Der Erfolgsthread

Du hast eine Krise gemeistert oder Dir geht es im Allgemeinen deutlich besser, als noch vor einiger Zeit? Hier ist der Platz um deine Erfahrungen und deinen Weg anderen mitzuteilen...

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Helena88
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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon Helena88 » 21.10.2012, 02:06

Hatte am Mi in der Therapie Hardcore-Expo...

Musste zig Türklinken anfassen (auch von der Außentür wo ja alle reinkommen und anfassen) mit beiden Händen und das Treppengeländer einmal vom untersten bis obersten Stockwerk anfassen. Dürfte danach nicht Hände waschen und musste dann nen Schokobon in den Handflächen rollen und essen. Das erste Mal essen angefasst und gegessen ohne vorher Hände zu waschen, seit 3 Jahren und gleich unter so krassen Bedingungen. Hab natürlich bis jetzt in Angst gelebt, zwecks Inkubationszeit von Norovirus...aber habs geschafft und bin stolz auf mich

powerlady

Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon powerlady » 21.10.2012, 18:33

hey, helena;

du kannst auch mächtig stolz auf dich sein, gut gemacht!!
so weit ich weiß, kann so ein noro bis zu 14 tagen an gegenständen überleben, aber,
wenn du dich damit infiziert hast, geht es schnell- manchmal dauert es nur stunden - zu 2 tagen.
also, bitte nicht verrückt machen!!
sei stolz auf dich, und genieße das gefühl in vollen zügen!!
alles liebe

KatelovesJapan

Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon KatelovesJapan » 21.10.2012, 20:12

Habe am Freitag von dem selben Essen abgebissen das meine Freundin in der Hand hatte und zwar auch an der stelle wo sie abgebissen hatte, habe als ich und ne andre zusammen gekocht haben von ihrem Löffel probiert und eine andere Freundin hat mir von ihrem Essen was gegeben. Hätte ich nie gedacht das ich das mal wieder mache...habe mir zwar den Kopf zebrochen ob ich mich irgendwie mit irgendwas angesteckt haben könnte aber naja die sind gesund und ich bins auch.. xD

Forsthorst
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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon Forsthorst » 24.10.2012, 11:52

ich habe gleich mehrere erfolge zu berichten...bin seit ner weile ohne internet und habe daher keine gelegenheit gehabt, mal hier vorbeizuschauen. aber nun:

-urlaub gemacht in einem campingbus ohne toilette (irgendwie war die vorstellung komisch, aber es war total toll und ich würde es jederzeit wieder machen)

-seit 2 monaten wohne ich mit meinem freund zusammen (das hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich tagtäglich und in jeder verfassung mit jemandem das bett teilen kann, aber es klappt wunderbar)

-meine erste magendarmgrippe gehabt und es ausgehalten, dass mein freund dabei ist. ich hab es zwar nicht schön gefunden, aber bin auch nicht in panik ausgebrochen. das kam erst n tag später und auch das ging schnell vorbei

-klare worte mit meinen eltern gesprochen. das war nötig, um klarzustellen, dass ich ein eigenständiger mensch bin und meine eigenen entscheidungen treffen kann
~Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!~

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Parasomnia
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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon Parasomnia » 24.10.2012, 12:57

Wow, Forsthorst. Hut ab und Daumen hoch. :top:
Es kommt dazu - trotz alledem -, dass sich die Furcht in Widerstand verwandeln wird - trotz alledem.
(Hannes Wader)

Let me forget about today until tomorrow.
(Bob Dylan)

michelealina

Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon michelealina » 01.11.2012, 21:58

