Ich will endlich ein Baby!

Forum für Emomamis/ -papis und alle die es werden wollen...Eltern von betroffenen Kindern und Kinder von betroffenen Eltern...

Moderatoren: Sase, Dianati, *

Benutzeravatar
danseusenoire
Beiträge: 801
Registriert: 31.01.2007, 13:40

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon danseusenoire » 05.09.2013, 20:14

Ach Mensch Du arme, mach Dir nicht so viele Sorgen. Anscheinend kommt es immer darauf an, wem man zuhört - ich habe bisher immer eher gegenteiliges gehört, eher dass die Schmerzen nach dem KS so nervig waren und sowas, aber nie, dass jemand erbrochen hätte. Ich denke mal, wenn die nen KS vornehmen und von Deiner Angst wissen, werden sie Dir vermutlich auch irgendwas anti-emetisches geben - hat ja weder für Dich noch die einen Sinn, wenn man sich dort quälen muss. Außerdem geht so ein KS eigentlich relativ schnell..und, auch wenns etwas banal klingt, ändern kannst Du durch das Grübeln und Angsthaben auch nichts mehr. Versuch, nicht so im Kreis herum zu denken, sondern Dich auf die positiven Sachen zu konzentrieren - dass Du bald Dein Kind (!) in den Armen halten wirst, dass Du morgen schon Mutter bist und auch die ganzen Beschwerlichkeiten der Schwangerschaft dann hinter Dir hast. Glaub mir, das ist bestimmt wie beim Zahnarzt - vorher denkt man "omg" und hinterher fragt man sich, warum man sich so verrückt gemacht hat. ;) Morgen um diese Zeit seid ihr schon zu dritt! :D
Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
-Maxim Gorki

Dianati
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 617
Registriert: 01.11.2008, 21:34

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Dianati » 05.09.2013, 20:54

Alles Gute für die Geburt und versuche dir die letzte Zeit mit deinem baby im Bauch nicht durch sowas so ruinieren zu lassen, auch wenn leichter gesagt ist als getan.
Und doch kann ich dir nur sagen, egal wie das baby da raus kommt, wenn du nur genug Leute fragst, dann wirst du bei jeder denkbaren Geburt jemanden finden, der sich übergeben musste. Ich kenne so viele, denen es bei einer natürlichen geburt so ging.
Ändern wirst du es leider nicht mehr können, aber der Moment wo das kleine bischen Mensch dann endlich bei dir ist, wird so vieles wieder gut machen.
Ihr schafft das!
LG Dianati
Moderatorin

Benutzeravatar
Sase
Administrator
Administrator
Beiträge: 6347
Registriert: 22.05.2003, 02:19
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Kontaktdaten:

AW: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Sase » 09.09.2013, 23:03

Wie gehts dir denn? Alles gut gelaufen? Melde dich mal, wenn du kannst.... :-)
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Tina1986
Beiträge: 125
Registriert: 15.06.2012, 23:38

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Tina1986 » 12.09.2013, 12:02

Hallo ihr Lieben,

nun werde ich aber mal berichten. Morgen ist die Kleine Maus ja eine Woche alt.

Ich möchte jedoch vorher sagen: hat jemand Angst vor einem Kaiserschnitt und / oder es steht einem einer bevor, sollte er meinen Beitrag hier bitte nicht lesen.


Also, Freitag früh um 6:15 Uhr sollte ich ins Krankenhaus. Wie bereits geschrieben, fühlte ich mich dort immer sehr gut aufgehoben. Den Tag war natürlich alles ganz anders.
Die Hebamme die mich dort betreute lernte ich bereits einige Tage zuvor kennen (wusste natürlich noch nix von einem Kaiserschnitt) und sie machte mir das CTG was angeordnet wurde. Ich kam auf Anhieb nicht mit dieser Frau zurecht. Sie ist seit 30 Jahren Hebamme - extrem altbacken- und was sie sagt ist goldene Regel. Psychische Krankenheiten gibt es nicht und eine Frau muss da eben einfach durch...

