angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

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claviceps
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angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 05.10.2012, 15:13

hallo zusammen

ich bin ja in letzter zeit eher stille mitleserin gewesen. ich habe eigentlich ausser in akut-situationen die emo gut im griff gehabt. war diesen sommer sogar 3 wochen in usa mit langstreckenflug und 3000 km autofahren. (ok, ich hatte natürlich reisekaugummi und so n zeug in der notfallapotheke, aber genommen habe ich eigentlich wenig davon)

doch nun kommt mein grosses problem. mein schatz und ich planen nachwuchs. ich werde bald aufhören zu verhüten. nun habe ich aber unglaubliche angst davor, dass mich die ss-übelkeit so treffen könnte, dass ich quasi brechen muss, ohne dass ich's auf die toilette schaffe. liest man ja immer wieder mal. und man weiss nie vorher, wie stark es sich äussern wird. klar, threads mit "angst vor schwangerschaftserbrechen" haben wir schon. aber bei mir geht das noch weiter:
ich fahre jeden tag 120 km mit dem auto zur arbeit. auf der autobahn. mit seeeehr dichtem verkehr. wenn mir nun während des fahrens urplötzlich schlecht wird und ich's nicht zum standstreifen schaffe? und ich dabei einen unfall baue?

in meinem kopf spielen sich wildeste horror-szenarien ab. :roll: und ich schiebe das entfernen der spirale immer wieder hinaus. (obwohl ich langsam die folsäure-prohpylaxe-tabletten nicht mehr sehen kann...). mir ist jetzt schon ständig übel auf der autobahn, nur beim gedanken an die bevorstehende ss.

ich fürchte fast, dass mir meine psyche hier einen streich spielt: weil ich eigentlich immer noch angst habe vor dem erbrechen, geht das horrorszenario in gedanken noch ein wenig weiter. vermutlich in der hoffnung, dass irgendjemand sagt: "oh, na wenn das so ist, darfst du natürlich vomex nehmen - musst du sogar als prophylaxe vor einem verkehrsunfall" :oops:

der frust ist also der: der fantasie eines emos sind keine grenzen gesetzt. wir finden immer wieder ausflüchte, damit die angst auch schön begründet bleibt. wie kann man sich selber davon überzeugen, dass die angst schwachsinnig ist, wenn doch das restrisiko bestehen bleibt?

ich dreh so noch bald durch...
"an den meisten tagen fühle ich mich einfach nur schlecht. - nur an wenigen tagen geht es mir richtig dreckig." - frei nach woody allen

wintertime88

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon wintertime88 » 05.10.2012, 22:11

Hallo,

Ich habe schon eine Kind und die ganze schwangerschaft war mir nicht einmal schlecht, ich habe nicht einmal gebrochen.
Aber du weißt ja das ist bei jedem anders...

Meistens ist die schlimme Übelkeit bis zur 12 Woche. Das ist ein überschaubarer Zeitraum und bis dahin könnte sich eine Lösung finden. Es gibt natürlich Medikamente extra für schwangerschaftsübelkeit, wenn es wirklich extrem schlimm ist, das dir auch in der arbeit nur schlecht ist, wirst du ja sowieso krank geschrieben! und wenns nur das auto fahren ist: dann stehst du halt ein bisschen früher auf und fährst nur auf der rechten spur...

meine emo ist zur zeit sehr stark, aber trotzdem will ich ein zweites kind. vielleicht helfen dir meine gedanken weiter, ich denke halt immer selbst wenn ich 9 monate nur kotze, hab ich danach ein ganzes LEBEN! wenn ich jetzt schon an die schwangerschaft denke, an die evtl. übelkeit, dann macht mir das seltsamerweiße nichts aus! und das wird bei dir spätestens dann so sein, wenn du zum ersten mal dein baby am ultraschall siehst. so ein kleines wesen gibt einem nämlich unbeschreiblich viel kraft!!!! :wink:

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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Dianati » 06.10.2012, 14:21

Grundsätzlich, ob du das hören magst oder nicht, sage ich dir. Arbeite erst an dir, dann an der Familienplanung. Du tust dir und dem Kind keinen Gefallen, im Übrigen auch deinem Partner nicht.
Denn es wird immer weiter gehen, nicht nur das Autofahren jetzt. Was ist, wenn du eine Schwangerschaftsübelkeit entwickelst, die die gesamte Schwangerschaft anhält, es ist selten, aber treffen kann es jeden.
Was ist, wenn du (Gott bewahre) eine Schwangerschafstvergiftung bekommst, auch da ist Übelkeit und Erbrechen an der Tagesordnung.
Wenn das Baby etwas größer wird, stößt es bei ungünstiger Lage direkt gegen den Magen, Folge kann sein, dass man sich nicht Bücken kann ohne, dass was hochkommt. Auch fieses Sodbrennen ist bei vielen Frauen vorhanden.
Dann die Geburt, was man da zu hören bekommt kann einen sehr erschrecken, teilweise Erbrechen bei jeder Wehe und das sind viele...
Zu guter Letzt wird auch das Kind sich irgendwann übergeben, auch krankhaft, auch da muss jemand für das Kleine da sein, Kinder brauchen uns.

Überlege es dir bitte sehr gut und Wintertime schließe ich da ein. Man tut sich keinen Gefallen. Wenn es einem gut geht, man seinen Alltag uneingeschränkt bewältigen kann und sich mit "dem Risiko" in der Schwangerschaft abfinden kann, dann bin ich die Letzte, die von Kindern abrät, weil es das Schönste der Welt ist.
Aber bitte macht doch nicht ein so kleines Leben kaputt, indem ihr ihm keinen normalen Alltag ermöglicht.

Claviceps, in deine Richtung einen Gedankenanstoß.
Kann es sein, dass du allgemein unsicher bist?
Vielleicht bringt dich die gesamte Idee ins Zweifeln, macht dich so unsicher, dass die Emo wieder viel zu viel Platz einnehmen kann.
Denn wenn es dir so viel besser ging, wird nun wieder etwas sein, was dich erschüttern lässt.

Zu der Problematik im Allgemeinen.
Wenn du dich im Auto übergeben musst, dann ist es so.
Wenn es dir nicht so gut geht, dann fährst du langsam und rechts, so dass du eine schnelle Möglichkeit zu anhalten hast. Im Notfall musst du das Auto danach reinigen, das wars dann auch schon.
Wenn es häufiger vorkommen sollte, wird dich der FA krankschreiben, denn Emo oder nicht, es kann immer auch vom Kreislauf her gefährlich werden. Das ist ein normaler Vorgang und wird bei jedem so gehandhabt.
Genauso wie auch nicht-Emos, wenn es zu arg wird, Nausema nehmen, Vomex oder auch mal ne Infusion bekommen. Das ist eben so.
Man kann mit kleinen Tricks und Hausmittelchen aber oft schon gut Abhilfe schaffen.
Das ist aber das allgemeine Risiko in einer Schwangerschaft und dessen muss man sich bewusst sein.
Deswegen ist es aber nicht weniger schön :wink:

Versuch in dich zu gehen, ich kann dir nur sagen, wenn du wirklich das Kind möchtest, dann wirst du die Spirale ziehen lassen, dann wird dich sowas nicht mehr aufhalten
LG Dianati
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon wintertime88 » 07.10.2012, 23:31

ok "leben kaputt machen" ist wohl etwas ungeschickt formuliert... Mein Kind kann trotz meiner Emo glücklich und unbeschwert sein.

Meine Mutter hatte/hat Angst vor Spinnen. Sie ging mal in den Keller und ich hörte ein unbeschreibliches schreien, das mir damals als Kind jahrelang Alpträume beschert hat! Dieses Schreien meiner Mutter wegen einer Spinne hat mich so mitgenommen und diesen Schrei vergesse ich bis heute nicht!

Das ist natürlich auch nicht grad das wahre :?

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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Sase » 08.10.2012, 09:03

@clavicleps: Ich finds stark von dir, dass du ehrlich zugibst und schreibst, dass du denkst, die "Emo" meldet sich mit anderem Gesicht. Echt, das find ich total ehrlich von dir. Ich habe nämlich sehr oft das Gefühl, dass gerade hier im Emo & Kinder Forum da rum laviert wird mit allen möglichen Gedanken und Beschreibungen und oft sind Leute dann eingeschnappt, wenn eigentlich alle sofort den Kern der Sache verstehen.

Absurde Gedanken und das Gefühl, irgendwie bereit aber dann doch nicht bereit zu sein, hat glaub ich jede Frau, die Schwanger werden möchte. Also zumindest die allermeisten. Beim einen fokussiert sich das auf den Job (verliere ich meine Arbeit, wie soll ich arbeiten gehen), beim anderen auf die eigene Figur (werde ich vielleicht fett und hässlich?), existenziell (schaffe ich das denn wirklich???).
So absurde Gedanken wie der mit dem Auto sind auch irgendwo normal, allerdings eher, wenn man bereits schwanger ist und einem hundeelend ist :D

Bezgülich eier Schwangerschaft kann irgendwie niemand im vornhinein einen guten Tipp geben. Das beste ist , sich wirklich einfach darauf einzulassen und zu schauen, wie der Körper reagiert. Wenn du dazu bereit bist, dann wirst du die - wie Dianati auch sagt - die Spirale ziehen lassen. Ich finde deine Ehrlichkeit zu dir selbst übrigens einen sehr guten Ausgangspunkt, bleib ehrlich zu dir selbst, dann wirst du den richtigen Weg gehen. Ehrlich sein heißt auch, realistisch bleiben und realistische Lösungen suchen. Auch wenn das vielleicht holpriger und emotional schwerer ist, als sich erst mal zu sagen "mit Kind wird alles besser und wenn ich schwanger bin ändert sich alles". Denn das ist nur in absoluten Ausnahmefällen so.

Angst sucht sich automatisch immer das größte Desaster raus, den unmöglichsten Zufall. Wieviele schwangere Frauen sterben jährlich bei Autounfällen, weil sie sich erbrechen? (Ich weiß es auch nicht, aber nur mal als hypothetische Überlegbung - wären es so viele, dann dürften frauen schwanger sicherlich kein Auto fahren!).
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 08.10.2012, 11:02

danke allen für die - offen und ehrlichen - antworten.

@dianati: ja, du hast recht. vermutlich sollte ich zunächst an mir selbst arbeiten. aber dafür habe ich keine zeit mehr. ich bin nicht mehr so jung, als dass ich noch 10 jahre hin und her überlegen kann. ich bin der ansicht, dass es auch eine art "an mir arbeiten" ist, wenn ich eine ss und damit einhergehende übelkeit in kauf nehme. denn dies tue ich bewusst.
das komische ist, dass ich vor 10 jahren sofort ja zu einem kind gesagt hätte. mein damaliger partner war aber immer der angsthase, der keine verpflichtungen eingehen wollte. jetzt wäre mein partner bereit und mich plagen ängste.
wenn ich deinen post lese, entmutigt mich das ganz schön.
ich mag zwar den fehler mit der emo haben. aber ich denke, dass ich genetisch und menschlich einiges zu bieten habe, das es wert wäre, an ein kind weiterzugeben. wenn nur noch die perfekten frauen kinder gebären, wird die menschheit aussterben.

@wintertime: ich sehe das auch so. das kind kann trotz meiner emo glücklich werden. es ist ja nicht so, dass ich menschen, die sich erbrechen misshandle.

@sase: genau wie du sagst. es sind nicht nur die ängste ums erbrechen. es sind alles fragen wie "werde ich eine gute mutter?" "was ist, wenn das kind behindert wird?" "kita oder zu arbeiten aufhören?" ich denke auch, dass jede frau bedenken hat. bei den emos ist es halt einfach auch noch die sache mit dem erbrechen.

fazit: ich werde diese spirale ziehen lassen. es gibt ja auch keine garantie dafür, dass ich überhaupt schwanger werde. und ss ist zwar keine krankheit aber ein ausnahmezustand für den körper der frau. da muss ich wohl auf verständnis seitens partner, arzt und arbeitgeber hoffen.
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Dianati » 08.10.2012, 11:25

Dianati hat geschrieben:
Überlege es dir bitte sehr gut und Wintertime schließe ich da ein. Man tut sich keinen Gefallen. Wenn es einem gut geht, man seinen Alltag uneingeschränkt bewältigen kann und sich mit "dem Risiko" in der Schwangerschaft abfinden kann, dann bin ich die Letzte, die von Kindern abrät, weil es das Schönste der Welt ist.
Aber bitte macht doch nicht ein so kleines Leben kaputt, indem ihr ihm keinen normalen Alltag ermöglicht.



