Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

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Sase
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Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Sase » 19.10.2013, 15:03

Ich würde gerne alle dazu einladen - da ja immer wieder danach gefragt wird - hier ihre Erfahrungen rund um die Geburt eines Kindes zu schreiben. Egal ob Kaiserschnitt, Spontan, im Geburtshaus, der Klinik. Jede Erfahrung hilft. Ich habe bewusst "(m)eines Kindes" geschrieben, denn vielleicht hat ja der ein oder andere schon mal einer fremden Geburt beigewohnt - beruflich oder persönlich - und möchte davon berichten?
Sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, schreibe ich euch auch meine Erfahrungen!
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Tina1986
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Tina1986 » 01.11.2013, 09:13

Guten Morgen liebe Forumler,

Baby schläft, Mama gewöhnt sich an 4 Std Schlaf und ist natürlich hell wach. Ich gebe nun also nun mein Bestes, dieses Thread zu starten :)

Ich berichte auch einfach mal kurz über die Schwangerschaft - dort sind ja ebenfalls immer wieder Fragen bzgl. Übelkeit und Erbrechen.

Also, zu meiner Schwangerschaft - kurz und knapp:

Erfahren habe ich bereits in der 4. /5. Woche dass ich schwanger bin. Ich habe mir ein Kind gewünscht und auf Grund dessen immer wieder einen Test gemacht. :)
Als der Teststreifen "positiv" anzeigte, überkam mich ein Gefühl der Angst, Aufregung und Freude. Die Freude übertraf jedoch alles.

Mir ging es sehr gut. Ich machte gleich Termine beim Frauenarzt, Zahnarzt etc.
Da ich Antidepressiva nahm, machte ich auch einen Termin bei einer Humangenetikerin. Diese sagte mir, ich könne mein Antidepressiva bedenkenlos weiter nehmen.

Ich entschied mich jedoch dagegen. Ich setzt es von einen auf den anderen Tag ab (das sollte nicht unbedingt jeder so machen. Mir wurde von meiner Hebamme jedoch geraten - wenn was abgesetzt werden muss - dann in der Schwangerschaft. Bloß nicht im Wochenbett!!!).
Ich nutzt zum Absetzen lediglich meine Glückshormome. :)

Ab der 9. Woche ging es mir dann von einen auf den anderen Tag schlecht. Und um nun einen Roman zu verkürzen: so blieb es bis zur Geburt. ;)
Meine Schilddrüse wurde immer schlechter. Ich musste die L-Thyroxin 100 nehmen. Nebenwirkung: manchmal Herzrasen.
Mir war dauerübel. Übergeben musste ich mich einmal in der 12. Woche.
Ich hatte immer Vomex im Haus - dies' wird auch im Kreissaal verwendet. Genutzt habe ich es extrem selten - an einer Hand abzählbar.
Eine größere Folter als die Übelkeit (an die habe ich mich übrigens tatsächlich gewöhnt) war das Sodbrennen. Das tat bereits im 4. Monat so unerträglich weh! Ich konnte auch nur noch im Sitzen schlafen.

Da fing ich dann an ab dem 6. Monat etwas zu nehmen, Ranibeta.

Ansonten kamen eben typische Leiden dazu. Ich hatte sehr viel Wasser, knapp 20kg. Das ganze Gewicht machte sich auf den Rücken bemerkbar. Meine Laune war gereizt (es war ja aber auch Hochsommer...) und ich wollte diese Schwangerschaft nur hinter mich bringen.

Es folgte der September:

Ich hatte ab Juli immer mal brave Wehen. Zu erst harmlose Senkwehen, dann bereits Geburtswehen. Ich musste in der 33. Woche in ein Krankenhaus. Durch die Bettruhe beruhigte sich alles und ich durfte gehen.

Ab der 36. Woche hatte ich dann starke Wehen. Im Krankenhaus stellte man dann fest dass es bereits Geburtswehen waren, die jedoch immer wieder zurück gingen. Jeder nimmt ja Wehen anders war... bei mir war es so, dass ich das Gefühl hatte ich bekäme jeden Moment Durchfall und mache mir in die Hose. Ich bin 5-6 mal aufs Klo gelaufen - die Hebammen lachten schon ganz süß.
Tat natürlich total weh - aber ich konnte mich gut bewegen und mir so eine gute Stellung suchen. Ich war aufgeregt aber entspannt.
Das Krankenhaus wusste von meiner Phobie. Ich war dort 2x zur Geburtsvorbereitung. Somit lagen im Kreissaal schon Vomex und ein Beruhigungsmittel parat. Das hat mich unglaublich entspannt.
Aber auch diese Wehen gingen leider weg.
Dann wurde ich dort erneut untersucht. Das Baby reagierte auf meine Wehen nicht. Es konnte irgendwie nicht ins Becken rutschen. Für mich folgte die schlimmste Diagnose: Kaiserschnitt.

Termin: 06.09. - um 6 Uhr früh im Kreissaal.

Ich fühlte mich hilfslos, ängstlich und war wütend. Denn SO wollte ich das nicht. Ich fand die Wehen zuvor zwar schlimm, habe auch schon rumgeweint - aber lieber hätte ich diese Schmerzen noch 20 Std. ertragen. Denn Kaiserschnitt bedeutete für mich etwas ganz schlimmes - Kontrollverlust.

Ich wurde vorbereitet. Hemdchen an und runter in den OP. Dort wurde ich vor dem OP-Raum nochmal gebeten das Bett zu wechseln. Ich lag nun auf einem sehr schmalen Tischchen und fragte mich, wie die etwas dickeren wohl darauf liegen...

... Das Team war sehr nett. Es standen so wahnsinnig viele Menschen um mich herum. Natürlich ist auch ne Hebamme dabei - aber die habe ich kaum zu Gesicht bekommen.
Meinen Partner wollte ich nicht dabei haben. Ich war so panisch und habe so viel gweint, dass ich ihn damit nicht anstecken wollte. Mir war wichtig, dass er voller Freude bleibt und unser Baby in Empfang nimmt.

Man muss sich noch einmal hinsetzen, die Hebamme steht vor einem und hält einen fest. Der Anästhesist hat mir genau erklärt was er nun tut. Ein kleiner Pieks - um die Haus zu betäuben und ich die Spinalanästhesie nicht merkte. Hier möchte ich gleich mal mit den ganzen Horrorgeschichten schluss machen. Ich fand dieses Vorgang überhaupt nicht schlimm!
Damit diese Spritzen gesetzt werden können, wird man stark nach vorne gedrückt um einen Buckel zu machen.. Der Arzt kann so die Wirbel besser sehen. Das ist etwas unangenehm, da der Bauch so eingequetscht wird.

Die 2. Spritze folgte und ich fiel direkt zur Seite (wurde natürlich aufgefangen). Auch das eigenständige Sitzen ist nicht möglich. Die Muskulatur ist eben einfach ausgeschaltet. Von den Zehen bis zur Brust merkte ich gar nix. Dieses Gefühl war ekelig. Ich wurde hier bereits panisch. Noch heute kann ich nicht verstehen dass Frauen dieses Vorgang freiwillig wählen!

Ich lag da nun also, das tote Stück Fleisch auf der Schlachtbank, und weinte. Man legte meine Bauch hoch und legte mir den Katheter. Diesen wollte man mir eigentlich vorher schon legen, aber man schonte mich dann wohl lieber weil ich eh schon so am weinen war.

Nun wurde alles fertig gemacht. Das Tuch auf dem Tisch, damit ich nix sehen kann. Ich weinte, zitterte am Oberkörper (unten ging ja gar nich mehr...) und fühlte mich ganz furchtbar. Man hat keinerlei Schmerzen - was nicht bedeutet dass man den Eingriff nicht merkt. Ich merkte den Schnitt, das Reißen - und die Ohren sind ja leider nicht betäubt :(

Irgendwann, als sie das Baby heruntergeholt haben, merkte ich Druck auf dem Magen und Zwerchfell. Ab da wurde ich extrem. Der NArkosearzt, welcher ja noch neben dir sitzt und alles bewacht, hielt meine Hand. Ich lies seine Hand los, packte ihm an Kittel und befahl ihm regelrecht mir ne Vollnarkose zu verpassen. Die Ärztin brüllte ich an, dass sie die Hände von mir nehmen soll.

1 Minute später war ich Mama.

Der ganze Eingriff dauert keine 5 Minuten. Das Zunähen danach ist länger. Ca. 25 Minuten lag ich da noch. Mein Partner bekam das Baby auf den Arm und er kam dann mit ihr zu mir ans Bett. Wir weinten... weinten... weinten...

Dann lagen wir noch 3 Std. im Kreissaal und verliebten uns in unsere Tochter. Ich konnte langsam meine Zehen merken - doof an der Sache ist jedoch, die Schmerzen sind echt heftig.

Ist die Betäubung raus, wird man auch gleich mit Schmerzmitteln versorgt. Man kann trotzdem nix machen. Sitzen, liegen... es tut alles weh.
Am 2. Tag wurde mein Katether entfernt. (Auch hier hört man gerne Horrorstorys, ich fands jetzt nich so wild).

Schlimm war für mich, in diesem Bett zu liegen und sich nicht mal alleine setzen zu können :(

Mein Rat: AUFSTEHEN!!! Quält euch da durch. Je eher man aufsteht dass schneller geht es einem besser!!!
Bloß nicht nur liegen. Der Schmerztropf war n Witz - was super half waren die Zäpfchen!

Tja - und das wars. :)

Der Grund, warum sie nicht ins Becken rutschen konnte, war, dass ich viiiel zu viel Fruchtwasser hatte. Sie konnte da immernoch schön rumschwimmen. Das ist zwar ein seltenes Problem bei Frauen, aber wenn man das Problem dann hat, kann es beim nächsten eben wieder so sein.

Fazit:
Meine Tochter ist nun 8 Wochen alt, und ich liebe sie unbeschreiblich. Ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut, dass ich mich für ein Kind entschlossen habe. Nicht mal beim Kaiserschnitt.
Ich weiß dass das alles sehr heftig klingt, aber so habe ich es wahrgenommen und empfunden. Sollte sich jemand ein Kind wünschen, würde man so einen Alptraum aber eben auch überstehen.

NUR VERZICHTET AUF NEN FREIWILLIGEN KAISERSCHNITT! Warum denn? Das Kind wird einfach ins Leben geworfen - das ist wirklich nicht schön. Des WEiteren, beim Kaiserschnitt erbrechen mehr Frauen als bei spontan Geburten.

Meine Narbe verheilte sehr gut. Nach 5 Tagen musste ich auch nicht mehr weinen wenn ich mal Husten musste :D
Ich merke sie noch heute, wenn ich mich überanstrenge.

Aber, ich bin nun halt ne Mami. :love: Ich musste den Bericht hier schnell schreiben bevor ich alles vergesse. :D

Feldweg
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Feldweg » 08.11.2013, 02:13

so schön - und alles Liebe für Euch -

emojenno
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon emojenno » 04.12.2013, 11:48

oh wie schööön ..... man hört ja meistens immer das wenn man das Kind auf m arm hat , alles andere davor sofort vergessen ist !!!!

Ich bin jetzt SSW 29 und habe OBERPANIK !!! Weis nicht mehr was ich tun soll , bin völlig hilflos !
Meine Hebi sagt , naja das gehört eben dazu - aber für n EMO ziemlich doofe Antwort finde ich ! Ich habe solche Angst , obwohl ich nur 2-4 Personen kenne - die sich bei der Geburt übergeben mussten !
Wie war das bei Euch ?
LG jenno

Nougat
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Nougat » 05.12.2013, 10:37

Hey..

ich musste mich nicht übergeben, mir war zwar danach, aber es ging nicht. Glaub mir in dem Moment, in dem Du in den Wehen liegst, ist Übergeben das geringste Übel :mrgreen: . Ich will Dir wirklich keine Angst machen, aber so ne Geburt ist einfach kein Spaziergang und je eher man sich damit anfreundet desto leichter ists dann währenddessen. Versuch dich nicht jetzt schon verrückt zu machen. Du hast noch 11 Wochen bis zur Entbindung. Genieß die Zeit mit dem Zwerg IM Bauch, danach wird alles anders und Du und Deine Probleme stehen für die nächsten Jahr(zehnte) erst mal hinten an. :D
So ne Geburt überlebt man ganz gut. Angst davor haben gehört natürlich mit dazu, da glaub ich keiner, die sagt sie hätte davor keine. Aber versuch Dich nicht allzusehr da reinzusteigern, es hilft Dir nix, raus muss das Baby so oder so irgendwann.
Genieß die restliche Schwangerschaft, es ist ne tolle Zeit. :wink:
LG
Nougat

Wyluna
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Wyluna » 06.12.2013, 13:04

Ihr Lieben, auch ich stelle euch gerne meinen Geburtsbericht zur Verfügung - auch wenn meine Geburt schon über 5 Jahre her ist - ich noch oft und gerne an sie zurück. :D

Ich bin geplant schwanger geworden. Wir waren 5 Jahre kinderlos und haben mehrere künstliche Befruchtungen hinter uns gebracht bis es endlich klappte. Demenstprechend groß war die Freude und die Aufregung!

