Tochter mit Emetophobie

Forum für Emomamis/ -papis und alle die es werden wollen...Eltern von betroffenen Kindern und Kinder von betroffenen Eltern...

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mowgli05
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Tochter mit Emetophobie

Beitragvon mowgli05 » 08.02.2014, 15:35

Hallo,
meine 8jährige Tochter leidet unter Emetophobie und es ist sehr schwierig für die ganze Familie, damit klarzukommen. Auf der Suche nach Hilfe bin ich auf dieses Forum gestoßen, finde hier aber hauptsächlich Berichte von erwachsenen Betroffenen.
Gibt es hier auch jemanden, dessen Kind an dieser Krankheit leidet? Ich suche Betroffene, die Interesse an einem Erfahrungsaustausch haben und würde mich sehr freuen, wenn sich jemand bei mir meldet, am besten per PN.

Viele Grüße!

Natalie
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon Natalie » 08.02.2014, 16:08

Hi mowgli,

ich antworte zwar auch als Erwachsener, habe aber Emetophobie ungefähr seitdem ich 8 bin und kann mich sehr gut daran erinnern, wie es mir dabei ergangen ist.

Beschreib doch zunächst einmal genauer, inwiefern deine Tochter darunter leidet, was sie einschränkt, wann sie wovor genau Angst hat usw.
Vielleicht deckt sich das ja mit meiner Erfahrung und ich kann dir sagen, was mir damals geholfen hat.

Dianati
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon Dianati » 09.02.2014, 14:40

Herzlich Willkommen mowgli,

hier gibt und gab es schon öfter auch Eltern oder Freunde/Verwandte von Betroffenen, die nach Hilfe und Tipps gesucht haben. Oft ist es aber in der Tat so, dass sich hier hauptsächlich Erwachsene Betroffene zusammentun, weil sie eben außerhalb des Forum oft nur schwer Gleichgesinnte treffen oder sich verstanden fühlen.

Sehr viele hier, auch ich, haben teilweise ihr Leben lang mit der Emetophobie gelebt und werden dir sicher wichtige Denkanstöße oder Tipps geben können.
Scheu dich nicht zu Fragen.

Deiner Tochter alles Gute!
LG Dianati
Moderatorin

Sahra_
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon Sahra_ » 09.02.2014, 22:24

Also ich habe die emo auch schon seit ich klein bin und könnte auch ein bisschen von meinen erfahrungen berichten. Meine erste Frage wäre jetzt auch mal gewesen, wie sich die Emo bei deiner Tochter äußert, ob sie bestimmte Vermeidungsverhalten entwickelt hat usw. Mir hätte es damals sicherlich schon geholfen, wenn meine Mutter versucht hätte, mich zu verstehen (ich weiss, dass das für nicht-betroffene bestimmt sehr schwer ist)..Davon habe ich auch schonmal in einem anderen Thread berichtet.(viewtopic.php?f=33&t=16733 ) Diese Reaktion meiner Mum hat mir noch viel mehr das Gefühl gegeben, "unnormal" zu sein, vor allem weil ich ja natürlich mit 5 Jahren noch keine Ahnung hatte, dass ich nicht die der einzige Mensch mit diesem Problem bin.

Du kannst mich auch gerne per PN anschreiben, wie gesagt, ich beantworte gerne Fragen zu dem Thema und berichte von meinen eigenen Erfahrungen.

Ganz liebe Grüße,
Sahra
I'll spread my wings and i'll learn how to fly.

fussballsonja
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon fussballsonja » 03.06.2014, 20:06

