Die eingebildete Kranke

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

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ichbindeinalbtraum
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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon ichbindeinalbtraum » 19.07.2015, 22:25

Das Haus verlasse ich sehr wohl noch und das werde ich mir auch durch keine Angst der Welt nehmen lassen. Ich habe keine Borderlinediagnose und ich bin auch nicht überdeckt mit Narben, dafür bin ich viel zu eitel. Ich bin jedoch Grenzgänger, in jeder möglichen Hinsicht, und alle Borderline Kriterien treffen auf mich zu. Ich bin nicht bloß "emotional instabil", ich bin viel viel mehr als das, aber dafür ist hier kein Platz und das will wahrscheinlich auch eh niemand lesen.

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Parasomnia
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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon Parasomnia » 19.07.2015, 22:36

Nun: in der Pubertät, auch wenn es furchtbar klingt, wenn man mittendrin ist, ist nahezu jeder ein Grenzgänger, was ja auch ein Grund dafür ist, dass Borderline in diesem Alter nicht diagnostiziert wird. Vieles, was mich damals völlig aus der Bahn geworfen hat, stellt heute kein so großes Problem mehr dar. "Emotional instabile Persönlichkeitsstörung" ist der fachliche Terminus für die Borderline-Diagnose, das heißt nicht, dass emotionale Instabilität das einzige Kriterium ist. Wenn du aber noch nicht einmal eine solche Diagnose hast, ist es doch Unsinn, zu behaupten, man sei Borderliner. Wem soll dann dieses Etikett irgendwas nützen? Dir, damit du irgendwie begründen kannst, weshalb du bist wie du bist? Ich will lesen, was du preisgeben kannst und möchtest. Aber tu mir den Gefallen und deute nicht einfach dauernd irgendwas an, um dann zu sagen "aber, das will ja sowieso keiner lesen hier."

Du verlässt das Haus. Okay. Um was zu tun?
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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon ichbindeinalbtraum » 20.07.2015, 09:36

Eine Borderlinediagnose ist für mich kein "Etikett" oder Stempel oder was auch immer, für mich wäre eine solche Diagnose auch sicherlich keine Ausrede, sondern viel mehr eine Erklärung für mein Verhalten. Aber das ist denke ich jetzt wirklich irrelevant, da ich erst 16 bin und in diesem Alter keine Diagnose bekommen werde, und da ich sowieso weiß, dass ich Borderliner bin.

Ich gehe aus dem Haus. Manchmal geh ich ein Stück spazieren, manchmal in die Stadt, kommt halt drauf an.

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon Parasomnia » 20.07.2015, 11:34

"Und da ich sowieso weiß, dass ich Borderliner bin" - diese etwas unqualifizierte Aussage lasse ich jetzt einfach mal im Raum stehen. Manches wird sich über die Jahre auch auswachsen, aber das wirst du schon selbst feststellen. Also, erst sagst du, du sitzt den ganzen Tag zuhause oder bei Verwandten und googelst deine Symptome, wenn sie aufkommen. Jetzt auf einmal verlässt du das Haus, gehst spazieren oder in die Stadt. Das widerspricht sich. Vielleicht auch bewusst, keine Ahnung. Aber wenn du das Haus verlassen kannst, um spazieren oder in die Stadt zu gehen, hält dich wenig davon ab, dir ein Hobby zu suchen, das dich auf andere Gedanken bringt. Und: wie gesagt, ich hoffe einfach, dass du in deinem Alter Interessen hast, die über deine Angst hinausgehen. Erst versuchst du hier darzustellen, wie schlimm und ausweglos alles ist, wie krank du bist, dass du eigentlich NICHTS machen kannst und jetzt relativierst du Stück für Stück deine Aussagen.
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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon dariusbritt » 20.07.2015, 18:15

Entschuldige bitte, falls das schon gefragt/beantwortet wurde und ich es überlesen habe:

Wie sieht es bei dir eigentlich mit gleichaltrigen außerfamiliären sozialen Kontakten aus? Dass du zur Schule gegangen bist, ist ja noch nicht soooo lange her.