Die Emo war zu der Zeit kein Thema (zwar schon immer vorhanden, aber lange nicht so wie jetzt :( )

Während der SS hatte ich nicht großartig mit Übelkeit zu tun. Die ersten 3 Monate war mir latent übel (gut auszuhalten), aber auch immer kalt und ich war schrecklich müde. In der 10. SSW stellte sich ein massiver Eisenmangel heraus (Hb lag nur noch bei 4 glaube ich). Nachdem ich so ca.1 Woche Eisentabletten genommen hatte, waren die Beschwerden weg! :) Mein Tipp an alle, die unter denselben Beschwerden leiden: HB Wert testen lassen! Ansonsten verlief die SS recht unproblematisch, ich hatte mal kurzeitig Nierenprobleme und ab der 22. SSW immer mal wieder leichte Wehen und einen verkürzten GMH, so dass ich ab dann ein Beschäftigungsverbot hatte, was ich ausgiebig genossen habe. Übergeben musste ich mich nur ein einziges Mal, in der 13. SSW, aber da hatte ich dann auch noch schlimmen Durchfall, so dass es evtl . auch MDG war. Mir war nur ganz kurz übel, dann musste ich einmal brechen, und dann war alles wieder gut. KOnnte ich gut aushalten, gar kein Vergleich mit stunden- und nächtelanger Übelkeit und Erbrechen, wie ich es sonst bei MDG habe. :mrgreen:

Meine Süße lag dann die ganze Zeit in Beckenendlage. Die äußere Wendung habe ich abgelehnt und mich für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden. MOrgens um 6.30 Uhr mussten wir schon in der Klinik sein. Ich bekam ein langes CTG, dann die OP Kleidung und den Katheter (bäh :roll: ). Dann lagen wir noch ewig da rum, da der KS (für 9 Uhr geplant) sich wegen einer Not op verzögerte. Kurz bevor ich in den OP kam, wurde noch mal kurz Ultraschall gemacht. Dann kam der Narkosearzt und kegte die Spinale. (Bei mir problematisch, irgendwie traf er nicht, sie dachten schon sie müssten doch eine Vollnarkose machen). Dann kam mein Mann rein. Ich kann mich noch erinnerm, dass mein Mann dann nach ein paar Minuten sagte: "Jetzt kommt sie gleich, die Hebamme hält schon das Tuch bereit" :D Dann hört eich ein kurzes, aber kräftiges Schreien (große Erleichterung bei mir) und dann hielt die Hebamme mir sie gleich hin. Mein Mann ging dann kurz mit ihr raus, zur U1, und saß dann wieder mit Baby neben mir. Ich habe die ganze Zeit ihre kleine Hand gehalten. :) Was sie in der Zeit mir mir gemacht haben, war mir wurscht. Leider haben sie dann wohl Probleme mit dem Nähen gehabt ud mir doch noch eine kurze Vollnarkose geben müssen - das wand ich schade, weil mir dadurch einige Minuten auch in der Erinnerung fehlen. :twisted:

Wir kamen dann noch xso ca 1 Stunde zu dritt in den Kreissaal, dann auf Station. Meine Tochter hatte leichte Anpassungsschwierigkeiten und musste noch ein paar Stunden am Monitor überwacht werden, lag aber die ganze Zeit bei mir auf der Brust. Wir hatten ein Familienzimmer, so dass mein Mann die ganze Zeit bei uns war. Am nächsten Morgen bin ich aufgestanden und habe ab da alles alleine gemacht. Die Schmerzen lißen sich mit Medikamenten gut aushalten. Nebenwirkungen der Narkose: NUll. Übelkeit und Erbrechen : Null. Stillen klappte auch sehr gut.

ich kenne übrigens nur eine (von ca 40 Frauen), die sich unter der Geburt übergeben mussten.

LG

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Stephi83
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Stephi83 » 06.12.2013, 23:50

Hallo,

also ich möchte gerne auch von den Geburten meiner zwei Kinder erzählen!

Nach einer langen und harten Zeit der Emo beschloss ich entlich schwanger zu werden und dass hat auch super geklappt.

