Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

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Quinn88
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Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Quinn88 » 31.07.2014, 14:22

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und habe schon ein wenig mitgelesen.
Eigentlich leide ich an einer generalisierten Angststörung mit Panikattacken und bin auch in einer wirklich guten Therapie!
Angst vorm erbrechen habe ich schon sehr lange aber es hat eigentlich nie eine große Rolle in meinem Leben eingenommen!
Seid Oktober leide ich jedoch stärker darunter. Ich hatte mir leider leider im Oktober was eingefangen und musste mich ein mal übergeben!
Der Akt an sich war eigentlich garnicht soooo dramatisch, aber die Stunden davor mit Übelkeit und Magenschmerzen waren seeehr unangenehm!

Seid diesem Vorfall habe ich große Angst davor dass es mich wieder erwischt und hatte zwischendurch einige Übelkeitsanfälle! Dann waren sie lange wieder garnicht da.
Aber seid 3 Tagen ist es wieder besonders schlimm und irgendwie anders als sonst! Durch psychischen Stress in letzer Zeit (ich bin vor 1 1/2 Wochen von zu Hause ausgezogen, mit meinem Freund zusammen) habe ich mir wohl eine Gastritis eingefangen und nehme Pantoprazol dagegen, was auch geholfen hat! Eigentlich wollte mein Arzt dass ich eine Magenspiegelung machen lasse, weil ich immer wieder Magen-Darm Probleme habe (ich bin mir jeodch zu 99% sicher dass sie psychischer Natur sind)! Habe mich nicht getraut diese machen zu lassen! :(

Seid drei Tagen quält mich nun eine ziemliche Übelkeit... ich habe wie ein Druckgefühl im Bauch und auf der Brust. Außerdem das Gefühl wie eine Luftblase im Hals zu haben oder Speisebrei oder so! Aber es kommt nichts hoch!! Auch kein Sodbrennen oder ähnliches! Aber ständig das Gefühl es kommt mir was hoch! Bauchweh oder so habe ich die meiste Zeit nicht! Zwischendurch mal etwas...
Ich kann nun einfach nicht unterscheiden ob das nun psychisch oder körperlich (durch die Gastritis oder so) ist! Habt ihr Tricks oder Tips wie ihr das irgendwie voneinander unterscheiden könnt?
Psychisch würde momentan jedenfalls total passen! Ich wohne jetzt wo anders, fühle mich noch nicht heimisch, habe Heimweh usw.!
Allerdings könnte das ja auch wieder die Gastritis verstärken und dann wäre es ja doch wieder körperlich und könnte passieren...
Ich hoffe ihr versteht was ich meine und habt vielleicht Rat für mich wie ich jetzt damit umgehen kann oder sogar eine Antwort darauf finden kann ob es nur "Einbildung" oder wirklich eine körperliche Sache ist!

Vielen Dank schon mal!!! :)

Quinn

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ramonacx
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon ramonacx » 02.08.2014, 03:22

Ich kann mittlerweile, durch genaues Studieren von meinem Körper, erkennen, welche Übelkeit es ist. Da ich aber unter Unerklärlicher Übelkeit leide (das hatte mein Vater auch mal ein paar Jahre) die keine körperlichen Ursachen hat, kann ich sehr gut zwischen Angstübelkeit und richtiger Übelkeit unterscheiden. Meine Angstübelkeit erkenne ist daran, dass mir im Magen nicht schlecht ist, ich habe nur immer das Gefühl dass mir mein Essen hochkommt. Ich habe bei sowas eine Art Bild im Kopf: Wenn es mir gut geht, ist mein Magen von meinem Hals getrennt. Wenn mir schlecht ist, ist es eine Verbindung. (Klingt blöd aber so stelle ich mir das immer vor), bei der Angstübelkeit habe ich immer vor Augen, dass eine Art Kloß auf meinem Bauch sitzt. Auf jeden Fall kann ich mittlerweile sehr gut unterscheiden und leide deshalb kaum mehr unter Angstübelkeit, nur noch häufig unter der normalen, von der ich mich noch nie übergeben musste, bei der ich komischerweise auch keine Angst hab. Ist nur unangenehm. Klar denke ich bei der normalen Übelkeit auch mal an Sachen wie "Was ist wenn du dich genau heute doch zum ersten Mal davon übergeben musst?" aber dann merke ich wieder dass es mir körperlich total prima geht und ich gar nicht krank sein kann, weil ich quitschfidel bin. Du musst einfach auf deinen Körper hören! :)

Plattfuß
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Plattfuß » 02.08.2014, 15:02

hallo,
und wie kannst du diese Angstübelkeit besämpftigen?

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ramonacx
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon ramonacx » 04.08.2014, 05:48

Falls du mich damit meinst - Ich rufe mir immer wieder ins Gedächtnis zurück dass diese Übelkeit nicht aus dem Magen kommt (ist zumindest bei mir so) und kann mich so wieder beruhigen, aber wenn das nicht klappt nem ich ein paar pflanzliche Tropfen gegen die Panik. Aber meistens hilft es, mir vor Augen zu halten dass ich nicht wirklich krank bin, sondern mir alles einbilde

sugark
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon sugark » 03.12.2014, 12:45

Ich habe da mal einen sehr guten Tipp gelesen, den ich für mich persönlich sehr sehr oft anwende.

Wenn mich die Übelkeit überkommt denke ich ans Essen. An Pizza oder Döner. Eben etwas, dass immer lecker schmeckt. Wenn mir wirklich schlecht wäre, würd ich den Gedanken nicht ertragen. Meistens aber handelt es sich nur um eine psychische Sache und ich denke mir dann, ich würde die Sachen jetzt essen können. (Ich muss aber dazu sagen, dass ich relativ viel esse, also nicht tagelang mal gar nix aus Angst, wie manch anderer)
Der Tipp funktioniert natürlich nicht so gut, wenn man grade gegessen hat ;)
Also mir hilft es meistens, mich zu beruhigen.

