Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

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chanel
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Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

Beitragvon chanel » 15.06.2015, 17:32

Hey,

ich wollte mal wissen, wie es euch damit so geht, mit anderen Leuten/eurer Familie zusammen zu wohnen? ist das ein Problem für euch?
Ich wohne mit meiner Mutter zusammen und lebe jeden Tag mit der Angst, dass sie mgd bekommen könnte oder erbrechen könnte. denn wenn das passiert, ist die wahrscheinlichkeit ja ziemlich hoch, das man sich selbst ansteckt, und darum geht es mir ja bei der Sache. wie geht ihr damit um?
ich persönlich weiß nämlich langsam nicht mehr, wie ich damit umgehen soll, es ist unerträglich dauerhaft mit dieser Angst zu leben..

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Sase
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Re: Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

Beitragvon Sase » 23.06.2015, 23:12

Es klingt ziemlich bescheuert aber: Man gewöhnt sich an alles (wenn es selbstgewählt ist und das ist die Herkunftsfamilie oft nicht ;)).
Als ich längere Zeit alleine lebte, konnte ich mir nicht mehr vorstellen, jemals mit jemandem zusammen zu leben. Jetzt, wo ich mit jemandem zusammen lebe, ist es auch ok - kann mir vorstellen, alleine zu leben, allerdings wüsste ich auch,d ss das voll die Umstellung wäre. Da ich Kinder habe, werde ich aber nicht mehr in dem Sinne "voll alleine" leben.
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Butterblümchen
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Re: Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

Beitragvon Butterblümchen » 26.06.2015, 19:59

Ich möchte es nicht mehr missen mit meinem Freund zusammen zu wohnen.
Würde es auch versuchen als Chance anzunehmen. Man lernt viel besser mit gewissen Situationen umzugehen und spätestens bei der nächsten fast selben Situation lacht man fast schon drüber das man sich "früher" deswegen mal Gedanken gemacht hat.
Nur weil jemand MDG hat heißt es auch nicht gleich das du dich ansteckt. Es gibt 1000 verschiedene Gründe warum jemand brechen kann. Nicht jede muss unbedingt ansteckend sein. Vertrau auf dein Immunsystem und selbst wenn es so wäre ändern könntest du es nicht. Ohne dir Angst machen zu wollen aber wer sagt dir, dass die Kassiererin an der Kasse bei der du Nachmittags bezahlst nicht einen Tag vorher auch noch mit MDG im Bett lag.

Hast du jemanden mit dem du noch darüber sprechen kannst? Deine Mutter selbst z.B.?

Freja
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Re: Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

Beitragvon Freja » 26.08.2015, 18:37

Hey :)
ich wohne mit meinen Eltern zusammen, meine Geschwister sind alle älter und bereits ausgezogen. Ich kenne das, wenn einem von beiden übel ist, bekomme ich auch sofort Panik, ich ziehe mich dann zurück, vermeide den Kontakt und fasse auch nicht mehr alles an, vom Toilettengang ganz zu schweigen. Ich habe eine kleine Cousine (3) und Kinder entleeren sich ja öfter mal :oops: sie ist oft bei uns, und manchmal schleppt sie sowas aus dem Kindergarten mit an, in dem Punkt kann ich nur sagen, ist es sehr praktisch 2 Badezimmer zu haben :wink:

mila.cuore
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Re: Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

Beitragvon mila.cuore » 01.09.2015, 18:58

Also ich wohne mit meinem Freund zusammen. Ich habe auch immer eine gewisse Angst dass er Erbrechen muss, grade wenn er sich mal nicht gut fühlt aber ich bin total froh ist er an meiner Seite. Er macht dieses ganze Emetophobie schon von Anfang an mit und er hat Verständnis und kämpft mit mir. Er schaut auch dass ich täglich etwas Esse und füttert mich manchmal auch.

Schlimmer finde ich es in der Öffentlichkeit. Gerade im Bus oder so wo man sich festhalten muss.. Oder wenn Menschen neben mir husten dann habe ich schon schneller Panik als sonst..

Sahne
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Re: Mit eurer Familie/anderen Menschen zusammen wohnen?

Beitragvon Sahne » 13.09.2015, 09:32

Ich habe mit meiner Mutter ausgemacht, dass sie mich warnt bevor sie sich übergeben muss. So konnte ich in der Regel immer auf den Balkon oder mir die Ohren zuhalten.

Ich weiß, dass das Vermeidungsverhalten eigentlich kontraproduktiv ist aber ich konnte nachts nicht richtig schlafen und hatte auch tagsüber Ängste. Meine Mutter hat sich nachts in meiner Jugend zweimal übergeben seitdem habe ich jede Türklinke gehört.
Aber ich finde es auch nicht gut, wenn der Ort des Wohnens von Angst besetzt ist. Für mich ist mein Zuhause ein Rückzugsort, in dem ich mich wohl fühle und mich geschützt fühle und neue Kräfte für den neuen Arbeitstag tanke. In dem Rahmen möchte ich mich nicht mit meiner Angst auseinandersetzen. Dazu gibt es genug andere Möglichkeiten....
zumal ich mit Kindern arbeite!


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