darauf vorbereiten?

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Nannerl
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darauf vorbereiten?

Beitragvon Nannerl » 09.01.2015, 00:46

Hallo an alle :) Ich war jetzt schon sehr lange nicht mehr im Forum. Wohl vielleicht auch deshalb, weil es mir in letzter Zeit besser ging und ich mich nicht explizit mit dem Thema auseinandersetzen wollte. Habe auch einige neue Beiträge gelesen, aber kein Thema gefunden, das zu meiner Frage passt. Also bitte entschuldigt, wenn ich jetzt überflüssigerweise ein neues Thema erstelle ;) Also bei mir ist es jetzt schon sicher mind. 12 Jahre her, als ich mich das letzte Mal übergeben habe. Und ich hab das Gefühl (und ich weiß wie bescheuert das jetzt klingt), dass ich gar nicht mehr weiß, wie das "geht". Ich habe das Erbrechen in meiner Kindheit eigentlich auch nur einmal als schlimm empfunden. Da hatte ich wirklich das Gefühl, mir kämen gleich die Organe hoch >< Mit 17 hatte ich ein Beinahe-Brech-Erlebnis. Es war schon so weit, dass mir der Speichel im Mund zusammen geronnen ist (wie das halt kurz davor so passiert) und ist musste auch einmal würgen. Ich bin mir auch sicher, dass ich mich hätte übergeben können, wenn ich mich nicht selbst so extrem unter Kontrolle gehabt hätte. Ich kann dazu nur sagen, dass ich das Würgen nicht als sehr schlimm empfand. Es kam sehr plötzlich und war ebenso schnell wieder vorbei. Nun meine eigentliche Frage: Wenn ihr merkt, dass ihr euch WIRKLICH übergeben müsst, habt ihr dann irgendeinen Trick um euch darauf "vorzubereiten"? Also so in der Art, dass ihr euch etwas beruhigt und nicht das Gefühl habt die komplette Kontrolle über euch zu verlieren? Ich will nur nicht, wenn es wirklich mal wieder so weit ist, das Gefühl habe aus dem Fenster springen zu müssen, weil ich es einfach nicht schaffe. Ich weiß, jeder "normale" Mensch würde sagen, dass man dagegen eh nichts tun könne und es so oder so einfach "geschieht". Aber ihr als Leidensgenossen versteht hoffentlich, wie ich das meine ;) glg Nannerl

Feldweg
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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Feldweg » 09.01.2015, 05:25

Hey, spannendes Thema finde ich.

Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung berichten. 1. Kann ich im Falle der Übelkeit ( vor allem psychogener ) NICHT vorhersagen, ob es nun zum Erbrechen kommt oder nicht. Ich habe es erlebt, dass ich ÜBERZEUGT war, das es " Ernst ist" - und nichts passierte, und andersrum hatte ich kaum Anzeichen und übergab mich ohne den " Kampf davor" - beinahe ruhig, sozusagen.
Die letzte Attake hatte ich vor ziemlich genau 2 Jahren. Ich tiegerte wie aufgezogen in der Wohnung herum und " weigerte mich, zum Klo zu gehen" - aus Angst, das ich das Erbrechen damit noch herausfordere ... oh Mann . Ich würgte also " trocken", Schweißausbrüche ... das ganze Repartoir eben. Und dann setzte ich mich, atmete, weinte nebenbei - aber nicht hysterich. Ich sprach mit mir: " alles ok..... das geht vorbei" und dann fing ich zu spucken an - aber beinahe " entspannt" - ich fragte mich kurz davor - und auch schon dabei WAS ich in Gottes Namen so schlimm daran finde - denn es WAR nicht schlimm!!!! Meine Gedanken darum, die waren schlimm.
Ich habe mich praktisch radikal akzeptiert - in der schlimmen Situation - und ich denke, diese ANNAHME, dessen, WAS IST war mein Schlüssel in die Entspannung

Besser kann ich es nicht beschreiben

LG und alles Gute

ImStrongerThanYou
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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon ImStrongerThanYou » 09.01.2015, 13:48

Hallo,

Also bei mir war es bisher immer so, dass wenn mir schlecht war konnte ich nicht liegen, und in der Nacht auch nicht schlafen, sondern sass dann einfach stundenlang im Bett und konzentrierte mich darauf, mich nicht zu übergeben und mich psychisch und physisch darauf vorzubereiten (bestimmten Schlafanzug anziehen, Fenster auf, Haare zusammen binden, Klodeckel rauf, Wasserglas etc.)

