wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

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angsthase
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wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 13.08.2015, 15:42

Hallo,
angst vor dem erbrechen habe ich seit ich ca 12 jahre bin(werde bal 25) und habe seitdem auch nur einmal gebrochen. aber alles was damit zu tun hat macht mir angst. u was noch schlimmer daran ist, mittlerweile ist es die angst vor der angst die michan meine couch fesselt. zu meiner momentanen situation: habe studiert u suche seit einem halebn jahr bisher erfolglos einen job. es ist so frustirerend. u o hab ich natürlich auch zeit mir den ganzen tag gedanken zu machen ob mir denn schecht ist ob ich bauchweh habe usw. eigtl fühle ich mich wie eine tickende zeitbombe, den früher oder später werde ich eh kotzen müssen. und dann? dann werdeich wohl gar nichts mehr essen oder genießen können. mit dem essen ist esjeden tag untersch.manchmal gehts gut u manchmal schaffe ich den ganzen tag nur eine scheibe brot. den restlisten tag habe ich angst zu kotzen u esse nur noch kaugummis. teilweise will ich auch nichts trinken. es is der absolute horror momentan. nin bereits in therapie(urspr wg was anderem) aber komme bis jetzt nicht vorran. im gegenteil seit ich soviel zeit hab wirds immer mieser:/
es gitb kaum noch dinge die mich ablenken, in meinem kopf läuft immer diese schleife:"könnte ich was falsches gegessn haben/mich angestckt habn mit MDG usw" wie werde ich diese horrorgedanken endlich los??

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Parasomnia
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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon Parasomnia » 13.08.2015, 15:51

Hallo angsthase,

erstmal herzlich willkommen im Forum! Klingt nach einer ziemlich verfahrenen Situation, in der du gerade bist. Du schreibst, du hast studiert. Darf ich fragen was? Wie hat es im Studium funktioniert mit der Angst? Ist es danach deutlich schlimmer geworden? Hast du Freunde - eventuell auch aus dem Studium -, die dich aus deiner momentanen Situation etwas rausholen können, indem sie mit dir etwas unternehmen und dich ablenken?

Du sagst, du leidest unter der Phobie, seit du etwa 12 Jahre alt bist. Kannst du dich erinnern, wie es angefangen hat und warum?
Hinter der Phobie stecken meistens noch ganz andere Defizite und Probleme als die bloße Angst vor dem Erbrechen. Manchmal sind es große soziale Ängste und die Angst vor Ablehnung, Angst vor Kontrollverlust, das Gefühl Minderwertigkeit. Die Ursachen sind unterschiedlich, liegen meistens aber tiefer als bloß in einem traumatischen Erlebnis in Zusammenhang mit dem Kotzen begründet.

Wie wird denn im Rahmen der Therapie an deiner Angst gearbeitet? Machst du Verhaltenstherapie oder eine tiefenpsychologisch ausgerichtete? Und seit wann bist du in Behandlung?
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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 16.08.2015, 23:09

Hallo Parasomnia,
vielen Dankfür deine Antwort.
ich habe reg. Energien und Energieeffiziez studiert, war nicht ohne und habe mich auch wirklich schwer getan. hab swohl am anfang unterschätzt und halste mir damit einen drittversuch u damit unendlichen druck dass ich exmatrikuliert werde nach dem nächsten auf..
während dem studium wars bis auf die letzten beiden semester eigtl so,dass ichs zumindest halbwegs im griff hatte solang nicht gerade meine mitbewohnerin MDG hatte, dh es war damit getan dasss ich vllt öfter als anre hände wasche und nichtzuviel alkohol trinke. jedoch seit ca 1,5 jahren velier ich total die kontrolle. habe angst mir mdg einzufangen, sogar nach einem glas wein überkommt mih die panik dass ich davon kotzen könnte/müsste. ich meide seitdem fleisch, eis und im sommer auch eier(wg salmonellen-haha) usw.
ich muss nichtmal mehr aktiv dran denken, mir ist eigtl permanent komisch übel..und will dann eigtl dass haus nicht verlassen. deshlab ist das auch ein teufelskreis, einerseits ablenkung- andrerseits manchmal krieg ich schon panik und damit übelkeit bei dem gedanken dass löngere ausflüge oder va essen gehen mit freunden /familie ansteht.
"früher" hab ich das geliebt, und jetz??
wie genau es angefangen hat weiß ich nicht mehr. denke aber ich hatte mit 12 das letzte mdg it erbrechen dann nur nochmal mit 16ca durchfall..auf alkohol habe ih auch nie gekotzt. zuviel angst...
die therapei ist tiefenpsycholoigsch u momentan gehts eigtl wenig um meine angst sondern um meine familie. weiß nicht ob meine therapeutin damit zur ursahe kommen möchte? kann dass sein? u dass sich dann die angst verringert? bin absolut verzweifelt zurzeit. am we hatte ich besuch meiner besten freundin. konnte alles mögliche essen und kaum an übelkeit denken, seits sie weg ich (heute muttag) gehts mir wieder schlecht. das gibts doch nicht..

