Ich bin verzweifelt :(

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Motte105
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Ich bin verzweifelt :(

Beitragvon Motte105 » 09.02.2014, 16:54

Hallo,
ich bin langsam wirklich verzweifelt. Nicht nur, dass meine Angst einen großen Teil meines Lebens bestimmte... nein, ich habe mich nun auch mit einem MDV angesteckt. :(

Das ist meine größte Angst, dass ich mich anstecke und dann meine kleine Tochter (10 Monate) anstecke. Ich selber habe schon sehr sehr große Angst vorm dem Spucken, aber bei dem Gedanken, dass es ihr schlecht gehen könnte...da werde ich panisch. Ich weiß, dass es ihr wahrscheinlich garnicht so sehr Angst machen würde, weil Kinder es ja nicht so wahrnehmen, wie wir Erwachsenen. Aber ich denke zu viel nach anscheinend, ich schließe von meinen Ängsten auf andere. Denke dann, dass meine Tochter sich ja genauso schrecklich fühlen muss, wie ich.

Achtung, Trigger evt.
Ich bin schon seit geraumer Zeit dabei, mich mit meiner Angst auseinander zu setzen. Und ich mache das mittlerweile sehr gut. Ich bin ein bißchen stolz auf mich. Ich schaffe es, dass wenn ich wirklich etwas mit dem Magen habe (so wie heute), mich bereitwillig ins Bad zu begeben und würde es sogar geschehen lassen, wenn ich könnte. Ich sehe Übelkeit mittlerweile ganz objektiv betrachtet als Hilfe bei einer Krankheit. Bei meiner Tochter kann ich es gut verkraften, wenn sie mal spuckt und es auch weg machen. Nur eben der Gedanke daran, dass sie so leiden könnte wie ich, der macht mich traurig. Ich habe die letzten Jahre sehr sehr gelitten unter meiner Angst. :( Ich bin 26 Jahre jung und habe die meisten Zeit der letzten Jahre damit verbracht, Angst zu haben, mich anzustecken oder es bei anderen sehen zu müssen. Mache eine Verhaltenstherapie und komme seither immer weiter voran. Ich denke also meine Angst grundsätzlich im Griff zu haben seit einiger Zeit.

Doch dann gibt es Tage, an denen ich in meine alten Muster verfalle. Zur Zeit habe ich sehr viel Stress - und da ich einen nervösen Magen habe, schlägt es bei mir direkt um in permanente Übelkeit, wenn ich psychischen Stress habe. Ich habe Prüfungszeit gerade, fehle leider das ein oder andere Mal weil mein Magen mir einen Strich durch die Rechnung macht, habe zu dem immer auch mal Probleme mit anderen Menschen, da ich eine hochsensible Person und mir jeder Missmut direkt persönlich nah geht. Ich bin derzeit wie gesagt in einer zweiten Ausbildung und habe zu wenig Zeit für mein Kind (der Papa ist in Elternzeit) und das schlechte Gewissen drückt mir zusätzlich auf den Magen. Ich bin derzeit sehr labil und kann einfach nichts dagegen tun, dass mein Magen sich beruihgt. Ausszeiten nehme ich mir noch und nöcher.
Im Umkehrschluss kommt natürlich meine Angst vor dem Spucken wieder rapide ans Tageslicht, in so aufwühlenden Zeiten wie diesen.

Ich weiß gerade selbst nicht, was ich mir für Antworten von euch erhoffe. :/
Vielleicht einfach einen Lichtlick, jemanden der schreibt, dass man es schaffen kann mit großem Willen, nicht mehr so sehr in die Angst zurück zu fallen. Ich merke nur, dass es gut tat, dies mal von der Seele zu schreiben.

Püppi123
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Re: Ich bin verzweifelt :(

Beitragvon Püppi123 » 17.02.2014, 11:07

Das kann ich Dir sagen! Ich hatte meine schlimmste Phase so zwischen elfter Klasse und drittem Semester im Studium. Ich habe in der 11 und 12 so viel gefehlt dadurch, dass ich fast nicht versetzt wurde (da meine Emo mit einem Schulkotzerlebnis begann war die Schule für mich ein ort des Grauens). Ich bin dann irgendwie grade so durchs abi geschliddert und habe kurz vorher noch ein Tadel kassiert, weil ich mit einer ausrede der abschlussfahrt nach kroatien (2o Stunden busfahrt mit einer ganzen reihe wie ich wusste kotzender mitschüler)ferngeblieben und natürlich aufgeflogen bin. Als das Studium begann (ich habe meinen Wunschstudienplatz bekommen) hab ich angefangen mich durchzubeissen. Es war hart aber es wurde besser und besser. Heute habe ich zwar noch fast täglich angst vor dem Erbrechen, lasse mich allerdings nicht mehr einschränken und kann mich meistens irgendwie beruhigen so nach dem motto: Es ist seit über neun Jahren nicht passiert. Das sind über 3000 Tage. Seit dem ist fast kein Tag vergangen, an dem ich nicht mindestens einmal kurz angst hatte es könnte passieren. 3000 Tage. und von vielenhier im Forum hört man auch dass es 20, 30 jahre nicht passiert ist. und so eine lange zeit lasse ich mir nicht kaputt maczhen. Wenn es einmal in zehn jahren oder meinetwegen auch einmal im Jahr passiert dann hat man dazwischen trotzdem gelegenheit soooo viel zu erleben und zu genießen! das sollte man sich nicht kaputt machen lassen als junger mensch!

magga95
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Re: Ich bin verzweifelt :(

Beitragvon magga95 » 18.02.2014, 16:21

Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier und habe ein paar fragen an euch, ich leide seit ca. zwei Jahren an Emetophobie und habe mittlerweile drei Klinikaufenthalte hinter mir und wohne seid einem halben Jahr in einer Therapeutischen Wg. Meine Frage an euch ist, hat irgendjemand die Emetophobie besiegt indem er sich selber den Finger in den Hals gesteckt hat?!! Ich kann es mir momentan gar nicht vorstellen, dies zu tun, aber ich lese immer wieder, das ich meine Angst nur besiegen kann, wenn ich es hinter mir habe.. helft mir bitte!!! ganz LG

Gina
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Re: Ich bin verzweifelt :(

Beitragvon Gina » 20.02.2014, 12:29

Hallo magga95,

wahrscheinlich hättest Du schon längst antworten, wenn Du die Frage als eigenes Thema gestellt hättest und diese nicht an einen anderen Tread drangehängt, aber dass nur am Rande :wink: .

Gib mal in der Suchfunktion "Konfrontation" ein, bestimmt findest Du einige Beiträge die für Dich interessant sind.

Ich persönlich halte nichts von Konfrontation. Denn das ändert meiner Meinung nichts an der Phobie. Bei den meisten ändert sich an der Emo auch noch dem Brechakt an sich - ob nun ungewollt oder herbeigeführt - nichts an der Angst.

Empfielt Dir das Dein Therapeut?
Erzähl doch mal ein bisschen von Dir :D

Gina

magga95
Beiträge: 6
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Re: Ich bin verzweifelt :(

Beitragvon magga95 » 20.02.2014, 15:12

Könntest du mir bitte erklären, wie ich einen eigenen Beitrag veröffentliche?
Wäre sehr wichtig!
Lg :)


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