... Ich lag also morgens im Kreissaal - es wurde noch einmal ein CTG gemacht und ich stellte fest dass mich dieser Drache in den OP begleitet. Meine Laune begann zu sinken. Dann sagte sie, mit ihrer widerlich- besserwisserischen Art: Frau Kahlen, der Kreissaal ist leier zu voll. Nach der OP kommen Sie in den Aufwachraum. Dies dauert max. 4 Std. Ihr Kind bringen wir dann natürlich zu Ihrem Partner.

Mir schossen direkt die Tränen in die Augen. Der Gedanke, man reißt mir das Baby aus dem Bauch und ich sehe es dann mehrere Stunden nicht, ebenso meinen Partner, waren für mich nicht vertretbar. Ich nahm mir selber das CTG ab und sagte dass ich nach Hause gehe.

Dann kam die Ärztin. Bei der ich auch die Geburtsplanungen hatte und die wahnsinnig toll ist. Ich will nicht übertreiben - aber diese Ärztin ist für mich eine absolute Hammer-Frau. Die ganze Schwangerschaft über hat sie mich SO toll begleitet! Sie macht viele Seminare über psychische Erkrankungen mit. Sie hat SEHR viel Mitgefühl und man fühlt sich einfach wohl bei ihr.
Sie kam zu mir und fragte direkt warum ich weinen würde. Ich sagte es ihr und sie nahm mich erst einmal in den Arm. (DAS ist jawohl schon ungewöhnlich...)
Die Hebamme wurde dazu gebeten und die Ärztin fragte: Warum soll Frau Kahlen in den Aufwachraum?
Hebamme, bereits zickig und im Stolz gekränkt weil eine jüngere Ärztin sie musternd ansieht (sie macht ihren Job ja immerhin schon 30 Jahre...): Der Kreissaal ist zu voll. Da ist keine Zeit für Frau Kahlen
Fr. Dr.: Frau Kahlen wird Ihrem Kind nicht entzogen nach der Geburt. Das wird emotional zu viel Stress und bitte um Zufügung einer weiteren Hebamme. [Das Ganze Gespräch verlief natürlich vor der Tür... aber ich konnte es hören weil die Tür nicht ganz schloss]
Hebamme, immer wütender: Aber...
Ärztin: Ich habe jetzt keine Zeit darüber zu diskutieren. Hätten Sie sich mit der Akte der Patientin vertraut gemacht müssten wir dieses Gespräch nicht führen. Ich habe jetzt auch keine Zeit mehr und bereite mich nun auf die OP vor. Ach ja- und wir legen Frau Kahlen den Katheter erst im OP nach Betäubung. Ihr glaubt nicht wie sehr mich der Drache gehasst hat. :D

Ich wurde in den OP geschoben - Marcel drauf vorbereitet. Das legen Spinalanästhesie empfand ich nicht als schlimm. Ich weinte jedoch non stop und zitterte start weil ich vor dem Eingriff an sich große Angst hatte. Kaum war das Zeug im Körper fand ich es noch schlimmer als überhaupt erahnt. Ich hatte das Gefühl meine Lungen wären mitbetäubt.
Der Vorhang hin und Fr. Dr. guckte immer mal rüber und lächelte. Der Anasthesist saß natürlich brav an meinem Kopf und wusste auch von meiner Phobie. Er hielt meine Hand und sprach immer mit mir. Ich wollte nicht mehr, dass Marcel mit in den OP kam. Ich weiß nicht warum - aber es waren mir so schon zu viele Menschen da.

Schnipp Schnapp - das Geruckel an mir war ne Katastrophe. Ich schrie sogar die Ärztin an sie solle die Hände von mir nehmen. Mir war sehr übel - trotz Vomex.

Fertig und im Kreissaal sah ich endlich meine bildschöne Tochter und meinen Partner. Es war so atemberaubend. Ich konnte das Gefühl kaum in Worte fassen. Es lag dort ein Geschöpf was ich auf Anhieb sofort liebte, wie noch nie etwas zuvor.

Die Betäubung verging recht schnell - gott sei Dank. Das Gefühl sich nicht bewegen zu können ist furchtbar!
Dafür kamen aber natürlich die Schmerzen - und die waren wirklich nicht ohne. Ich bekam direkt etwas und noch mal was gegen Übelkeit. Den ganzen Tag konnte ich mich nicht bewegen. Abends sollte ich mal Aufstehen - aber mehr als Sitzen ging auch da nicht. Die Schmerzen waren grausam. Am nächsten Morgen war es noch nicht besser. Jede Bewegung zerriss mich quasi. Am Nachmittag wurde mir ein Zäpfchen gegeben und das half wirklich sehr gut. Ich konnte endlich aufstehen - was auch locker 30 min dauerte - und wurde zum Klo gebracht damit der Katheter raus kann.

Ab dann sollte ich immer mal wieder aufstehen und pinkeln. Es tat sehr sehr weh.
Dann kam was kommen musste: Es folge der Baby-Blues. Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Die Schmerzen, das Baby nur am schreien, der Tod meines Bruders... ich war nervlich am Ende.

Aber auch das verging nach 2 Tagen. :)

Mein Baby schrie nur, weil sie extrem hunger hatte und meine Milch noch zu wenig war. Ich pumpte etwas zusätzlich ab um die Produktion in Gang zu treiben. Das klappte super.
Am Dienstag durfte ich dann nach Hause. Meine Naht sieht klasse aus - nicht gerötet nix. Die Schmerzen wurden auf Anhieb besser weil ich mich viel bewegte. Ab Tag 3 wollte ich keine Mittel mehr. Das Einzige was mich furchtbar störte war mein Kreislauf. Ich konnte mich kaum drehen ohne dass mir extrem schwarz vor Augen wurde.

Als meine Hebamme am Mittwoch direkt herkam, durchstöberte sie erstmals meine Unterlagen und stellte fest dass mein Eisen extrem schlecht sei. Da komme wohl das Kreislaufproblem her. Ich hatte einen Wert von 9,2. Sie war da schon etwas sauer dass man mir kein Eisen im Krankenhaus gab. Eisentabletten will sie mir nicht geben, weil die Nebenwirkungen für einen Emotophobiker sehr unpassend sind. Ich mache es nun also über Säfte.

Im Allgemeinen war die Zeit im Krankenhaus sehr schlimm. Sie kam am Freitag, um 8:36 Uhr, mit 3450g und 49cm. Seit dem Freitag bis Dienstag hatte ich - wenn überhaupt - 4 Std Schlaf. Ich habe einfach den Dreh nicht gefunden.
Ich lag Nächte weinend dort - und es hat keine Sau interessiert. Keiner hat mir das Anlegen gezeigt und ähnliches. Es waren 20 Säuglinge da und alle waren etwas überfordert - es ist eben ein kleiner Kreissaal / kleines Krankenhaus. Das ist aber für mich keine Entschuldigung.

Zu Hause fühlte ich mich direkt besser. Der Kreislauf ist noch im Eimer aber ich bin ja nicht alleine. Die erste Nacht konnte ich auch hier nicht schlafen - ich verspüre einfach kaum Müdigkeit. Diese Nacht jedoch 5 Std! :)

Die Kleine ist ein absolutes Geschenk. Ich liebe sie so sehr und bin total verrückt nach ihr.

Feldweg
Beiträge: 193
Registriert: 26.11.2010, 20:26
Wohnort: Hessen

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Feldweg » 12.09.2013, 12:26

Meinen allerherzlichsten Glückwunsch :D und meinen tiefen Respekt vor Deiner so mutigen Entscheidung. Ich verfolge Deinen T. praktisch von Beginn an und kann nur sagen: HUT AB.

Ales alles Gute für jetzt und jeden weiteren Moment

LG

Benutzeravatar
danseusenoire
Beiträge: 801
Registriert: 31.01.2007, 13:40

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon danseusenoire » 12.09.2013, 12:57

Oh es tut mir wirklich sehr leid, dass die Erfahrung im KH so negativ war. Toll aber, dass Deine Ärztin so super auf Dich eingegangen ist, das ist wirklich klasse!

Und natürlich: Gratulation zur tollen Tochter!!! Ich freue mich wirklich sehr für euch, dass die ganzen Strapazen nun in etwas so Schönem resultiert sind. :) Ich hoffe, Du findest Dich bald wieder ein und kannst auch mal etwas länger schlafen und die ganze Anstrengung ausschlafen. Habt ihr euch schon für einen Namen entschieden (oder magst Du das hier nicht sagen, was ja auch verständlich wäre)?

Wow, nun bist Du Mutter..ich finde das immer so faszinierend, diesen Schritt im Leben. :)
Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
-Maxim Gorki

Tina1986
Beiträge: 125
Registriert: 15.06.2012, 23:38

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Tina1986 » 12.09.2013, 15:47

Sorry, ich musste vorhin so prompt aufhören zu schreiben weil der Wurm unbedingt die Brust wollte. :)

Ja, meine Erfahrungen sind nun ziemlich mies. Aber das werde ich so gut es geht hinter mir lassen.
Die kleine Motte heißt Isabella Marie.

Und als Fazit kann ich sagen: Jede Qual hat sich gelohnt. Selbst meine Schwangerschaft habe ich eher als nötig empfunden, um die Kleine zu bekommen. Aber jetzt wo sie da ist - oh man... :love: :hearts:

Kaltblau
Beiträge: 83
Registriert: 14.12.2012, 15:53

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Kaltblau » 12.09.2013, 16:22

Schade, dass du diese Erfahrung machen musstest.
Aber du warst enorm stark während der SS und der Geburt und als Lohn haste deine kleine Maus nun in den Armen.

Ich finde das Verhalten von der Hebamme total schrecklich! Was für eine Trulla :roll: Naja, sie wird schon wissen warum sie so frustriert ist und ihren Groll an Patienten auslassen muss, eigentlich kann sie einem leid tun.

Ich wünsche euch eine schöne Kennenlernzeit und ganz viel Nähe :)

Benutzeravatar
Sase
Administrator
Administrator
Beiträge: 6347
Registriert: 22.05.2003, 02:19
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Kontaktdaten:

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Sase » 12.09.2013, 19:19

Erst mal herzlichen Glückwunsch!!!! :D

Ich kann dich voll und ganz verstehen. Ich habe leider die selbe Erfahrung mit geplantem Kaiserschnitt gemacht, weswegen es mir beim zweiten mal noch wichtiger war, natürlich zu gebären. Auch, wenn es jetzt perfide klingt: Sei froh, dass du diese Arschloch-Hebamme hattest, die dir gleich reingedrückt hat, dass kein Kreissaal frei ist. So konntest du dich wehren und es hat sich gelohnt :top:. Mir hat das vorher keiner gesagt (und es wäre auch eine Lüge gewesen, denn mein Mann hockte 2 Stunden im Kreissaal rum und wartete auf mich während ich auf der Aufwachstation im wahrsten Sinne des Wortes vergammelte).
Und was die Schmerzen angeht hast du mein vollstes Mitgefühl, das ist echt nicht ohne :|

Aber nun hast du ein wunderschönes kleines Mädchen :-))) Und ich finde es so toll zu lesen, dass du sie sofort lieben konntest und dass sich alle Qual dafür gelohnt hat...
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Tina1986
Beiträge: 125
Registriert: 15.06.2012, 23:38

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Tina1986 » 13.09.2013, 06:26

Ich brauche jetzt noch mal eine ehrliche neutrale Meinung.

Ich stille ja. Dafür darf ich ja aber mein Antidepressiva nicht nehmen. Ich habs ja sofort in der schwangerschaft abgesetzt. Diese verhindern meine psychogenen Krampfanfälle sehr gut. Seit dem Tod meines Bruders wurde ja auch die Dosis erhöht. Nun merke ich aber schon dass es mir nicht mehr all zu gut geht. Zittrige Hände, öfters weinen am tag. Ich befürchte ich sollte es wieder nehmen. Aber das würde das ende des stillens bedeuteten, was mir ein sehr schlechtes gewissen macht. Ich will ihr von anfang an eine gute Mutter sein.

Meine therapie wurde ja pausiert wegen der schwangerschaft. Tiefenpsychoanalyse, weil alles andwre ja nie half. Auch da kann es nur mit tabletten weiter gehen.

Oh man... ich weiß nicht weiter.

