Kleiner Denkanstoß

Du hast eine Krise gemeistert oder Dir geht es im Allgemeinen deutlich besser, als noch vor einiger Zeit? Hier ist der Platz um deine Erfahrungen und deinen Weg anderen mitzuteilen...

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dariusbritt
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Kleiner Denkanstoß

Beitragvon dariusbritt » 27.10.2014, 15:50

Hallo ihr lieben.

Ich habe einen kleinen aber vielleicht für manche wertvollen Tipp. - Sorry, es ist ein bisschen sehr lang geworden...

Mir ging es in den letzten Monaten (wie ich an anderer Stelle ja bereits erwähnte) wieder sehr schlecht. So schlecht, dass ich nicht einmal mehr die Wohnung verlassen konnte, um zum Briefkasten zu gehen. Vielleicht kennen das andere ja auch, dass man dann voller Verzweiflung stundenlang das Internet nach "DER ANTWORT" (die es natürlich nicht gibt) durchsucht. Zufälligerweise bin ich dann auf ein Video bei Youtube gestoßen (keine Angst, nichts mit konfrontation o.ä.).
Da ich die Chance hatte, es konstenlos zu bekommen, habe ich mir auch gleich die eBook Version des dort vorgestellten Buchs besorgt. Nicht mit dem Gedanken "Oh hey, das wird mich jetzt heilen!", aber einfach, um mir ein Bild davon zu machen und vielleicht auch um eine neue Sicht auf manches zu bekommen.

Tatsächlich ist das Buch, soweit ich das bisher beurteilen kann, sehr gut geschrieben. Wie sie bereits im Video erzählt, hat der Mann wirklich Ahnung, von Emetophobie und vom Fach und das merkt man.

Es ist auch ein Buch, was zur Handlung anregt und es sind Übungen darin zu finden, zu denen man aufgefordert wird. Und gleich die erste hat mir persönlich wirklich sehr geholfen, weshalb ich das, was so hilfreich war, mit euch teilen wollte.

Coué's Gesetz besagt: "Wenn die Vorstellungskraft und der (bewusste) Wille in Konflikt stehen, gewinnt ausnahmslos die Phantasie."
Stell die vor, du balancierst auf einer Holzlatte, ca. 30cm breit etwa 3 Meter über dem Boden. In deinem Bewusstsein weißt du, dass du das kannst, es ist einfach. Du musst nur immer einen Fuß vor den anderen setzen. Auf dieser Latte zu gehen, benötigt keine besonderen Fähigkeiten - jeder könnte das, WENN die Latte auf dem Boden liegen würde. Also, du balancierst auf dieser Latte, fühlst dich selbstbewusst und denkst positiv, alles was du tun musst, ist zum anderen Ende zu laufen (sagen wir, 3m weit). Auf der Hälfte jedoch, siehst du nach unten und plötzlich schlägt dein Herz schneller, als deine erschrockene Phantasie (diese innere Stimme) sagt: "Gott, das is sehr hoch, ich würde mir wirklich wehtun, wenn ich jetzt fallen würde!!" Fast im selben Moment, in dem du das denkst, fangen deine Beine an, ein bisschen zu zittern und dieses Zittern wird zurück zu deinem Gehirn geleitet als "Ich werde fallen". Je mehr du über die Idee des Fallens nachdenkst, desto mehr zitterst und wackelst du... Dein Körper reagiert auf deine Gedanken, deine Gedanken reagieren auf deinen Körper und dann fällst du. Du fällst, weil du dir vorstellst, dass du fällst. Wenn du dir nicht vorstellst, dass du fällst, wirst du nicht fallen. (...)