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mainzerin
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon mainzerin » 03.12.2014, 23:59

da kann ich sugark nur zustimmen. hat bei mir auch immer super geklappt.

Butterblümchen
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Butterblümchen » 04.12.2014, 21:22

Ich könnte das auch so unterschreiben. Hilft wirklich super :)

krümel-2001
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon krümel-2001 » 04.12.2014, 22:26

Ich kann das auch nu zustimmen! Viele der Schen mache ich selber auch! Was mir noch manchmal hilft! Ist Kaugummi kauen! Wenn ich Angsübelkeit habe, und Kaugummikaue gehts mir nach ner Zeit besser und ich bekomme Hunger! Wenn mir richtg schlecht ist, kann ich den Kaugummi keine 2 min kauen, ohne das schlimmer wird!
LG krümel-2001

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Megan.Morgue
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Megan.Morgue » 26.12.2014, 22:08

So nun gebe ich auch mal mein Senf dazu, da das Thema sehr aktuell für mich ist.

Ich kann leider nicht so leicht zwischen Angstübelkeit und echter Übelkeit entscheiden.
Bei mir kommt die Übelkeit immer aus dem Magen, bzw. von da wo die Rippen auseinander gehen (ich hoffe ihr wisst was ich meine). Auch der Trick mit dem Essen vorstellen hilft bei mir leider nicht. Wenn mir übel ist, dann ekelt mich nur der Gedanke ans Essen an egal ob es echte oder emo-Übelkeit ist.
Das selbe gilt für Kaugummi und alles andere was ich in den Mund nehmen müsste.
Oft spreche ich auch nicht mehr, wenn mir extrem übel ist.

Momentan bin ich wieder sehr labil und ich springe innerhalb von Sekunden von Übelkeit und zurück. Auch wenn ich weiß, dass das dann nur vom Kopf her kommt bekomme ich extreme Panik.
"There is nothing either good or bad, but thinking makes it so". - (Hamlet, Act II, Scene II)

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Idchen
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Idchen » 03.01.2015, 11:20

Hallo,

auf dieser Seite ist ein Video wo erklärt wird wie man es unterscheiden kann.Vielleicht hilft es euch ja, mir hat es geholfen. :wink:

http://www.expertenrat.info/angst-zu-er ... atung.html

LG Ida

Sophie23
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Sophie23 » 03.01.2015, 21:43

danke für den Link! Finde die Seite sehr informativ.

Leider funktioniert die Unterscheidung bei mir nicht gut. Wenn ich heute eine meiner Übelkeitsattacken
habe, kann ich nicht an essen denken und habe häufig auch erst Tage später wieder Hunger... dennoch
denke ich dass es psychische Übelkeit ist, da ich mich ja nie übergebe :?

Auch den Hinweis mit dem Zittern finde ich schwierig.. ich könnte mir vorstellen, dass ein Emo auch
bei psychischer Übelkeit zittert, einfach weil die Angst vorm Erbrechen so groß ist.. wie seht ihr das?

dariusbritt
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon dariusbritt » 03.01.2015, 22:29

Bei mir ist es sogar wahrscheinlicher, dass ich bei psychischer Übelkeit zittere. Zittern ist bei mir (und soweit ich weiß auch generell) eines der typischen Angstsymptome, daher in meinen Augen absolut nicht aussagekräftig.

Generell kann ich auch die Aussagen vieler hier unterschreiben, dass das bei mir alles nicht so zuverlässig funktioniert. Bei Angstübelkeit mag ich genau so wenig an Essen denken, wie bei richtiger, selbst wenn es um mein Lieblingsessen geht. Das einzige, was mir in der Schule etc damals ganz gut geholfen hat, war einfach mal kurz rauszugehen. Wenn ich "nur" Angst hatte, war die Übelkeit nach kurzer Zeit fast ganz weg. Zwar war sie, als ich wieder rein ging, fast schlagartig in vollem Ausmaß wieder da, aber das wissen hat mir geholfen, trotz dessen dort zu bleiben.

Sonnenschein
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Sonnenschein » 03.01.2015, 23:14

Geht mir so wie dariusbritt. Und zusätzlich ist die Übelkeit irgendwie jedes mal anders. Dann denk ich : diesmal ist es anders es muss magendarm sein . Passieren tut trotzdem nichts. Es war immer die Angst Übelkeit die mur einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. ..
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Tigermaus
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Tigermaus » 04.01.2015, 01:00

Hier kann ich mir nur anschließen.
Es gibt Tage, da kann ich an mein Lieblingsessen trotz Übelkeit denken, an anderen geht es gar nicht. Trotzdem ist es jedes mal Panik gewesen.
Zittern tue ich auch sehr oft wenn mir übel ist. Laut meinem Psychologen liegt das an der Angst.
Und wie Sonnenschein schon sagte: Die Übelkeit ist immer anders und jedes mal denke ich "Heute ist es ein Magen-Darm" -.-
Aber wenn ich den Tränen nahe bin weiß ich es ist nur die Einbildung :D

Ani
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Re: Psychische Übelkeit von "echter" unterscheiden!?

Beitragvon Ani » 06.01.2015, 21:08

Ich schließe mich dem auch an. Ich zittere immer bei Angstübelkeit und an Essen denken geht auch gar nicht (mehr). Früher hat das irgendwie mal besser geklappt. Wobei ich auch sagen muss, dass die Emo sich arg verstärkt hat seit ich Mutter bin.


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