angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

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claviceps
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 10.10.2012, 10:13

@ powerlady:
wie schon gesagt. ich habe nicht mehr so lange zeit, um über den kinderwunsch nachzudenken. der wunsch ist zweifellos da. aber die bedenken eben auch. und ich bin der typ mensch, der sich über alles (nicht nur mögliche ss!!!) gedanken macht.
ich mache mir auch gedanken, wenn ich den job wechsle, oder sonstige einschneidende erlebnisse bevorstehen. ich bin nun mal so. ich will das so. ich will mir gedanken machen. ich will nachher nicht dastehen und mir sagen "mann das war aber echt bescheuert von dir. zu handeln ohne nachzudenken. so ein dummer fehler hätte vermieden werden können."
das ist einfach meine art. ich denke erst- und handle dann. und während des denkens tausche ich mich gerne aus. - deshalb schreibe ich hier. damit ich in meinem denken durch die sichtweise von aussenstehenden bestätigt oder korrigiert werde. manchmal hilft es auch schlicht, dinge aufzuschreiben, um sich über sie klar zu werden.

@ allgemein:
ich muss vielleicht noch ausführen, dass diese kinderplanung vor dem hintergrund des baus eines eigenheims und die heirat mit meinem partner hängen. sozusagen, alles, was ich mir immer gewünscht habe. in diesem fall jedoch alles oder nichts: ich kann nämlich auch zu meinem freund gehen und ihm sagen, dass ich noch nicht bereit bin für ein kind, dass es deshalb nie eins geben wird (altersgrenze), dass wir also kein grosses haus für zwei brauchen, und er mich nicht zu heiraten braucht. dann habe ich zeit um an mir zu arbeiten und kann mal schauen, ob ich in 20 jahren soweit wäre... dann kann ich nämlich ohne angst vor einem noro-ausburch direkt im altenheim einziehen.
"an den meisten tagen fühle ich mich einfach nur schlecht. - nur an wenigen tagen geht es mir richtig dreckig." - frei nach woody allen

powerlady

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon powerlady » 10.10.2012, 10:28

sag mir bitte mal, wie alt du bist?

ich habe mein 1. kind mit 38 jahren bekommen..............

und noch etwas:
ich war früher genau so wie du:
habe mir über ALLES einen kopf gemacht, es war echt nevend (besonders für die
leute, die mit mir zu tun hatten).
seitdem ich aber meinem kopf "sinnvolle arbeit" gebe (fernstudium) geht es.
vllt solltest du, wenn dich gedanken quälen, einfach dinge machen, die dich ablenken.
sportest du gern? irgend etwas aktives.
für MICH klingt es so, als würdest du dich sehr unter druck setzen (wegen deines "alters").
das wäre für eine schwangerschaft eh gift.
falls ich dich ganz falsch verstanden habe, entschuldige ich mich.
lg

powerlady

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon powerlady » 10.10.2012, 10:32

entschuldige, ich habe noch etwas vergessen:

JEDER denkende mensch sollte nachdenken, das ist völlig klar!!
aber zwischen sich gedanken machen und sich unnötig verrückt machen, liegen
welten!!
ich für meinen teil weiß nur, dass ich mir mein leben damit total schwer gemacht habe.
manche dinge muss man tatsächlich auf sich zukommen lassen, und da ändert "sich das
hirn zermatern" gar nichts dran. das ist das leben!!
lg

Gast

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Gast » 10.10.2012, 10:32

Ich kann die Gedanken von claviceps gut nachvollziehen. Ich habe sie mir damals nicht gemacht, aber nicht weil ich in meiner Arbeit an der EMO schon weit war, ich habe mir schlicht und ergreifend keine Gedanken gemacht. Das war vor meiner ersten SS. Vor meiner 2. SS hatte ich genau diese Gedanken auch, da ich wusste was EVENTUELL passieren kann.
Leider bin ich nun mal einer der Frauen mit hyperemesma gravidarum gewesen und es reichte wirklich nur ein winziger falscher Geruch und es ging los und zwar recht schnell. Das hat nichts mit Panikmache zu tun. Ich denke claviceps weiss, dass es in der Form nur recht wenige Frauen trifft. Ich wollte nur sagen, dass ich ihre Gedanken nachvollziehen kann.
Ich möchte dir ganz konkret darauf antworten. Es kam vor, dass ich mich im Stadtverkehr am Steuer übergeben habe, das heisst, ich konnte nicht mehr an den Strassenrand. Es kam auch einmal auf der Autobahn vor, allerdings konnte ich da noch auf den Standstreifen fahre, aber nicht mehr aussteigen. Die Angst, unkontrolliert irgendwo vorzubrettern brauchst du nicht zu haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man so in der Ausnahmesituation drin ist, das man trotz allem noch kontrolliert handelt. Allerdings bin ich dann auch kein Auto mehr gefahren. Ging eh nicht mehr, dazu war ich zu krank. Das wovor du Angst hat kann eintreten, ist aber die absolute Ausnahme, dann wirst du eh Konsequenzen ziehen müssen.
Ich hoffe sehr, dass du nicht entmutigt wirst, aber du wolltest ja eine Offenheit.

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claviceps
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 10.10.2012, 11:17

@ powerlady:
ja, natürlich ist das hirn zermartern nicht gut. ablenken nützt da leider nichts. das kann ich ganz gut. aber das kommt einem verdrängen gleich. ich kann echt alle sorgen vergessen. aber irgendwann kommt alles zehnfach schlimmer wieder und dann gerate ich in panik. ich denke lieber "kontinuierlich" und wohldosiert darüber nach. ;D
zu meinem alter: ich bin mitte dreissig. aber ich habe mir fest vorgenommen, nicht noch später mutter zu werden. das ist nur meine persönliche meinung und ich will niemanden beleidigen, aber ich finde eine späte mutterschaft sowohl für das kind also auch für die frau nicht gut.

@geli:
vielen dank! ich finde deinen beitrag überhaupt nicht entmutigend. im gegenteil. der macht mir mut, weil es mir zeigt, dass es möglich ist, die kontrolle so weit zu behalten, dass man sich nicht gleich umbringt. dass man im fall einer hyperemesis natürlich anderweitig lösungen suchen muss, ist mir klar. ich wäre die erste, die sich dann krankschreiben lässt! da geht die gesundheit von kind und mutter vor. meine sorge war/ist: wenn die hyperemesis auftritt und quasi "ausbricht" und man zum ersten mal unvorbereitet erbricht, kann dieser moment überall und jederzeit sein!

überall und jederzeit - im übrigen genau wie alle anderen komplikationen in der ss (die mir auch angst machen, die ich aber nicht im forum für emetophobie-fachleute (das seid ihr ;D) , sondern mit anderen fachleuten (FA) besprechen werde)
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Glycerine
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Glycerine » 10.10.2012, 11:59

Geli hat geschrieben:Ich möchte dir ganz konkret darauf antworten. Es kam vor, dass ich mich im Stadtverkehr am Steuer übergeben habe, das heisst, ich konnte nicht mehr an den Strassenrand. Es kam auch einmal auf der Autobahn vor, allerdings konnte ich da noch auf den Standstreifen fahre, aber nicht mehr aussteigen. Die Angst, unkontrolliert irgendwo vorzubrettern brauchst du nicht zu haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man so in der Ausnahmesituation drin ist, das man trotz allem noch kontrolliert handelt. Allerdings bin ich dann auch kein Auto mehr gefahren. Ging eh nicht mehr, dazu war ich zu krank. Das wovor du Angst hat kann eintreten, ist aber die absolute Ausnahme, dann wirst du eh Konsequenzen ziehen müssen.


Geli, ich weiß nicht, ob du darauf schon mal geantwortet hast, aber hat die hyperemesis deine Phobie verschlimmert oder wurde sie vielleicht sogar besser?
Ich kann mir vorstellen, dass durch die Häufigkeit des Erbrechens der Schrecken davor etwas genommen wird. Und warst du in beiden Schwangerschaften mit Hyperemesis gestraft? Würde mich freuen, wenn du antwortest.
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

Gast

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Gast » 10.10.2012, 12:57

Ich hatte die hyperemesis in beiden SS. Auf die Emo hatte die Erkrankung keinerlei Auswirkung. Für mich ein ganz klares Zeichen, dass die Emo (zumindestens meine), nichts mit dem reinen Akt des Erbrechens zu tun hat, sondern ein Deckmäntelchen ist. Ansonsten hätte ich die Emo mit Sicherheit hinter mir gelassen, da ich mich um den Daumen gepeilt pro SS ca 1200 mal übergeben habe.

Dianati
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Dianati » 10.10.2012, 13:10

Sich grunsdsätzlich sowas zu überlegen ist nicht so schlimm finde ich, es sollte nur keinen Schrecken verursachen oder jemanden gar in Verzweiflung stürzen.
Grundsätzlich kann ich nur sagen, wirst du wann auch immer ein Kind haben, dann isses damit eh meistens vorbei, denn mit Kind irgendwas planen oder lange über irgendwas nachdenken ist selten drin :biggrin:
Das ist ne wichtige Lehre für mich gewesen und hat mir gezeigt wie viel Zeit ich doch verschwendet habe mit denken und grübeln, so gehts auch wunderbar.