(Das weinen bezieht sich wirklich hauptsächlich auf meinen bruder. Der gedanke dass der wichtigste mensch in meinem leben MEIN Schönstes Ereignis verpasst... :'( )

Feldweg
Beiträge: 193
Registriert: 26.11.2010, 20:26
Wohnort: Hessen

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Feldweg » 13.09.2013, 07:00

Hallo, guten Morgen,

Oh je - es tut mir leid, dass Du so zu kämpfen hast gerade. Ich denke, dass das Weglassen des AD unterm Strich die größere und flächendeckendere Belastung darstellen würde - als ein Umstieg auf Flaschennahrung fürs Baby. - Jede Deiner Befindlichkeiten überträgt sich auf das Kind - und Auswirkugen sind unter Umständen eben erst viel später zu erkennen - es wird sie aber geben - mit Sicherheit. Eine Störung der frühkindlichen Bindung hat in der Regel fatalste Folgen - und eine Störung ist bereits dann zuerwarten, wenn DU nicht gut "bei Dir" bist - bzw. eine Belastung in Dir trägst, die einer (auch medikamentösen) Behandlung bedarf. Es MUSS Dir im Grunde GUT GEHEN - damit das Kindchen "sicher gebunden" aufwachsen kann. Der Wegfall des Stillprozesses ist da wirklich eher zu kompensieren - als eine "psychische Labilität" Deinerseits.

PS auch wenn das nach "klugscheißen" :oops: klingt - verzeih mir - so ist es NICHT gemeint!!!! Aber ich habe mich mit Bindungsverhalten und Störungsfeldern für dieses, incl der zu erwartenden Folgen seit Jahren intensiv beschäftigt (auch beruflich!). Ich würde hier kein Risiko eingehen - denn DU legst das Fundament für die seelische Sicherheit Deines Kindes - und das schon, bevor es auf die Welt gekommen ist - und jetzt mit Sicherheit.

Alles Liebe - und LASS ES DIR GUT GEHEN !!!!!!! Für Dich - und das Kindchen

Bright Berry
Beiträge: 506
Registriert: 18.02.2008, 18:23
Wohnort: Bremen

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Bright Berry » 13.09.2013, 09:35

Soweit ich weiß, gibt es stillverträgliche AD! Kennt sich deine Hebamme damit aus? Frag sie mal. Falls nicht, dann kannst du dich an eine Stillberatung wenden, z. B. hier http://www.lalecheliga-bremen.de/ oder auch hier findest du kompetente Hilfe und Beratung http://www.stillen-und-tragen.de/forum/

Außerdem kannst du bei embryotox anrufen http://www.embryotox.de (können sowohl Privatpersonen als auch Ärzte) und dort nach stillverträglichen AD fragen. Hier steht z. B. speziell etwas zu AD, aber ich denke, am besten anrufen. http://www.embryotox.de/depressive_kran ... ilder.html

Alles Gute!

Benutzeravatar
Sase
Administrator
Administrator
Beiträge: 6347
Registriert: 22.05.2003, 02:19
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Kontaktdaten:

AW: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Sase » 13.09.2013, 11:42

Ich schliesse mich brightberry und feldweg an. Allerdings könntest du auch einfach noch babyblues haben. Bei mir war das nach dem unerwünschten ks ganz extrem.
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Benutzeravatar
danseusenoire
Beiträge: 801
Registriert: 31.01.2007, 13:40

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon danseusenoire » 13.09.2013, 12:19

Ich möchte das hier mal etwas relativieren:

Eine Störung der frühkindlichen Bindung hat in der Regel fatalste Folgen - und eine Störung ist bereits dann zuerwarten, wenn DU nicht gut "bei Dir" bist - bzw. eine Belastung in Dir trägst, die einer (auch medikamentösen) Behandlung bedarf. Es MUSS Dir im Grunde GUT GEHEN - damit das Kindchen "sicher gebunden" aufwachsen kann.


