permanentes krankheitsgefühl durch die emeto?

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Kinabalu
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Re: permanentes krankheitsgefühl durch die emeto?

Beitragvon Kinabalu » 11.08.2015, 09:02

Ich glaube was ihr alle nict vergessen solltet, dass sie wenigsten von un zum Beginn ihrer Phobie schon hier waren. Die meisten hatten doch schon eine lange geschichte vor dem Forum hinter sich (so wahr es jedenfalls bei mir).
Bei mir hat es lange gedauert bis ich Hilfe annehmen konnte und vorallem erkannt habe das etwas so nicht stimmt-dass ich dringend etwas ändern muss um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wir reden hier immer wieder davon, dass man es selbst schaffen muss, selbst Dinge erkennen muss aber an den Punkt zu gelangen, dass man aus seiner Blase rauskommt, erkennt, dass man Hilfe braucht und auch bereit ist diese Hilfe anzunehmen-auch dahin muss man alleine kommen.
In meiner schlimmsten Phase, in der ich auch nur zuhause gesessen habe und NICHTS gemacht habe hätte man mir auch die beste schritt-für-schritt-Anleitung raus aus der Phobie präsentieren können. ich hätte auch gesagt "das geht nicht weil..ich kann nicht weil".
ich weiß nicht wie es bei euch war aber ich habe mir meine Blase mit scheinsicherheiten aufgebaut bis irgendwann der Knall kam und ich selbst erkennt habe dass sich jetzt alles ändern muss (in meinem Fall wäre ich sonst von der Schule geflogen, in eine Klinik zwangseingewiesen worden und hätte meinen Freund verloren).
Bis dahin haben alle auf mich eingeredet und auch ein Forum und ein langer Beitrag mit vielen tollen Tipps hätte bei mir nichts geändert denn ich war selbst noch der meinung dass mein Verhalten irgendwo normal/logisch ist. Ich bin ganz froh, dass ich damals das Forum noch nicht kannte, denn wirklich sinnvoll nutzen konnte ich die Gemeinschaft hier erst nachdem bei mir die Erkenntnis kam dass sich jetzt sofort am Besten alles ändern muss und vorallem auch, dass nur ICH das schaffe, dass es in meinen Händen liegt.

Ich glaube, ichbindeinalptraum, wir können dir jetzt noch nicht helfen. Alles was dir helfen könnte wurde hier geschrieben, aber du musst erst an den Punkt kommen an dem du erkennst dass du dein Leben ändern musst. Ja du sagst du willst etwas ändern, klar ich habe damals auch gesagt "ich will nicht, dass mein Leben so ist" aber das heißt nicht dass ich auch bereit war etwas zu ändern und das sehe ich bei dir jetzt auch.

Ich denke ehrlich gesagt, dass du eine außgewachsene Esstörung hast die deinem Körper nachhaltig schaden wird. In jeder Klinik würde dir ein essens-und trink-Plan gegeben an den du dich halten müsstest bevor überhaupt eine Therapie richtig beginnen kann. Auch wenn das beängstigend klingt denke ich, dass dir ein Klinikaufenthalt gut tun würde um wieder Struktur in deine Nahrungsaufnahme und allgemein in dein Leben zu bekommen.

Für mich persönlich ist das Thema hiermit geschlossen. Ich freue mich schon bald wieder etwas von dir zu lesen-aber nicht in diesem Stadium in dem du dir nochnicht helfen lassen KANNST. Das ist ok, da war ich auch. Aber solange können wir dir nicht helfen und wir können dir, in meinen Augen nur Zeit geben. Vielleicht musst du auch erst ganz unten ankommen und sehen was du verlieren könntest und was du deinem Körper antust damit du erkennst dass du jetzt sofort was ändern musst. Diesen Porzess können wir mit ungeduldigen Posts nicht beschleunigen.
Ich wünsche dir aber alles Gute und würde, wie gesagt, gerne wissen wie dein Weg so weitergeht.
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Re: permanentes krankheitsgefühl durch die emeto?

Beitragvon Kinabalu » 11.08.2015, 09:07

Wie ihr im Vorstellungsthread nachlesen könnt ist ichbindeinalptraum für 2 Wochen gesperrt
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Re: permanentes krankheitsgefühl durch die emeto?

Beitragvon Parasomnia » 11.08.2015, 09:18

Bei mir hat es lange gedauert bis ich Hilfe annehmen konnte und vorallem erkannt habe das etwas so nicht stimmt-dass ich dringend etwas ändern muss um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.


Das ist sicher alles richtig, was du schreibst. Dennoch habe ich selbst in den Phasen, in denen es schwierig war, mich überhaupt zu erreichen, nicht alles abgewiegelt. Ich habe in Gesprächen nicht sämtliche Fragen ignoriert und immer wieder dasselbe geschrieben mit zig verschiedenen Accounts in der Hoffnung, irgendwer würde mir eine andere Antwort auf die immer gleichen Fragen geben. Ich war oft erstmal sauer, habe mich ungerecht behandelt gefühlt, habe mich aufgeregt und drüber nachgedacht. Und irgendwann kam eben der Moment, wo ich wusste, dass sich was ändern muss. Und dass das entweder mit meiner tatkräftigen Unterstützung geschieht oder gar nicht. Ich habe hier zu keinem Zeitpunkt vergessen, wie schwer es war. Und wie schwer es manchmal noch immer ist. Dennoch ist es ärgerlich, viel Zeit und Hirnschmalz und Erfahrungen in Diskussionen zu stecken, die so wie diese hier verlaufen. Niemand hat erwartet, dass ichbindeinalptraum sofort aufspringt und alles ändert. Aber wenigstens etwas versucht und dann vielleicht sagt: "Hey, ich habe dieses und jenes probiert und es klappt irgendwie nicht. Das ist deprimierend."

Aber wie bei vielen psychischen Erkrankungen muss erst irgendwann der Knall kommen, damit man was kapiert. Wenn er denn kommt ..
Es kommt dazu - trotz alledem -, dass sich die Furcht in Widerstand verwandeln wird - trotz alledem.
(Hannes Wader)

Let me forget about today until tomorrow.
(Bob Dylan)


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