Ansonsten kann ich nur von dem was mir bekannt ist sagen, dass der Körper bestimmte Schutzfunktionen hat, die meistens doch noch funktionieren. Sprich das Übergeben sie paar Sekunden zu verschieben, bis man nicht in Gefahr ist oder auch im Auto keinen Kreislaufzusammenbruch zu bekommen während man mit 100 Sachen über eine Autobahn reißt.
Grundsätzlich kann es immer sein, dass der Körper das nicht schafft, dieses allgemeine Risiko hast du aber immer sobald du am Steuer sitzt, ob mit oder ohne Schwangerschaft. Dieses extreme Erbrechen ist eben auch selten, man kann daran leiden es muss aber nicht.
LG Dianati
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Schnuffel

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Schnuffel » 10.10.2012, 15:34

Ich greife hier mal eben pipilottas kommentar auf und setze meine ausführungen drunter...

Wieso liegt dir, claviceps, so viel daran, dass du ALLES oder GAR NICHTS hast? Wo ist denn da die grauzone, die flexibel ist? Das ist schwarz-weiß denken und setzt dich mehr unter druck, als nötig wäre und unter druck kinder zeugen funktioniert nicht... wenn du in kinderwunsch-foren unterwegs bist, sind es meist die, die schnell schwanger werden, die sich sagen: gut, es kann kommen, aber es muss nicht...
frauen die quasi agribisch versuchen, dass die befruchtung/einnistung,... tatsächlich klappt, sind es, die am ende die längsten zyklen geübt haben, bevor sie schwanger wurden...

was ist denn, wenn du heiratest, aber kein kind hast? wieso muss ein großes haus für eine familie konzipiert sein, kann nicht auch nur ein paar drin leben und hat halt mehr platz für diverse hobby- und arbeitszimmer? was wäre denn, wenn du ein kind bekommst, aber unverheiratet bleibst?

Ist jetzt vielleicht keine antwort zur eigentlichen frage, aber ich wollt dich nur noch auf das schwarz-weiß denken hinstupsen... das lässt nämlich keinen handlungsspielraum...

Dianati
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Dianati » 10.10.2012, 17:58

Ergänzend die Frage, was passiert, wenn es mit dem Kinder kriegen nicht klappt? Ist damit das Leben wie es bisher läuft vorbei? Das würde mich nun echt erschrecken und in einer solchen Situation wie du möcht ich mich bitte nie befinden. Alles oder nichts, das kann doch nicht gut gehen
LG Dianati
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powerlady

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon powerlady » 10.10.2012, 18:15

gebe dir völlig, recht, dianati!!

genau so ist es.
ich halte die einstellung von "alles oder nichts" auch für fatal.
hoffe, dass sie daran arbeiten kann.
lg

Sevgi
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Sevgi » 10.10.2012, 20:07