Wenn es dann soweit ist, stürz ich ins Bad und lass es einfach über mich ergeben. Nicht dagegen ankämpfen, einfach loslassen (und ganz wichtig für mich: Nicht in's Klo sehen!).
Meine Erfahrungen sind dann so, nachdem ich mich frisch gemacht habe, fühle ich mich erleichtert und es ist mir weniger übel. Meist schlafe ich dann ein wenig. Jedesmal mach ich dieselbe Erfahrung: Das Vorgehen selber ist garnicht sooo schlimm. Trotzdem habe ich jedes Mal Panik davor.
Komisch!

Lg

dariusbritt
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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon dariusbritt » 09.01.2015, 15:26

Ich habe da bisher nie wirklich darüber nachgedacht. Wie ich gehandelt habe, war immer rein intuitiv.

Als ich mich das letzte Mal übergeben musste, war mir einfach nur so schlecht, dass ich mich (hauptsächlich vor Angst) in die Badewanne gelegt habe, weil sie so kühl war und "für den Fall X". Warum weiß ich gar nicht, ich hab's einfach gemacht.
Da mir danach immer noch furchtbar schlecht war, brachten mir meine Eltern etwas Kamillentee. Außerdem habe ich das Fenster offen gehabt (obwohl es Ende Dezember war).
Die zwei Male danach, bin ich einfach an dem Punkt, wo es mir wirklich immer und immer schlechter wurde, mit einer Flasche Wasser ins Bad gegangen und habe mich auf den Boden gesetzt. Irgendwann wusste ich dann automatisch, dass es soweit war und habe mich hingestellt und ins Waschbecken... nunja. Waschbecken, weil ich den Blick in die Schüssel nicht ertrage. Außerdem finde ich es ganz schrecklich, mich im knien zu übergeben (und im stehen habe ich da ja nichts zum abstützen o.ä.)

Das Mal davor, war meine Angst noch nicht so schlimm bzw wusste ich noch nicht, was meine Angst ist. Mir war nur nach Einnahme eines Antibiotikums so unheimlich schlecht, dass ich irgendwann (auch wieder komplett automatisch) losgerannt bin und den Toilettendeckel aufgerissen habe.

Wie gesagt, das ist immer alles automatisch passiert. Ich hätte auch gar keinen Kopf dafür gehabt. Hatte bisher auch noch nie so ein Erlebnis, dass ich mich SO plötzlich übergeben musste, dass ich keine Chance mehr hatte, dementsprechend zu handeln.

Sophie23
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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Sophie23 » 09.01.2015, 15:30

Ich hoffe ihr versteht das nicht falsch, aber mich wundert dieser Thread etwas :? . Darüber wie man psychische und physische
Übelkeit unterscheiden könnte und wie es so war, wenn es wirklich mal passiert, gibt es ja schon einige Threads hier..

Ich glaube nur, dass das der falsche Weg ist, sich immer von dieser Seite dem Thema annähern zu wollen. Der zentrale
Punkt ist doch die ANGST

Wenn man an der Angst arbeitet, dann braucht man diese Vorbereitungen nicht mehr, weil man wohl die Angstübelkeit
los ist und auch nicht in Panik gerät, wenn es wirklich mal so weit ist.

Alles andere sind ja nur Scheinsicherheiten, die die Angst jederzeit aushebeln kann (beispielsweise kann man sich sehr plötzlich übergeben und hat keinerlei Zeit sich da irgendwie vorzubereiten) Ich wünsche mir auch einen Weg, um
die Kontrolle über meinen Körper nicht zu verlieren, aber wenn man mal ehrlich ist tut man das ja nie so richtig, jedenfalls nicht so wie man sich das vorstellt. Ich meine wenn ich zum Beispiel Durchfall habe würde ich das auch nicht als "Kontrolle" verlieren sehen und versuchen das zu verhindern und wenn wir mal ehrlich sind ist das mit dem Erbrechen genau so. Der Körper weiß da schon was er tut, aber es ist ja nicht so dass man deswegen total hilflos wäre.

Ich bin wirklich gerade in einem Emo-tief und habe selbst alle diese Gedanken, aber man muss sich denke ich mal klar machen,
dass sie uns keinen Zentimeter weiterbringen.

Nannerl
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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Nannerl » 09.01.2015, 17:22

Hallo euch allen :) Vielen lieben Dank für die tollen Antworten! Mit so viel hab ich eigentlich gar nicht gerechnet ;) Also ich denke, ich sollte aufgrund der letzen Antwort noch mal genau erklären, worum es mir konkret geht. Also das hat jetzt nichts damit zu tun, das ich psychische und physische Übelkeit nicht unterscheiden kann. (Das kann ich in den meisten Fällen eigentlich ganz gut). Sondern ich suche einfach nach einer Taktik, die mich für den Fall, dass es tatsächlich so weit ist oder eventuell soweit sein könnte, einfach etwas auf den Boden zurückholt. Wenn mir gerade nicht übel ist und ich denke darüber nach, ob ich den Akt des Erbrechens "durchstehen" könnte, dann bin ich immer relativ positiv. Das liegt einfach daran, dass ich es in dem Moment mit einem gewissen Abstand betrachten kann. Wenn mir dann allerdings schlecht ist, dreh ich komplett durch. Ich mein ... mir ist schon klar, dass das einfach mit dieser Angst einhergeht und wohl keiner von euch in diesem Moment ruhig reagiert. Aber schafft es vielleicht irgendwer von euch, nicht in irrationale Panik zu verfallen? Bzw. könnt ihr euch selbst davon überzeugen, dass das jetzt eben einfach sein muss und euer Körper das schon durchstehen wird? Manche von euch haben ja auch geschrieben, dass es sein kann, dass es einfach so und ganz plötzlich passiert. Aber irgenwie habe ich davor eben auch solche Angst. Ich hab mal mit meinem Freund darüber gesprochen und er meinte, das würde so eigentlich nur bei Kindern vorkommen. Bei Erwachsenen gäbe es vorher eigentlich immer Anzeichen. glg

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon zuckerl » 10.01.2015, 00:02

Dass Erwachsene immer merken, wenn sie sich übergeben müssen, glaube ich nicht so ganz. Meine Mutter hatte sich letztes Jahr mit über 60 Jahren aus dem Nichts heraus übergeben. Sie ging nachts einfach aufs Klo und danach beim Hände waschen ist es einfach so passiert. Sie meinte, es kam einfach... Also diese Sicherheit gibt es denk ich nicht. Und um das geht es ja auch. Wir suchen uns immer diese Scheinsicherheiten und dann ist alles gut. Momentan male ich mir auch noch die ein oder andere Situation aus und denke "was wäre wenn"... Ich hoffe, dass ich dann irgendwann mal sagen kann, "ja, dann musst du eben kotzen, na und?!"
Aber wie Sophie23 ja schon geschrieben hat, brauchen wir diese Vorbereitungen nicht mehr wenn wir einen normalen Umgang mit dem Thema haben. Dann nehmen wir es einfach hin. Auch wenn das Übergeben sicher nicht zu den schönen Dingen im Leben gehört.
Wenn ich akut in Panik verfalle, versuche ich einfach ruhig zu bleiben und Atemübungen zu machen. Ich versuche mir dann schon zu sagen: "selbst wenn du jetzt kotzen musst, wirst du es überstehen, ich vertraue meinem Körper, er wird das richtige tun..."

