Schritt für Schritt zur Besserung

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Regine
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Schritt für Schritt zur Besserung

Beitragvon Regine » 09.06.2015, 19:19

Hallo liebe mit-Emos!

Ich bin 18 und habe schon seit 10 Jahren oder so die Angst vorm Erbrechen. Erst dieses Jahr habe ich festgestellt, dass es wirklich eine Phobie ist, und ich nicht alleine bin, es sogar einen Namen für gibt! Als kleines Kind wurde ich immer Reisekrank, vielleicht hat sich dadurch die Angst entwickelt. Meine Angst hat sich auch auf Betrunkene/Alkohol im Allgemeinen übertragen. Weil ich auch so jung war, hatte ich keine Ahnung, wie betrunken man sein muss um zu erbrechen und hab schon Angst bekommen, wenn mein Vater ein Bier getrunken hat. Also Punkt eins, was wirklich hilft: Sich informieren. Wie schnell Alkohol Auswirkungen hat, dass man normalerweise ziemlich besoffen sein muss bevor man sich übergibt. Ja, und so schwer es auch fällt, nicht gleich wegzulaufen. Ich musste mich echt Schritt für Schritt an kleine Dinge gewöhnen. Auch wenn mir vielleicht früher nach einer halben Stunde im Auto echt schlecht war, nicht jeder andere ist so. Einmal essen gegangen und die Personen am Nachbartisch waren sehr beschwipst, es ist aber nichts passiert, dann schaff ich das auch ein zweites Mal. Vor drei Jahren hatte ich dann echt ne große Herausforderung. Klassenfahrt und Alkohol war erlaubt. Ich und eine andere Freundin waren die einzigen, die nüchtern geblieben sind. Ich hatte solche Angst aber auf der anderen Seite auch so eine super Zeit mit dieser Freundin. (einer hats wirklich übertrieben und sich übergeben, ich hatte aber nichts davon mitbekommen). Auf die Abschlussfahrt hab ich mich dann nicht getraut, die hat ja immer den Ruf, dass das ein einziges Saufgelage ist. Wo ich jetzt wirklich einen Durchbruch erlebe ist jetzt, ich mache ein Auslandsjahr und lebe mit anderen jungen Leuten zusammen. Sind alle Christen hier, das gibt mir die Sicherheit, dass niemand zu viel trinkt. Aber da bekommt halt auch mal jemand die Magen-Darm-Grippe und ich bekomm was davon mit. Und ich komm mit in den pub, in eine Bar... Lasse mich nicht mehr von der Angst einschränken mitzukommen. Für mich ist das ganze ein Weg mit Gott. Gebet hat mich durch die Panik-zeiten getragen. Jesus sieht meine Angst, versteht und bewahrt mich. Ich kann mich nicht daran erinnern, mich erbrochen zu haben seit dem ich diese Angst habe. Wenn das kein Wunder ist! Ich hab immer noch keine Ahnung, was ich machen werde, wenn mir wirklich kotzübel wird. Aber ich weiß, dass es in Gottes Hand ist. Und ich lass mich nicht einschränken. Es gibt da so ein Lied, das "no longer slaves" heißt. I'm no longer a slave of fears, I am a child of god! Ich hoffe ihr könnt auch alle diese Befreiung entdecken!

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