Mark Webber, der F1 Fahrer, hat mal während eines Autorennens geko....
Du kannst jederzeit während der Fahrt in eine Situation kommen, bei der du extrem aufpassen musst. Niesen ist unter Umständen schon gefährlich weil man da automatisch die Augen zumacht.
Versuchs einfach. Man wächst mit seinen Aufgaben. In der Theorie ist alles anders. Man muss es machen und entschlossen sein, es zu schaffen. Das "wie" zeigt sich erst, wenn es soweit ist, und dann ist es meist halb so schlimm. Ich hab in der Schwangerschaft 2 Wochen Übelkeit gehabt ohne k.... Ich hätte mir vorher alles mögliche überlegen können, was ich dann machen kann. Aber in der Praxis macht man dann einfach das, was einem in dem Moment am besten tut. Wenn das ist, morgens um 10 Kartoffelbrei mit Soße zu essen, dann ist das eben so. Ich war auch einkaufen einmal und hab alles gekauft zum essen, was mir nicht widerlich vorkam und konnte zu hause dann nichts davon essen, musste zum Chinesen fahren und Nudeln kaufen. Ich kann das vorher nicht planen. Ich kann auch nicht sagen, ich werde keine Angst haben. Ich hatte Angst und es war nicht schön. Aber ich habe in der Situation dann die Strategie gewählt, mit der es mir am besten ging.
Ich habe heute noch Angst wenn meine Kinder krank sind. Grade heute war ich mit ihnen im Krankenhaus, weil der eine sich die Finger im Aufzug geklemmt hatte. Mittwoch nachmittag natürlich alles zu, also Notfallambulanz im Krankenhaus. Da saß ein Mann in einem Zimmer mit so einer Nierenschale vor sich.... überall diese Automaten mit Brechtüten.... fands sehr unangenehm. Hab aber meinen Kindern erlaubt, dort mit den Spielsachen zu spielen und sich dann von einer anderen Patientin ein Bonbon zu nehmen mit den Fingern, die dort alles berührt hatten. Ja, ich denke an solche Sachen. Ja, es ist nicht immer leicht. Aber ich geh da durch, erlaube den Kindern (fast) alles, auch wenn es ein Risiko ist (ich meine das jetzt allein auf unser Thema beschränkt). Meine Kinder sind definitiv keine Emos. Sie haben mitgekriegt, dass die Mama das nicht so abkann. Das hindert sie aber nicht daran, zu mir zu kommen, wenn es ihnen schlecht ist. Ich kümmere mich auch um sie, einfach weil es sein muss. Wenn gerade der Papa auch da ist, dann bitte ich schon mal, dass er übernimmt. Wenn nicht, dann Augen zu und durch. Neulich Indoor Spielplatz, ich allein mit den beiden. Einer trinkt nach dem toben gaaaanz viel Mineralwasser und ißt warmen Schokomuffin und klagt dann über schlimmes Bauchweh. Was tun? Riskieren, dass er hier vor allen Leuten k... ? Nein, also bin ich mit ihm Richtung Toilette, Hasse das zwar, denn das scheint mir fast eine Niederlage zu sein, eine Akzeptanz, dass es passieren wird. Aber was tun? Mitten in der Halle am Tisch bleiben? Gut, wir waren dann in der Toilette und er hat ein paar mal laut gerülpst (Mineralwasser eben) und gut wars. Ich war schon erleichtert.
Was ich sagen will, man kann vorher nie alles absichern. Man wächst in das alles rein. Es bleibt einem auch nichts anderes übrig. Und darauf warten, dass die Emo ganz weg ist, bevor man etwas tut? Das ist utopisch. Man kann sich bestenfalls arrangieren.
Lass dich darauf ein und es wird ein Weg zu finden sein.
LG Sevgi

MamaVanni
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon MamaVanni » 10.10.2012, 22:38

Was mir auch noch aufgefallen ist: du willst noch garnicht so wirklich hören was passieren kann oder wie es wird wenn das Kind da ist. Du versteifst dich total auf den Umstand, erstmal die schwangerschaft hinter dich zu bringen. Und dich zu fragen, was nun Passiert wenn du ganz Ploetzlich und ohne ankuendigung brechen musst. Ich glaube nicht, das einem das erbrochene einfach so aus dem Gesicht fällt ohne das man vorher was gemerkt hat. Es ist in vielen fällen nur ein minimaler Zeitraum, aber der reicht zumindest Schonmal um dich erst in Sicherheit zu bringen und dann das "geschäft zu erledigen".

Wie ich Schonmal sagte, und das meine ich wirklich nicht böse: die Schwangerschaft, und das wirst du (wenn) dann auch im Nachhinein feststellen und die Muttis hier werden mir zustimmen, ist das leichteste am ganzen Baby-Prozess. Hätte ich damals wirklich bewusst gewusst das ich mich ab dem Zeitpunkt als mein Baby auf der Welt war, mich nie wieder wirklich entspannen kann, dann hätte ich meine Schwangerschaft sehr viel mehr genossen. Die Zeit genutzt, mich in Ruhe darauf vorzubereiten und mich so richtig zu entspannen. Aber nein, mir war oft übel und ich hatte Zuviele sorgen und Ängste.

Wenn das Kind erstmal da ist ist auf einmal die Schwangerschaft vorbei und man muss ab nun fuer immer fuer einen Menschen da sein. Niemand redet mehr über die Schwangerschaft und man ist Mutter. Und die Zeit, in der man Mutter ist, Gegenüber gestellt der Zeit die eine ss dauert- kann man das doch fast als Spaziergang sehen :)