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon eswirdbesser » 17.08.2015, 09:15

Deine Übelkeit kann viele Ursachen haben, am unwahrscheinlichsten aber MGD o.ä. (ich sag mal einen "richtigen" Grund).
Angst löst Übelkeit aus und Hunger auch (paradoxerweise). Du kannst also versuchen der Sache auf den Grund zu gehen, warum Dir jetzt gerade übel ist. Könnte es Hunger sein? Hast du gerade Angst? Achte auch auf andere Angstsymptome wie z.B. weiche Knie, Wärme-/Hitzegefühle, trockener Mund, Fluchtgedanken/-impulse, Bauchschmerzen, ...
Wenn Du dann feststellst, dass es angstbedingt ist, mache Dich dessen bewusst. Du machst Dir gerade Angst (nicht du hast Angst). Versuche Dich zu entspannen (z.B. Atemtechniken) oder lenke Dich ab. Bewegung tut auch gut und stützt den Kreislauf. Einmal am Tag das Haus zu verlassen ist wichtig. Mach einen kleinen Spaziergang, eine Radtour, irgendwas.
Tiefenpsychologie kann gut sein, um die wahren Gründe herauszufinden. Oft liegt das nämlich nicht immer unmittelbar am Erbrechen.
Wenn man die Gründe erforscht hat, empfiehlt sich eine kognitive Verhaltenstherapie. Wir alle nutzen nämlich das natürliche Mittel gegen Angst: Vermeidung. Vermeidung von Essen, von Treffen, von Menschen, ...
Da Erbrechen aber keine lebensgefährliche Bedrohung darstellt, müssen wir diese Angst wieder verlernen (anders als die Angst, wenn man mit einem Bären in einem Käfig eingesperrt ist. Da ist Angst haben gut!). Und die Angst verlernt man, indem man das Vermeidungsverhalten abbaut und erkennt, dass einem nichts passiert, auch wenn man etwas vermeintlich gefährliches tut (wie endlich mal wieder sein Lieblingsgericht essen). Analog wäre das so, als würde man täglich mit einem Bären eingesperrt werden und merken, dass der einem nichts tut und den sogar irgendwann anfangen zu streicheln und mit ihm zu kuscheln. (Wobei das wiederum schlecht wäre, denn ein Bär ist nunmal eine lebensgefährliche Bedrohung. :D )

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon Parasomnia » 17.08.2015, 09:42

die therapei ist tiefenpsycholoigsch u momentan gehts eigtl wenig um meine angst sondern um meine familie. weiß nicht ob meine therapeutin damit zur ursahe kommen möchte? kann dass sein?


Das kann gut sein und nützlich ist es wahrscheinlich auch. Nichtsdestotrotz bist du ja die Patientin und wenn sich gerade ein anderes Thema so vehement in den Vordergrund drängt - die Angst -, dann solltest du auch das ansprechen. Bzw. darum bitten, dass es zum Thema gemacht wird, auch wenn beides nicht selten miteinander zusammenhängt. Ich kann nur - auch aus Erfahrung - sagen, dass die psychische Übelkeit immer schlimmer wird, je mehr man sich auf sie konzentriert, je mehr Zeit man hat, über sie nachzudenken. Angst und Übelkeit beginnen dann sämtliche Bereiche deines Lebens zu besetzen, wie z.B. den Konsum eines Glases Wein (obwohl du bisher nie von Alkohol gekotzt hast und die Wahrscheinlichkeit, sich von einem einzigen Glas Wein zu übergeben, auch recht gering ist) oder den Verzehr bestimmter Speisen, die du als besonders risikoreich einstufst. Manchmal reicht es, bloß von einer Gefahr zu hören, um sie künftig zu meiden. Lustige Geschichte: Ich konnte als Kind problemlos in Bus und Bahn rückwärts fahren, bis mir mal jemand erzählte, ihm würde davon schlecht. Und was ist passiert? Seitdem fahre ich nur noch ungern rückwärts, weil mir davon übel wird. Oder weil ich glaube, dass mir übel wird, weil mir jemand erzählt hat, dass ihm dabei übel wird. Absurd, oder? Aber so funktioniert Angst, sie ist ziemlich motiviert, sich so breit wie möglich zu machen.

