Verwirrt von mir selber

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LittleBitStrange
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Verwirrt von mir selber

Beitragvon LittleBitStrange » 09.11.2014, 23:04

Guten Abend :D

Ich leide schon seit etlichen Jahren an Emetophobie und gehe seither nicht mehr ohne Tüten und Vomex-Dragees aus dem Haus. Einfach für das "Sicherheitsgefühl". Ich habe tierische Angst davor mich zu übergeben und auch davor, dass Andere sich in meiner Nähe übergeben. Sobald mir übel wird, was durch meine Migräne leider sehr oft passiert, bekomme ich Panik.
Nun habe ich mich vor einiger Zeit mit Gedanken ertappt, die mich etwas verwirren und frage mich, ob ihr vielleicht eine mögliche Erklärung dafür habt :roll:
Wie gesagt, sobald jemandem in meiner Umgebung übel wird, bekomme ich Angst, Herzrasen etc, und mir wird selbst übel.
Jedoch würde ich mir bei manchen Personen in meinem Umkreis geradezu wünschen, dass ihnen mal übel wird und ich dabei bin, um ihnen helfen zu können. Das ist bei einigen meiner Freunde so. Im Moment stelle ich mir zum Beispiel beim EInschlafen vor, dass meinem "Schwarm" schlecht ist und er sich übergibt und ich sogar trotzdem nah bei ihm bin und es genieße, ihm etwas helfen zu können. Ob es dann, wenn so eine Situation da wäre, wirklich so leicht für mich wäre, wage ich zu bezweifeln :lach: ... dachte selber schon daran, dass ich es vielleicht einfach proheziere, weil ich mich wenn mir selber übel ist immer so hilflos und verletzlich fühle und ich durch die Vorstellung ihm zu helfen, ein gutes Gefühl bekomme...
Kennt ihr sowas? Oder seht ihr da irgendeine Logik drin?

Danke schonmal für Antworten :-)

Micha_Mausi
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Wohnort: Oberbayern

Re: Verwirrt von mir selber

Beitragvon Micha_Mausi » 12.11.2014, 22:20

Hallöchen,

also ich muss sagen, ich kenn das Gefühl ganz gut :D Also es ist jetzt nicht so das ich mir wünsche, dass ein enger Freund oder jemand in der Familie MGD oder ähnliches bekommt, das wünscht man ja niemandem :wink: aber ich mache mir da genauso viele Gedanken, was wäre wenns passiert. Ich würde mich furchtbar für mich selbst schämen, wenn es einem wichtigen Menschen so schlecht geht und ich mich dann voller Panik verkriechen muss :lol:
Und erst letztens hat mein Freund über fürchterliche Bauchschmerzen und Übelkeit geklagt. Ich wollte zuerst nach Hause fahren, weil ich mich ja auch nicht anstecken wollte falls er MGD bekommen würde. Aber ich bin geblieben, weil ich ihm beistehen wollte wenn es ihm schlecht geht. Jedes Mal wenn er ins Bad verschwunden ist, habe ich aber natürlich dennoch gehofft das nix passiert :D Es ist dann letztendlich auch nichts passiert und es ging im am nächsten Tag auch wieder besser, aber Fakt ist, ich bin bei ihm geblieben und nicht weggelaufen, obwohl er sich noch die ganze Nacht beschwert hat, dass ihm so furchtbar schlecht ist.

Also ich glaube es ist ganz normal solche Gedanken zu haben. Aber ich kann auch nicht sagen, ob ich im "Notfall" wirklich ruhig bleiben und helfen könnte. Das weiß man wohl erst, wenns wirklich mal so weit ist :ja:


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