Das hat zwar einen wahren Kern, ist aber wesentlich zu krass ausgedrückt und hilft Dir in der jetzigen Situation sicherlich eher nicht. Der heutige Stand der Forschung (zumindest das, was ich in meinem Psycho-studium gelernt hab, die entsprechenden Kurse sind jetzt 2 Jahre her und von dem Stand geh ich aus) ist, dass Kinder durchaus relativ robust sind gegenüber Problemen der Eltern, solange sie nicht vernachlässigt werden und ihnen gezeigt wird, dass man sie liebt. Wenn es der Mutter nicht gut geht, psychisch, ist das KEINE instant-Grundlage für eine unsichere Bindung! Dazu bedarf es einer Störung der Mutter-Kind Beziehung, eines unvorhersagbaren Verhaltens der Mutter (zB mal Aufmerksamkeit schenken, dann ignorieren - und das tust Du ja nicht!) und noch vieler weiterer Faktoren. Das obige klingt so, als würde es reichen, dass man mal ein paar Wochen down ist und das ist definitiv nicht der Fall, sonst hätten wir alle eine Bindungsstörung, da wirklich viele Mütter nach der Geburt erstmal Depressionen bekommen. Abgesehen davon gibt es ja auch noch einen Vater, der sich um das Baby kümmern kann. "Eine Störung ist bereits dann zu erwarten wenn Du nicht bei Dir bist" ist - sorry wenns krass klingt - Dramatisierung hoch zehn, ein schlechtes Gewissen induzierend wenn man sich mal nicht fühlt und neben der Spur ist und wissenschaftlich eben nicht haltbar. Abgesehen davon verlaufen Bindungsentwicklungen auch nicht bei jedem Kind total gleich, da jedes Kind eben anders ist. Hier in dem Fall seh ich aber echt nicht, wo die Bindungsstörung herkommen sollte, weder von der kürze der Zeit her, noch vom Ausmaß der Probleme!

Also, mach Dir keine Sorgen, dass Du da jetzt irgendwas kaputt machst/gemacht hast oder dass Du Dich zusammenreißen müsstest, damit Dein Kind keinen Schaden nimmt. Wirklich!

Was die AD angeht, wäre ich dennoch auch dafür, das mal zu beobachten und dann gegebenenfalls wieder welche zu nehmen. Es gibt zwar diese ganzen Pro-Still-Fraktionen, aber es ist dennoch kein Weltuntergang für Dein Kleines, wenn sie mit der Flasche gefüttert wird. Auch das wird oft einfach dramatisiert - klar sollte man es vielleicht erstmal probieren, aber wenn andere Gründe entgegenstehen, ist es auch kein Problem, eben nicht zu stillen. Davon kann es trotzdem gesund und munter aufwachsen! Lass Dir da nicht einreden, dass Du Deinem Kind irgendwas kaputt machst. Da geht Deine Gesundheit wirklich vor und ADs sind in Deiner Situation sicherlich nicht verkehrt, auf Lange sicht. Momentan kann ich mir aber auch vorstellen, dass das noch postnatale Depressionen sind, hatte mich ehrlich schon etwas gewundert, dass Du meintest, die seien nach 2 Tagen weg gewesen, denn das ist schon sehr schnell. Auch wenn sie sich auf Deinen Bruder beziehen - vor allem hormonell hervorgerufene Depressionen haben es so an sich, dass man diese depressive Stimmung hat und sich das Hirn dann sozusagen einen "Grund" sucht, und den in den Fokus des Denkens rückt.
Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
-Maxim Gorki

Tina1986
Beiträge: 125
Registriert: 15.06.2012, 23:38

Re: Ich will endlich ein Baby!

Beitragvon Tina1986 » 13.09.2013, 19:19

Hallo,

danke mal wieder für die zahlreichen Antworten.

Ich hatte heute ein langes Gespräch mit meiner Hebamme. Sie kennt meine Vorgeschichte ja auch sehr gut und nimmt sowas auch wirklich ernst. Sie hat mir erst einmal Entwarnung gegeben. Meine Anzeichen stehen eher für das typische Wochenbett - Geweine. Ich lache am Tag viel, himmle meine Prinzessin an und liebe sie abgrundtief. :)

Nun fühle ich mich auch etwas beruhigt.

Heute Abend werde ich erstmals eine Flasche Pre-Nahrung zufüttern. Sie will nachts so viel an die Brust - spuckt es ständig wieder aus - und wir müssen das Spiel von vorne beginnen. Ich mache schon alle 3 Minuten Bäuerchen - lege sie danach mit dem Oberkörper leicht hoch... aber nix hilft da. Letzte Nacht habe ich geschlagene 5,5 Std gestillt. :? Wie meine Brust sich anfühlt kann wohl jede Frau nachvollziehen die schon einmal gestillt hat. AUA! Diese Rasierklingen und Säure die sie da durch die Brustwarzen zieht lassen mir die Tränen in die Augen schießen. :lach:


Zurück zu „Emetophobie und Kinder“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Yahoo [Bot] und 1 Gast