Du bist ein klassisches Beispiel! Emetophobiker tendieren dazu, öfter Übelkeit zu empfinden, als die Durchschnittsperson (...), obwohl Forschungen zeigen, dass sie eigentlich genau so selten erbrechen, wie andere Leute. Also warum ist denen, die an Emetophobie leiden, so häufig schlecht? Was glaubst du, passiert, wenn du dir denkst/vorstellst/befürchtest "Oh Gott, ich hoffe ich übergebe mich heute nicht"? Du sagst aus, was du WILLST, das passiert (dass du dich nicht übergeben musst), ABER weil deine Vorstellungskraft stärker ist, wird dir tatsächlich etwas schlecht. Sobald dir schlecht wird, denkst du dir "Oh Gott, ich werde mich übergeben.." und produzierst mehr Angst und Stress, also wird dir nur umso schlechter.


Ist jetzt vielleicht nicht alles so elegant formuliert, weil ich es schnell übersetzt habe, für die, die vielleicht nicht so gut Englisch können.

Mir war zwar immer bewusst, dass es eine Auswirkung hat, wenn ich mir die Worst Case Szenarien ausmale, aber ich habe mir nie bewusst gemacht, wie stark der Effekt eigentlich ist. Auch habe ich mir immer eingeredet, dass es ja sowieso nichts bringt, nicht daran zu denken oder eben positive Gedanken zu haben. Seit der zu dem Kapitel zugehörigen Übung (nämlich diese bestimmenden Gedanken, die sich nicht nur auf die Angst, sondern auf sämtliche Lebensbereiche beziehen, bewusst wahrzunehmen), denke ich aber anders.
Bis dato dachte ich, bevor ich z.B. rausgehen musste immer "Oh Gott, was, wenn ich Panik bekomme, ich kann nicht einfach plötzlich wegrennen. Was, wenn mir schwindlig und schlecht wird?" etc. pp., ihr kennt das ja ;). Seit der Übung aber denke ich mir schon wenn ich wach werde "Ich werde heute XYZ einkaufen gehen und keine Angst bekommen. Und wenn ich Angst bekomme, dann kann ich mich ihr stellen, ich muss nicht direkt ausflippen".

Ich weiß nicht, wieso es mir auf einmal gelingt und wirklich hilft, aber es funktioniert. Bei mir zumindest.
Und ja. Weil ich eben so vollgepumpt mit Glücksgefühlen wegen der neusten Erfolge bin, dachte ich mir, ich teile das mal, auch wenn es nicht revolutionäres/weltbewegendes Neues ist. Ich hoffe, es sei mir verziehen. :tongue:

Federica
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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon Federica » 27.10.2014, 20:10

Find ich super!!! Von vorn bis hinten wahr!!!!!!. Danke für den tollen Beitrag.
Mir ist gerade auch schon wieder ganz quakig, weil ich morgen für drei Tage zum Seminar fahre ( hab ich mir selbst auferlegt ) und woanders übernachte.
Mein Mantra ist neuerdings : MAN KANN SICH ANSTELLEN, MUSS MAN ABER NICHT :D
Das hilft mir momentan, ein bißchen vom Hysterie-Trip runterzukommen.

Sophie23
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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon Sophie23 » 04.01.2015, 15:19

Hallo dariusbritt,


habe gerade diesen Beitrag von dir entdeckt :lach: Ich finde ihn auch richtig gut!
Was und wie wir denken, ist uns denke ich viel zu selten bewusst. Gerade bei einer
Phobie sollte man aber mal genauer drauf achten und bestehende Muster und Glaubenssätze
langsam verändern.

Positive Gedanken bringen meiner Meinung nach aber nur etwas, wenn man auch hinter
ihnen steht. Wenn ich mich gerade absolut schlecht fühle und mir dann sage "es ist alles
gut, dir wird nichts passieren" hilft mir das nur ab und zu, oft aber auch nicht, weil mein
GEFÜHL einfach nicht der Aussage entspricht. Deshalb versuche ich es dann öfter mit dem
Realitätscheck und dem kritischen Hinterfragen. Wenn also der Gedanke kommt: "Hoffentlich
wird mir heute Abend im Kino nicht komisch. Oh mein Gott, bestimmt wird mir da so richtig
übel!", sage ich zu mir "Du sitzt hier gemütlich auf der Couch und futterst Süßigkeiten und dir
ist nicht schlecht. Auch de letzten Tage war dir nicht schlecht. Wenn dir gerade heute Abend im
Kino schlecht wird, dann ist das ganz klar Angstübelkeit. Von Angstübelkeit musst du nicht brechen.
Dir kann also selbst dann nichts passieren:"

Eine Mischung aus Realitätscheck und positiven Gedanken hilft mir die letzten Tage sehr gut. Ich hoffe,
dass ich den Realitätscheck immer seltener brauchen werde :ja: Positives Denken versuche ich
weiter zu "üben", aber im Bezug auf alles und wenig auf die Emo. Generell geht es mir darum, die
Aufmerksamkeit wieder auf andere, schöne Dinge zu lenken, anstatt mich ständig auf meinen Körper
und meine Angst zu konzentrieren, die sich bei so viel Beachtung natürlich auch immer prompt zu Wort melden :biggrin: :roll:

Eiserngirl
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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon Eiserngirl » 06.01.2015, 22:00

Schönen guten Abend,

ich bin neu hier und lese mich gerade ein bisschen durch einige Themen. Dabei ist mir dieses Thema gleich aufgefallen, weil ich seit langem auf der Suche bin, was ich machen kann, damit es mir besser geht (wie ja fast alle hier, nehme ich an!?).
Auf jeden Fall finde ich diesen Beitrag auch sehr gut und kann es nur bejahen, also dass wenn man positiv denkt oder sich in die Realität holt, es einem wirklich besser geht. Leider fällt es mir immer sooo schwer, meine Gedanken um die Angst in schöne Gedanken umzuwandeln. Vor allem wenn ich in einer Situation bin, wo es mir gerade wieder richtig schlecht geht. Ich konzentriere mich dann so sehr darauf nicht zu brechen, oder nicht auf zu fallen, also mich "normal" zu verhalten und lenke mich so gut wie immer mit meinem Handy ab. :(
Ich komme mir auch irgendwie doof dabei vor oder bin auch nicht alleine und kann dann nicht so richtig mit mir selbst sprechen oder bin einfach überfordert mit der ganzen Situation!
Wie genau macht ihr das denn, wenn ihr positiv denken wollt? Also sprecht ihr laut zu euch, schreibt ihr es auf oder denkt ihr immer nur daran?

Und habt ihr auch irgendeinen Rat, wie man auch am Besten herausfinden kann, ob die Übelkeit wirklich wieder nur von der Angst kommt, oder ob es echte Symptome sind?

Vielen Dank schon mal!
LG Maria

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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon dariusbritt » 06.01.2015, 22:25

Also, ich kann nur von mir reden und bei mir läuft bei weitem noch nicht alles rund, das nur als kleiner "Disclaimer" :lach:

Was bei mir wirklich am besten funktionier hat, ist gleich beim Aufstehen zu versuchen, motiviert und positiv zu denken. Gerade vor den Feiertagen hatte ich täglich große Herausforderungen zu bewältigen und habe zusätzlich nachts sehr schlecht geschlafen. Ich habe immer schon das Problem, dass ich mich bei wenig Schlaf wirklich krank fühle (frieren, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, Kreislaufprobleme und all sowas), sodass ich noch mehr Angstpotential habe. Doch ich habe mir immer in Gedanken gesagt, dass ich das schaffe und dass der Schlaf reicht. Und siehe da - nach ein-zwei Tagen war der Schlafmangel auch nicht mehr so dramatisch.

Außerdem hilft es mir ungemein, nicht ewig lange so planen. Wenn ich feststelle, dass ich zB einkaufen muss, gehe ich (wenn möglich) einfach los. Wenn ich dann Panik bekomme, kann ich immer noch umdrehen, aber in 9 von 10 Fällen klappt es! Wenn ich mir dagegen Gedanken mache, wann denn der beste Zeitpunkt wäre zwecks wie viele Leute wohl unterwegs sind oder erst noch analysiere, wie es mir denn geht, dann bekomme ich viel, viel eher Panik, weil ich dann nämlich automatisch auf Alarmbereitschaft bin.

Bezüglich woran man Angstübelkeit von "echter" unterscheiden kann, gibt es hier einen Thread in dem das gerade diskutiert wird :) viewtopic.php?f=19&t=17532
Generell kann man aber sagen, dass es da leider keine universellen Indikatoren gibt.

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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon Eiserngirl » 08.01.2015, 20:44

Ja das kenne ich, mir geht es auch sehr schlecht, wenn ich wenig geschlafen habe. Aber ich werde es mal versuchen gleich morgens an was schönes zu denken.
Denn jeder Tag fängt schon damit an, dass mir schlecht ist und ich nur auf meine Symptome achte. Versuche mir dann morgens mehr Zeit zu lassen beim Aufstehen aber selbst am Wochenende ist es ja so, also wenn ich nicht arbeiten muss.
Also auf meiner to-do Liste steht zur Zeit positive Gedanken und Entspannungsmöglichkeiten erlernen!!! :P

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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon dariusbritt » 17.07.2015, 22:15

Mittlerweile ist es schon ein bisschen her, dass ich hier (in diesem Thread) etwas geschrieben habe. Es hat sich einiges seit dem getan.
Ich bin keineswegs geheilt. Ich habe noch immer Rückschläge und Tage, an denen ich es nicht schaffe all meinen Pflichten nachzukommen. Gerade jetzt im Sommer, wenn es so heiß (also über 30°C warm) ist, fällt es mir wirklich schwer, gegen die Angstgedanken anzukämpfen. Aber es klappt immer besser.

Ich kann nicht sagen, dass es eindeutig am Buch liegt, aber es hat mir auf jeden Fall viele Denkanstöße gegeben, die mir geholfen haben, meine Handlungen öfter zu hinterfragen.

Neben dem im ersten Beitrag genannten Tipp, hat mir noch etwas anderes sehr geholfen: Das schwarz/weiß-Denken abzulegen.
Ich lebte (und lebe zu Teilen immer noch) nach dem Motto: Ganz oder gar nicht.
Ich hatte morgens Bauchgrummeln, also bin ich nicht losgegangen.
Eine Veranstaltung mit mehreren Leuten - wirkte angsteinflößend, ich würde mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Angst bekommen, also habe ich sie abgesagt bzw bin nicht hingegangen.
Mittlerweile versuche ich mir immer zu denken: Wenn es kacke ist, kann ich dann immer noch gehen. Aber es wird nie so schlimm, wie ich es mir ausgemalt habe. Im Gegenteil: Oft denke ich mir jetzt "Oh man, wenn ich DAS verpasst hätte!" oder "Stell dir vor, du würdest jetzt allein zu Hause sitzen."

Und natürlich: Überwinden!
Ich habe es bis vor einem halben Jahr selbst nie geglaubt, weil ich mich nie lange genug immer wieder überwunden habe, um die Angst vor einer Situation wirklich zu überwinden. Immer bin ich nur zu dem Punkt gekommen, an dem es gerade so ging, wie es notwendig war. Ab da dachte ich, wäre es okay. Aber die Angst war trotzdem immer noch da, ich dachte nur, das gehöre dazu und ich müsse mit dieser Angst leben.
Dann hatte ich den großen Absturz und musste von 0 anfangen. Von 'Ich schaffe es selbst abends im leeren Geschäft nicht immer einzukaufen' bis ich heute an dem Punkt angekommen bin, an dem ich in jedem Geschäft zu jeder beliebigen Uhrzeit einkaufen gehen kann. Fast ohne Angst. Und wenn ich Angst bekomme, hält sie sich so in Grenzen, dass ich mich mit Atemübungen wieder beruhigen kann. Und ich kann nur immer und immer wieder sagen, wie wichtig es war, dass ich nicht nachgegeben habe und vor allem mit anderen einkaufen war, die mich gezwungen haben, auch mal 1-2 Minuten länger dort zu bleiben. Selbst die Tage vor Feiertagen sind mittlerweile kein Drama mehr. Ich bevorzuge noch immer abends zu gehen, da ich es einfach viel ruhiger und entspannter finde, wenn die Geschäfte nahezu leer sind. Aber selbst ein einstündiger Einkauf am Samstag Nachmittag stellen kein Problem mehr für mich dar, das ich nicht bewältigen könnte.

Aber überwinden werdet ihr euch immer selbst müssen.

Es gibt nichts und niemanden, das/der euch die Angst auf eine leichte Art und Weise loswerden lässt. Es ist verdammt harte Arbeit und mehr als unangenehm, sie aushalten zu müssen. Aber es ist möglich. Ich habe selbst die Hoffnung aufgegeben, habe mich aufgegeben, wurde aufgegeben. Ich wurde praktisch für einen hoffnungslosen Fall erklärt. Doch in letzter Sekunde habe ich die Kurve gekriegt und es hat sich so sehr gelohnt.

Wie gesagt, ich bin noch laaaaange nicht am Ende angekommen und die größte aller Hürden, habe ich noch immer vor mir. Aber mit so viel Anlauf MUSS es ja klappen. ;)

Gut. Das wollte ich nur mal loswerden und irgendwo festhalten.

Kinabalu
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Re: Kleiner Denkanstoß

Beitragvon Kinabalu » 06.08.2015, 22:49

Jajajaja zu jedem deiner Worte!

Ja es ist harte Arbeit-ja es heißt überwinden aber die Belohnung ist es wert!!!!

dariusbritt hat geschrieben:Oft denke ich mir jetzt "Oh man, wenn ich DAS verpasst hätte!" oder "Stell dir vor, du würdest jetzt allein zu Hause sitzen.


Das habe ich auch so oft. Ich komme von einem Punkt an dem ich das Haus nichtmehr verlassen konnte-nichtmal zum Briefkasten, letzes Jahr bin ich jetzt für 2 Monate nach england gegangen. Ganz alleine. Und ich war ganz alleine eine Woche davon in London unterwegs. Und immer wieder habe ich mir gedacht "WOW du stehst wirklich hier..wow wer hätte das bloß vor 6-7 jahren gedacht". Unglaublicher Stolz und unglaubliche Freude grade hier und jetzt zu sein :) Und als ich an der Themse langging kam aus einer Kneipe ganz laut Titanium von David Guetta "You shoot me down but I won't fall
I am titanium" jaja das bin ich :lol:
Ich hätte mir das was ich jetzt schaffe im LEBEN nicht zugetraut.

Ich glaube wenn man lange in der Phobie hängt (so wie ich ja auch) verliert man ein bisschen die vorstellungskraft darüber welche Kräfte man mobilisieren kann wenn endlich diese blöde Phobie nichtt jeden Schritt so anstregend machen kann. Man kann sich kaum vorstellen was man noch schaffen kann.
Das Problem ist eben, dass man wartet, dass das Gewicht weggeht und man dann läuft-aber man muss gegen das Gewicht antrainieren. Dann wird es gleichzeitig kleiner und am ende ist man doppelt so stark. Niemals aufgeben. Immer weiter kämpfen. Immer wieder überwinden.
Und selbst wenn man etwas nur mit viel Angst durchsteht-das ist doch immernoch besser als alleine zuhause zu sitzen oder?

Alles Gute dir!
And every demon wants his pound of flesh
but I like to keep some things to myself
I like to keep my issues strong
it's always darkest before the dawn

And it's hard to dance with a devil on your back
so shake him off!


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