Hallo. :) Ich schreibe auch mal etwas zu dem Thema.
War hier seit vielen Monaten nicht mehr on. Als ich das letzte Mal on war (Anfang des Jahres), habe ich mich ziemlich angegriffen gefühlt, wobei man mir wahrscheinlich nur versucht hat, zu helfen. Wie auch immer. Ich konnte mir damals in keinem Fall vorstellen, jemals eine Therapie zu beginnen, der Gedanke war für mich eigentlich absolut absurd. Ich konnte und wollte nicht. Inzwischen hat sich einiges geändert. Ich war im Laufe des Jahres gefühlte 100 x bei Ärzten und habe mich immer wieder untersuchen lassen. Eben wegen täglicher Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall etc. War einfach der Überzeugung, eine 'echte' (also organische) Krankheit zu haben. Eben wegen meinen Beschwerden. Meine lustige Hausärztin teilte mir dann irgendwann im Sommer mit, ich hätte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und Anzeichen für eine Entzündung im Darm. Wegen meinen Beschwerden und den Diagnosen bin ich dann ins Krankenhaus gegangen. War dann 2 Wochen da und die hatten mir dann wieder ordentlich viel Blut abgenommen, Ultraschall gemacht, sämtliche Lebensmittelunverträglichkeiten getestet und eine sehr grauenvolle Magen-Darm-Spiegelung durchgeführt. Das Abführen war grauenhaft. Hab mich an dem Tag übergeben, musste Infusion bekommen etc. Einfach nur schrecklich. Jedenfalls waren alle Untersuchungen ohne Ergebnis. Wie meine Hausärztin durch meinen Blutwerten auf ihre Diagnosen kam, ist mir sehr fraglich. Die im Kh haben meiner Mum dann erzählt, ich sei magersüchtig. Und mir haben sie das auch als erzählt. Und versuch dann mal zu beweisen, dass du nicht magersüchtig bist. Aber meine Mutter hat denen zum Glück nicht geglaubt, also war's mir dann auch egal. Bin dann wieder nachhause gekommen und war kein Stück weiter in Bezug auf meine Beschwerden. Sie wurden also weiterhin immer schlimmer. Hab dann auch die Versetzung in die 12. nicht geschafft und bin jetzt wieder in der 11. Na ja, kurz vor den Herbstferien hatte ich dann solche Schmerzen, dass ich nicht laufen konnte, nicht mal stehen konnte und mich nicht mal bewegen konnte. Ich hab geschrien und geheult vor Schmerzen, ungelogen. Kam dann wieder ins Kh (in ein anderes). Die haben mir dann wieder Blut abgenommen usw. und da kam nur heraus weiße Blutkörperchen auf 18.000 (normal 4.300 - 10.000). Die waren dann aber am nächsten Tag wieder auf 9.600. Haben mich dann aber aufgenommen und dann am nächsten Tag wollten sie den Kh-Bericht vom Kh-Aufenthalt im Sommer haben und den haben sie sich durchgelesen und gesagt, dass ich ausführlich untersucht wurde und man nur noch testen könnte, ob ich so 'ne seltene Stoffwechselerkrankung habe. Der Test hat dann 24 Std gedauert, aber das Ergebnis hab ich bis heute nicht. Wollten bei mir anrufen, ahben sie aber nicht gemacht, also gehe ich mal davon aus, dass da auch nichts herauskam. Jedenfalls haben die mir wieder empfohlen, mir nen Vorstellungstermin auf der psychosomatischen Station geben zu lassen. Haben aber zum Glück nicht wieder irgendwas von Magersucht geschwafelt. Ich hab das dann auch in Angriff genommen, was mir vor paar Monaten noch unvorstellbar gewesen wäre. Konnte bzw. kann einfach nicht mehr und sehe auch einfach keinen anderen Weg mehr. War mir dann egal, ob ich eine Therapie machen muss. Wollte auch selber einfach nur noch Hilfe. Hatte dann am letzten Tag vor den Herbstferien einen Vorstellungstermin gehabt und musste dann dem Therapeuten mein Leben so erzählen, hab dem dann von meinen Beschwerden, meinen Ängsten und allem drum und dran erzählt, gibt noch andere Dinge, die nennenswert waren. Und alles in allem meinte er dann, dass mir eine ambulante Therapie nicht mehr helfen kann und ich für mindestens 2 Monate stationär muss, es aber wahrscheinlich auch nicht bei den 2 Monaten bleiben wird und danach dann eben ambulant Therapie weiter. War erstmal total der Schock und alles. Er meinte auch, kann sein, dass es mir trotzdem nichts bringt, weil ist ja auch keine Zauberei und alles. Konnte dann an dem Tag halt auf die Schnelle erstmal nicht zusagen und musste mir das alles erstmal durch den Kopf gehen lassen und sollte dann nach den Ferien bescheid sagen. Aber meine Wahl war ja eben nur: entweder meine einzige Möglichkeit stationär, oder alles geht wie gehabt weiter bzw. wird weiterhin immer schlimmer und meine Lebensqualität sinkt immer weiter. Also finde auch jetzt, dass ich an sich keine Lebensqualität mehr habe. Habe halt einen tollen Freund, der immer für mich da ist und meine Mum ist auch einsichtiger in allem geworden, mit ihr komme ich auch besser klar. Ansonsten hab ich jetzt nicht viele Freunde oder so ^^ Na ja, mein Freund hält mich halt am Leben, kann man so sagen. Der Therapeut meinte auch erstmal, dass mein Freund übelst geduldig sein müsse, dass er es mit mir aushält, danke Herr Kunert. ^^ Aber ok, der Text ist schon lang genug und will nicht mehr lange drum herum reden, ich hab mich FÜR den Klinikaufenthalt entschieden und muss jetzt ca. 2-4 Wochen auf einen Platz warten. War ne schwere Entscheidung und alles in allem ein wahnsinnig großer Schritt für mich persönlich im Hinblick auf meine vorherigen Ansichten und auch irgendwo ein kleiner Erfolg, kann man so sagen? Für mich jedenfalls schon. :) Hat sich echt viel geändert in diesem Jahr muss ich sagen.. Und ich kann meinem Freund einfach nur dankbar sein. Hab ansonsten wie gesagt großartig kaum Freunde und er hat es wirklich schwer mit mir, denke ich. Aber er ist irgendwie trotzdem immer für mich da, wieso auch immer. :)

Ich freue mich auf jeden Fall für alle, die auch Erfolg erlebt haben, wenn auch vielleicht nur ein kleines Stück. Aber immerhin. :) Und allen anderen wünsche ich auch Erfolg!

Tut mir leid, dass der Text schon wieder so lang war, aber kann mich schlecht kurzfassen ._. Wer meinen Vorstellungstext noch kennt (glaube kaum, dass mich noch einer kennt, aber egal ^^), sollte das ja bereits wissen. Vielleicht liest's ja trotzdem einer ^^

Und ich entschuldige mich auch für mögliche Rechtschreib- und Tippfehler.

Liebe Grüße :)

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon dadiweb » 02.11.2012, 09:57

Toll, dass du dich zu diesem Schritt entschlossen hast! Ich drück dir die Daumen, dass du während der Therapie voll mitarbeiten kannst daran (sonst bringt das nämlich nichts) und den größtmöglichen Nutzen daraus ziehst! Viel Glück :)

michelealina

Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon michelealina » 02.11.2012, 18:30

Dankeschön! (: Ja, hoffe ich auch. Und ich hoffe, dass ich es durchhalte und nicht abbreche.. Und was für mich auch schlimm ist, dass ich da kein Handy haben darf. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich bin wirklich abhängig von meinem Handy und kann nicht ohne. :oops: Gehe keinen Schritt aus dem Haus ohne Handy. Könnte das auch niemals vergessen ^^ Deswegen wird das dann auch nicht so leicht. Und die wenigen Besuchszeiten :/ Und bin ja da mit ca. 2 anderen auf dem Zimmer, also auch nie Privatsphäre. Und ja, eben mitarbeiten. Sich öffnen und alles. Wird schon schwer. Aber muss halt schauen, wie es wird. Ein Versuch ist's wert..

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon Glycerine » 04.11.2012, 18:52

Trotz großer Nervosität gestern meinen Tattootermin wahrgenommen. Trotz Schwindel und Übelkeit währenddessen durchgehalten. Trotz des Schwindels und der Übelkeit im Anschluss abends noch in den Club gefahren, in dem ich arbeite.
Und jetzt freu ich mir ein Schnitzel beim Anblick meiner selbst :D
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon Helena88 » 07.12.2012, 17:05

Ich hab heute geschafft in der Unimensa zu essen und auch das Besteck von dort zu Benutzen...es geht wieder ein bisschen bergauf!

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon claviceps » 10.12.2012, 12:48

zwei zahnarzt-termine ohne beruhigungsmittel überstanden! 8)

einmal 15 min zahnreinigung

einmal 30 min bohren und füllung (mit latex-zelt - igitt!!!)

fast erstickt am nasensekret, aber tapfer durchgehalten! *freu* faszinierend, dass man beim zahnarzt mit offenem mund schlucken kann, beim trinken aber nicht.... :gruebel:
"an den meisten tagen fühle ich mich einfach nur schlecht. - nur an wenigen tagen geht es mir richtig dreckig." - frei nach woody allen

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon diefluffige » 17.12.2012, 17:07

Ich habe heute ganz viel zum Mittag gegessen obwohl mir schweineübel war... hab mich einfach zu gezwungen... jetzt geht es mir besser :)
Die Welt, sie hält so viel für mich bereit, dass ich hier Liebeslieder schreib, ich hab mein Ziel noch nicht erreicht, auf einmal fällt mir fliegen wieder leicht, steig auf den Hügel, spreiz die Flügel und bin frei!

KatelovesJapan

Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon KatelovesJapan » 23.12.2012, 19:36

habe aus aus dem strohhalm von freundin und kumpel getrunken... :)

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon diefluffige » 21.01.2013, 19:04

Jemandem beim erbrechen zugesehen (vor der Disco, wegen Alkohol)
Es war zwar schon eklig, aber Angst hatte ich absolut nicht. Hab nichtmal weggeguckt, habs einfach so hingenommen. Sogar meine Nicht-Emo-Freunde fanden es schlimmer als ich... und hatte danach noch einen super Abend... das ist doch echt schonmal etwas :-)
Die Welt, sie hält so viel für mich bereit, dass ich hier Liebeslieder schreib, ich hab mein Ziel noch nicht erreicht, auf einmal fällt mir fliegen wieder leicht, steig auf den Hügel, spreiz die Flügel und bin frei!

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Re: Der Erfolgsthread

Beitragvon Schorschla » 23.01.2013, 08:18

Zwar nicht mehr so ganz aktuell aber ich war vom 29.12.-01.01.2013 allein in Paris. Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, Silvesterabend mit vielen hunderttausend Menschen am Champs-Elysees, vorher in einem Pariser Restaurant 5-Gänge Menü und ich hatte absolut keine Probleme.

Nur auf der Rückfahrt habe ich unterwegs Durchfall bekommen was nicht ganz so toll war. :roll:


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