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon ichbindeinalbtraum » 21.07.2015, 00:00

Um das mal klarzustellen: Ja, ich bin meist mit Googlen beschäftigt und ja, ich verlasse auch das Haus. Ich bin multitasking-fähig und so lässt sich das gut miteinander kombinieren. Mit Hobbys und Interessen ist das so 'ne Sache, ich sag mal so: "Ich würd gern so vieles tun, meine Liste ist so lang, doch ich werd eh nie alles schaffen, also fang ich gar nicht an." Gleichaltrige Kontakte sind genau so 'ne Sache, meine Freundschaften halten nie länger als ein Jahr, weil meine Erwartungen irgendwo im Himmel stecken. Naja, mein Hauptproblem ist und bleibt die Angst, deswegen bin ich ja hier, und hab mir davon lediglich erhofft, dass ich jemanden finde, dem es genauso geht.

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon Feldweg » 21.07.2015, 00:24

okay! Jetzt mal " Butter bei die Fische"!

1. Ich finde Deinen " Ton " absolut unangebracht - das wurde bereits von anderer Seite rückgemeldet.
2. Hast Du WIRKLICH gelesen, was einige hier zu Deinem Thema geschrieben haben? Es sind so viele - aus meiner Sicht wirklich wertvolle - Punkte in den Gedanken der Poster hier.

3. Das ist hier ein Forum, indem es u.a. darum geht, " miteinander zu wachsen". Die allermeisten hier haben das, was Du beschreibst durch - oder sind noch dabei. Es geht NICHT darum, die Leute anzupampen und genervt ( so nehme ich Dich wahr anhand Deiner Schreibweise ) zu reagieren.

Du bist " in Not" - oder nicht? Ich glaube schon. Das sich - mitteilen ist die eine Sache - es braucht aber mitunter mehr an Informationen, um sich wirklich auf die Problematik des Gegenübers einzulassen - deshalb wird immer wieder NACHGEFRAGT :ja: Allein das permanente Nachfragen sollte Dir eigentlich zeigen, dass eben TATSÄCHLICH Interesse besteht bei den Postern hier. Würde nicht nachgefragt - was hättest Du dann?

Und JA - es geht hier Leuten ähnlich wie Dir! Was willst Du? Dieses Forum beschränkt sich eben NICHT darauf, sich gegenseitig sein " Leid" zu klagen.
Und ein respektvoller Ton ist die Grundvoraussetzung. Nimm es mir nicht übel - aber ich nehme Dich wirklich eher aufgebracht und wütend wahr.

Was willst Du? was willst Du WIRKLICH ????
sag es uns

LG

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon ichbindeinalbtraum » 21.07.2015, 00:37

Ich will Überzeugung, dass meine Psyche mir mein Leben zur Hölle macht, und dass wirklich einzig und allein SIE dafür verantwortlich ist, wie ich mich fühle. Das will ich.

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon mimi » 21.07.2015, 07:14

Wenn das alles ist, was du willst, dann hast du das hier doch bereits mehrfach bestätigt bekommen.

Aber nochmal zum Mitschreiben: JA, deine Symptome werden ziemlich sicher psychischer Natur sein. JA, das gibt es wirklich. Und JA, das ist die Hölle.


Aber NEIN, du kommst nicht weiter, solang du dich dem ergibt und wartest, bis es besser wird.du musst AKTIV was tun. Es wirkt allerdings nicht so, als hättest du Lust, zu kämpfen, wenn ich das so frei raus sagen darf.
Lady Angst bittet zum Tanz, ich nehm die Beine in die Hand - ich sing nie mehr die alten Lieder und ich brenne den Tanzsaal nieder!

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon Parasomnia » 21.07.2015, 09:22

Also, liebe ichbindeinalbtraum, wenn du im Alltag auch so mit Menschen sprichst, die dir helfen wollen, wundere dich nicht, wenn sie dich reihenweise stehenlassen. Alles, was du angeblich hier unbedingt von uns willst, hast du bereits bekommen. Wir haben dir alle gesagt, dass deine Symptome sehr wahrscheinlich psychisch bedingt sind. Genauso, wie es dir letztlich die Ärzte sagen, die nichts anderes finden. Wenn du es jetzt immernoch nicht glauben kannst, liegt es daran, dass du es nicht willst. Die Weichen sind gestellt, jetzt liegt es an dir. Du möchtest unbedingt mit Menschen schreiben, denen es ähnlich geht, sagst du. Das tust du schon seit Tagen. Bloß, dass diese Menschen nicht nur jammern und im Gegensatz zu dir offensichtlich willens und in der Lage sind, ein Gespräch zu führen und aufeinander einzugehen. Du gehst auf niemanden hier ein, du streust hier und da mal ein paar Informationen aus, auf die meisten Fragen antwortest du einfach gar nicht. Das ist nicht nur irgendwie unhöflich (aber darüber könnte ich hinwegsehen), sondern auch dermaßen unkonstruktiv, dass es als Antwortender kaum möglich ist, irgendwas Neues aus deinen Antworten zu gewinnen, mit dem man etwas anfangen kann. Aber das scheint bei all deinen Beiträgen so zu sein, ich habe mir die anderen hier im Forum angesehen [weiß also auch von Dingen, die du in diesem Thema hier nicht erwähnt hast]. Der erste Beitrag ist immer ein Schwall an Informationen, möglichst dazu angetan, herauszustellen, wie schlimm und dramatisch deine Situation ist, aber wenn du Antworten bekommst, wiegelst du die recht schnell ab. Vermutlich, weil es immer Antworten sind, die du nicht hören willst.
Was ich aber am alleranstrengendsten finde: Du scheinst ziemlich stolz zu sein auf deine Destruktivität und deine Abwehrhaltung. Statt dass es dich irgendwie traurig macht, schreibst du noch eher noch Sätze wie diese:

Mit Hobbys und Interessen ist das so 'ne Sache, ich sag mal so: "Ich würd gern so vieles tun, meine Liste ist so lang, doch ich werd eh nie alles schaffen, also fang ich gar nicht an."


Tolle Einstellung! Applaus! Statt das zu überdenken als Teil des Problems, schreibst du es halt einfach hin und die Sache hat sich für dich erledigt. So eine Einstellung kannst du haben, wenn du 80 bist, nicht wenn du 16 bist. Ich glaube auch, dass deine Erwartungen an andere Menschen irgendwo im Himmel stecken, denn offensichtlich erwartest du von diesem Gespräch hier eine magische Verschiebung in deinem Geist, die dich plötzlich von grundauf davon überzeugt, dass das alles psychisch ist, was mit dir geschieht. Deine Erwartungen sind offenbar auch so hoch, dass du nicht glaubst, den Menschen, die ihre freie Zeit damit verbringen, dir helfen zu wollen, irgendwie entgegenkommen zu müssen. Wenn sie nicht tun und sagen, was du für richtig hälst, machst du dicht. Kann man so machen. Ist aber nicht Borderline, sondern Trotz und Pubertät. Ich weiß jedenfalls nicht mehr, was ich dich noch fragen soll, weil du ohnehin nicht darauf antwortest. Irgendwo hatte ich dich auch mal gefragt, wie denn deine Mutter sich über dich lustig gemacht hat und ne Menge mehr. Aber gut. Wer noch so arrogant und abweisend gegenüber denen sein kann, die ihm helfen wollen, dem kann es nicht so schlecht gehen.
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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon dariusbritt » 21.07.2015, 11:06

Ich möchte dir auch noch ein-zwei Sachen ans Herz legen:

Versuch nicht, Menschen zu suchen, die sich deiner Angst anpassen, dich mit Samthandschuhen anfassen und dir helfen, potentiell "gefährliche" Situationen zu erkennen, zu vermeiden und/oder zu umgehen. Und versuch nicht, dich ausschließlich oder hauptsächlich mit Menschen zu umgeben, die genau so leiden wie du. Sicher, anfangs ist es auch mal schön zu wissen und zu hören, dass man nicht allein ist, obwohl um einen herum alle sagen "jeder ekelt sich davor, übertreib nicht" etc. (Wobei... ich habe mittlerweile den Eindruck, dass du gar nicht hören willst, dass wir dich verstehen und das alles kennen, sondern dass wir dir sagen, dass deine Gedanken, deine Verhaltensweisen viel krasser und kränker sind, als die unseren.) Aber sich fast ausschließlich mit Leidensgenossen bzw. anderen "kranken" zu umgeben, führt im Endeffekt nur dazu, dass man sich gegenseitig immer nur sein Leid bestätigt und tröstet. Aber das ist nicht, wie Angstbewältigung funktioniert und das wird dich auch kein Stück weiter bringen.

Ich möchte dir außerdem diesen Ausschnitt aus einem Buch empfehlen. Da du ja ohnehin sehr viel damit beschäftigt bist, über deine möglichen Krankheiten zu lesen, passt das ja sehr gut in die tägliche Lektüre: http://document.li/OY7o

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon ichbindeinalbtraum » 21.07.2015, 12:46

Liebe Parasomnia, wie und in welcher Art und Weise meine Mutter sich über mich lustig macht, ist doch scheißegal. Wenn ich das sage, bin ich wieder die, die nur rumheult und ihre Situation als die Schlimmste darstellt, also ne ne. Dat geht ja nich hier. Desweiteren brauchste mir nix über meine Einstellung zu sagen, die kenn ich bestens. Hab ja bereits gesagt, ich bin Borderliner, was eigentlich so 'ne Art Warnhinweis sein sollte, dass es halt mal anstrengend werden könnte, aber naja. Joa, klingt jetz alles schön nach Ausrede, aber kommt ja ohnehin alles falsch rüber, was ich sag. Zu denen, die mir "helfen wollen" sag ich lieber ma nix. Wie gesagt, man müsst mich besser kennen, um mich zu verstehen, aber dann müsst ich wieder mein dramatisches Leben zum Ausdruck bringen und mir wieder anhören, wie scheiße das ist, und ne, kein Bock drauf. Wenn net, dann net.

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon dariusbritt » 21.07.2015, 13:06

Ja, dann müsste man ja mal die Fassade und Schutzmechanismen fallen lassen und Dinge eventuell kritisch hinterfragen.

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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon Parasomnia » 21.07.2015, 13:43

Hab ja bereits gesagt, ich bin Borderliner, was eigentlich so 'ne Art Warnhinweis sein sollte, dass es halt mal anstrengend werden könnte


Du gehst eigenmächtig davon aus, dass du unter einer Borderlinestörung leidest, weil Diagnosekriterien auf dich zutreffen. Das sollte man ergänzend sagen. Ich war jahrelang in Selbsthilfeforen aktiv, da litt gefühlt jeder an Borderline, ganz ohne Diagnose, einfach so. Weil er sich halt auch irgendwie hin - und hergerissen fühlte und Probleme mit Nähe und Distanz hatte und sich selbst verletzte. Aber egal, was du hast oder nicht hast, deine unnötige Pampigkeit geht mir auf den Wecker und die würde mir genauso auf den Wecker gehen, wenn du irgendeine Persönlichkeitsstörung hättest. Persönlichkeitsstörung heißt nicht: "Och, ich geb mal die Verantwortung für meinen Umgang mit anderen an der Garderobe ab, denn ich bin krank und kann nicht anders."

Darüber hinaus widersprichst du dir. Immer wieder.

- Du deutest irgendwas an. Wenn man nachfragt, reagierst du darauf nicht,
- Wenn man dann nochmal nachfragt, reagierst du, aber pampig. Das könne man ja sowieso nicht verstehen, wenn man bestimmte Dinge nicht wüsste.
- Wenn man dir dann anbietet, diese Dinge zu erläutern, reagierst du darauf nicht
- Stattdessen unterstellst du, man will das hier ja sowieso nicht wissen und damit man dir richtig antworten könnte und dich nicht falsch versteht, muss man Dinge wissen, die du aber nicht preisgeben willst

Du sagst also eigentlich: "Hey, ihr könnt mir nicht helfen, weil ihr nicht wisst, was ich euch auch nicht sage. Damit ich weiterhin darauf bestehen kann, dass ihr sowieso keine Ahnung habt, wovon ihr redet und weiterhin so angepisst sein kann wie ich es eben bin."

Soso. Ich habe es auch gehasst, wenn man mir früher gesagt hat, dass ich mich selbst bemitleide. Weil ich das nie so gesehen habe. Letztlich tust du aber genau das, indem du auf alle Vorschläge, die dir gemacht werden, ablehnend reagierst. Entweder, weil du damit sowieso gar nicht erst anfangen willst oder weil du es schon getan hast und es nichts gebracht hat oder weil du halt keine Lust hast. Die Gründe sind vielfältig, da zu bleiben, wo man gerade ist. Es gibt auch genügend Foren, in denen Themen wie dieses hier wahrscheinlich genauso abgelaufen wären, wie du es dir gewünscht hättest. "Oh, tut mir leid, dass es dir so schlecht geht, mir gehts auch so". Dann hätte jeder von sich erzählt, dass es bei ihm auch nicht besser läuft und das wäre es gewesen. Man kann sich in einer ruhigen Minute darüber Gedanken machen, welche Herangehensweise an ein Problem wohl die sinnvollere ist. Ich entnehme deiner Art zu schreiben, dass du ganz und gar nicht dämlich bist. Es sollte dir also einleuchten, dass das Mitgefühl anderer zwar wichtig ist, diesem Mitgefühl aber irgendwann auch etwas folgen muss. Es sei denn, man möchte eben gar nicht raus aus dem Elend. Die vermeintlichen Borderliner, denen ich in den Foren begegnet bin, waren sehr darauf bedacht, sich in ihre Krankheit wie ein Raubtier in seine Beute zu verbeißen. Die Krankheit war wichtig, die Krankheit war Halt und sie waren die Krankheit. Wer sie davon befreien wollte, hat bloß nicht verstanden, wie tief sie ohnehin schon drinsteckten. So ähnlich lese ich das bei dir auch. Nennt sich sekundärer Krankheitsgewinn. Kannst du ja mal googlen.
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Re: Die eingebildete Kranke

Beitragvon ichbindeinalbtraum » 21.07.2015, 14:29

Also dass man sich an diesem Krankheitsbild freiwillig festbeißt, grenzt schon an Irrsinn. Niemand sagt so einfach von sich "Ich bin Borderliner", zumal gerade DIE generell 'nen ziemlich schlechten Ruf haben. Ich versteh nicht, wieso man mir sagt, ich würde keine Hilfe annehmen. Echt. Also wenn ich mein Krankheitsbild auf ebay versteigern könnte - ich würds machen! Nur leider kann ich nochmal sagen: Um meine Einstellung zu verstehen, muss man mehr über mich wissen, was man übrigens durchaus erfragen kann, ich antworte drauf. Aber wenn mir hier schon abgesprochen wird, dass ich Borderliner bin, seh ich wenig Sinn, da weiter drauf einzugehen, weil, dann beiß ich mich wieder fest und das will ja keiner.


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