Die 1.schwangerschaft war echt super, keine Probleme, keine Übelkeit, kein Erbrechen und auch keine große Gewichtszunahhme ( 6Kilo) und die Emo war auch gar nicht so präsent. Das war echt sie schönste Zeit meines Lebens.

In der 2.schwangerschaft war das dann schon anders. Zwar keine Körperlichen Beschwerden wie Übelkeit aber dafür kam die Emo wieder gut hoch. Ich war total geschlaucht!!! Aber trotzdem war die Geburt super.

Bei der 1. Geburt habe ich mir vorher keine Gedanken gemacht wie es sein wird, was alles auf mich zu kommt, was passieren könnte. Kurz, ich bin total blau äugig da rein gegangen!
Das war auch gut so und ich bin froh das ich einen super Partner an meiner Seite habe der mich voll unterstützt hat. Wenn ich mal nicht mehr wollte machte er mir Mut.

Es fing alles genau am Geburtstermin an, es war morgens früh, ich hatte leichtes ziehen und wusste garnicht was das ist, weil ich auch vorher keine Senkwehen gespürt habe oder diese sogenannten "Übungswehen". Also rief ich meinen Partner an, der grade erst los ist zur Arbeit, und wir beschlossen dann ins KH zu fahren, naja dann wurden das Ziehen immer ein bisschen doller.
Als ich im KH an kam konnte ich auch noch lachen, also es ging!
Kaum war ich am CTG angeschlossen waren jegliche Wehen wieder weg. Wir bekamen dann homeophatische Tabl. zum eröffnen den Muttermundes und dann mussten wir erst mal warten und bekamen ein Zimmer. Aber da waren wir garnicht lange, sondern dann ging es los, die Wehen wurden immer stärker und bei mir sind sie über die Beine gegangen, das war unangenehm.
Ich hätte auch am liebsten die ganze Zeit auf Toilette gesessen, dort war es total entspannend für mich, aber als dann die Herztöne vom Baby schlechter wurden musste ich dann doch ins Bett.
Und dort brachte ich dann meine Tochter auch zur Welt. Ganz ohne Schmerztabletten oder einer PDA. Es war schon teilweise sehr unangenehm aber als es rum war, war ich sehr stolz auf mich! Und die Emo war nicht präsent in der Zeit!

Bei der Geburt meines Kleinen war es ganz anders. Er war zwei Tage über den Termin und wir haben auch nicht so damit gerechnet, das es jetzt mitten in der Nacht anfangen könnte. Wir sind damals durch einen lauten knall wach geworden und eigentlich wollte ich mich wieder hinlegen und weiter schlafen, bin aber noch mal auf Toilette und da blutete ich auf einmal. Wehen hatte ich gar keine, auch nicht als wir im KH ankamen.
Und am CTG hat es sich bestätigt, keine Wehen! Also sollten wir nochmal spazieren gehen.
Ich glaube die Hebamme war ganz froh, weil nämlich kein Kreißsaal frei war.
Wir fuhren dann erstmal wieder nach unten und da sagte ich schon, dass ich nicht mehr irgendwo hingehe, außer wieder nach oben auf Station. Die haben mich schon ganz blöde angeschaut als wir wieder da standen, aber ein Kreißsaal war da immer noch nicht frei.
Also mussten wir in ein kleines Zimmer in dem sonst private CTGs gemacht werden und so schnell konnte keiner richtig schauen, es blieb keine Zeit fürs CTG und zum ran holen der Geburtsmaterialien.
Es ging super schnell, schon war der Kleine da und das war auch gut so, weil das komische an der zweiten Geburt ist, das man ja weiß was auf einen zu kommen kann und hofft das es einfach nur schnell geht. Es war eine recht chaotische Geburt und die Frauen, die vor uns da waren haben auch noch länger gebraucht als wir :D

Das sind meine Erfahrungen zu den Geburten meiner Kinder, aber eigentlich kann man darüber noch mehr erzählen, aber das sind die wichtigsten und spannendsten Momente gewesen.

silvy1978
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon silvy1978 » 08.12.2013, 10:23

Hallo!

Meine 1. Geburt ist auch schon über 6 Jahre her, aber ich schreib euch trotzdem.
Leider bin ich das absolut schlechteste Beispiel für einen Emo, daher kürze ich etwas ab. :wink:
Dazu kommt, daß ich sehr viele Allergien/Unverträglichkeiten habe und eine chron. Darmerkrankung! Daher kamen auch die meisten meiner Probleme...
Meine Emo war zwar schon vor der SS da, aber nur ganz leicht....Damals hatte es noch keinen Krankheitswert bei mir.

