Kaugummi , wem hilft s noch ?

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Coco
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Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon Coco » 23.06.2014, 23:16

ich hab immer Kaugummis dabei und brauch die auch recht häufig , wem geht es noch so ? lg

Andersfragen
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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon Andersfragen » 24.06.2014, 22:54

Hallo :)

Mir geht's auch so. Kaugummis sind sozusagen meine Rettung. Ich liebe sie. Sie entspannen mich und wenn mir schlecht ist helfen sie meistens.

Gottseidank gibt es die. Danke an die Erfinder :D

Kinabalu
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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon Kinabalu » 26.06.2014, 10:37

Hallo ihr lieben.
Behaltet bitte im kopf dass solche dinge wie kaugummis,wasserflasche uswscheinsicherheiten sind. Es ist absolut ok darauf mal zurück zu greifen. Aber lasst das nicht zu einer regelmäßigen sachern werden denn sonst vkommt ihr irgendwann an den punkt, dass ihr ohne kaugummis nichtmehr aus dem haus geht und euch auch ohne kaugummis garnichtmehr beruhigen könnt. Ziel des ganzen ist ja, dass ihr euer leben irgendwann selbstständig und ohne hilfsmittelchen leben könnt und euch auch in paniksituationen alleine runterbringen könnt.
Eben ein kaugummi einwerfen scheint auf den ersten blivk der leichteste weg zu sein. Aber wenn ihr sie dann mal vergesst mekr ihr wie abhängig man doch davon ist.
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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon El-Jey » 30.06.2014, 21:10

Hey, mir hilft das auch ganz gut. Nehme aber sehr selten Kaugummis. Ich trinke einfach nen Schluck Wasser. Das hilft mir auch. Im Bus, einfach die Wasserflasche in die Hand, ruhig atmen und immer nen kleinen Schluck trinken.

Laay
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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon Laay » 08.07.2014, 19:31

Hui, war schon lange nicht mehr in diesem Forum. Zur Kaugummigeschichte: Ich rate aus persönlicher Erfahrung jedem davon ab, überhaupt damit zu beginnen und sich davon abhängig zu machen. Ich hatte vor Jahren einmal die Situation, dass ich im Zug sass und mir leicht übel war. Ich nahm einen Kaugummis und die Übelkeit war weg - das hat sich bei mir so sehr eingebrannt, dass ich noch heute zu oft darauf achte, ob ich nun Kaugummis dabei habe oder nicht. Im Endeffekt ist es eine gleiche Scheinsicherheit (und in meinem Fall eine, von der ich meinen Alltag abhängig gemacht habe) wie jedes sonstige Mittelchen, wie es Kina ja schon gesagt hat. Es hat Jahre gedauert bis ich mir abgewöhnt habe z.B. nach dem Essen ein Kaugummi einzuwerfen (mir könnte ja von dem Essensgeschmack nachträglich noch übel werden :roll: ) oder mich in die Bahn zu setzen, ohne zu wissen, dass sich irgendwo in meiner Tasche noch ein Kaugummi befindet.
Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.

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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon ParadiseSpirit » 10.07.2014, 13:48

Hi,

ich bin auch so ein Kaugummijunkie :( Ich kauf mir jede Woche so ne große Orbitpackung mit 70 Stk. und die halten dann auch nur eben diese 1 Woche ... aufs Monat gesehen ist das echt viel und schon krank :shock:
Ich gehe übrigens NIE ohne meiner Wasserflasche und Kaugummis aus dem Haus. Sollte ich mal eins davon vergessen haben, werde ich total nervös und muss ins nächste Geschäft/Tankstelle und mir was kaufen ...

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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon Sase » 11.07.2014, 10:48

Es geht (ging) schon total vielen so. Ich hatte das irgendwann mal mit Fishermen's. Wie abhängig man sich im Alltag davon machen kann, haben ja schon einige geschrieben! Glücklicherweise handelt es sich zwar um Konsummittel, die jetzt erst mal nicht unbedingt schädlich sind (wobei übermäßiger Verzehr ja auch nicht gerade ratsam ist...), aber das psychische Suchtprinzip ist das gleiche, wie bei anderen Dingen.
Von daher kann man langfristig seiner Angst nicht Herr werden so und es sollte Ziel sein, sich gegenüber den Kaugummis zu emanzipieren und sie auch mal zu Hause zu lassen...

@Spirit: Wie wäre es bei Dir z.B. wenn du damit anfängst, das Haus BEWUSST ohne die Dinge zu verlassen und in einem ersten Schritt versuchst, in dir die Gewissheit und das Selbstvertrauen aufzubauen, dass du dir ja jederzeit etwas holen könntest, wenn sein muss... (Tankstelle, Wasserhahn...). Wenn du dann das Bedürfnis oder Verlangen hast, schiebst du die Zeit immer weiter raus und sagst dir: Ok, in zehn Minuten... oder eine Stunde halte ich noch aus... usw.
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

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Re: Kaugummi , wem hilft s noch ?

Beitragvon Trixi » 29.08.2014, 18:09

Das Kaugummi einfach weglassen finde ich für mich gar nicht sinnvoll. Sehe das auch nicht als störende Sucht.
Zeiten, in denen ich stabil und locker drauf bin (und diese ergeben sich durch ganz andere Dinge), führen oft dazu, dass ich meine Helferlein teilweise vergesse.
Und wenn ich sie brauche, dann brauche ich sie eben. Da hilft nicht das Weglassen der bei mir geführten Artikel, sondern das Weglassen von anderen Dingen im Leben, die einen erst so sensibel oder anfällig machen.

Wo ich mich manchmal bremsen muss, ist in der Masse des Konsums und vorallem am Abend. Ich bekomme Hunger von Kaugmmi und liege dann oft mit Übelkeit im Bett, weil ich durch das Gekaue meinen Magen verarscht habe, statt richtig zu essen.

Etwas, was ich auch immer noch oft überwinden muss: Essen. Mein Körper reagiert mittlerweile mit heftiger Übelkeit, wenn ich es vergesse oder mich wieder nicht traue. Oder war es damals auch schon so? Man weiß es nicht. :)

Sonstige Helferlein sind bei mir noch Lakritz (das starke aus der Apo) und Pfefferminz-Öl/Olbastropfen/Tiegerbalsam. Ich bin oft übereizt, weil ich Eindrücke nicht filtern kann. Durch diese starken Aromen überlagert dann ein einziger Reiz das Drumrum und meistens vergeht dann auch die Panik und Übelkeit oder ich komme wieder auf einen realistischen Blickwinkel.
Ich bin berufstätig und Mutter, habe diese Ängste schon seit meiner Kindheit und habe nicht immer die Möglichkeit und den Raum für derartige Risiken. Wenn ich mit Kind an der Supermarktkasse stehe oder im Zug sitze, dann kann ich das nicht mal eben selbst regeln, weg-meditieren oder ein paar Tage Auszeit nehmen, mich hinlegen, Feierabend machen, zurückziehen... dann schieb ich mir einen Lakritz in den Mund und funktioniere irgendwie weiter. Das sind dann immer kleine Erfolgserlebnisse die mir die Angst vor "heiklen" Situationen nehmen.
Aus Erfahrung weiß ich, wenn ich mich in schwächeren Phasen ohne Hilfsmittel in das kalte Wasser werfe und es eskaliert in einer Situation, dass es ewig dauert, bis ich wieder ohne Übelkeit in die Situation gehen kann. Und diese ganzen Stresspunkte finde ich wesentlich ungesünder und ungemütlicher als einen Kaugummi oder an Minz-Öl zu schnuppern.


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