Was ist für Euch so schlimm am Erbrechen??

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

Moderatoren: Basti, Dianati, *

Was ist so schlimm am erbrechen?

Der Geschmack
29
16%
Die Geräusche
11
6%
Angst, zu ersticken
12
6%
Angst bewusstlos zu werden
6
3%
Angst, die Kontrolle zu verlieren
54
29%
Angst sich zu blamieren
16
9%
Sonstiges
59
32%
 
Abstimmungen insgesamt: 187

Gast

Beitragvon Gast » 19.04.2006, 12:57

Ela hat das gut beschrieben, so ähnlich ist es bei mir auch, nur Erstickungsangst habe ich keine. Aber die Übelkeit, und ich weiß nicht ob am Ende dann das Erbrechen steht, das heißt es ist ein Weg der nur aus Panik besteht. Panik vor der Übelkeit, Panik was noch kommt, wie lange die Übelkeit dauert und und und. Warum finde ich es schlimm? ICH WEIß ES NICHT.
Ich denke es ist so wie es Nicky beschrieben hat

ich habe angst davor zu erleben wie mir der mageninhalt aus dem mund schießt - dass es praktische eine "sichtbare" qual ist, die ein konkretes ergebnis zur folge hat (nicht wie bei kopf- oder bauchschmerzen, die nur innerlich vorhanden sind).

Stephie

Beitragvon Stephie » 19.04.2006, 13:03

Geli hat geschrieben:dass es praktische eine "sichtbare" qual ist, die ein konkretes ergebnis zur folge hat (nicht wie bei kopf- oder bauchschmerzen, die nur innerlich vorhanden sind).


Wirft in mir die Frage auf, ob man dann nicht auch Angst hat irgendetwas anderes vor Augen geführt zu bekommen. Ein Erlebniss in der Vergangenheit oder Angst vor etwas bevorstehendem?!
Was könnte man anstelle von "kotzen" setzten?

Gast

Beitragvon Gast » 19.04.2006, 13:24

Das ist eine sehr gute Frage stephie. Ich denke bei mir ist es der Kontrollverlust, weil man halt was "sieht", ich kann es nicht mehr überspielen, für mich behalten, den Eindruck nach außen erwecken es ist alles in Ordnung

Steffi

Beitragvon Steffi » 19.04.2006, 14:44

@Stephie: Den Aspekt finde ich gut. Vielleicht etwas verdrängtes, vermischtes... Einfach etwas, dass man eigentlich nicht wahrhaben will (z.B. Missbrauch)...

Gast

Beitragvon Gast » 20.04.2006, 06:55

Stephie hat geschrieben:
Wirft in mir die Frage auf, ob man dann nicht auch Angst hat irgendetwas anderes vor Augen geführt zu bekommen. Ein Erlebniss in der Vergangenheit oder Angst vor etwas bevorstehendem?!
Was könnte man anstelle von "kotzen" setzten?


Ich erinner mich an meine Therapie als ich 16 war. und meine Therapeutin aufgrund meiner Aussagen, meines Verhaltens etc. sexuellen Missbrauch vermutete. Bei jedem Bild, in jederm Hypnose kam mein Vater drin vor, obwohl ich das nicht wollte.....die letzte Hypnose war so das ich im Keller war und mein Vater sah. ich war so 4 oder 5 und ich hatte das Gefühl wenn ich die Bilder weiterlaufen lasse, dass ich dann kotzen muss. Ich hatte die wahnsinnige Kraft die Bilder zu stoppen und die T. holte mich zurück und fragte warum ich die Bilder nicht weiterlaufen lassen konnte, und wovor ich solche Angst hätte. Und ich sagte nur "Ich muss kotzen wenn ich die Bilder seh. Da hab ich doch so Angst vor. Ich will nicht kotzen" Und sie meinte "Sie werden nicht kotzen, zumindest nicht körperlich, aber selbst wenn dann kotzen sie ES mir vor die Füsse, sie müssen es endlich auskotzen was sie so belastet und warum sie diese Kotzangst überhaupt haben..."

Nun ja, danach brach ich die Therapie ab. Ich hatte monatelang Alpträume, etc....Es ist jetzt 10 Jahre her seit Abbruch der Therapie und ich wollte in keiner Therapie jemals wieder was von sex. missbrauch hören, auch wenn andere T´s damit wieder ankamen. Ich wurde schon emotional und körperlich missbraucht und gequält und das ist mir sehr bewusst in Erinneung und reicht für mich als Grund!

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annukka
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Beitragvon annukka » 21.11.2007, 21:47

tja das erbrechen ist doch an sich schlimm oder?
die ohnmacht verbunden mit körperlichem leiden, was mir persönlich als grauenhaft in erinnerung ist, die angst davor, die gewissheit, dass das unausweichliche kurz bevorsteht, dass man mit all seinen methoden es nicht verhindern konnte, die grauenhafte erinnerung... und allem voran eben das würgen. für mich ist es DAS widerwärtigste.
der anblick, geruch und soweiter, das ist für mich immer nur bei anderen richtig schlimm gewesen.[/quote]

valentina

Beitragvon valentina » 25.11.2007, 18:13

ui da sind viele dinge die ich als die Schlimmsten anseh....
ganz ekelig find ich zb wenn sich der magen kurz davor so verkrampft und das wuergen... Und natuerlich die uebelkeit davor, besonders weil es bei mir so lang dauert bis ich mich uebergeben kann, oftmals dass es mir schwarz vor augen wird durch die uebelkeit...-.-)
Na ja eig find ich alles schrecklich wie wohl jeder hier(;
lg

Masl

Beitragvon Masl » 02.12.2007, 11:28

ich kann vieles ertragen, aber nicht erbrechen. ich stehe bei erbrechen kurz vor einem kreislaufkollaps und es strengt meinen magen so sehr an, dass ich im letzten durchlauf nicht nur galle absetze, sondern das mallory-weiss-syndrom bekomme (die magenschleimhaut reißt und man erbricht frisches blut) bedingt durch die frische wunde und die magensäfte brennt diese wunde tagelang fürchterlich und macht die nahrungs und flüßigkeitsaufnahme schier unmöglich. es ist bei mir nicht nur das problem des DAVOR, sondern die eigentliche party für mich beginnt DANACH.

ich wünsche mir oft (achtung ich spinne jetzt etwas rum) eine art rückschlagwentil in meinem mageneingang, der zwar von oben sich öffnen läßt, aber wenn etwwas rückwärts strömt, dann das ventil sofort fest verschloßen ist. wäre das nicht die lösung für uns alle? durch die welt gehen mit dem wissen "ich kann alles tun was ich will, aber ich werde nie wieder kotzen" ?

susi323

Beitragvon susi323 » 02.12.2007, 19:27

wenn ich kotze ist es meine einzige Sorge das ich länger krank machen muss und so ausfalle. Deswegen habe ich auf Arbeit manchmal die Angst, das ich dann heim muss wenn es mir nicht gut geht. Auf alle fälle mag ich es dann nicht wenn es so in der Speiseröhre wehtut , da es ja dadurch gereizt wird. Manchmal wünsche ich mir ich wäre ein Perd Bild

elsuzu

Beitragvon elsuzu » 02.12.2007, 23:28

hab sonstiges angegeben, da ich mich auch nicht erinnern kann. ich kann mich wirklich gar nimma erinnern jemals gekotzt zu haben... *g* obwohl es bestimmt mal passiert ist.
das macht mir einfach furchtbare angst, weil ich nicht weiß was auf mich zukommt.
die vorstellung in meinem kopf ist bestimmt schlimmer als die realtität... wie zbsp die vorstellung vom geschmack. (an die geräusche denk ich eigentlich gar nicht... kommen ja von mir *g*)
ich würde jetzt mal behaupten dass der "kontrollverlust" (ich sehe es eigentlich nicht als solches) bei mir überhaupt kein faktor ist. aber diese ungewissheit ist furchtbar.
und das würgen. pfui, die vorstellung ist auch schlimmer als die realtität *g*

*Tine*

Beitragvon *Tine* » 07.12.2007, 23:57

nach langem überlegen habe ich mich für kontrollverlust entschieden.
natürlich ist erbrechen so dermaßen schlimm, weil diese ganzen faktoren zusammenkommen... und ich habe auch total viel angst vor den ganzen anderen faktoren und so, aber meiner meinung nach ist dieses gefühl des nichts-machen-können und sich quasi ganz dem schicksal hingeben zu müssen total schlimm.......
ich glaube auch, dass wenn ich es selber steuern könnte, so wie auf die toilette gehen, es für mich persönlich nich gaaaanz so schlimm wär...ich hätte zum beispiel nich mehr so viel angst in vorstellungen zu gehen, sei es kino theateroder so was... generell dort, wo es einem einfach nur peinlich ist, wenn man sich übergeben müsste...
aber es ist nunmal so und diese tatsache macht es für mich nunmal so schlimm, dass es quasi immer und jederzeit passieren könnte :-( :-/

Quisil

Beitragvon Quisil » 29.12.2007, 19:28

Also irgendwann kommt bei mir immer der Punkt, wo ich loslasse, und es geschehen lasse. Danach kommt allerdings die Angst, es könnte sich wiederholen. Und ich habe Angst, etwas zu essen. Und so kann aus einmal übergeben oder Würgen gleich ne ganze Woche werden.

AliasHope
Beiträge: 130
Registriert: 15.12.2007, 23:19

Beitragvon AliasHope » 31.12.2007, 01:04

Also, bei mir sind es eigentlich zwei Punkte: Neben dem Geschmack ist es diese grenzenlose Übelkeit, besonders wenn sie kurz vor dem Übergeben diesen Grad der Unerträglichkeit erreicht.
Ich habe mich schon öfters gefragt, ob ich das Übergeben auch so schlimm finden würde, wenn die Übelkeit nicht wäre.
Geräusch macht mich vor allem bei anderen wahnsinnig, vor allem, wenn ich absolut nicht darauf vorbereitet bin. Allerdings sind mir schon zwei Menschen begegnet, die sich praktisch geräuschelos übergeben haben.

Hope.

~Biene~

Beitragvon ~Biene~ » 04.02.2008, 08:46

Ich hab "sonstiges" angeklickt. Und zwar ist für mich die Übelkeit davor so schlimm. Klar, der Geschmack ist ekelig, aber dagegen kann man sich ja den Mund ausspülen. Toll aussehen tut es auch nicht :D, aber ich muss es mir ja nicht die ganze Zeit betrachten, sondern betätige einfach die Klospülung.

ladiladiho

Beitragvon ladiladiho » 04.02.2008, 23:10

mir geht es da so wie Biene, ich habe eigentlich eher Angst vor der Übelkeit davor, die wirklich bis ins Unerträgliche geht... wenn ich da an mene MDG denke, die ich vor einigen jahren hatte... das war echt grauenvoll :roll:

Es ist also quasi die Angst vor diesem Gefühl..


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