Ich hatte extreme Übelkeit mit Erbrechen bis zur 24. Schwangerschaftswoche.
Hatte auch ab der 12. Woche Beschäftigungsverbot. Leider hatte ich ein Baby, daß sich sehr gerne an meine Wirbelsäule gekuschelt hat - daher wurde ich öfter ohnmächtig (Vena cava Kompresionssyndrom) :roll:
In der 18. Wochen hatte ich einen heftigen MD-Infekt. Da ich danach keine Kindsbewegungen mehr gespürt habe, sind wir in die Klinik. War aber alles o.k!
Ab dem 7. Monat ging es mir endlich gut. Hatte auch nur ne Mini-Kugel, da ich nicht viel zugenommen hatte.

2 Tage vor dem errechneten Termin hatte ich einen Blasensprung.
Da ich keine Wehen hatte, wurde eingeleitet. Nach 6 Stunden Wehen (alle 3 Minuten) war mein Muttermund noch zu. Daher bekam ich eine PDA, um etwas zu entspannen. Dazu gab es auch noch einen Wehentropf.
Das Legen der PDA habe ich garnicht gespürt! Ich war so damit beschäftigt, meine Wehen zu veratmen und nicht mitsamt dem Pfleger (1,60 cm Körpergrösse!) umzufallen.

Auf eines von beiden (PDA oder Tropf) habe ich wohl allergisch reagiert... Jedenfalls mußte ich mich die nächsten Stunden ständig übergeben...
Aber soll ich euch was sagen? Das war mir sowas von egal!! Ich war die Spuckerei ja schon aus der Schwangerschaft gewohnt!

Mein Kind kam dann nach 16 Stunden per Saugglocke auf die Welt.
Als ich dieses kleine Würmchen endlich im Arm hielt, war echt alles vergessen! Ich war einfach nur glücklich!
(das Team im Kreißsaal war heilfroh, als sie mich endlich los hatten!! ;D )

Meine EMO ist erst im Wochenbett richtig ausgebrochen. Ich hatte einfach panische Angst, mich aufgrund einer MD-Grippe nicht mehr um mein Baby kümmern zu können...

Ich war 2 mal in einer Klinik (mit Kind), habe ambulante Therapie gemacht und Antidepressiva genommen. Es waren harte Jahre und mir ging es teilweise echt sehr schlecht. Aber mit den Jahren habe ich gelernt, mit meiner Emo zu leben - geht mal besser und mal schlechter....

Obwohl Schwangerschaft und Geburt kein Spaziergang waren und die Emo immer noch da ist, bin ich jetzt zum 2. Mal schwanger! :D
Ich HOFFE, daß es diesmal besser läuft....

Ich leide zwar wieder unter Übelkeit, aber nicht so ausgeprägt. Und da diese Übelkeit (und evtl. Erbrechen) nicht von einem Infekt her rühren, ist es für mich nicht so schlimm.


Ich habe auch beruflich schon bei 8 Geburten zugesehen. Da mußte sich keine einzige Frau während der Entbindung übergeben. Im Gegenteil - die haben alle zwischendurch was Kleines gegessen und getrunken! (Eine Frau hat ihren Mann sogar noch zu McDonalds geschickt - der arme Kerl hätte fast die Geburt verpasst...)
SO läuft es auch normalerweise.

Liebe Grüße,
silvy

JoelDean
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Registriert: 30.12.2012, 18:10

Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon JoelDean » 12.12.2013, 14:38

