Diese schrecklichen Tage , eine Routine

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Zoe4770
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Diese schrecklichen Tage , eine Routine

Beitragvon Zoe4770 » 04.03.2015, 05:34

Diese schrecklichen tage...
Jeden Tag dreht sich bei mir die Gedanken ums Erbrechen , meistens nachts da wo man häufig MGD Grippen bekommt,immer dieses Haltbarkeitsdatum nachprüfen , ein endloser Wahnsinn!
Sobald nur 3 symptome von einer Grippe da sind ist Alarmstufe rot und einem wird automatisch übel , schlafen kann man dann sowieso nicht mehr,es ist wie ein Teufelskreis der einen verfolgt !

Ich glaube hier kennt jeder diese Situationen die ich geschildert habe , ich lebe schon lang mit meiner emo , hatte teilweise angststörungen gegenüber MGD 2 Jahre lang , heißt 2 Jahre jeden Abend und jeden Morgen pure Angst , nachts wach werden , das schlimmste , dann natürlich durch das verrückt machen auch übelkeit , man muss sich mal vorstellen wie viel Zeit an dem Gedanken vergeht das man sich Evt übergibt.bei mir sind es teilweise Stunden .
Zum Glück habe ich das schlimmste schon geschafft , bin auf dem Weg der zur Besserung , ( denke ich immer aber in den Wintermonaten wird es wieder mehr als nur eine Angst :/)
Ich hasse dieses tägliche verrückt machen so sehr . Am Ende kommt immer das gleiche raus : kerngesund . Bis auf ein paar Mal aber dies ist alle 3 Jahre , damit kann ich aber leben!
Was mich dann immer komischerweise beruhigt sind dokus über Tiere usw:)
Da hat jeder seine eigene Beruhigungsmittel , Vllt könnt ihr die hier mal beschreiben , wäre Vllt mal nett zu wissen was andere in sehr schlimmen Momenten beruhigt :)
Früher war die Phobie so schlimm das ich oft antriebslos war .hing oft Zuhause mit 13.
Ich habe immer gedacht die Phobie kommt von der Trennung meiner Eltern .
Aber das ist immer unwahrscheinlicher geworden ...
Ich suche zurzeit den Grund finde aber keinen . Ich suche immer Gründe aber finde nie welche :) ich freu mich schon so wenn wieder die Zeit kommt wo man ausschlafen kann,nicht unruhig ist ,und einfach mal die Angst ausblenden kann . Für mich gibt es nämlich nichts schöneres als eine überstandene Nacht und morgen .
Ich habe keine Ahnung ob die übelkeit die ich habe nachtd echt oder mental ist ... Das verunsichert mich so sehr , das ich jedesmal bei einem bauchpiksen fast anfange zu weinen .
Kann mir jemand helfen ? Macht jemand das gleiche durch ?
Mit ganz lieben grüßen

Ohlone
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Re: Diese schrecklichen Tage , eine Routine

Beitragvon Ohlone » 04.03.2015, 16:25

Warum glaubst du nicht, dass die Phobie durch die Trennung deiner Eltern entstanden ist? Das ist etwas, was einen kindlichen Kosmos ziemlich erschüttern kann. Glaubst du, du hättest die Phobie auch entwickelt, wenn du in bestimmten Situationen mehr Halt gehabt hättest, etwas was ein stabiles Elternhaus geben kann. Wenn die Eltern aufgrund ihrer Probleme mit sich selbst, keine Kapazität haben, einem Kind diesen Halt zu geben, find ich total nachvollziehbar, wie sich dann eine solche Angst entwickelt.

Micha_Mausi
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Re: Diese schrecklichen Tage , eine Routine

Beitragvon Micha_Mausi » 04.03.2015, 18:40

Grüß dich :D
um deine Frage zu den "Beruhigungsmitteln" zu beantworten kann ich nur sagen: Fernsehen hilft mir auch recht gut, aber in richtig krassen Situationen (vor allem wenn ich mir sicher bin das meine Übelkeit real ist, z.B. bei MGD) hilft es mir immer suuper gut, wenn ich mein Fenster öffne und die Sterne anschaue. Und wenn keine Sterne zu sehen sind glotz ich halt die Wolken an :lol: Das beruhigt mich immer am aller meisten.
Und ich kenne das sehr gut, wenn man von realer und eingebildeter Angst nicht unterscheiden kann. Ging mir jahrelang so. Aber man muss einfach wieder lernen auf seinen Körper zu hören. Heute mache ich mir so gut wie keine Sorgen mehr, es sei denn ich habe MGD. Aber ich kann mittlerweile ganz gut zwischen Angst-Übelkeit und realer Übelkeit unterscheiden. Aber wie ich das gemacht hab weiß ich gar nicht :(
Ich glaube das kommt ganz von alleine wieder, wenn man sich der Angst Schritt für Schnritt stellt. Vor einem Jahr hätte ich mir niemals vorstellen können länger als eine Stunde in einem Auto zu sitzen, und jetzt werde ich in den Urlaub fahren und ganze 8 Stunden im Zug verbringen. Es ist alles möglich, aber es braucht eben seine Zeit :D
Versuch einfach immer auf deinen Körper zu hören, der sagt dir schon was richtig ist :wink: Horch einfach immer wenn dir schlecht ist ganz tief in dich rein: Wenn zu der Übelkeit auch noch andere typische Angstsymptome hinzukommen, wird es sich sehr wahrscheinlich nicht um reale Übelkeit handeln, denn reale Übelkeit geht durch Tierdokus auch nicht weg :wink: Und wenn dein Kopf mal begriffen hat, dass die Übelkeit nur mit der Angst zusammenhängt, musst du dir einfach positive Gedanken suchen. Ich hab mich dann oft vor den Spiegel gestellt und mehrmals gesagt: "Die Übelkeit ist nicht echt, liegt nur an der Angst. Und meine Angst kann mich mal :lol: "

Grüßle


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