andrerseits manchmal krieg ich schon panik und damit übelkeit bei dem gedanken dass löngere ausflüge oder va essen gehen mit freunden /familie ansteht. "früher" hab ich das geliebt, und jetz??


Du bekommst Panik, weil du was befürchtest? Dass dir dann schlecht werden oder du dich übergeben könntest? Was wäre dann?
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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 17.08.2015, 14:10

jaaa das mit dem busfahren kenne ich auch.
manchmal fühle ich mich schon so als könnte mir man alles erzählen ,und wenns noch so unrealiststisch is- im bezug auf übelkeit glaueb ich eigtl so ziemlich alles. das is total absurd, denn sonst bin ich auch eher rational. aber bei dem thema fantasiere ich. das weiß ich mittlerweile eigtl auch, aber kanns leider noch nicht ändern..versuchs auch schon mich in solchen situationen zu entspannen, aber habe das gefühl ich kann dann teilweise nichtmal mhr tief einatmen. kennt das jmd? welche atemtechniken wendet ihr denn an? und seit wann seid ihr von dieser angts "betroffen"?
genau ich bekomme panik weil ich ansgt davor habe dass mir schlecht wird oder schon ist. dass ich dann nciht wegkann und alle es bemekren. und dann natürlich vorm kotzen an sich..
ansonsten überkommen mich oft regelrechte hitzewallungen und bauchschmerzen manchmal auch mit dem gefühl ohnmächtig zu werden..sind eigtl die symptome die du beschrieben hast. aber dann ist dann oft der gedanke , dass das alles ja bei einer mdg ja auch sein kann:/ u die angst verschlimmert sich.
sprechedas natürlich in der thearoie immer wieder an aber mekr schon selbst dass ich nciht recht weiter komm wenn ich nur meine symptome beschreibe? ich weiß es nicht..ich möchte das nur einfach soo gerne loswerden, denn dieser ekel überschattet natürlich mein ganzes leben.wohne zbsp mit meinem freund jetz zusammen u wenn er dann irgdnwo weg war ahb ich auch immer ansgt dass er krankheiten. va das kotzen mitbringen könnte. oder allg ekeln mich bakterien. ich weiß die sind immer und überall aber iwiebilde ich mir ein diese angst damit elimieren zu können. versteht jmd wie ich das meine? als könnte ich mich durch desinfinzieren davor schützen, was ja wahrs auch nicht gaaaanz stimmt?

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 17.08.2015, 14:13

achja, was noch dazu kommt: ich habe sehr sehr oft kopfschmerzen die z.t. auch zu übelkeit führen und das schon seit ich acht jahre bin oder so..
hatte ich auch gestern abend und auch heute noch ein bisschen, weshalb ich mich schon wieder nichts essen traue, denn wie soiele andre hier verfolge auch ich die theorie "was nicht drin ist..."

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon Parasomnia » 17.08.2015, 18:01

aber habe das gefühl ich kann dann teilweise nichtmal mhr tief einatmen. kennt das jmd? welche atemtechniken wendet ihr denn an? und seit wann seid ihr von dieser angts "betroffen"?


Ich bin leider kein Spezialist, was Atemtechniken betrifft, aber es gibt einige andere User hier, die da gute Tipps haben. Ich kenne aber das Gefühl auch, nicht mehr richtig atmen zu können, ich hatte auch schon Panikattacken, bei denen ich nicht mehr richtig sprechen konnte. Ich bin seit über 20 Jahren Emetophobiker, den exakten Beginn kann ich nicht mehr ausmachen. Ich setze ihn meist so um das 5.Lebensjahr an, heute bin ich 26, es sind also ein paar Jahre ins Land gegangen. Einen normalen und angstfreien Umgang mit dem Erbrechen habe ich eigentlich nie bewusst kennengelernt.

dass ich dann nciht wegkann und alle es bemekren.


