Wandlung der Phobie

Du hast eine Krise gemeistert oder Dir geht es im Allgemeinen deutlich besser, als noch vor einiger Zeit? Hier ist der Platz um deine Erfahrungen und deinen Weg anderen mitzuteilen...

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tanby

Re: Wandlung der Phobie

Beitragvon tanby » 30.07.2008, 10:18

Interessantes Thema.
So wie wir uns weiterentwickeln und verändern, wird wohl auch so eine Erkrankung sich wandeln, vielleicht durch Veränderungen der Lebenssituation, Strategien, die man entwickelt um damit besser umzugehen, ev Therapien etc...

Bei mir hat ein negatives Erlebnis dazu geführt, dass meine Emo noch ergänzt wurde durch die zusätzliche Angst, sich vor anderen in der Öffentlichkeit übergeben zu müssen bzw Durchfall zu bekommen.
Bis dato hatte ich unabhängig von Umgebung und Anwesenden einfach nur Angst vor dem Erbrechen. Dann brach eines Sommers sehr hefitg und plötzlich ein schlimmer, unkontrollierbarer Brechdurchfall auf- wirklich innerhalb von ca. 2 min von "mir geht es ganz normal" bis zum Katastrophenfall- hatte noch nicht mal Zeit, Panik zu bekommen da steckte ich schon mittendrinnen. Da ich noch wenige Minuten vor Ausbruch lustig mit kurzem Rock durch die Strassen gelaufen war und nur durch Glück und Zufall gerade seit 3 min zuhause war bevor es losging, fing mein Kopf an zu arbeiten ( als ich wieder dazu in der Lage war später). Ich malte mir aus, was gewesen wäre, wenn...... Nur 5 min später zuhause anzukommen........ Seitdem habe ich diese soziale Phobie, die wesentlich mehr im Vordergrund steht als die Emo.
Die Emo an sich schwankt bei mir auch. Habe seit ich lebe gute und schlechte Phasen, die sich abwechseln. In schlechten Phasen geht es soweit, dass ich gründlich analysiere ob es klug ist, ein Zwieback zu essen. In guten Phasen, so wie jetzt gottseidank, esse ich ohne Probleme Tiramisu, Mayonaise etc etc ...und mache mir keine Gedanken.
Leider habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden, was die Auslöser für eine gute oder schlechte Phase sein könnten. Es scheint sich nicht an einscheidende Erlebnisse oder Kummer oder Freude zu knüpfen.

Ich glaube, die Emo bleibt, wie wir und unsere Entwicklung, nicht an einem Punkt stehen.

Gruß
tanby

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