Hallo

Meine erste Geburt liegt nun 6 1/2 Jahre zurück.
Am 01.08.2007 erfuhr ich per Schwangerschaftstest das in mir Leben wächst.Ein Jahr zuvor machte ich noch eine Therapie ,und war mir sicher ich will aufgrund der Emo niemals Kinder!!!Tja der wunsch nach einem Kind ist viel größer gewesen als die Angst vor Erbrechen.
Ich wusste schon von anfang an es wird ein Mädchen,was aber nicht bei mir sein wird...das hatte ich immer im gefühl :cry:
In der 10 ssw sagte man mir ich sei an Toxoplasmose erkrankt,ich wahr 19 und wusste nicht was das ist.Niemand sagte mir was passieren kann,ich dachte mir"Gut ohne symptome überstanden,und dem Baby geht es gut"!Weit gefehlt!!!In der 13 Woche bekam ich Blutungen und es stellte sich herraus das ich ein Blutgerinsel an der Gebärmutter hatte,was nun abbluten muss.Nach einer Woche hielt ich es im Krankenhaus nicht mehr aus, und bin auf eigenem Wunsch heim gegangen.In der 15 woche wahr das Hämatom verschwunden,alles ist wunderbar gewesen...aber diese gedanke war noch da.In der 17 Woche bekam ich starke krämpfe und Blutungen,also wieder ins kh.Und wieder hieß es Hämatom.Diesmal blieb ich.Irgendwann hieß es dann es wird ein Junge,er sollte "Jason Tayler"heißen!Am 08.11.2007 bekam ich schlimme schmerzen in der Nierengegend,man gab mir Tabletten gegen die schmerzen,es wurde mir gesagt das kommt vom liegen.Die Nacht vom 08-09.11 sind die schmerzen so schlimm gewesen das am nächsten tag der Chefarzt kam(soll bedeuten keiner wusste so wirklich was mit mir und dem Kind ist)!Er sagte mir ohne mit der wimper zu zucken"Ihre Fruchtblase ist hereits vor 3 wochen geplatzt,ihr Kind wird zur Welt kommen"!In der 20 ssw hat kaum ein Kind die chance zu überleben.Ich brach zusammen und schrie so schlimm wie noch nie im meinem Leben(Das Erbrechen hätte ich in diesen fall vorgezogen anstatt mein Kind zu verlieren)!Er machte mir hoffnung,5% liegen die Chancen das alles gut wird.Ich vertraute den Ärzten und Hebammen(das wahr ein fehler),man gab mir ein Zäpfchen das sollte angeblich die wehen stopen.Später steht im Arztbericht,das es den Muttermund für die bevorstehende Geburt weich machen soll.Man plante also schon die Geburt meines damals noch geglaubten Sohnes.Die wehen verschwanden in der Nacht von 09-10.11,und ich schöpfte wieder neuen mut.Bis ein junger Assistenzarzt zu mir kam und sagte"Wenn jetzt keine wehen kommen leiten wir ein"!Man wollte meinem Kind gar nicht die chance geben zu Leben.Er sagte"sein sie nicht traurig,sie sind noch jung,und so können sie bald wieder Arbeiten!Ich schrei ihn an"Haben sie Kinder"?er schaute nur dumm,ich schrie lauter"Haben sie Kinder"?er antwortete"Ja eine Tochter"ich fragte ihn"Was würden sie tun wenn sie wüssten ihr Kind liegt im Sterben,und ein Arzt ist so abgebrüht und sagt ihnen sowas"?er stand auf und ging.Ich entschloß mich mein Kind nicht auf normalen wege zur welt zu bringen,aus angst ihr könnten Körperteile abgerissen werden.Ich bekam ein Medikament um die wehen Einzuleiten(die schlimmsten schmerzen meines Lebens),ich hatte schon presswehen als ich in den Op geschoben wurde,ich zwang mich nicht so pressen,ich wollte mein Kind heil in meinem arm halten.Der Assistenzarzt war auch dabei und fragte mich Eiskalt"Was jammern sie denn hier so rum?Wie bereits erwähnt ich hatte presswehen.Ich bekam ein Narkose und wurde ausgeschabt.Als ich wieder aufwachte wusste ich"Mein Kind ist nicht mehr bei mir"!Eine halbe stunde später kam die Hebamme und fragte mich"Wollen sie ihr Kind sehen?Ich sagte"Nein"!5 min später tat ich es doch,ein kleines wunderschönes Mädchen.Es ist alles schon dran gewesen,selbst die Haare wuchsen schon.Ich hab ihr den Namen"Jamie Leonie"gegeben.Bevor sie blau wurde wollte die Hebamme noch fotos von ihr machen.Ich fragte die Ärzte ob sie noch lebte,in ihren Gesicht sah man an das es so gewesen ist,aber sie sagten"Nein sie wahr schon in der Nacht tot"!Was nicht stimmen konnte,da ich sie 10 min vor der OP noch spürte.Auch ist sie nach der Geburt nach über 1 stunde warm und rosig gewesen,erst dann wurde sie blau.
Ich suchte mir einen Anwalt,nur kam ich nicht durch,da Akten gefälscht wurden(Seit 1.2.2012 haben sie ein weiteres Kind auf dem gewissen,mit 2 monaten an einen unendeckten Herzfehler gestorben)
Übel war mir bis zum bitteren ende,es ist mir egal gewesen(Erbrochen habe ich mich die ganzen 20 Wochen nicht)
Nummer 2 und 3 folgen heute Abend.
Schreibe vom Handy aus,und das sehr schnell weil mein jüngster gleich wach wird...also entschuldigt die Fehler :D

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Pummelfee
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Pummelfee » 18.12.2013, 00:58

Ok dann krame ich auch mal meine Geburt zusammen.

