Traurig!

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mariposa
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Traurig!

Beitragvon mariposa » 31.07.2014, 13:12

Hallo,
Ich weiss nicht mehr weiter, vielleicht hat jm die selbeerfahrung gemacht oder macht sowas ähnliches durch.
Mein sohn ist fast zwei jahre alt und ziemlich aktiv bzw möchte immer was unternehmen. Mein mann arbeitet die ganze woche..
Das Problem ist ich kann nicht alleine bus fahren, einkaufen gehen oder sonst irgendwo hin da ich immer angst habe die Kontrolle über mein Körper zu verlieren und mich übergeben zu müssen. Schon allein der gedanke irgendwohiin mit meinem sohn alleine Gehen zu müssen macht mir Übelkeit. Ich setze mich mit ihm in den garten wo wir sandkasten, schaukel und rutsche haben.doch ihm wird schnell langweilig...
Führerschein habe ich leider auch nicht da ich davor angst habe mich in den raum voller menschen setzen zu müssen.
Manchmal wenn ich mal gute tage habe was selten vorkommt besuche ich eine freundin die eine tochter hat ihm selben alter.
Einkaufen und sonstige sachen gehen nur mit meinem mann oder meiner mum.
All das macht mich traurig weil ich meinem sohn gerne mehr bieten würde...fühle mich sooft schlecht und hilflos...

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Re: Traurig!

Beitragvon Sase » 31.07.2014, 13:29

Hallo mariposa,

das, was du schreibst, kennen sehr viele (die meisten wohl) hier, dennoch ist die Situation als Elternteil natürlich nochmal was ganz anderes, als wenn keine Kinder im Spiel sind. Auch wenn's schwer fällt - krieg den Hintern hoch und hole dir Hilfe! Für dich selbst, aber auch für dein Kind! Als Mutter hat man (leider) nicht die Zeit monate- oder jahrelange Selbstexperimente zu machen, da muss man Fakten machen. Kümmere dich um eine fachliche Unterstützung (Therapie).
Bisweilen kan es hilfreich sein, die Schwachstellen, die du selbst am dringelichsten empfindest in der WArtezeit für einen Therapieplatz schon mal anzugehen. Du schreibst z.B. dass du mit deinem Sohn (quasi) nie weggehst und ihm schnell langweilig wird: Wenn es dir nicht gelingt, dich zu überwinden wegzugehen, dann lade zu einem regelmäigen Zeitpunkt Leute mit Kindern nach Hause ein. Oder besuche vorerst zusammen mit deiner Mutter oder Partner einen Kurs, wie z.B. Kinderturnen (wenn er ja so bewegungsinteressiert ist).

Parallel dazu arbeite an dir selbst, in dem du Dinge tust, die dich ängstigen. Am besten ohne Kind.

Du sagst, du fühlst dich schlecht und hilflos, weil du deinem Sohn nichts bieten kannst - tu alles in deiner Macht stehende um ihm alles zu bieten, was möglich ist und erarbeite dir neue Möglichkeiten mit Hilfe eines Therapeuten. Alleine schon für die Vorbereitung und auf und den tatsächlichen Übergang in die Kindertagesbetreuung wirst du sehr wahrscheinlich Unterstützung brauchen.

Wie geht denn dein Mann mit der Situation um und wie deine Mutter?
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

mariposa
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Re: Traurig!

Beitragvon mariposa » 31.07.2014, 13:55

In Therapie bin ich schon, aber da meine therapeutin gesagt hat bei mir geht es nur langsam voran da meine angst tief verankert ist muss ich geduld haben.
Ich mache seit zwei wochen expositionstraining was mich wirklich an meine Grenzen bringt aber auch hilft.
Dann habe ich noch eine zusätzliche stütze denn ich nehme seit knapp einem monat sertralin.
Naja ein anfang ist gemacht nur erwarte ich zuviel das alles gleich funktionieren muss.
Ich werde weiterhin an mir Und meinen Ängsten arbeiten.
Ab September geht mein sohn halbtags in den Kindergarten.
Mein mann versteht meine probleme nicht wirklich bzw weiss nicht richtig was damit anzufangen.aber unterstützt mich wo es geht.
Meine mum macht sich einfach sorgen ist unglücklich mich meist so traurig zu sehen.
Sie unterstützt und hilft.mir wo es geht.
Aber sie pusht mich auch dinge allein zu meistern.

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Re: Traurig!

Beitragvon Sase » 31.07.2014, 23:11

Das ist doch ein super Anfang!
Sprich doch vielleicht mit deiner Therapeutin auch mal über die Schuldgefühle (wegen deinem Kind) und erarbeitet zusammen Möglichkeiten, diese anzugehen (hat bei dir ja auch viel mit Exposition zu tun).

Siehst du denn Fortschritte?
Und, wo würdest du dir längst Fortschritte erhoffen?
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!


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