Verzweiflung und kein Ausweg!

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

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Sternschnuppe2004
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Verzweiflung und kein Ausweg!

Beitragvon Sternschnuppe2004 » 28.02.2014, 04:32

Hallo

ich weiß mir grade einfach kein Rat mehr deswegen schreibe ich jetzt hier.
ich leide seit ich 13/14 bin an Emo.
das es diese Phobie ist weiß ich erst seit ein paar Jahren, früher wurde es als Schulangst diagnostiziert.
Die Emo kam und ist wieder gegangen, leider bemerke ich wie es in der letzten Zeit schlimmer wird.
wie heute zum beispiel wo mir 24 std ohne jeglichen Grund übel ist.
ich bin in therapie seit mitte letztes jahr bei einer psychologin leider bringt das überhaupt nicht , es wird geredet über Kindheit etc. und wenn ich raus bin ist wieder alles wie vorher.
ich habe zwei Kinder sie sind 5.5 und 2.5 Jahre und bin auch verheiratet.
Mein Mann versteht bis heute nicht richtig was mit mir los ist.
Die einzigen die mir jeden Tag Kraft geben sind die Kinder , ich weiß durch sie ich muss fruhs aufstehen muss für sie da sein obwohl es mir eigentlich schlecht geht.
es ist wie ein Teufelskreis und ich weiß nicht wie ich da wieder rauskomme?
Ich möchte glücklich sein und nicht 24 std Übelkeit haben, einfach normal leben wie andere auch.
Am 10 fliegen wir in den Urlaub zu meinem Mann seine Familie, ich weiß wie wichtig ihm das ist gleichzeitig habe ich totale panik vor alles.
.
habt ihr tips wie das besser wird?
Ich nehme vomacur diese helfen aber auch nicht immer .

Micha_Mausi
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Re: Verzweiflung und kein Ausweg!

Beitragvon Micha_Mausi » 05.04.2014, 17:19

Hallöchen,
dein Beitrag ist jetzt zwar schon ne Weile her, aber vllt kann ich dich trotzdem etwas aufmuntern. Also zuerst wegen der Therapie: Wenn dir das gar nix bringt, solltest du vllt den Therapeuten wechseln?? Vielleicht gibt es irgendwo einen der dir besser helfen kann. Bin selbst schon lange Zeit auf der Suche nach der perfekten Therapeutin, die mich nicht gleich schief anschaut wenn ich sage, dass ich unter der Angst vor dem Erbrechen leide ;)

Urlaube sind für mich auch eine schlimme Vorstellung. Darum war ich auch das letze mal vor 10 Jahren im Urlaub, was ja eigenlich sehr schade ist. Ich habe aber vor mein Leben wieder in den Griff zu bekommen und das schaffe ich nur, wenn ich versuche stärker zu sein als die Angst. Und das geht einfach nur, wenn man auch Dinge tut, vor denen man normalerweise Angst hätte (wie z.B. der Urlaub). Denn mir geht es so: Immer wenn ich eine Situation vor der ich tierisch Angst hatte überstande habe merke, dass ja im Endeffekt eh nix passiert ist und ich vielleicht sogar einen schönen Tag verbringen konnte. Es sind viele kleine Schritte nötig, aber jeder einzelne davon macht uns stark.
Und selbst wenn wieder etwas schlimmes passiert, dürfen wir uns davon einfach nicht entmutigen lassen! Letzte Nacht habe ich wieder mit der Panik gekämpft, ein Familienmitglied feierte zu Hause Geburtstag und ein Freund von mir war sehr betrunken und ich befürchtet habe, er müsse sich übergeben. Aber ich habe die Nacht überstanden und jetzt geht es mir gut. Auch wenn ich in den Paniksituationen immer wieder denke: "Für was kämpfe ich gegen die EMO an, wenn ich dann nicht mal im stande bin auf der Geburtstagsfeier meiner Mutte bis zum Ende zu bleiben. Jedes mal ende ich als kleines Häufchen Elend in einer Ecke in meinem Zimmer und halte mir die Ohren zu, damit ich nich hören muss, falls sich jemand erbricht."

Aber von solchen Rückschlägen darf man sich nicht entmutigen lassen. Denn wenn ich zurückblicke, was ich schon alles geschafft habe, und wie oft ich schon stärker war als diese blöde Angst, dann bin ich doch ein wenig stolz. Und vielleicht solltest du dir das auch einfach immer wieder ins Gedächnis rufen. Was hast du denn schon alles erreicht? Wie oft warst du schon stärker als die Angst? Vielleicht kann dir das in manchen Situationen helfen. Und was die Medikamente angeht die du einnimmst, das solltest du versuchen zu reduzieren. Denn wenn die ständige Übelkeit nur durch die EMO hervorgerufen wird, dann kann dir ja auch nix passieren. Und wenn du die Tabletten immer weiter nimmst, wird die Angst immer größer werden. Ich nehme zum Glück keine Tabletten gegen die Übelkeit, weil ich mir einfach immer wieder sage, dass ich mir das eh nur einbilde. Ich wasche und desinfiziere dafür ständig meine Hände. Aber im Laufe der Zeit, habe ich das stark eingeschränkt und seit dem geht es mir auch viel besser was die EMO betrifft. Weil ich einfach erkannt habe, dass es gar nicht nötig ist ständig alles zu desinfizieren. Und gesünder ist es auch ;)

Oke ich hab mal wieder echt viel geschrieben, aber ich hoffe ich konnte dir etwas Mut zusprechen. Ich glaube nicht, dass man die Emetophobie komplett besiege kann, aber man kann lernen damit umzugehen. Und das wirst du schaffen. Bleib stark und gib nicht auf, es gibt immer einen Weg aus der Verzweiflung. Und ich persönlich habe sogar schon ein paar Vorteile aus der Emetophobie gezogen, man muss nur lange genug darüber nachdenken, dann findet man vllt etwas, das gar nicht so schlecht an der Emetophobie ist :D

Alles Gute weiterhin!
Liebe Grüße,
Micha

Angelina2692
Beiträge: 3
Registriert: 01.04.2014, 19:04

Re: Verzweiflung und kein Ausweg!

Beitragvon Angelina2692 » 05.04.2014, 22:45

Hey,

mein Name ist Angelina und ich bin 21 Jahre alt. Bei mir hat es vor 5 Jahren angefangen das mir immer Übel war. Von Jahr zu Jahr wurde es immer schlimmer. Schluss endlich, denke ich war der Auslöser das es richtig schlimm wurde, dass ich auf eine Klassenfahrt nach Italien nicht einfach aussteigen konnte und ich so extreme Angst hatte mich zu übergeben.Ich konnte danach vier Wochen nicht mehr zur Schule gehen. Ich könnte noch mehr erzählen aber das würde einfach zu lang werden.

Meine jetzige Situation ist so, dass ich gar nichts machen kann. Nicht mal Arbeiten, oder eine Ausbildung kann ich anfangen, weil die Übelkeit so schlimm ist. Sobald ich das Haus verlasse, kriege ich Angstzustände mich übergeben zu müssen und dass das andere Sehen könnten.Ich bin Quasi in einem Kreislauf drinnen, wo ich überhaupt nicht mehr alleine rauskomme. Ich denke mir immer, wenn diese blöde Übelkeit nur nicht wäre. Mal geht es gerade mit der Übelkeit und man kann es aushalten und dann auf der einen anderen Minute ist es wieder extrem schlimm und hört erstmal überhaupt nicht auf. Bin total eingeschränkt und enttäuscht. Ich weiß leider auch keinen Ausweg mehr. Gesundheitlich ist bei mir alles abcheckt worden, ich bin körperlich ok sagen die Ärzte. Ich kann es immer selber nicht glauben das es nur vom Kopf her kommt, der diese Symptome hervorruft. Ich fange jetzt am Donnerstag wieder mal eine neue Therapie an. Bin bei der Verhaltentherapie. Ich kann immer nur Hoffen das es besser wird. Zweifel aber immer dran, weil es schon solange da ist und nicht weggeht. Aber die Hoffnung gebe ich nie auf. Möchte endlich durchstarten und mein Leben ohne Angst, Panik und permanente Übelkeit leben zu können. Ich kann dich so gut verstehen. :| Bei mir hilft auch nichts an Medikamente :(

Liebe Grüße
Angelina

Kinabalu
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Re: Verzweiflung und kein Ausweg!

Beitragvon Kinabalu » 09.04.2014, 00:11

Hallo Angelina,
magst du dich nochmal im "Wir sind Gt, und wer bist du" Forum vorstellen? Oder soll ich deinen Beitrag dahin verschieben?

Ich kann dir aber jetzt schonmal sagen, dass es immer einen Weg raus gibt! Es ist nicht immer der leichteste und man muss sich manchmal ganz schön zusammenreißen aber du musst nicht für immer so leben-es wird besser! Du schaffst das schon! In meiner Emo-Hochphase habe ich es auch nichtmehr geschafft aus dem Haus zu kommen-ich konnte nichtmal mehr den Müll runter bringen. Inzwischen geht es mir gut und ich würde mich weitestgehend als Angstfrei beschreiben. das packst du auch :) Lies dich hier einfach mal ein, Fang deine Therapie an, Tausch dich mit anderen aus..das sind für den Anfang so die Basics. und versuch immer wieder raus zu gehen. Steck dir jeden tag ein Ziel. Du musst nicht weit-nur soweit wie es geht-aber versauer nicht zuhause! Besser 3x nur zum mülleimer und wieder zurück als garnicht rausgehen!
And every demon wants his pound of flesh
but I like to keep some things to myself
I like to keep my issues strong
it's always darkest before the dawn

And it's hard to dance with a devil on your back
so shake him off!

Angelina2692
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Re: Verzweiflung und kein Ausweg!

Beitragvon Angelina2692 » 09.04.2014, 15:27

Hey Kinabalu,

Danke für die aufbauende Worte :)
Es freut mich das du es geschafft hast und gelernt hast aus dieser Krise rauszukommen.
Ich hoffe bei mir entwickelt sich auch alles zum guten.
Du brauchst meinen Beitrag nicht verschieben ich trage mich nochmal in die andere Gruppe ein.
Aber Danke :)

Lieben grüße
Angelina


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