Schwangerschaft war für mich der Horror, 9 Monate Dauer Übelkeit und vomex Konsum! Anders hätte ich es nicht durch gehalten. Übergehen habe ich mich nicht, hatte aber echt Schiss das es unter der Geburt passiert


Ich wachte am 26.4, zwei Tage nach ET morgens um 7 auf und setzt mich ins Wohnzimmer. Mir ging es einfach nicht gut. Mein Freund ging zur Arbeit wie gewohnt und plötzlich hatte ich ne wehe. Nagut... Aha. Dann kam auch die zweite und dritte. Und dann bekam ich Panik. Also hab ich mich erstmal mit vomex Zäpfchen versorgt :D war auch einige Male groß auf dem Klo und wehte dann so vor mich hin bis meine Eltern mal kamen. Da machte ich mich dann noch hübsch und ging baden. Wollte ja gut aussehen bei der Geburt. Hatte mir extra wasserfeste Schminke gekauft.
Paar Stunden später stand ich im Geburtshaus am Seil und wäre am liebsten gestorben. Meine fresse. Wer hat sich das denn aus gedacht?
Ich hatte aber ständig Angst vorm kotzen. Also das war mir nie egal. Leider. Aber naja... Bin dann irgendwann in die Badewanne und habe dann ohne zu Kotzen innerhalb von 5 Stunden meinen Sohn in der Wanne zur Welt gebracht. Es war eine wunderschöne Geburt. Und auch die Tage danach fand ich nicht so schlimm. Tat alles weh und man fühlte sich quabbelig und leer. Brustwarzen brannten wie Feuer :D aber ansonsten.

Jetzt ist der dicke 8 Monate alt, ich hab ne dicke postnatale Depression. Ihm geht es sehr gut und ich bin sehr froh das wir uns für die Geburtshaus Geburt entschieden haben
Ich darf mich nicht fürchten.Die Furcht tötet das Bewußtsein.Die Furcht führt zu völliger Zerstörung.Ich werde ihr ins Gesicht sehen.Sie soll mich völlig durchdringen.Und wenn sie von mir gegangen ist,wird nichts zurückbleiben.Nichts außer mir. -Herbert

Motte105
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Motte105 » 20.12.2013, 22:02

Bin zwar erst seit heute hier, aber meine SS ist erst 9 Monate her und daher steckt sie mir noch regelrecht in den Knochen.

Ich hatte Hyperemesis. Sprich, ich habe die Übelkeit bis zum Schluss gehabt. (Einige hier ja auch.)
Es war der Horror. Jeden Tag Vomex, zu den schlimmen Phasen, wo weder Essen noch Trinken ging, war ich dann immer im Krankenhaus lange am Vomextropf. Habe mich komplett isoliert. Und einfach nur noch irgendwie durchgehalten.
Dann kam die Geburt. Super tolle Wehen den ganzen Tag lang. Und abends im Krankenhaus ging es ganz schnell alles. Es war noch nicht mal Zeit für eine PDA oder sonstige Schmerzmittel. Die Geburt dauerte ca 4 Stunden nur. Und ich habe nicht gespuckt. Hatte auch große Angst davor noch während der Geburt. Meine Emetophobie ist auch sehr ausgeprägt. Also Fazit: schlechte Schwangerschaft und Traum-Geburt.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Geburt als sehr sehr schmerzhaft und animalisch empfand und mir derzeit nicht vorstellen kann nochmal ein Kind zu bekommen.

Meine Tochter liebe ich über alles und würde es immer wieder so machen um sie bei mir zu haben. Aber erneut so eine SS mit dieser Übelkeit...niemals.

Motte105
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Re: Erfahrungsberichte - Die Geburt (m)eines Kindes

Beitragvon Motte105 » 20.12.2013, 22:05

Pummelfee, mir ging es sehr sehr ähnlich wie dir!


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