Facharbeit

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jules411
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Facharbeit

Beitragvon jules411 » 14.02.2014, 17:11

Hallo,

ich schreibe momentan eine Facharbeit und habe mich für das Thema "Hypochondrie am Beispiel der Emetophobie" entschieden, da ich erstens selber unter der Emetophobie leide und mich das Thema zweitens daher auch brennend interessiert.
Ich soll in meine Facharbeit einen "praktischen Teil" einfügen, bei dem ich bestenfalls einen Betroffenen interviewe und ihm einige Fragen stelle, auf die ich mich dann in meiner Facharbeit beziehen kann.
Leider darf ich mich hierbei nicht selber interviewen und würde mich daher riesig freuen, wenn ich jemanden von euch interviewen dürfte.
Meldet euch, wenn ihr Interesse habt ;D

Natalie
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Re: Facharbeit

Beitragvon Natalie » 14.02.2014, 19:33

Vielleicht solltest du im Vorfeld erklären, warum Emetophobie mit Hypochondrie gleichgesetzt wird? Das ist ein Schlag ins Gesicht von vielen Emos hier, denen es wirklich, wirklich schlecht geht.

Glycerine
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Re: Facharbeit

Beitragvon Glycerine » 14.02.2014, 19:35

Sie setzt es doch gar nicht gleich?
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

dariusbritt
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Re: Facharbeit

Beitragvon dariusbritt » 14.02.2014, 19:57

Habe ich auch nicht so verstanden.
Allerdings fiel es mir erstmal schwer das wirklich nachzuvollziehen.
Aber ich glaube schon, dass es ein bisschen treffend ist.

Im amerikanischen Klassifikationssystem DSM-5, das seit Mai 2013 Gültigkeit besitzt, wurde die hypochondrische Störung durch die Diagnosen Somatic Symptom Disorder (dt.: Körpersymptomstörung) and Illness Anxiety Disorder (dt.: Krankheitsangststörung) ersetzt, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass es zwei bisweilen unabhängig voneinander auftretende Seiten hypochondrischer Symptomatik gibt, namentlich medizinisch unerklärliche Symptome (somatoforme Kompenente) und Krankheitsangst (Angstkomponente).

[...] Kennzeichnend für die hypochondrische Störung nach ICD-10 ist die Tatsache, dass der Patient fürchtet, an einer bestimmten Krankheit (z. B. Krebs (eta: oder Magen-Darm Grippe ;) ) zu leiden. Das Klagen über körperliche Symptome steht nicht im Vordergrund. Je nach Ausprägungsgrad der Symptomatik ist der Betroffene mehr oder weniger durch den Arzt überzeugbar, dass seine Befürchtungen unbegründet sind. Je schwerer die Symptomatik, desto weniger ist dies möglich.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypochondrie


Es ist ja öfter so, dass Emos so große Panik davor haben, sich übergeben zu müssen, dass einem durch den Stress und die Angst am Ende wirklich schlecht wird. Das hat dann eben keine "wirkliche" organische Ursache. Das lässt sich eben auch auf andere durch Stress ausgelöste psychosomatische Störungen übertragen.
Und auch das zweite finde ich trifft schon häufig zu? Gerade der letzte Teil. Wenn ich jetzt bei Bauchgrummeln und Übelkeit Angst davor habe, eine MDG zu bekommen und mir ein Arzt dann sagen würde "Nein, definitiv nicht. Sie werden sich nicht übergeben." dann ist die Angst für den Moment weg. Vor 5 Jahren war meine Angst allerdings deutlich schlimmer und da wäre ich trotz ärztlicher Verneinung noch der Meinung gewesen, ich werde mich definitiv übergeben müssen.

Traumtänzerin
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Re: Facharbeit

Beitragvon Traumtänzerin » 15.02.2014, 01:22

Also ich finde auch, es wird nicht gleich gesetzt. "Am Beispiel der emetophobie".

Meiner Meinung nach passt es ganz gut. Ich selbst finde, es hat schon ein bisschen Bezug zueinander. Wie bereits erwähnt wurde, machen wir emos uns doch meist verrückt, wenn der Bauch grummelt oder wer um uns rum erwähnt ihm sei schlecht. Ist zumindest bei mir so. Und ich suche auch bei jedem Anzeichen nach ein paar weitergehenden Symptomen, so dass man sich schnell reinsteigert.