Das ist eine Angst, die ich verstehen, die man aber auch relativ leicht wenigstens auf rationaler Ebene auseinandernehmen kann. Weg kann man eigentlich immer. Es gibt fast überall ein Klo. Dort, wo es keines gibt (in Bus oder Straßenbahn), kann man vergleichsweise zeitnah aussteigen, wenn es einem nicht gut geht. Wenn du mit Freunden oder der Familie unterwegs bist, was glaubst du, wie sie reagieren? Ich würde vermuten, dass sie eher besorgt wären, wenn es dir nicht gut geht. Dass sie versuchen würden, dir zu helfen, dass sie dich nach Hause bringen würden. Oder glaubst du, dass sie anders reagieren? Und wenn du das glaubst: Warum? Manchmal hilft es, von sich selbst auszugehen. Würdest du jemandem Vorwürfe machen, ihn auslachen, dich bis in alle Ewigkeit vor ihm ekeln, weil er sich auf einem Ausflug übergeben hat? Wahrscheinlich nicht.

sprechedas natürlich in der thearoie immer wieder an aber mekr schon selbst dass ich nciht recht weiter komm wenn ich nur meine symptome beschreibe?


Was sagt denn dein Therapeut/deine Therapeutin zu dieser Phobie? Ich kann dir soviel sagen: meistens hat diese Phobie eigentlich nicht viel mit dem Kotzen zu tun, sondern mit Gefühlen und Ängsten, die irgendwann mit dem Kotzen verknüpft wurden, aber einen anderen Ursprung haben. Oft geht es viel mehr um soziale Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Angst vor Kontrollverlust, Scham und Ekel. Du sagst, es geht in der Therapie auch viel um deine Familie. Meinst du, deine Familie könnte irgendeines von den Gefühlen begünstigt haben, die ich gerade aufgezählt habe? Glaubst du, sie könnten irgendwas mit der Phobie zu tun haben?

als könnte ich mich durch desinfinzieren davor schützen, was ja wahrs auch nicht gaaaanz stimmt?


Vor der ganz normalen MDG schützt man sich in der Regel schon durch ganz normale Handhygiene. Nach dem Klo und vor dem Essen Hände waschen - damit ist man schonmal ganz gut gewappnet. Es gibt viele Emetophobiker, die so einen Desinfektionsfimmel entwickeln und ständig überall mit Desinfektionsmitteln hantieren. Das ist eher kontraproduktiv. Ich habe mich beispielsweise seit über 14 Jahren nicht übergeben und ich benutze eigentlich nie Desinfektionsmittel. Zu viel Desinfektionsmittel wirkt sich im Gegenteil sehr negativ auf dein Immunsystem aus. Kleine Kinder soll man ja auch im Dreck spielen lassen, damit sie Abwehrkräfte aufbauen. Wer sich komplett von allen Bakterien fernhält und ständig geradezu in Sagrotan badet, der tut sich nichts Gutes. Der schwächt sich eher.
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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 17.08.2015, 21:47

okay, werde ich mir ml anschaun. atme in solchen situation nämlich immer total flach:( und denke wenn ich tief einatme kotze ich.furchtbar.
wie würdest du sagen ist deine angst momentan? wird das irgndwann besser? habe soclhe angst dass das nicht mehr aufhört oder noch schlimmer wird.weiß zwar nicht genau wie das aussehn soll aber schlimmer geht ja bekanntlich immer:/
du hast recht wenn ich drüber nachdenke und ich würde-wann auch immer sagen dass es mit nicht gut geht würden sich alle sorgen. aber genau dass ist manchmal das problem für mich ich will gar nicht dass sich jmd sorgt. habe das gefühl man musste sich schon soviel um mich sorgen(in der schule war ich lange zeit schlecht ) u da hieß es immer so unegfähr dass ich nur sorgen mache. und das nächste ist, dass ich mich dnn noch mehr vor solchen situation fürchten würde wenn es tatsächlich mal dazu käme dass ich allen sagen muss dass es mir nicht gutgeht. va weil das ja mittlerweile JEDERZEIT passieren kann. ich habe totalen hunger u dann seht dass essen da u ich kriege keine bissen runter. mir wird heiß u unendlich schlecht. aber nur so komisch im hals. trotzdem total beklemmedn!!
meine therapuetin meint auch dass es wahrs mit was anderem zusammenhängt. anfangshat sies aber glaube ich gar nicht ernst genommen oder sie wollte mich nur "testen". sie meinte"ja findet ja jeder eklig.." naja du kennst das wahrs auch zur genüge..
auch das mit den desinfektionsmitteln kommt mir sehr bekannt vor. wobei das auch phasenweise extrem is und dann desinfinziere ich mir auch mal vier wochen nicht die hönde(was für mich echt lang ist) und nmachnal habe ich schon das gefühl dass es schlimmer ist wenn ich mich über sachen ärgere..also auch wenn keine mdg im spiel ist. wenn ich allerdings iwo höre dass jmd aus meinem umfeld momentan daran erkrankt ist fühlt sich das für mich so an als wäre jmd mit ner pistole hinter mir her..vorallem wenn ich noch weiß dass ich dieser person in naher zukunft begenen muss u ich dass auch nicht umgehen kann. falls ich in solchen situaiton nur irgndwie absagen kann tu ich das auch. was mich natürlich meistens auch traurig u sauer auf mich selbst macht, aber immernoch besser anfhlt als die person zu treffen..
wie machst du das? vermeidest du viele sachen deshalb?
wie sieht dein alltag aus`?kannst du normal essen? auch mit anderen?

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon Parasomnia » 17.08.2015, 23:04

wie würdest du sagen ist deine angst momentan? wird das irgndwann besser?


Es ist besser geworden, ja. Durch viele kleine Schritte. Hier habe ich was dazu geschrieben: viewtopic.php?f=33&t=18111. Die Angst ist nicht weg und es gibt bessere und schlechtere Phasen. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, meistens irgendwie mit ihnen fertigzuwerden und mich nicht dadurch in meinen vier Wänden einsperren zu lassen. Es kann also besser werden, glaub mir!

aber genau dass ist manchmal das problem für mich ich will gar nicht dass sich jmd sorgt. habe das gefühl man musste sich schon soviel um mich sorgen(in der schule war ich lange zeit schlecht ) u da hieß es immer so unegfähr dass ich nur sorgen mache


Okay, du willst niemandem Sorgen machen, du willst niemandem zur Last fallen. Das verstehe ich. Die Sorge um jemanden, der schlecht in der Schule ist, ist aber nicht so wirklich vergleichbar mit der Sorge um jemandem, dem es körperlich nicht gut geht. Abgesehen davon: Du bist längst raus aus der Schule. Du hast studiert, etwas geschafft also und nicht dein Leben sinnlos verplempert. Glaubst du immernoch, dass du eine Last bist, dass deine Probleme eine Last sind? Es kann wirklich helfen, es auf diese Situation ankommen zu lassen, die man so fürchtet. Denn oft sind die Befürchtungen dutzendfach schlimmer als die Realität. Wie oft habe ich mich schon dumm und dämlich gefürchtet vor einer Situation, die nachher nicht einmal ansatzweise so grausam war, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Was kann schon passieren? Nicht die Sache an sich ist schlimm, sondern das, was deine Angstfantasien daraus machen! Angstfantasien und Realität trennen ist eine wichtige Aufgabe.

meine therapuetin meint auch dass es wahrs mit was anderem zusammenhängt. anfangshat sies aber glaube ich gar nicht ernst genommen oder sie wollte mich nur "testen". sie meinte"ja findet ja jeder eklig.." naja du kennst das wahrs auch zur genüge..


Kennt denn deine Therapeutin die Phobie? "Findet ja jeder eklig" klingt irgendwie nicht danach. Eher nach einer 08/15-Reaktion.

nmachnal habe ich schon das gefühl dass es schlimmer ist wenn ich mich über sachen ärgere


Das kann gut sein! Im Volksmund gibt es ja die Redewendung: sich auskotzen, wenn es darum geht, einfach mal angestaute Emotionen rauszulassen, die sich gesammelt haben. Emetophobiker tun das oft nicht. Sie ärgern sich vielleicht, aber behalten das für sich, schlucken es runter. Das verursacht oft Übelkeit und Beschwerden, die Gefühle können nicht verdaut werden, sondern marodieren da noch irgendwo in dir herum. Und äußern sich als Übelkeit. Wie gehst du denn mit Gefühlen um, mir Ärger und Unzufriedenheit z.B.? Sagst du, was dich stört? Bist du da offen und direkt?

wie machst du das? vermeidest du viele sachen deshalb?
wie sieht dein alltag aus`?kannst du normal essen? auch mit anderen?