Hach ich zitiere mich mal wieder selber, denn ich habe nicht gesagt, dass ihr auf jedenfall das Leben einen Kindes kaputt macht. Deswegen schrieb ich das oben dick gemakerte :wink:
Pickt bitte nicht immer einen kleinen Teil einen Satzes raus, an dem ihr euch aufhängen könnt, das machts echt schwierig!
Wenn ihr aber dazu (was ich oben schrieb) nicht in der Lage seid, ja dann könnte es tatsächlich passieren, dass ihr die Emo oder eine andere Angststörung an die Kinder weitergebt.
Das soll niemanden entmutigen, es ist einfach die Wahrheit.
Wenn man es schafft, dem Kind ein normales Leben zu gestalten, dann vermehret euch wie ihr lustig seid.

Ob man aber in der Lage ist, das wisst nur ihr, dass da nur der Jetzt-Zeitpunkt betrachtet werden kann ist klar.

Claviceps, wie gesagt ich denke noch immer da steckt mehr dahinter, irgendwas was dich einschüchtert und an dessen Stelle sich wieder die Emo stellt, damit du dir die Blöße nicht geben musst.
Und ja das können reine Zukunftssorgen sein, die hat jede Mama. Die einen vor Absetzen der Verhütung, die anderen erst in der Schwangerschaft
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Sase » 08.10.2012, 11:29

@Dianati: Äh, kanns sein, dass du das so "allgemein" bzgl. Emo und Kinderkriegen schreibst, - ich nehme mal nicht an, dass du Claviceps im Pluralis majestetis ansprechen musst, oder ist sie ein multiples System :gruebel: :wink: Meine Meinug @Claviceps: Ich glaube, in dem Absatz um den es gerade geht, hat Dianati eher allgemein an die Mamis und die die es werden wollen geschrieben *?*
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Dianati » 08.10.2012, 11:40

So ich hoffe es ist verständlich.
Ich finde einfach, dass es wichtig ist auch für Mitleser immer dazu zu sagen, worauf es ankommt.
Was ich nicht gut finde, ist einzelne Abschnitte völlig aus dem Zusammenhang zu reißen, nur weil einem nicht passt, dass man evtl ein großen Problem hat, was man Kindern weitergeben könnte.
Und ich sage es nicht um jemanden vom Kinder bekommen abzuhalten, sondern um allen sowohl Mutter, Vater und Kind zu ermöglichen ein tolles Leben und Miteinander zu haben, ohne Angst, die einem ständig im Wege steht.
Ich saug mir das ja nicht aus den Fingern

Dianati hat geschrieben:Das gilt für ALLE, bezogen auf die AusgangslageGrundsätzlich, ob du das hören magst oder nicht, sage ich dir. Arbeite erst an dir, dann an der Familienplanung. Du tust dir und dem Kind keinen Gefallen, im Übrigen auch deinem Partner nicht.
Denn es wird immer weiter gehen, nicht nur das Autofahren jetzt. Was ist, wenn du eine Schwangerschaftsübelkeit entwickelst, die die gesamte Schwangerschaft anhält, es ist selten, aber treffen kann es jeden.
Was ist, wenn du (Gott bewahre) eine Schwangerschafstvergiftung bekommst, auch da ist Übelkeit und Erbrechen an der Tagesordnung.
Wenn das Baby etwas größer wird, stößt es bei ungünstiger Lage direkt gegen den Magen, Folge kann sein, dass man sich nicht Bücken kann ohne, dass was hochkommt. Auch fieses Sodbrennen ist bei vielen Frauen vorhanden.
Dann die Geburt, was man da zu hören bekommt kann einen sehr erschrecken, teilweise Erbrechen bei jeder Wehe und das sind viele...
Zu guter Letzt wird auch das Kind sich irgendwann übergeben, auch krankhaft, auch da muss jemand für das Kleine da sein, Kinder brauchen uns.

Überlege es dir (und alle anderen, die an der Emo noch immer leiden)bitte sehr gut und Wintertime schließe ich da ein. Man tut sich keinen Gefallen. Wenn es einem gut geht, man seinen Alltag uneingeschränkt bewältigen kann und sich mit "dem Risiko" in der Schwangerschaft abfinden kann, dann bin ich die Letzte, die von Kindern abrät, weil es das Schönste der Welt ist.
Aber bitte macht doch nicht ein so kleines Leben kaputt, indem ihr ihm keinen normalen Alltag ermöglicht.

Claviceps, in deine Richtung einen Gedankenanstoß.
Kann es sein, dass du allgemein unsicher bist?
Vielleicht bringt dich die gesamte Idee ins Zweifeln, macht dich so unsicher, dass die Emo wieder viel zu viel Platz einnehmen kann.
Denn wenn es dir so viel besser ging, wird nun wieder etwas sein, was dich erschüttern lässt.

Zu der Problematik im Allgemeinen.
Wenn du dich im Auto übergeben musst, dann ist es so.
Wenn es dir nicht so gut geht, dann fährst du langsam und rechts, so dass du eine schnelle Möglichkeit zu anhalten hast. Im Notfall musst du das Auto danach reinigen, das wars dann auch schon.
Wenn es häufiger vorkommen sollte, wird dich der FA krankschreiben, denn Emo oder nicht, es kann immer auch vom Kreislauf her gefährlich werden. Das ist ein normaler Vorgang und wird bei jedem so gehandhabt.
Genauso wie auch nicht-Emos, wenn es zu arg wird, Nausema nehmen, Vomex oder auch mal ne Infusion bekommen. Das ist eben so.
Man kann mit kleinen Tricks und Hausmittelchen aber oft schon gut Abhilfe schaffen.
Das ist aber das allgemeine Risiko in einer Schwangerschaft und dessen muss man sich bewusst sein.
Deswegen ist es aber nicht weniger schön :wink:

Versuch in dich zu gehen, ich kann dir nur sagen, wenn du wirklich das Kind möchtest, dann wirst du die Spirale ziehen lassen, dann wird dich sowas nicht mehr aufhalten
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 08.10.2012, 12:13

@ dianati: ich glaube schon, dass ich dich richtig verstanden habe. und wie ich zu beginn schrieb "du hast recht". normal ist natürlich auch, dass ich aussagen, die an alle gehen, auch auf mich projiziere und darüber nachdenke :wink:

Claviceps, wie gesagt ich denke noch immer da steckt mehr dahinter, irgendwas was dich einschüchtert und an dessen Stelle sich wieder die Emo stellt, damit du dir die Blöße nicht geben musst.


genau das denke ich eben nicht. ich fürchte, es könnte anders herum sein. vielleicht habe ich schlicht und ergreifend angst vor dem erbrechen und finde deshalb 1000 andere bedenken, nur damit ich mir die emo-blösse nicht geben muss?
die berühmte ei oder huhn frage. ich kann sie nicht beantworten, da ich mir als emo nicht traue. wie oft bilden sich verhaltensmuster und werden automatisch, ohne dass man noch merkt, woher sie kommen?

@sase:
ich nehme mal nicht an, dass du Claviceps im Pluralis majestetis ansprechen musst, oder ist sie ein multiples System
:P nein eben noch nicht multipel. aber vielleicht schaffe ich's ja noch mit der schwangerschaft :biggrin:

und noch ganz allgemein: ich kann meinen alltag bewältigen. mal besser mal schlechter. ich habe in akuten situtationen- also wenn mir schlecht ist- angst. und die angst wird schlimmer, wenn ich mich dann nicht zurückziehen kann aus angst, ich müsse vor anderen leuten brechen.
ich kenne mich aber auch selbst gut genug, dass ich weiss, dass ich in notsituationen funktioniere. dann nämlich kann und will ich mir die blösse nicht geben, dass jemand merkt, was für eine pfeife ich bin ;D
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Dianati » 08.10.2012, 12:28

Ich hab mal mit anderen Mamis gesprochen und der O-Ton ist, dass sie keine Übelkeit und kein Erbrechen möchten in der Schwangerschaft.
Wer will das schon.
Den Begriff der Angst, haben davon kaum welche genutzt und diejenigen, die den Begriff genutzt haben, die meinten keine Angst mit Panikattacke, Schweißhänden und Zittern. Sondern lediglich, dass die Bedenken haben, wie sie dann den Alltag normal bewältigen sollen.