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Sase » 10.01.2015, 14:33

@Sophie23: Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Übergeben ist im grunde auch eine art kognitiver Konfrontation. Es hört sich höcht unglaublich an, aber für viele ist der Gedanke, sich selbst zu übergeben, nicht mal möglich. Viele EmetophobikerInnen haben/sind auch unsicher, - so wie jemand der zum ersten mal auf eine neue Arbeit geht - denn die meisten haben sich Jahre oder Jahrzente nicht mehr übergeben. Dann hilft es, sich kompetenter mit sich selbst zu fühlen, wenn man sich einfach mal Gedanken macht, wie die eigene Intuition eigentlich so ist (ähnlich wie wenn man ein Kind kriegt) - man muss erbrechen nicht toll finden und das wird auch zu 99,9% so bleiben. Selbst ohne irrationale Angst wird enem das Erbrechen nicht egal sein.
Ich hab immer das Gefühl, du hast irgendwie ein eigenes Verständnis von dem Begriff "Scheinsicherheit". Ich weiß aber auch nicht genau an welcher Stelle :D
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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Sophie23 » 10.01.2015, 19:24

@Sase
Ich verstehe deinen Punkt auf der einen Seite, auf der anderen habe ich aber auch Bedenken und versuche die mal zu erklären. Das Thema mal zu durchdenken, gerade wenn man ewig nicht erbrochen hat ist irgendwie ja ganz normal und bestimmt auch nicht schlecht. Aber wie hilft es denn der Sicherheit über die eigene Intuition, wenn man andere nach ihrer befragt? Zudem ist Erbrechen ja auch etwas, worüber der Körper entscheidet. Sich darauf vorbereiten zu wollen ist also auch irgendwie müßig, weil man die entsprechende Situation in der Zukunft nicht kennt. Ich dachte in den letzten 4 Jahren vor allem in den Hochphasen hunderte Male jetzt ist es so weit, es passierte nix. Dagegen ging bei meiner letzten MDG alles so plötzlich, die Übelkeit kam den ganzen Tag immer mal kurz und am Abend war es innerhalb von 2 Minuten (Zwischen Übelkeit und dem Akt selbst) so weit.
Gerade diese Erfahrung versuche ich mir immer zu verdeutlichen, weil sie mir zeigt, dass Vorbereitungen (mir) da nicht wirklich was bringen. Ich werde mich bestimmt nie entspannt übergeben können, mein Ziel ist da eher nicht mehr panisch du die Wohnung zu rennen und nicht mein Leben dauernd nach etwas auszurichten, was mir bis an mein Lebensende vielleicht noch 5 (oder auch 500 - wer weiß) mal passiert.

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Sophie23 » 11.01.2015, 00:40

@nannerl

Durch deinen Nachtrag verstehe ich nun aber etwas besser, worum es dir geht. Vermutlich ist es für mich auch
einfach schwer zu beantworten, weil ich durch die Angst sehr oft denke, dass es nun WIRKLICH passiert und das
dann doch nie der Fall ist. Insofern fehlt mir da wohl die Intuition das es dieses Mal wirklich passiert. Bei meiner
letzten MDG war mir den Tag über immer mal wieder etwas übel, aber das war gut auszuhalten. Abends auf der Couch
kam die Übelkeit dann wieder und innerhalb von 5 Minuten war es dann auch schon so weit. Da war also nix mit lange
quälen, Angst zu Panik steigern und vorbereiten etc. Ins Bad gehen und fertig. So habe ich es von meinen Erlebnissen aus der Kindheit eigentlich
auch immer in Erinnerung.

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Nannerl » 11.01.2015, 01:44

@Sase: Genau so meine ich das! Ich fühle mich so, als hätte ich nicht die „Kompetenz“ dazu. Ich weiß, dass das etwas schwierig nachzuvollziehen ist, das das Erbrechen ja eine automatische Reaktion des Körpers ist und man dafür keine Kompetenz im eigentlichen Sinne benötigt.
Danke nochmals für die vorherigen Beiträge. Ich habe sie mir alle einige Male durchgelesen und darüber nachgedacht. Ich denke, das Hauptproblem ist tatsächlich, dass ich meinen Körper in solchen Situation als meinen Fein betrachte. Dabei ist die Sache ja eigentlich meist reiner Selbstschutz und eine (wenn auch sehr unangenehme) Lösungsstrategie, die der Körper anwendet. Es ist nur so, dass sich die Vorstellung des Erbrechens einfach so falsch anfühlt…als wäre es nicht richtig.
@Sophie23: Ich kann zu 100% nachvollziehen, warum du so denkst und dir zu großen Teilen auch beipflichten. Klar, wenn man einen normalen Umgang mit diesem Thema hat, braucht man keine Strategien und Vorbereitungen. Die hatte ich in meiner Kindheit auch nicht. Selbst wenn ich MDG hatte und definitiv WUSSTE, dass es passieren wird, hab ich mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ES wohl sein wird, sondern hab’s einfach „erledigt“. Und ich weiß auch, dass man sich, sollte dieser Fall plötzlich eintreten, auch gar nicht vorbereiten kann. Trotzdem würde ich mich in meiner momentanen Lebenslage einfach kompetenter fühlen, wenn ich zumindest eine Strategie hätte um mich im Falle eines Falles darauf einzustellen. Es ist bei mir nämlich so, dass ich bei der leisesten Vorahnung beinahe ohnmachtsähnliche Anfälle bekomme. Und ich will einfach soweit kommen, dass ich mir in so einem Moment denke: „Ok, wenn’s passiert, ist es zwar nicht schön, aber ich schaffe das und mein Körper wird in jedem Fall richtig reagieren.“ GLG

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon krümel-2001 » 11.01.2015, 19:39

Hi, bei mir ist das das letzte Mal so gewesen, das mir so unendlich schlecht war, weil ich ein Antibiautikum nicht vertragen hab. Ich gehe in solchen Situationen immer raus, oder wenn nicht möglich, mache ich dad Fenster ganz weit auf! Ich kauere mich dan auf den Boden, andes geht's nicht. Ich hatte beim letzten mal dann echt da Gefühl, ich bin kurz davor, und wollte dann auch eigendlich spucken, aber meine Übelkeit war extrem, und ich hatte so angst, das ich mir das beinahe verboten hab, und dann war irgendwann auch alles besser.. Ich weiß das dieses Vermeidngsverhalten echt Mist ist! Aber ich weiß nicht wie ich in so einer Situation dann dait umgehen soll, ich kann mic dann oft niht übergeben... Und ich glaube die Phobie würde besser werden, wenn ich dann auch *** könnte! Habt ihr ne Idee, was ich dann machen kann, um diese Panik in dem Moment nicht so extrem zu haben?
LG krümel-2001

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Nannerl » 11.01.2015, 21:44

@krümel-2001: Also ich hab dieses Problem auch (Klar, hab ja den Thread eröffnet *g*). Wie gesagt, bekomme ich auch immer wahnsinnige Panik und hab das Gefühl, die Welt bricht jeden Moment zusammen. Und eine Strategie um mir das als normalen Vorgang nahezubringen, hab ich ja leider auch noch nicht gefunden. Allerdings gibt es etwas, das mir immer sehr gut hilft um nicht komplett den Verstand zu verlieren. Und zwar versuche ich immer, mich ein wenig in die Realität zurückzuholen. Ich wohne mit meinem Freund zusammen und wenn ich das Gefühl habe, es wird jetzt wieder ganz schlimm, dann sage ich ihm das auch. Er redet mir dann immer beruhigend zu, aber bemitleidet mich nicht, was ich sehr wichtig finde! Er nimmt dann auch immer meine Hand...das ist dann wie eine Art "Sicherungsanker" um nicht komplett abzuheben ;) Weiß jemand über deine Angst Bescheid? Wenn ja, solltest du dich in so einem Moment unbedingt dieser Person anvertrauen und mit ihr reden. Ich lege mich dann auch meistens hin und lagere die Beine hoch. Das bringt auch meistens was, wenn die Übelkeit psychischer Natur ist. Und ich kenne das mit dem "verbieten" auch sehr gut ... Da ist mir lieber die ganze Nacht übel! GLG

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Re: darauf vorbereiten?

Beitragvon Mara » 02.02.2015, 22:11

@nannerl und krümel-2001
Das mit dem Verbieten kenne ich auch.
Wenn mir die ganze Nacht schlecht ist, ist das immer noch besser, als tatsächlich zu kotzen.
Und wenn mir schlecht ist, hilft meistens Kaugummi kauen. Ich gehe selten ohne Kaugummis aus dem Haus.
LG Mara


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