arbeiten mit der Emo?

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Princess01
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arbeiten mit der Emo?

Beitragvon Princess01 » 30.09.2014, 08:59

Musste gerade auf dem Weg zur Arbeit (ca. 30km) stehenbleiben, und bin umgedreht und nach Hause gefahren.
Hab erst mal geheult! Ich glaube die Krankheit hat mich besiegt..
Bin am überlegen ob es nicht besser ist gleich ganz zu kündigen, komme mir schon blöd vor wegen ständigem Krankenstand.
Morgen habe ich endlich meinen Termin beim Psychologen.
Am liebsten würde ich mich einweisen lassen, da ich nicht mehr weiß wie ich das alles schaffen soll.

Wie geht es euch in der Arbeit damit?

moonshine
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Re: arbeiten mit der Emo?

Beitragvon moonshine » 30.09.2014, 09:51

Hi Princess,
kann dich voll und ganz verstehen! Ich sitz auch gerade zu Hause obwohl ich eigentlich bei meiner Ausbildung sein müsste. Hab damals als es angefangen hat deswegen die Schule abgebrochen. Zwischenzeitlich hatte es sich wieder gebessert und ich hab eine Art FSJ gemacht und darauf meine Ausbildung im letzten Jahr angefangen. Mittlerweile ist es wieder so schlimm das ich nun schon seit 3 Wochen eigentlich gar nicht mehr in der Schule war. Das schränkt echt ziemlich ein.
Klar ist es einfach zu sagen "man muss da einfach durch" weil die Emo sich sonst natürlich noch mehr verstärkt... aber so einfach ist es nunmal nicht..
Kündigen solltest du aber auf gar keinen Fall! Gerade wenn du morgen einen Termin beim Psychologen hast, würde ich das ganze erstmal abwarten. Denn wahrscheinlich wird es dir helfen :) Und jeden Tag wieder versuchen hinzufahren, also ich fühle mich dann gegenüber der Angst immer etwas besser als wenn ich gleich zu Hause bleibe. Auch wenn ich umdrehe oder mitten am Tag wieder gehe kann ich wenigstens sagen das ichs versucht habe. Aufgeben ist nicht drin :P
Also warte morgen erstmal dein Gespräch ab, vielleicht gehst du dann am nächsten Tag schon wieder mit etwas mehr Mut an die ganze Sache ran.

Lg

Princess01
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Re: arbeiten mit der Emo?

Beitragvon Princess01 » 02.10.2014, 14:53

Hallo moonshine,

ja war gestern bei der Psychologin und die wollte mir nichtmal einen Krankenstand ausstellen, da es ja kontraproduktiv sei wenn sie mich jetzt krankschreibt und ich erst Zuhause bleiben könnte. Irgendwie verstehe ich dass auch aber es ist trotzdem schwer sich durch die Arbeit zu kämpfen wenn es einem nicht gut geht.
Gestern war ich dann in der Arbeit, habe mich aber fahren lassen und die Person ist auch eine Zeit lang bei mir geblieben bis ich mich wieder beruhigt hatte.
Mit der Arbeit bei mir ist es nicht so einfach, da ich in einem Krankenhaus bei der Unfallambulanz-Aufnahme arbeite und dort ganz alleine bin, sie müssen sich auf mich verlassen können, dass ich gesund bin und nicht ständig in Krankenstand gehe.
Meine Chefin setzt mich deswegen sehr unter Druck, dass sie mich unbedingt braucht und wenn ich kündige muss ich noch Oktober & November bleiben weil sie mich doch in den Dienstplan schon eingetragen hat.

Morgen soll ich ihr meine Entscheidung mitteilen was ich mache, weiter versuchen oder kündigen. Hmm...



LG

Natalie
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Re: arbeiten mit der Emo?

Beitragvon Natalie » 02.10.2014, 15:48

Puh, aus meiner Erinnerung heraus kann ich gut nachvollziehen, wie ihr euch fühlt.

Princess01 hat geschrieben:ja war gestern bei der Psychologin und die wollte mir nichtmal einen Krankenstand ausstellen, da es ja kontraproduktiv sei wenn sie mich jetzt krankschreibt und ich erst Zuhause bleiben könnte.

Eigentlich hat sie ja recht, und darauf muss es auch hinauslaufen.
Zumindest bei mir war es aber hilfreich, das schrittweise zu tun. Zum Beispiel mir zu sagen: Es ist nicht richtig, aber dieses eine Mal machen wir es so. Bereite dich schonmal darauf vor, dass wir beim nächsten Mal einen Schritt weiter gehen. (Ich war übrigens nie wegen Emo in psych. Behandlung, "nur" wegen anderen Dingen).

Itrotzdem schwer sich durch die Arbeit zu kämpfen wenn es einem nicht gut geht.

Ich stellte schnell fest, dass die Arbeit mich von meinem Elend ganz gut ablenkt. Solange sie mich denn ernsthaft beschäftigt. Trifft das denn für dich zu? Oder brauchst du andere Aufgaben, die mehr deiner Konzentration erfordern?

Meine Chefin setzt mich deswegen sehr unter Druck, dass sie mich unbedingt braucht
Oh, eine gemeine Situation für euch beide :-/
Da weiß ich leider auch nicht, wie man das am besten anpackt, ohne dass du dein Aufgabengebiet wechselst. Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem eine Lösung gibt ...!
Fällt dir irgendeine schrittweise Lösung ein ...?

Princess01
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Re: arbeiten mit der Emo?

Beitragvon Princess01 » 13.11.2014, 21:49

Naja wenn mir nur "leicht" übel ist, dann geht das mit dem Ablenken noch einigermaßen. Wenns jedoch schlimmer ist kann ich mich auf garnichts mehr konzentrieren und die Panik steigt immer mehr.
Bei mir ist es leider oft so das ich bei Panikattacken auch wirklich einen Brechreiz bekomme, und es ist einfach schrecklich für mich.

Direkt eine Besserung ist noch nicht eingetreten :/


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