Ich finde es super, dass du dich so mit dem Thema auseinandersetzt. [THUMBS UP SIGN]

Wäre mal interessant, zu was für einem Ergebnis du kommst. Ich hoffe, du teilst uns das mit [FACE SAVOURING DELICIOUS FOOD]

jules411
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Re: Facharbeit

Beitragvon jules411 » 15.02.2014, 14:52

Also erstmal vielen Dank für eure Antworten. :D
Ich habe Hypochondrie nicht mit Emetophobie gleichgesetzt, zumal es 2 andere Einheiten psychischer Erkrankungen sind: Hypochondrie ist die beharrliche
Beschäftigung mit der Möglichkeit an ein oder mehreren schweren und fortschreitenden körperlichen Erkrankungen zu leiden, also da geht es ja eher darum, dass man große Angst hat an schwerwiegenden Erkrankungen zu leiden, während es ja bei der Emetophobie darum geht, dass man Angst vor dem Akt des Erbrechens an sich hat.
Ich habe selber wie gesagt sehr große Angst vor dem Erbrechen und bin manchmal erstaunt von mir selber, dass ich beispielsweise wenn eine Freundin ihr Essen nicht mag und schon den ganzen Tag etwas komisch drauf ist, mir Sorgen mache, dass sie einen Magen Darm Virus haben könnte und ihr schlecht ist und ich somit versuche jeglichen Körperkontakt mit ihr zu meiden.
Ich hatte jetzt schon mehrmals die Situation, dass ich mich mit einer Person getroffen habe, und am nächsten Tag erfahren habe, dass sie sich in der Nacht noch übergeben hat.
Für mich ist das wie ein Todesurteil: Ich fange sofort an zu denken, dass ich auch automatisch einen Magen Darm Virus haben muss und es geht soweit, dass ich tatsächlich so eine starke Übelkeit empfinde die sich wirklich echt anfühlt.
Also zurück zu meiner Facharbeit: Ich habe mich halt für das Thema entschieden weil ich mich aufgrund meiner eigenen Phobie sehr gerne mal im Detail damit auseinandersetzen wollte und evtl. auch durch die Recherche etwas weniger Probleme haben werde (Was wahrscheinlich nicht der Fall sein wird, da mein Verstand bei meiner Phobie nicht ''mithalten'' kann.)
Auf jeden Fall werde ich in der Facharbeit, die zwar das Überthema Hypochondrie hat, fast ausschließlich auf die Emetophobie eingehen und nur zu Beginn eine kurze Definition der Hypochondrie mache, um zu zeigen, dass es in der Gesellschaft eigentlich weit verbreitet ist, dass sich Leute Krankheiten einbilden und dadurch dass die Emetophobie so unbekannt ist, einen kleinen Einblick in das Einbilden von Krankheiten an sich verschaffen.
WIe gesagt will ich die beiden Dinge auf keinen Fall gleichsetzen, dennoch werde ich zum Beispiel von meinen Eltern öfters als Hypochonder bezeichnet, da ich mir durch meine Angst vor dem Erbrechen dann öfters einbilde einen Magen Darm Virus zu haben und das wiederrum ist ja die EInbildung einer Krankheit.
Liebe Grüße !

Lori
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Re: Facharbeit

Beitragvon Lori » 18.02.2014, 20:53

Wenn du magst kannst du mir gern fragen stellen.

Habe damals bei meiner Facharbeit auch sehr viel Hilfe durch betroffene (borderline) bekommen und das hat meine Facharbeit echt richtig aufgepeppt.

Wenn du magst schreib mir ne pm.
Bin bis morgen Mittag noch erreichbar dann erstmal bis Sonntag unterwegs

julimond
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Re: Facharbeit

Beitragvon julimond » 07.05.2014, 23:11

jules, wie weit bist Du mit deiner Facharbeit?
Interessiere mich sehr dafür und würde Dir gerne mit einem Interview helfen wenn ich zur Belohnung das Ergebnis lesen darf :P


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