Neben sich stehen

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

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Helena
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Neben sich stehen

Beitragvon Helena » 22.01.2014, 17:21

Ich versuche gerade, meinen Alltag so zu leben, als wenn nichts wäre, also auch mit Übelkeit ganz normal überall hin und durch die Situationen durch. So bekommt man natürlich ständig die MGD-Geschichten und all das mit und eigentlich würde ich mich am liebsten tagelang zuhause verkrümeln, wenn ich mitbekomme, dass sich der Banknachbar oder sonst wer die ganze Nacht erbrochen hat. Ich verbiete mir das aber strikt und bin jetzt seit ein paar Tagen in so einen komischen Schwebezustand geraten, den ich vorher gar nicht so kannte. Die Angstübelkeit ist zwar da, aber zeitweise weiß ich gar nicht mehr, ob mir übel ist oder nicht, ich fühl mich fast wie betäubt, funktioniere nur noch. Das übliche Gedankenkarussell scheint sich im Hintergrund zwar zu drehen wie wild, aber es kommt gar nicht richtig "durch". Kann das vielleicht jemand einordnen? Ist das eine Art unterdrückte Panik? Was könnte ich tun, um da rauszukommen? Mit Ablenkung klappt es im Moment auch nicht...

inacarina
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Re: Neben sich stehen

Beitragvon inacarina » 22.01.2014, 18:52

Hi.
Ich kenne das. Ich habe das auch öfter und weiss leider auch nicht was es sein könnte. Vielleicht ist das eine Schutzfunktion des Körpers, wenn einem alles zuviel wird mit Gedanken und so.

Kannst du denn normale Gefühle zulassen? Freude oder so.. oder ist das auch abgeschwächt?
Ich hab in solchen Phasen immer das Gefühl, dass ich auch nichts mehr richtig fühlen und spüren kann. Und als würde alles an mir vorbei ziehen.

Helena
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Re: Neben sich stehen

Beitragvon Helena » 25.01.2014, 14:24

Ja, das mit der Schutzfunktion klingt logisch, kann gut sein...

Andere Gefühle sind auch schwächer, also genauso wie du es beschreibst.

malo

Re: Neben sich stehen

Beitragvon malo » 25.01.2014, 15:41

Was genau ist denn das Problem an diesem Zustand?
Musst du ihn unbedingt weg haben, fühlt es sich sehr unangenehm an oder gibt es vielleicht irgendwie eine Möglichkeit, ihn positiv zu nutzen, z.B. deine normale Panik ein wenig zu betrachten, so als würde sie nicht zu dir gehören, wenn sie sich ja gerade so abgespalten anfühlt?

Helena
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Re: Neben sich stehen

Beitragvon Helena » 25.01.2014, 20:10

Das Problem war anfangs hauptsächlich, dass ich nicht wusste, was auf einmal mit mir los ist und es mir daher Angst gemacht hat. Natürlich ist es auch nicht angenehm und irgendwie anstrengend. Zwar ist es jetzt tatsächlich auch so, dass ich froh bin, dass die Angstgedanken nicht so durchkommen, aber gerade deshalb trau ich mich nicht so recht, die Panik näher zu betrachten, aus Angst, sie dadurch wieder heraufzubeschwören.

Lizzerd
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Re: Neben sich stehen

Beitragvon Lizzerd » 26.01.2014, 13:57

Also ich hab von so einem (ähnlichen) Zustand mal gehört und der wurde da als Depersonalisation bezeichnet, aber ich weiß natürlich nicht inwiefern das zutrifft. Da kann es auch sein, dass man ein anderes Körpergefühl hat und in manchen Momenten nicht wirklich bewusst "da ist" und dann im nächsten Moment merkt, dass man total abwesend war.


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