Von Ärzten nicht ernst genommen

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

Moderatoren: Basti, Dianati, *

Oinkdeluxe
Beiträge: 8
Registriert: 08.04.2015, 15:28

Von Ärzten nicht ernst genommen

Beitragvon Oinkdeluxe » 08.04.2015, 18:35

Hallo,

Eine Frage brennt mir auf der Seele.

Wenn man zu einem neuen Arzt gehen muss, also Fachärzte wie z. B. Zahnarzt oder Internist, wird man ja meist gefragt, welche Krankheiten, Allergien usw. man so hat.

Wenn ich dan u. A. sage, dass ich auch an Emetophobie leide, dann habe ich das Gefühl, dass das de Arzt gar nicht interessiert, bzw. sie oftmals gar nicht wissem, was das bedeutet. und es wied auch nie näher darauf eingegangen.

Erlebt ihr das auch so?

Viele Grüße

susanne

ichhalt123
Beiträge: 39
Registriert: 23.02.2014, 16:38

Re: Von Ärzten nicht ernst genommen

Beitragvon ichhalt123 » 08.04.2015, 21:40

Geht mir genauso. Außer mit Tabletten vollstopfen können die rein gar nix...

zuckerl
Beiträge: 17
Registriert: 18.02.2014, 00:51

Re: Von Ärzten nicht ernst genommen

Beitragvon zuckerl » 08.04.2015, 22:51

Es kommt wohl darauf an, ob die Emo für den Facharzt relevant ist oder nicht. Deshalb wird er nicht darauf eingehen. Und wenn es meiner Meinung nach nicht relevant für ihn ist, erzähl ich erst gar nichts davon. Kommt auf den Facharzt an... Aber viele kennen Emetophobie tatsächlich nicht, was ich aber auch nicht schlimm finde.

dariusbritt
Beiträge: 181
Registriert: 17.06.2013, 21:23

Re: Von Ärzten nicht ernst genommen

Beitragvon dariusbritt » 08.04.2015, 22:59

Ich denke ein (oder auch das) Problem ist, dass viele die Relevanz nicht nachvollziehen können. Vor allem, wenn man nur diesen Fachbegriff in den Raumwirft bzw selbst wenn man es erklärt, verstehen sie wahrscheinlich erstmal nicht, warum Ihnen das gerade erzählt wird. Es sind eben Mediziner, keine Psychologen oder Psychiater, daher sind Phobien etc - solange es nicht ihr Fachgebiet betrifft (zB beim Zahnarzt Zahnarztangst) auf den ersten Blick irrelevant.

Dazu kommt, dass viele einfach gestresst sind und darunter das Einfühlvermögen leidet. Das hat nichts mit der Angst oder einem selbst als Bettoffenem zutun.

Aussagen wie "Außer einen mit Tabletten vollstopfen können die rein gar nichts" finde ich ziemlich daneben. Sie sind, wie gesagt, keine Psychologen/Psychiater und dass sie kein Einfühlvermögen haben sagt nichts über ihre fachlichen Qualitäten aus. Ich hatte auch schon Ärzte, die extrem unfreundlich waren, ihre Sache - das "Wehwehchen" zu heilen - aber dennoch ausgezeichnet erledigt haben.

Oinkdeluxe
Beiträge: 8
Registriert: 08.04.2015, 15:28

Re: Von Ärzten nicht ernst genommen

Beitragvon Oinkdeluxe » 09.04.2015, 08:50

Moin,

Naja, ich sag das ja auch nicht zu jedem Doc oder grundlos. Erstens werde ich ja meist nach Nebendiagnosen gefragt und da gehört es nun einmal mit dazu. Und zweitens erkläre ich dann immer auch den Zusammenhang, z.B. dass ich keine Tabletten schlucken kann. Spätestens wenn ich dann ein Rezept erhalte, wo ich sehe, dass es sich um Tabletten handelt, muss ich es erneut ansprechen. Da mir das jetzt schon öfters passiert ist, obwohl ich vorher extra darauf hingewiesen habe, erschließt sich mir, dass die Ärzte entweder nicht richtig zugehören oder schlichtweg keine Ahnung von Emos haben. Auch das sie mir ihren Spatel bis in den Rachen schieben wollen. Ich muss dann schon immer würgen und gehe rückwärts bzw. schiebe den Arm des Untersuchenden weg. Das ist so ein Reflex, nicht bösartig oder so.

Benutzeravatar
Sase
Administrator
Administrator
Beiträge: 6347
Registriert: 22.05.2003, 02:19
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Kontaktdaten:

Re: Von Ärzten nicht ernst genommen

Beitragvon Sase » 10.04.2015, 11:05

Sag doch vielleicht einfach mal nur, dass du eine ausgeprägte Angststörung hast (also auch nicht den Begriff Phobie verwenden) und schau mal, wie darauf eingegangen wird. Dann kannst du ja bei Nachfrage oder wenn für dich erforderlich immer noch näher drauf eingehen.
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!


Zurück zu „Alltag mit Emetophobie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast