bringt es etwas sich zu übergeben?

Du hast eine Krise gemeistert oder Dir geht es im Allgemeinen deutlich besser, als noch vor einiger Zeit? Hier ist der Platz um deine Erfahrungen und deinen Weg anderen mitzuteilen...

Moderatoren: Anna85, *

Nebse
Beiträge: 7
Registriert: 06.03.2014, 16:51

bringt es etwas sich zu übergeben?

Beitragvon Nebse » 22.05.2014, 21:32

Ich will einfach mal gerne wissen, ob jemand erfahrung damit hat, ob übergeben etwas bringt. Ich könnte es mir nämlich ehrlich gesagt gut vorstellen, weil ich selbst weiß, dass es eigentlich null schlimm ist. Zumindest kein Grund für Panik.

Meine Phobie ist sehr klein geworden, ich hab inzwischen selbst die Macht darüber direkt die Angst abzublocken, dennoch fühl ich mich ab und zu unwohl, wenn ich es im fern sehe.

Ich wusste lange nicht, dass ich eine Emetophobie habe. Undi ch muss ehrlich sagen, dass es mir nicht sonderlich weiterhilft. Ich bin deutlich vorsichtiger als vorher, was essen, überanstrengung, etc. betrifft. Das würde ich auch ganz gerne noch beheben.

Danke

Benutzeravatar
Sase
Administrator
Administrator
Beiträge: 6347
Registriert: 22.05.2003, 02:19
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Kontaktdaten:

Re: bringt es etwas sich zu übergeben?

Beitragvon Sase » 23.05.2014, 12:03

Das ist sehr stark davon abhängig, wo man in seiner Entwicklung steht und was für ein Typ man ist.
Das Problem ist der Mechanismus der Angst, grob gesprochen kann (und passiert oft folgendes): Das Erbrechen wird als weniger schlimm als angenommen (oder gar nicht schlimm) wahrgenommen. Es kommt dann zu einem Gedankenspiralenspiel dahingehend, dass man sich z.B. sagt "naja, das war ja auch nicht so schlimm weil.... (z.B. ich ja nur was getrunken hatte), ... beim nächsten Mal ist es dann grausam, weil ich vielleicht was gegessen habe", oder: "Naja, ich war ja zu Hause, das nächste mal passierts vielleicht auf der ARbeit..." usw. es wird also quasi versucht, die eigene Erfahrung zu neutralisieren und durch eine größere, "neue" Horrorvision zu ersetzen.
In andere Fällen, wird es aber als genau so schlimm erlebt, wie man es sich vorgestellt hat, oder als weniger schlimm, die Angst bleibt aber gleich.
Es gibt aber auch Personen, denen das Erbrechen geholfen hat - nicht immer direkt im Sinne einer "Heilung", aber auf jeden Fall positiv beeinflusst.
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Sheilchen
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 65
Registriert: 16.12.2010, 21:55
Wohnort: Luzern, Schweiz

Re: bringt es etwas sich zu übergeben?

Beitragvon Sheilchen » 30.03.2015, 13:29

Also ich kann nur sagen, dass ich nach 26 Jahren ohne Erbrechen letzten Dezember dann doch noch diese Erfahrung gemacht habe. Habe schon nicht mehr gewusst wie es geht. Ich hatte mich allgemeint in den letzten 4 Jahren sehr stabil gefühlt, seit gut einem Jahr geht es mir jetzt sehr gut und das Erbrechen war dann noch das i-Pünktchen. Ich kann nur sagen, es war nicht schlimm trotz Magendarmvirus, die Übelkeit davor war viel schlimmer. Und es hat mich weitergebracht indem ich jetzt genau weiss, wie es sich anfühlt und wie sich die Übelkeit davor anfühlt, nämlich anders als die sonstige. Seither geht es mir noch einmal massiv besser und die Angst ist jetzt eigentlich komplett weg und ich geniesse mein Leben wieder in vollen Zügen.

Liebe Gruess
-------------------------------------------------------------------------
Das Licht wird erst durch die Dunkelheit schön! - Twilight Saga


Zurück zu „Wege aus der Emetophobie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast