Filme im TV

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Maupe304
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Filme im TV

Beitragvon Maupe304 » 28.04.2014, 01:10

Ich habe da mal eine Frage an alle: Meiner Meinung nach sind in den letzten Jahren die Szenen in Filmen viel häufiger aufgetreten, wo sich jemand übergibt, als früher.
In den meisten Filmen wird es lustig dargestellt, weil es ja eigentlich eines der "normalsten" Sachen des Menschen ist.
Aber ich weiß ja vorher nicht, was kommt und ... bamm, dann hab ich es gesehen und die Panikattacken kommen. Manchmal auch dann schon, wenn ich es nur höre.

Wie kommt ihr damit klar? Oder macht euch da nichts aus?

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ramonacx
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Re: Filme im TV

Beitragvon ramonacx » 28.04.2014, 01:24

Mir persönlich versaut so eine kurze Szene den ganzen Film

dariusbritt
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Re: Filme im TV

Beitragvon dariusbritt » 28.04.2014, 14:29

In Filmen oder Fernsehserien macht es mir mittlerweile nahezu keine Probleme mehr. Es sei denn, es ist wirklich sehr grafisch/detailliert/ausführlich dargestellt (bspw. bei Brautalarm die Szene finde ich ganz schlimm).

Was ich allerdings schlimm finde ist, wenn es echt ist, wie in Reportagen oder bei dem Murks von Pro7 (insbesondere diese Serie mit Joko und Klaas) wo es extra noch provoziert wird. Das muss nicht sein und da kenne ich auch genug nicht-Emos die das auch wortwörtlich zum Kotzen finden ;)

Mir hat etwas geholfen, was ich mal irgendwo (vielleicht sogar hier) gelesen habe: Mich langsam ran zu tasten und zu konfrontieren. Angefangen mit Kotzszenen aus Trickfilmen (wie Family Guy oder South Park). Als nächstes kamen dann Szenen in Filmen oder Serien, wo man es hört, aber nicht sieht (z.B. Date Night). Danach habe ich weiter gemacht mit einer Folge meiner Lieblingsserie (Parks and Recreation) wo sich einer der Charaktere wegen eines Katers beim laufen übergibt. Die Szene war nur 1-2 Sekunden lang und ich hatte sie vorher schon gehört während ich mir die Augen zugehalten habe. :mrgreen: Daher habe ich das auch nicht mehr als soooo schlimm empfunden und konnte es mir ansehen.
Bei allem hatte ich zwar anfangs noch ein sehr mulmiges Gefühl und ich konnte auch nicht ausnahmslos jedes Mal hinsehen, aber insgesamt hat es sehr geholfen, solche Situationen entspannter zu sehen und mir davon nicht den ganzen Film versauen zu lassen. Klar, manchmal denke ich mir "Mann, das war jetzt unnötig.." aber dann ist auch wieder gut.

Mir hilft bei Filmen/Serien auch immer sehr das Wissen, dass es nicht echt ist. (Funktioniert aber leider nur bei Kotz-Szenen, ekelhafte Blut/OP/Splatter Szenen finde ich nach wie vor schrecklich und da kann ich auch nur in den seltensten Fällen hinsehen. Schade, weil eine meiner Lieblingsserien Game of Thrones ist :lach: )

Helena
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Re: Filme im TV

Beitragvon Helena » 28.04.2014, 14:57

Früher konnte ich es in Filmen nicht sehen oder hören. Mit der Zeit hab ich aber gemerkt, dass auch bei mir die Tatsache, ob es echt ist oder nicht, einen sehr großen Unterschied ausmacht. Mich lässt es zwar auch nicht ganz kalt, wenn's nur gespielt ist, und lustig finde ich es erst recht nicht, aber es ist nicht so schlimm wie in echt.

Micha_Mausi
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Re: Filme im TV

Beitragvon Micha_Mausi » 28.04.2014, 16:59

Als ich einmal bei einer Freundin den Film "Männertrip" angesehen habe, war ich danach komplett am Ende, weil diverse Szenen da doch recht häufig vorkommen :biggrin: Ich versuche mir immer das nicht anmerken zu lassen, aber wenn es in einem Film ständig passiert, wird mir doch auch ganz schön schlecht. Ich habe bemerkt, dass es viel damit zusammenhängt, wie es mir selbst an diesem Tag, an dem ich so einen Film sehen muss, geht. Wenn ich oft und viel mit der Angst zu kämpfen habe, ertrage ich es überhaupt nicht, auch nicht in Zeichentrickfilmen oder so. Aber in der Regel, kann ich das meiste mitlerweile ertragen, weil ich mir einfach immer wieder sage, dass ich ja nicht ständig vor allem davon laufen kann. Und man weiß ja nie vorher, ob sich jemand in einem Film übergibt oder nicht. Aber ich muss sagen, dass ich normalerweise Filme wie "Männertrip" oder andere, nennen wir es mal "Partyfilme" nie von mir aus ansehen würde, denn immer wenn in einem Film viel Alkohol dabei ist, ist die Chance sehr groß das es passiert. Wie im echten Leben ebnen auch :D

Mir hilft auch oft der Gedanke, dass es nicht echt ist. Und in vielen Filmen ist es auch wirklich schlecht dargestellt, finde ich. Schlimmer ist es, wenn die Geräusche und das Bild im Film richtig realistisch ist. Dann kann ich oft nicht hinsehen. Aber es wird immer besser. Es dauert einfach seine Zeit, sich daran zu gewöhnen, auch wenn es nur ein Film ist. Aber das ist denke ich ein guter Schritt, wenn man sich solche Filme ansehen kann, ohne das man dabei viel empfindet außer vielleicht einen leichten Ekel :D
Im Übrigen, als ich vor einiger Zeit mal im Theater war, gab es dort auch eine Szene in der sich eine Dame übergeben musste, und das mehrmals. Und das sah so unglaublich realistisch aus, dass mir richtig übel wurde und ich eigentlich nur raus aus dem Saal wollte. Aber ich bin sitzen geblieben und muss sagen, dass das gesamte Stück einfach klasse war, trotz der Szene. Es ist glaube ich einfach wichtig, sich von der Angst in gerade diesen Situationen nicht einschränken zu lassen. Denn es kann ja absolut nichts passieren. Ist zwar im realen Leben auch so, es sei denn es ist MGD, aber sich langsam über Filme/ Theater/ usw an solche Situationen heranzutasten, ist glaube ich ein guter Weg.

Also: Das nächste mal einfach nicht die Augen und/oder Ohren zu halten, nicht weglaufen sonder einfach da bleiben und den Film zu Ende gucken. Ich glaube das ist die einfachste Art der Konfrontation. Und vielleicht, können wir irgendwann im wahren Leben auch besser damit umgehen, wenn wir lernen es im TV zu akzeptieren.

Aber egal wie witzig der Film ist, lustig werde ich solche Szenen NIEMALS finden, weil ich einfach absolut nicht verstehe, was so witzig daran ist, wenn sich jemand übergeben muss :lol:

Jakob31
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Re: Filme im TV

Beitragvon Jakob31 » 28.04.2014, 23:23

Ich fand als kind den Film "So ein Satansbraten" sehr schrecklich.

Mit der Zeit wird es denke ich besser. Soviele Filme gibt es ja auch nicht. Wenn es in Filmen passiert, dann meist aus Ekel. Und damit hab ich komischerweise weniger Probleme, als wenn es andere Gründe sind.


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