die in Pflegeeinrichtungen o.ä. arbeiten. Und ich hatte auch ohne Impfung in den letzten 10-15 oder gar mehr Jahren keinen Norovirus. Also warum meinen Körper mit irgendwas belasten, was mich im Endeffekt eh nicht vor dem Erbrechen schützen kann (weil, wie gesagt, etliche andere Viren, Bakterien und Ursachen dafür existieren). :roll:

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 31.08.2015, 14:14

Also 10-15 Jahre ohne Norovirus klingt ja total beruhigend. Das macht Hoffnung, dass man mit Vorsicht und Hygiene eben wirklich nicht oft mit sowas infiziert ist. Doof ist dann nur, wenn man im Internet liest, dass Blutgruppe 0 anfälliger für Magendarminfekte ist und man selbst 0 negativ hat. Das macht mir Sorgen.

dariusbritt
Beiträge: 181
Registriert: 17.06.2013, 21:23

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon dariusbritt » 31.08.2015, 14:20

Nicht so viele Geschichten im Netz zu lesen und sich nicht 24/7 mit dem Thema zu beschäftigen hilft.

Benutzeravatar
mainzerin
Beiträge: 772
Registriert: 24.07.2011, 10:01

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon mainzerin » 31.08.2015, 15:43

dann bitte lies doch sowas nicht. du musst ganz dringend die ganzen scheinsicherheiten abstellen. die brigen uns gar nichts. stell dir mal vor, du hast alle deine "hygienevorschriften" eingehalten und erkrankst doch?! und dann? gehst du dann gar nicht mehr aus dem haus? oder nur noch im schutzanzug?
wie ich 24 jahre nicht kotzen musste? keine ahnung. heute belastet es mich, weil ich es gar nicht mehr kenne und immer die bekloppte übelkeit aushalte. hatte bestimmt schon den ein oder anderen MDG virus. und da vielleicht einfach glück (?!) gehabt, dass es "nur" durchfall etc war. keine ahnung. ich habe ein kleines kind und bin früher oder später bestimmt "dran" [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 31.08.2015, 16:11

Ich bin eher durch Zufall auf den Artikel mit den Blutgruppen gestoßen, habe mich dann erkundigt, welcher Gruppe ich angehöre und dann weiter recherchiert. Und schließlich herausgefunden: mein Immunsystem ist extrem gut und ich verfüge über eine natürliche Abwehrkraft gegen Infektionen. Zu meinen typischen Krankheitsbildern gehört jedoch unter anderem auch Gastritis, die eine Ärztin bei mir bereits vermutete und die ich ziemlich sicher auch habe. Ansteckungsgefahr besteht familiär gesehen bei mir überhaupt nicht. Ich wohne bei meiner Mutter und die hat Magendarm zum letzten Mal gehabt als sie 9 war. Und auch der Rest der Familie hat sowas nie. Ich hatte das letzte Mal vor 5 Jahren eine Magendarmgrippe. 2013 Durchfall durch Lebensmittelvergiftung von Burger King, ganz lecker. Und 2014 ebenfalls wieder normalen Durchfall, im Zuge eines geschwächten Immunsystems durch Influenza-Grippe. Von Magendarm keine Spur. Meine Uroma hat immer gesagt "Ich bekomm sowas nicht!" und oh Wunder - sie hatte es nie.

angsthase
Beiträge: 43
Registriert: 09.08.2015, 18:09

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon angsthase » 31.08.2015, 18:13

Hallo:)
Ich kenne das nachrechnen der Inkubationszeit nur zu gut. U das überlegen wann u wo ich mit wem war u ob die krank gewesen sein könnten.
U ich kann nur sagen: ich wünschte es wäre anders. Das ist soo anstrengend u ne garantie gibts ja leider nie. Auch für mich is das nur sehr sehr schwer zu akzeptieren da ich auch deshlab immer auf der hut bin u Hände wasche usw. Aber ich hatte mittlerweile schon viele panikattacken in denen ich - glaube ich- nicht mehr weit vom kotzen war. Dh theoretisch könnte man ja auch sogar vor lauter angst kotzen :/
Wir sollten uns lieber darauf konzentrieren weniger angst zu haben.weiss aber leider auch noch nicht wie ich das anstellen soll..jmd tipps?

vralc
Beiträge: 22
Registriert: 23.08.2015, 00:51

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon vralc » 31.08.2015, 22:18

Also jetzt mal Butter bei die Fische. Wir sind medizinisch so weit fortgeschritten, wir haben Chemotherapien gegen Krebs, Impfungen gegen schwere Krankheiten wie Ebola et cetera, und gegen dieses bekloppte Norovirus kann man NICHTS machen? Na das kann doch nicht sein. Meine Mutter wird jetzt 50 und hat seit über 40 Jahren kein Magendarmvirus gehabt. Wieso? Kann ich so nicht sagen; sie ist - wie alle Familienmitglieder - nicht anfällig, hygienisch und macht sich überhaupt keine Gedanken um Viren oder Infekte. Meine Oma ist 80 und hat seit mindestens 60 Jahren keinen Infekt mehr gehabt, mein Opa hatte sowas meines Wissens nach nie, und sowohl Onkel und Tanten als auch Cousinen und Cousins haben wenn überhaupt mal ganz selten eine Erkältung - that's it. Meine Oma hat mir erzählt, dass ihre Mutter, also meine Uroma, jedes Mal zu ihren Kindern ging, wenn sie Brechdurchfall hatten, obwohl alle ihr davon abrieten, weil sie ja krank werden könnte; meine Uroma hat dann immer damit entgegnet, dass sie das nicht bekäme. Und sie hatte es NIE. Hängt anscheinend also auch mit der Einstellung zusammen. Meine Mutter beispielsweise denkt gar nicht daran, dass sie sich irgendwo anstecken könnte und ist auch komischerweise nie selbst krank. Dagegen kenne ich Familien, die mindestens einmal im Jahr Noro haben. Aber all das ist so ungenau, einfach nichts Greifbares. Noroviren sind höchstansteckend, resistent gegen Seife UND Desinfektionsmittel, es besteht keine eigene Immunität des Körpers und auch kein Impfstoff. Sieht also ziemlich hoffnungslos aus für uns. Oder?

angsthase
Beiträge: 43
Registriert: 09.08.2015, 18:09

Re: Angst vor Viren und Magendarm

Beitragvon angsthase » 31.08.2015, 22:24

Naja aber es bleibt ja trotzdem noch die tatsacge dass es genügend andre viren gibt die erbrechen hervorrufen:/ ..und kann mir auch iwie nicht vorstellen dass deinen verwandten wirklich NiE schlecht war oder sie durchfall hatten? Vielleicht nicht tagelang oder extrem aber GAR nicht?


Zurück zu „Alltag mit Emetophobie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste