Ich kann nicht mehr

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Miss_CC
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Ich kann nicht mehr

Beitragvon Miss_CC » 16.12.2013, 15:54

ich habe hier nun viel von euch gelesen, und bewundere euch wie ihr damit umgeht. ich bin total am ende, bin den ganzen tag am weinen, ich komme mit dieser Phobie nicht mehr klar. die macht mich sooo fertig. ich habe zwei kleine kinder (2 jahre und der andere 7 Monate). ich find das klasse wie ihr schreibt, dass ihr für eure kinder da seid, wenn sowas vorkommt. ich kann das nicht, und ich weis nicht wieso, ich kann einfach nicht über meinen scheiß schatten springen. ich habe soooo angst, dass der große sich übergeben muss, ich werde ihm nicht helfen können. wir hatten vor ein paar Wochen magendarm... bzw mein freund musste sich übergeben und mir gings dermaßen schlecht und mich musste würgen, aber kann nicht kotzen. mir geht's immer noch schleccht, kann kaum was essen, kann nicht mehr schlafen. sitze die ganze nacht da und hab angst mein freund könnte sich übergeben. was quatsch ist, ihm geht's ja schon lang wieder gut. aber das hab ich jetzt wieder Monate lang. ich hatte das schon in meiner alten Beziehung, konnte da nicht mehr mit ihm in einem raum schlafen und hab immer im wz geschlafen mit laut Fernseher an. falls was ist, dass ich es nicht höre. so ist es wieder, ich kann den Fernseher nicht ausmachen, bekomme sofort herzrasen und mir wird schlecht. bekomme jeden abend Schüttelfrost und Übelkeit und das einfach so aus panik. ich bin total am ende. ich kann nicht mehr. ich kann für meine kinder (die ich über alles auf der welt liebe) nicht so da sein, wie es eine mutter soll, wenns denen schlecht geht. ich überlege sogar schon, sie wegzugeben oder mit meinem freund schluss zu machen und ohne kinder zu gehen. das hört sich tooootal krank an, ich weis, und ich muss auch grad total heulen, weil ich es schreibe oder weil ich überhaupt an sowas denke. ich bin sowas von fertig, das kann sich keiner vorstellen. ich weis nicht weiter, ich weis nicht was ich machen soll. Psychologen gibt's keine, alle die ich anrufe und frage, kennen die emetophobie nicht und machen mich blöd an. ich komme damit nicht mehr klar. ich kann so nicht weitermachen. diese angst wird immer schlimmer. wieso ist das bei euch nicht soooo schlimm? ich hab das alles schon gelesen, mit dem, ich muss mich langsam dem Problem stellen, aber es wird jedesmal schlimmer, statt besser. ich sage mir sogar noch, mensch mein freund hat sich übergeben, es ist nichts passiert und und und. was soll die panik. aber abend für abend..... mir geht's total schlecht und ich kann nicht mehr schlafen. und genau dann noch das Thema mit dem kiga. ich bekomme das nicht auf die reihe. ich komme damit nicht klar. nächstes jahr ist es soweit. das schaffe ich nicht. ich weis einfach nicht weiter. und ich finde keine hilfe.

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Sase
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Sase » 16.12.2013, 16:31

Hallo und herzlich Wilkommen MisCC!

Wann fing denn deine Angst an? UNd warst du denn schon mal bei einem Psychiater? Wenn die Angst so alltagseinschränkend ist, dann kann es manchmal erforderlich sein, Medikamente zu nehmen, um dem Alltag erst mal wieder stand zu halten.
Gedanken, wie dass du deine Kinder verlassen willst, zeigen ja deine absolute Hilflosigkeit.
Kannst Du denn nicht mit deinem Mann sprechen, dass er eine solche Situatioin für dich erstmal regeln könnte, damit du wieder ein bisschen Selbstsicherheit findest?
Hast du einen Beruf/Arbeit?

Viele der Frauen und Mamas hier haben schon seit Kindesbeinen an Emetophobie und haben lange Jahre (meist bereits vorm Kinderkriegen) daran gearbeitet. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum alles so "locker" wirkt für dich. Durch Phasen wie du, sind sehr viele gegangen - und auch wieder rausgekommen. Leider hat man mit Kindern nicht unbedingt die Ruhe und Zeit, die man dafür bräuchte, deswegen musst du Nägel mit Köpfen machen und alles versuchen, was geht.
Hast du mal über einen Klinikaufenthalt nachgedacht?

LG
Sase
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Miss_CC
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Miss_CC » 17.12.2013, 10:22

Hallo,

ich hab keine Ahnung wann das anfing. ich weis, dass ich das als ganz kleines Kind schon hatte. hab mich damals immer in mein zimmer gesperrt, wenn mein vater sich übergeben musste und bin da nicht mehr rausgekommen. dazwischen weis ich nichts von Ängsten. seit 15 jahren ca hab ich das jetzt soweit ich mich erinnern kann, bis auf das was früher als kleines Kind schon war. heute bin ich 29. vor ein paar jahren war ich mal bei einem Psychologen, aber der war total sch..... und hat mich noch blöd angemacht, was das für ein quatsch ist. war dann nicht mehr da. Medikamente nehm ich halt durch die angst sehr ungern. und ohne Psychiater oder so, bekomm ich ja auch keine. das mit dem klinikaufenthalt ist so ne Sache, ohne das ein Psychologe sagt, dass ich eine brauche, bekomm ich ja keine. so war es damals. ich hab eine beantragt und mir wurde gesagt, ich hab es ja noch nicht mal mit nem Psychologen probiert, wieso ich dann in eine Klinik will. Meine mutter meinte gestern es gibt so etwas wie noteinweisung oder so. aber ich muss ja erstmal nen Psychologen finden, der einen Termin frei hat usw. gibt's da nen unterschied zwischen Psychologe und Psychiater?
mit meinem freund kann ich über sowas nicht reden. der nimmt auch meine angst nicht ernst. der ist mal garnicht für mich da. nur meine mutter. und sie meinte sie könnte den großen (2 jahre) nehmen. aber sie arbeitet auch Vollzeit und ist ja auch nicht mehr die jüngste mit 52. ich weis nicht weiter. mein freund sagt, falls ich das alles durchziehe und so, er nimmt die kinder nicht. schon mal ne gute Voraussetzung.

ne hab grad keine arbeit, bin in elternzeit zu hause.

egal wie ich es machen würde, ich weis nicht wie und wie ich es schaffen soll. wie komm ich damit klar, meine kinder weggegeben zu haben? aber bei mir ist das irgendwie total extrem mit der angst. tag täglich, und jede nacht. dachte damals ich schaff das, weil ich auch kaum angst vor der ss hatte und dachte ich hab es soweit im griff, und wenn se dann erstmal auf der welt sind, schaffe ich das durch die liebe an meine kinder. aber so ist es LEIDER nicht. es ist schlimmer geworden.

samadhi
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon samadhi » 17.12.2013, 21:15