Angst vorm Erbrechen zu haben, bedeutet Emetophobie, dass du das hast ist durchaus nicht von der Hand zu weisen, deswegen sind wir alle hier, weil es mal so war oder noch so ist.
Doch hat ein menschlicher Körper naturgemäß keine Angst vor dem Erbrechen, weil es eine reine Schutzfunktion ist und somit keine Angst heraufbeschwören kann.
Die Angst ist in unserem Leben entstanden, durch viele verschiedene Situationen und Charakterbestandteile, die zusammenspielend eben die Emo ausmachen.

Mal ganz weit hergeholt nehmen wir mal an, du hast Angst vor dem Sein als Mutter, denn das bedeutet für dich Verantwortung zu übernehmen und IMMER zu funktionieren. Du hast also den Anspruch es immer schaffen zu wollen. Somit siehst du eine dauernde Akutsituation auf dich zu kommen, aus der du nicht entfliehen kannst, es wird nicht rückgängig zu machen sein und so viel Hilfe man auch hat, als Mutter bleibt man immer Mutter.
Dieses Gedankenmuster (falls es bei dir so sein sollte, was ich nicht weiß) haben viele Menschen. Die einen reden mit anderen drüber, die anderen versuchen es zu verdrängen, wenn es ernst wird, wieder andere werden nicht schwanger und Emos wird schlecht bei dem Gedanken schwanger sein zu können, denn dann könnte man ja erbrechen und das auch noch im Auto auf der Autobahn :wink:
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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon MamaVanni » 09.10.2012, 08:43

Hallo,
Ich finde, bevor man sich mit der Frage beschäftigt ob man in der Schwangerschaft brechen muss beschäftigt, muss man sich ganz genau fragen: bin ich alleine in der Lage mich um dieses Kind zu kuemmern, mit allem was dazu gehört? Kann ich am Bett meines Kindes sitzen und es trösten, selbst wenn der Kinderarzt gerade den noro-Virus festestellt hat? Komme ich klar damit, wenn niemand anderes zur Stelle ist wenn mein Kind bricht?
Die Schwangerschaft, in der man eventuell Brechen muss dauert nur neun Monate. Gegenüber der Zeit, in der man für sein Kind verantwortlich ist, es umsorgen, pflegen und trösten muss bei allen Arten von Krankheit- ist es nur ein sehr minimaler Zeitraum.
Was macht dir mehr Angst: das du in der Schwangerschaft mit dem Erbrechen konfrontiert werden könntest? Oder die Zeit mit dem Kind? In einem anderen post las ich gerade, das eine Mama die Zeit mit ihrer Tochter nicht genießen kann- weil sie Angst hat das sie erbricht. Und sie ist, wie sich das angehöret hat, alleinerziehend. Was ich damit sagen will, man sollte sich bei dem Gedanken ein Kind zu bekommen nicht auf die Aussage: naja wenn ichs dann nicht wegmachen kann ist mein Mann/Freund ja da... Stützen. Man weiß nie wie es kommt.
Ich möchte dir jetzt nicht von einem Kind abraten- ich habe selber eine Tochter und bin wieder schwanger :) Mutter zu sein ist das schönste auf der Welt.
Wenn man gedanklich damit klarkommt und man weiß, dass man sich bedingungslos um dieses Kind kümmern muss, dann find ich schwanger werden als emo okay. Dazu gehören dann natürlich auch solche Sachen wie: Schaffe ich es, mit meinem Kind regelmaessig raus zu gehen? Denn wenn man Mutti ist, steht man erstmal für eine lang Zeit an zweiter Stelle. Wenn man jetzt schon das rausgehen vermeidet, dann sollte man erstmal an sich selber arbeiten.
Ich habe hier schon viel gelesen, die meisten Mütter kommen mit ihrem Kind zurecht, auch wenn es mal bricht. Es gibt aber auch einige, die das Kind dann im ebrochenen liegen lassen und die Oma anrufen müssen damit die das wegmacht.
So, ich hoffe Man hat verstanden worauf ich hinaus will :)
Ich wünsche dir alles gute!
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