Hallo,
meine Tochter ist 9 Jahre und wir kämpfen ca. seit 4-5 Jahren mit ständiger Übelkeit.
Anfangs konnte sie im Kindergarten nicht mehr am Gruppentisch mitessen (anscheinend haben einige Kinder geschmatzt, was sie geekelt hat) und wenn sie irgendwas nicht mitspielen wollte, war es ihr auch schlecht und sie stand ne halbe Stunde im Waschraum bis es ihr besser ging.
Als sie in die Schule kam, ist es erst sehr viel besser geworden, nach einem Vierteljahr ging es aber auch da los. Ihr wars schlecht beim Busfahren, wenn es laut in der Klasse war und besonders vor dem/im Sportunterricht.
Jetzt ist sie in der dritten Klasse. Wir sind in Ostheopathischer Behandlung, weil angeblich der Atlas- Wirbel verspannt ist, außerdem hat sie eine Zahnspange, weil der Kiefer angeblich zu sehr unter Spannung steht und eine Brille hat sie auch, weil sie etwas kurzsichtig ist. ABER: schlecht is es ihr trotzdem noch, v.a. vor/in Sport und wenn was Neues/ Unbekanntes auf sie zukommt.
Der Kinderarzt hat uns schon zur Magenspiegelung geschickt, aber ohne Ergebnis (sie soll Säureblocker nehmen)... hilft aber auch nicht.

Andererseits macht sie mir aber zuhause auch 20 Räder hintereinander, ohne dass es ihr schlecht wird.

Mein Problem ist halt einfach, dass wir keine Hilfsmittel haben, die die Übelkeit vertreiben. Sie hat zwar immer Tictac dabei, auf denen sie dann immer rumkaut, wenn es ihr schlecht ist, aber helfen tuts auch nicht. In der Doppelstunde Sport gehen dann schon mal 20 TicTac drauf.
Mit Freunden macht sie schon lange nichts mehr aus....

So, welcher Arzt kann uns helfen?!?! Die Nerven liegen manchmal echt blank....

Natalie
Beiträge: 72
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon Natalie » 03.06.2014, 21:28

Herzlich Willkommen!

Du schreibst ja selber, dass ihre Beschwerden durch Stress bzw. Konfrontation mit ungeliebten Situationen verursacht werden. Das ist für mich ganz klar ein Fall für den Kinderpsychologen, nicht für eine Magenspiegelung. Vielleicht reicht in erster Instanz über den Hausarzt mit Empfehlungen für Enspannungsübungen o.ä., falls es das für die Kinder dieses Alters überhaupt schon gibt.
Ich fände es aber wichtig, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, eher sich die Beschwerden noch mehr manifestieren. Die Frage ist aber auch: wie sehr leidet deine Tochter selbst darunter? Möchte sie sich behandeln lassen?

fussballsonja
Beiträge: 2
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon fussballsonja » 04.06.2014, 15:25

Danke für deine schnelle Antwort.

Ob es meine Tochter stört?!?
Kurz vor Weihnachten hat sie gemeint, wenn sie EINEN Weihnachtswunsch frei hätte, würde sie sich wünschen, dass es ihr nie mehr schlecht wird....

Du siehst, es stört sie selbst sehr. Sie hat auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn wir einen Ausflug machen und sie kann manche Sachen nicht mitmachen aus Angst dass sie erbricht, und meint sie will uns nicht den Spass verderben.
Natürlich hat sie langsam auch keine Lust mehr, von Doc zu Doc zu rennen und es kommt nichts bei raus. Hab auch schon festgestellt, dass sie gerne das antwortet, was die Erwachsenen hören wollen...

Beim Kinderpsychologen waren wir auch schon vor 4 Jahren. Der meinte, sie wäre halt das Sandwich- Kind in der Familie....des legt sich schon wieder...

Natalie
Beiträge: 72
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Re: Tochter mit Emetophobie

Beitragvon Natalie » 04.06.2014, 17:50

fussballsonja hat geschrieben:Beim Kinderpsychologen waren wir auch schon vor 4 Jahren. Der meinte, sie wäre halt das Sandwich- Kind in der Familie....des legt sich schon wieder...
Offensichtlich hat er sich geirrt ;-)
Nicht entmutigen lassen - dann sucht ihr eben einen anderen auf. Ist eine doofe Reise, kenn ich selber zu Genüge ... aber ich drück euch ganz doll die Daumen!


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