Hallo Miss_CC,
ich habe zwar selbst keine Kinder, aber bzgl. Klinikaufenthalt würde ich dir raten, mal mit deinem Hausarzt zu sprechen. Der kann dich ggf. an einen guten Psychiater überweisen. Psychiater sind studierte Ärzte, Psychologen haben Psychologie studiert (und als Psychotherapeuten eine Ausbildung in der Psychotherapie gemacht). D.h. die einen dürften Medikamente verschreiben, die anderen nicht. Psychiater haben meist schneller einen Termin frei als Psychologen. Zum Psychiater würdest du dann gehen, um dir ein Medikament geben zu lassen und evtl auch in die Klinik überwiesen zu werden. Es gibt sog. Akutplätze, fast jede psychosomatische Klinik hat sowas, eben für Notfälle wie dich. Das läuft dann über eine Krankenhauseinweisung und die Wartezeit ist nicht so lang. Am besten ist wirklich, du gehst mal zum Hausarzt, schilderst ihm deine Probleme und lässt ihn alles weitere in die Wege leiten. Einen Psychotherapieplatz beim Psychologen zu bekommen dauert meist eine ganze Weile, daher denk ich, dass sich das dann eher für die Zeit nach der Klinik eignen würde. Es würde dir sicher gut tun, mal aus dem Alltag rauszukommen.
Eine übereilte Entscheidung wegen der Kinder würde ich jetzt auf keinen Fall treffen. Wenn es dir wieder besser geht (und das wird es über kurz oder lang, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt), könntest du es doch sehr bereuen, sie weggegeben zu haben. Überleg dir einfach, was das langfristig für dich und die Kids bedeutet und hol dir evtl. auch Hilfe vom Jugendamt. Mehr kann ich in dem Punkt nicht raten, ich hab wie gesagt selbst keine Kinder und fänd es da vermessen, große Töne zu spucken.
Liebe Grüße, alles Gute für dich!

Mutti82
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Mutti82 » 17.12.2013, 22:17

Wenn du genaue Informationnen sowohl zu den Tehma Einweisung, als auch zu dem Thema was passiert mit den Kindern haben möchtest, schreib mich mal per PN an. Will jetzt hier keinen Roman verfassen. Kenne mich aber durch meinen Beruf in dem Bereich aus.
LG

PS: Habe auch ein Kind und geht mir Zeitweise auch ähnlich!
Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.
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Pummelfee
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Pummelfee » 18.12.2013, 17:52

Hallo. Lass dir gesagt sein, du bist nicht allein. Ich gehe gerade durch die selbe Hölle, habe ein Kind und weiß nicht mehr weiter. Meiner ist jetzt 8 Monate, ich weiß nicht was ich tun soll wenn er mal einen Magen Darm Infekt hat.. Jetzt gerade hat NUR meine Nichte einen und ich bin total fertig mit den Nerven weil wir vor zwei Tagen mit denen zusammen waren.
Ich nehme Tabletten, nur eine geringe Dosis weil ich noch viel Stille, aber trotz alledem. Hat mich viel Überwindung gekostet die zu nehmen aber immerhin helfen sie ein bisschen

Ich werde nach weihnachten mit meinem Arzt reden denn ich komme auch nicht an einen Therapeuten Platz ran... Will dann stationär gehen :-(
Ich darf mich nicht fürchten.Die Furcht tötet das Bewußtsein.Die Furcht führt zu völliger Zerstörung.Ich werde ihr ins Gesicht sehen.Sie soll mich völlig durchdringen.Und wenn sie von mir gegangen ist,wird nichts zurückbleiben.Nichts außer mir. -Herbert

Tina1986
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Tina1986 » 18.12.2013, 20:47

Also ich fange mal ganz blöde an:

Brennt deinem Freund der Helm oder hat er zu viel Klebstoff geschnüffelt??? Er nimmt die Kinder nicht wenn du in eine Klinik gehst?
Entschuldige, aber sowas ASOZIALES ist in meinen Augen ein absolutes NO GO!
Ich weiß, man kann nicht verlangen dass jemand diese Angst nachvollziehen kann. Aber ich ERWARTE von meinem Partner, ob er diese Angst versteht oder nicht, Verständnis! Und das Recht auf der Verständnis hat jeder!

Den Kerl würde ich mal gepflegt in die Wüste schicken. Hast doch mit dir selber schon genug zu tun - da braucht man ja nicht noch so nen Penner zu Hause!

(So, entschuldigt - musste mal eben raus. Macht mich stink sauer sowas...)

Ich bin ja erst eine ganz frische Mami, von daher werden diese Momente, Angst mein Kind könnte Magen Darm mitbringen, erst noch kommen.
Also, zum Arzt solltest du definitiv. Lass dich von Therapeuten nicht abschrecken, nur weil ein paar Blödmänner dabei waren. Ich hatte auch schon solche.

"Tja... Angst vor'm Kotzen... dann würde ich sagen, kotzen Sie doch einfach mal" <---- Applaus - Vollidiot :|

Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit gemeinsam mit deinen Kindern eine Kur zu machen. Dort kann man auch Psychologische Hilfe bekommen.
Für Hilfe im Alltag mit den Kindern kannst du auch ganz sicher eine Hilfe beantragen.

Steck den Kopf nicht in den Sand. Es kommen auch wieder bessere Zeiten - auch wenn es gerade schwer zu glauben ist. :cry:
Es ist nicht so - dass es uns alles leicht fällt. Viele hier haben eben ihre eigenen Wege gefunden, damit zu leben. Ich verbiete mir manchmal regelrecht Angst zu haben in einem Moment, weil ich es nicht fair meiner Tochter gegenüber finde. Ich will dass sie angstfrei aufwächst.
Siegt meine Panik, hilft mir mein Partner sehr - und meine ebenfalls die Mami. :) Gut dass man die hat, mh? :)

Wie gesagt, du bist nicht alleine! Aber schaffen wirst du es. Hilfe brauchst du dafür aber sicherlich...

Fühl dich geknuddelt...

Sternschnuppe2004
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Sternschnuppe2004 » 19.12.2013, 21:20

Hallo

Ich verstehe was du meinst.
Ich habe 2 Kinder meine große ist 5 die klrine 2, 5 Jahre.
Im letzten Jahr war es soweit erst mein Mann zwei tage später gleichzeitig die kinder Magen Darm.
Es war eine Horrornacht mein Mann war gottseidank da .
Ich kann dir sagen in dem Moment wo es deinem kind schlecht geht bist du da.
Die kleinr hat mich mehrmal voll gespuckt und ich hatte auch panik ich werde mich anstecken sber ich habe mich nicht angesteckt hab viel Hände desinfiziert etc.
Was ich dir sagen will du schaffst das.
Aber eine Therapie wäre vll hilfreich?
Ich habe jetzt eine angefangen um heraus zufinden wo der Ursprung für die angst liegt.
Lg

Bischa79
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitragvon Bischa79 » 30.12.2013, 19:36

Hallo,

erst einmal muss ich Tina 1986 recht geben, schieß Deinen Freund ab, jemanden der Dich nicht ernst nimmt und Dich in dieser Situation nicht unterstützt, kannst Du jetzt wirklich nicht gebrauchen. Was die Therapie anbelangt, ich selber war schon in stationärer Therapie in Bad Segeberg und dort waren auch viele Mütter mit Ihren Kindern, diese wurden wärend der Therapiezeit betreut (Kita, Krippe) und die Mütter konnten sich in dieser Zeit ganz auf sich selbst konzentrieren. Vielleicht wäre das was für Dich, ich denke das gibt es auch in anderen Kliniken. Die Problematik mit der Therapeutensuche kann ich absolut nachvollziehen. Aber ein Hausarztbesuch kann hier meistens Abhilfe schaffen, wenn Du einen guten Hausarzt hast, der sich auch Zeit für Deine Probleme nimmt. Auch hat mir meine Krankenkasse super geholfen als ich eine stationäre Behandlung für nötig gehalten habe. Die hatten dort unabhängige Sozialarbeiter, die sich sehr für mich eingesetzt haben. Frag doch einfach mal nach, vielleicht kann Dir Deine Krankenkasse hier auch weiter helfen.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück und lass Dich nicht unterkriegen. Vor allem konzentriere Dich auf die Menschen die Dir wichtig sind und die Dich wirklich unterstützen.


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