Manche Sachen vermeide ich immernoch, wenn es geht, ja. Ich habe z.B. große Schwierigkeiten, allein irgendwo hinzufahren. In den letzten Jahren hätte ich viel in der Republik rumreisen können, andere Städte besuchen können. Aber allein die Vorstellung, plötzlich mitten in einer fremden Stadt eine Panikattacke zu haben, mich nicht zurechtzufinden, niemanden zu haben, der mich notfalls aus der Situation holen kann, treibt mir quasi den Schweiß auf die Stirn. Das bedeutet noch immer Hardcore-Stress für mich, der sich natürlich auch körperlich auswirkt. Hm, mein Alltag. Ich arbeite 17 Stunden/Woche im Einzelhandel (was mir im Übrigen sehr geholfen hat, so manche Unsicherheit abzubauen!) und studiere nebenbei im Fernstudium. Bin also relativ viel zu Hause, aber versuche auch immer, etwas zu unternehmen, wenn es geht. Ich behaupte, mittlerweile kann ich meistens normal essen, auch mit anderen. Das war nicht immer so. Aber bei meinem Klinikaufenthalt habe ich gemerkt, dass es enorm zum körperlichen Wohlbefinden beiträgt, ausreichend und regelmäßig zu essen! Ich war 8 Wochen in stationärer Therapie und musste natürlich regelmäßig zu den Mahlzeiten erscheinen. Und nach einigen Wochen stellte sich wirklich ein Hungergefühl ein, ich freute mich aufs Essen, weil mein Körper daran gewöhnt war. Das war 2010, seitdem versuche ich das auch umzusetzen.
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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 18.08.2015, 15:16

ja irgndwie manchmal glaue ich , icst es zumindest für meine mama lästig.einerseits ist sie zwar besorgt u andrerseits kommen ausagen wie"was hast du denn SCHON WIEDER?"
aber das verhältnis zu meiner mama ist allg eher mäßig. nicht ganz schlecht aber meilenweit von gut entfernt.
ich weiß nicht ob meine therapuetin die phobie bzw dass es auch einen namen dafür gibt kennt, aber denke mittlerweile nimmt sies zumindest mal ernster..
wenn ich unzufreiden bin , sag ich manchmal entweder nichts oder flippe gleich total aus. kann das iwie teilweise kaum kontrollieren. und weil ich eben oft lang nichts sage, staut sich das wahrs auf.ka.
dh du machst auch eher wenig ausflüge u reist nicht? ich leider auch nicht. und manhcmal macht mich das so traurog. aber andrerseits wenn ich wüsste zbwp nach thailand zu wissen u essen nicht zu vertragen kriege ich auch panik..
aber ich WILL einfach nciht in eine klinik. maaan.kannst du alles essen? oder gibt s auch fpr dich immernoch unsichere lebensmittel? bei mir sind va sachen die auf festen iwo verkauft werden ein tabu..

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 18.08.2015, 15:19

achja kennt das jmd, den ganzen tag mit eingezogenem bauch zu atmen? was bei mir wahrs auch die übelkeit auswirkt? mittlerweile ist scheinbar schon mein kompletter oberkörper verspannt von dieser atemmethode..ka, warum ich das mache, bilde mir wohl ein ich kann damit übelkeit steuern oder vermiden.-.

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 18.08.2015, 15:21

und nochwas, kannst du iwann etwas essen ohne danach nicht dran zu denken zu kotzen? vergeht ein tag amn dem du mal keine angst hast? bzw gar nicht dran denkst?

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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon Parasomnia » 18.08.2015, 18:48

ja irgndwie manchmal glaue ich , icst es zumindest für meine mama lästig.einerseits ist sie zwar besorgt u andrerseits kommen ausagen wie"was hast du denn SCHON WIEDER?"


So ähnlich hat meine Mutter früher auch reagiert. Nicht aus Böswilligkeit, sondern oft auch aus Hilflosigkeit. Immer, wenn wir irgendwas unternehmen wollten, war mir schlecht, wollte ich nicht rausgehen und meistens fiel dann alles ins Wasser. Damit müssen natürlich auch Angehörige erstmal umgehen lernen, denn die empfinden ihren Körper, körperliche Beschwerden und das Erbrechen vollkommen anders. Weiß deine Mutter denn, dass die Phobie eine Krankheit ist? Habt ihr schon offen darüber geredet? Weshalb ist denn eurer Verhältnis nicht so gut?