Gast

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon Gast » 09.10.2012, 18:11

:top:

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Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon claviceps » 10.10.2012, 08:16

ich erlaube mir, allgemein formulierte aussagen wieder auf mich zu beziehen.

ich wiederhole mich nochmals: ich kann meinen alltag bewältigen. ich habe in akuten situtationen- also wenn mir schlecht ist- angst. und die angst wird schlimmer, wenn ich mich dann nicht zurückziehen kann aus angst, ich müsse vor anderen leuten brechen.
ich kenne mich aber auch selbst gut genug, dass ich weiss, dass ich in notsituationen funktioniere. dann nämlich kann und will ich mir die blösse nicht geben, dass jemand merkt, was für eine pfeife ich bin.

Wenn man gedanklich damit klarkommt und man weiß, dass man sich bedingungslos um dieses Kind kümmern muss, dann find ich schwanger werden als emo okay.

dass man als potentiell werdende mutter unsicher ist - in allen belangen - und bedenken hat, ist wohl klar. auch nicht-emo mütter können als mutter total versagen. - das weiss man einfach nicht im voraus. kann ja sein, dass einen eine postnatale depression trifft. und das ist auch nicht schön.
ansonsten glaube ich schon, dass mein beschützerinstinkt überhand nimmt. ich habe in schlimmsten emo-zeiten zu hause nach meiner mutter gesehen, ihr tee gebracht, als sie mdg hatte. einfach, weil ich mir sorgen machte und sie mir so leid tat.

mir geht es aber im allgemeinen nicht um die grundsatz-diskussion.
zurück zu meinem ursprünglichen problem:
ich habe einfach angst, dass ich wegen der übelkeit einen autounfall baue. zu hause oder im büro kann man sich ja auf's klo zurückziehen oder an die frische luft gehen, wenn einem übel ist. auf der dicht befahrenen bahn- teilweise ohne standstreifen geht das nicht.
dazu kommt, dass mein "letztes mal" über 20 jahre her ist. deshalb habe ich angst, dass ich es nicht früh genug merke, wenn es dann wirklich hochkommt und ich dann würgend und ungebremst in den nächsten laster brettere :roll: man hört ja so einiges über ss-übelkeit. dass nur ein falscher geruch sofort den brechreflex auslösen kann. das kommt nicht schleichend und steigert sich.

und was noch dazu kommt: ich finde es extrem mühsam, wenn man sich auf der arbeit übergeben muss. früher oder später wird das jemand mitbekommen. und dann tratschen alle und stellen vermutungen an, und wissen schon, dass man schwanger ist, bevor man es selbst weiss. :roll:

wer hat damit erfahrung?
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powerlady

Re: angst vor plötzlichem erbrechen in der ss

Beitragvon powerlady » 10.10.2012, 09:55

hey, du;

melde ich auch mal wieder zu wort :)

die irre vielen gedanken , die du dir machst, zeigen mir, dass du überhaupt (noch) nicht
so weit bist, um ein kind zu planen.
wenn der kinderwunsch sooooo groß wäre, dann wäre dir alles andere egal, und so sollte
es auch sein!!
mag sich für dich jetzt nicht so positiv anhören, aber so lange du dir um solche
"Nichtigkeiten" , entschuldige bitte, noch so einen kopf machst, solltest du dir noch etwas zeit lassen.
ich bin selbst mama von 2 kindern und weiß, dass man sehr sehr oft an seine substanz geht.
wenn sich alle mütter der welt so einen kopf um alles machen würden, könnten sie den normalen
alltag mit kind überhaupt nicht bewältigen (und ich rede jetzt nicht von erkrankungen der kinder oder der mamis oder anderen sorgen, ......).
Und: falls du dich in der schwangerschaft (oder auch sonst mal) übergeben müssen solltest und du befindest dich auf der autobahn (was kann schlimmstens passieren??).
ich wünsche dir ganz viele gute gedanken.
also, lass dir zeit mit dem kinderkriegen!!
alles liebe


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