Ich schweife schon wieder ab... Also ich finde es ein wenig bedenklich das du dich nur so auf die möglichen Situationen der ss versteifst... Du sagst du gruebelst viel... Du hast sicherlich schon an das leben mit deinem Kind gedacht. Dann nehmen wir mal die Situation raus, die dir so viel Angst bereitet: dein 5 jaehriges Kind sitzt hinter dir im Auto während ihr über die Autobahn Fahrt... Und fängt auf einmal an zu brechen. (kleine Kinder sagen vorher meistens nicht Bescheid). Bist du dann gedanklich bereit mit dieser Situation umzugehen?
Lg
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
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claviceps
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 11.10.2012, 07:59

ich fasse zusammen.

wie schon gesagt. ich weiss, dass ich in notsituationen funktioniere. ich kann mich zu einigem überwinden, wenn es denn sein muss.

dass ich mir gedanken gemacht habe, wie es sein wird mutter zu sein, versteht sich von selbst! das muss ich nicht weiter erklären, da ich ja bereits gesagt hatte, dass ich mir vieles vorher überlege. und auch dass man als mutter immer mutter ist, weiss ich. :ja:

das mit dem schwarz/weiss denken ist eine meiner schlechten eigenschaften. ich bin nun einmal ein perfektionist. ABER ganz klar, dass ich mich mit den meisten sachen arrangieren kann und man sich an (fast) alles gewöhnt. das habe ich an mir selbst mehr als einmal festgestellt. trotzdem darf ich doch vorher eine idealvorstellung haben. dass diese nicht zu 100 % realisierbar ist - soviel realitätssinn habe ich noch. :biggrin:

die aussage mit "alles oder nichts" war wohl ein wenig provokativ. :oops: ich werd's noch ein wenig mit persönlichem hintergrund ausführen: fakt ist einfach, dass mein freund sich sehr eine familie wünscht. ich im übrigen auch. denn ich stamme aus einer grossen familie und ich gehe allein zu hause fast ein! dass es mit dem kinderkriegen auf natürlichem weg (oder per adoption) vielleicht nicht klappen könnte, damit muss man selbstverständlich immer rechnen. dennoch planen wir unser haus lieber mit kinderzimmern. wäre ja auch doof, das nicht einzuplanen und dann wieder umziehen zu müssen! und das mit der heirat ist folgende: wir heiraten erst, falls ich schwanger werde. andernfalls macht das steuer-technisch überhaupt keinen sinn. wenn einer von uns jetzt allerdings plötzlich sagen würde "hey ich will nie kinder haben", dann müssten wir unsere beziehung in frage stellen. familienplanung war von anfang an ein thema.

meine emo hat sich mittlerweile ziemlich zur selbst-kotz-emo entwickelt. klar, wenn jemand anders erbricht, finde ich das immer noch nicht schön und sehe und höre nicht unbedingt zu, wenn es die not nicht erfordert - wer macht das schon gern?

ich finde, wenn man es als emo so weit schafft wie sevgi (danke für deinen beitrag, der macht mut), ist das ein guter zustand. das ist mein persönliches, realisitsches ziel. die kotz- situtationen sind nicht schön, aber man überlebt sie.

ausserdem noch ein beispiel von zwei nicht-emos, zwei gestandene männer. gesetern auf arbeit erzählt: einer meinte, es sei unglaublich, was sich in einem kopf so alles abspielen könne. ihm werde regelrecht übel, wenn seine kinder erbrechen. darauf meinte der andere, sein kleiner hätte kürzlich während einer auto-probefahrt das auto vollgekotzt. es habe ihn selbt (während der fahrt) auch gleich gehoben (und sie hätten dann einen anderen wagen gekauft :biggrin: )
fazit: auch "normalos" können mal echt auf die probe gestellt werden.

es ist nicht mein ziel, jedesmal wenn jemand kotzt zu jubeln und zu denken "toll, ich will auch!".
"an den meisten tagen fühle ich mich einfach nur schlecht. - nur an wenigen tagen geht es mir richtig dreckig." - frei nach woody allen

Doris

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Doris » 11.10.2012, 11:57

claviceps hat geschrieben: und das mit der heirat ist folgende: wir heiraten erst, falls ich schwanger werde. andernfalls macht das steuer-technisch überhaupt keinen sinn. wenn einer von uns jetzt allerdings plötzlich sagen würde "hey ich will nie kinder haben", dann müssten wir unsere beziehung in frage stellen


Ups, da mußte ich nun erstmal schlucken. Wir, mein Mann und ich, haben geheiratet, weil wir uns lieben, und nicht, weil wir dadurch irgendwelche steuerlichen Vor- oder Nachteile hatten. Wir sind nun seit 28 Jahren verheiratet und haben keine Kinder - Deiner Meinung nach dürfte es unsere Beziehung also gar nicht geben ......

Doris


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