Bei der Angstbewältigung ist es letztlich wichtig, dass du dir kleine Ziele setzt und immer wieder versuchst, in verträglichen Schritten voranzukommen. In der Verhaltenstherapie würdest zu zum Beispiel ziemlich wahrscheinlich eine Angsthierarchie erstellen: also eine Liste von Situationen, die für dich sehr angstbesetzt sind. Von 0 (macht mir überhaupt keine Angst) bis 10 (das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann). Mit dieser Angsthierarchie wird dann gearbeitet. Du probierst also, Situationen von der unteren Skala zu bewältigen. Z.B. mit dem Bus irgendwo hinfahren, weil du Probleme in öffentlichen Verkehrsmitteln hast - nur als Beispiel. Das machst du dann so lange, bis die Angst dabei nachlässt. Das schimpft sich Habituation (Gewohnheit) und ist ein wesentlicher Baustein der verhaltenstherapeutischen Behandlung. Immer wieder reingehen in Angstsituationen, merken, dass nichts passiert, sich umkonditionieren.

Was glaubst du denn ganz persönlich: Was macht dir am Erbrechen Angst?

dh du machst auch eher wenig ausflüge u reist nicht?


Ich fahre schonmal in umliegende Städte, weiter weg meistens nur mit Begleitung. Und ins Ausland würde ich vermutlich nicht allein fahren. Einerseits natürlich aus Angst, andererseits aber auch, weil ich das Reisen allein nicht so wirklich erfüllend finde. Ich will ja mit jemandem zusammen etwas erleben, mich darüber austauschen können. Ich kann eigentlich alles essen, worauf ich auch Lust habe, ja. Ich war nie der Typ für "Ich esse im Sommer nichts mit Eiern" oder sowas. Ich habe tatsächlich einen Spleen mit Mindesthaltbarkeitsdaten, das gebe ich zu. Sobald irgendwas ein paar Tage drüber ist, esse ich es eher nicht. Auch wenn es da schon Ausnahmen gegeben hat. Besondere Atemtechniken, bei denen ich mich verkrampfe, kenne ich eigentlich nicht. Und ja: Ich kann auch essen, ohne sofort daran zu denken, dass ich davon kotzen könnte. Warum sollte ich auch, wenn das Essen lecker war? Tatsächlich vergeht aber kaum ein Tag ohne Beschwerden oder wenigstens irgendwelche Angstgedanken, wenn auch in moderatem Maß und nicht so krass, dass sie mich massiv beeinträchtigen.
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Re: wie werde ich diese angst vor der angst endlich los?

Beitragvon angsthase » 18.08.2015, 22:52

nein,meine mama weiß nichts von alldem. wir sehen uns nur noch selten u dann versuche ich so gut es geht alles zu verheimlichen. ist natürlich anstrengend. dh ich kann eigtl größtenteils nur essen das ich selbst zubereite essen, was da dann schon schwierig wird. mh, hab das nich nie so betrachtet dass sie vllt auch aus hilflosigkeit so reagiert.könnte evtl sogar sein..weiß deine mama also bescheid?genau das ist das problem, ich kann auch nichts langfristig ausmachen zz. spontan klappts (manchmal)besser, da hab ich schließlich auch vorher keine zeit das mir schlecht wird;)
ich glaube dass was mir daran so wahnsinnig angst macht ist die unkontrollierbarkeit. ausgeliefert zu sein, nichts ändern können und womöglich dass anre sich ekeln könntn vor mir. wobei ich mir vor mir noch am meisten ekel:/
woher kommst du denn? aber würden freunde von dir nicht mit dir verreisen wollen?
ja du hast so recht, warum solltest du wenn das essen lecker war an kotzen denken. glaube ich hab mir das einfach angwöhnt. kann essen nicht mehr genießen weil ich ja permanent damit beschäftigt bin, ob das essen in ordnung war oder es verdorben war usw:(
viele dank für deine tipps und deine berichte, macht mir schon hoffnung!
wie ist es mittlerweile f dich, wenn jmd aus deiner umgebung mdg hat, wie fühlst du dich dann?(kligtn bissl psycho, ich weiß;))


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