Weihnachten/Feiertage

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

Moderatoren: Basti, Dianati, *

samadhi
Beiträge: 408
Registriert: 08.12.2005, 12:45

Weihnachten/Feiertage

Beitragvon samadhi » 16.12.2013, 22:13

Hallo ihr Lieben,
nun steht schon wieder Weihnachten kurz bevor. Wie steht ihr diesem Fest gegenüber? Regen sich da irgendwelche Emotionen bezüglich der Emo? Und wie ist es an Silvester?
Ich wohne seit mittlerweile 7 Jahren nicht mehr bei meiner Mutter (nur dieses Jahr nochmal ein paar Monate übergangsweise) und blicke diesem Fest jedes Jahr aufs Neue mit seltsamen Gefühlen entgegen. Meine Emo verschlimmert sich, wie bei den meisten hier, im Winter deutlich, aber wenns an Weihnachten geht wirds irgendwie noch schlimmer. Ich denke, das hat vor allem mit den Gefühlen gegenüber meiner Familie und Erinnerungen an meine Vergangenheit dort zu tun. Es gibt viele ungeklärte Konflikte. Meine Mama hat dieses Jahr ihr Haus verkauft und ist umgezogen, mein Vater (mit dem ich sowieso immer nur Streit hatte und weshalb ich nicht traurig darüber bin) ist nun schon vier Jahre tot. D.h. es hat sich einiges verändert im Vergleich zu früher und dennoch habe ich Angst vor der Heimfahrt.
Ich studiere seit diesem Jahr und könnte schon am 20. heim fahren, aber ich will nicht. Ich werds wohl bis auf den 22. oder 23. hinausschieben. Ich finde es reichlich bescheuert, aber ich hab vor allem Angst, dass sich eines meiner Familienmitglieder (Mama, Bruder, Schwester) eine MDG einfangen und mich damit anstecken könnten. Dabei ist das an Weihnachten noch nie vorgekommen. Mein Bruder hatte allerdings früher recht oft MDG im Vergleich zum Rest der Familie, weshalb ich sogar schon gehofft hätte, er käme nicht und würde mit seiner Freundin feiern (Das geht allerdings auch damit einher, dass wir uns oft mal streiten und ich ihn generell ungern um mich habe). Ich weiß nicht, wenn dann wirklich Weihnachten ist verdränge ich meine Probleme ganz gut, fühle mich eigentlich ganz okay, esse normal mit (und fühle mich hinterher schrecklich übersättigt und eklig) und bin dann letztendlich doch irgendwie froh, wenn es vorbei ist. Normalerweise würde ich nach Weihnachten wieder hier hin zurück fahren, allerdings spricht dagegen der Umstand, dass meine Hündin Angst vor Feuerwerk hat und meine Mama deutlich ländlicher wohnt als ich, sodass ich ihr den Lärm gern ersparen möchte. Noch dazu hab ich am 4. Januar Geburtstag und hätte hier in der neuen Stadt wohl eh niemanden, mit dem ich feiern könnte.
Ich weiß noch nicht, wie lange ich es dort aushalten werde, aber ich weiß, wenn jemand tatsächlich krank werden sollte, werd ich die FLucht ergreifen :( Normalerweise versuche ich, gegen die Emo anzukämpfen, aber in dem Fall übermannt sie mich dann doch so stark, dass ich lieber nachgebe statt durchzuhalten.
Habt ihr auch solche Gedanken oder Gefühle? Silvester an sich ist für mich relativ unproblematisch, ich denke mein Bruder wird dann schon wieder weg sein, meine Schwester ist in Holland und meine Mama bleibt daheim (genau wie ich), aber Weihnachten...brrr.
Liebe Grüße und euch ein hoffentlich schöneres Fest,
samadhi

Keks2411
Beiträge: 135
Registriert: 13.12.2012, 10:44

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon Keks2411 » 16.12.2013, 22:24

Ich hab Angst vor weihnachten :( wir hatten alle mdv letztes Jahr ich hab nicht gebrochen mein Mann auch nicht , nur die Kinder , aber ich war nicht fähig zu kochen :( das hat mich sehr traurig gemacht :( ich koche so gerne an weihnachten , deswegen hab ich Angst .

Aber schlimmer wird die emo net da ich den richtigen noro 2011 im Sommer hatte von daher ;)

Aber : die Tochter meiner Freundin hatte es Letzte Woche niemand hat auch angeTeckt .
Mein Bruder hatte es und seine Freundin net ;)

Benutzeravatar
tanyamoustache
Beiträge: 219
Registriert: 24.06.2012, 21:53
Wohnort: Berlin

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon tanyamoustache » 17.12.2013, 00:08

Ich fahre vom 19. bis zum 27. zu meinen Eltern und hab jetzt schon keine Lust darauf, so langsam kommen auch die Angst und die Nervosität. Komischerweise wird das mit jedem Jahr, das ich nicht mehr zu Hause wohne, schlimmer.
Ich habe nicht konkret Angst vor MDG oder dass es jemandem schlecht gehen könnte – das gab es bei uns eigentlich nie -, sondern einfach vor diesen drei Tagen Weihnachtsfest, die ich zusammen mit meiner Familie feiern muss, wo ich die eigenen Gefühle einfach völlig zurückstellen und funktionieren muss. Ich weiß ja eigentlich, dass ich mittlerweile erwachsen bin und überhaupt nicht machen MUSS, aber diese Erkenntnis ist eben nur eine rationale und emotional reagiere ich immer noch wie früher, fast sogar schlimmer, weil ich mich mittlerweile eben daran gewöhnt hab, dass ich mein Leben den größten Teil der Zeit so gestalten kann, wie ich will, und diese paar Tage bei meinen Eltern dann eben einen so starken Kontrast dazu darstellen.
Noch dazu kommt, dass es mir eh gerade emotional nicht so gut geht, wegen einer Sache, die ich mit meinen Eltern niemals teilen würde. Das bedeutet irgendwie, dass ich mich doppelt zusammenreißen muss.
Ich weiß gerade nicht, wie ich mit der Situation richtig umgehen soll, ich werde es wohl einfach aussitzen wie jedes Jahr, aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht und es fühlt sich auch nicht so an, als würde ich da Fortschritte machen.

expanse
Beiträge: 179
Registriert: 07.04.2010, 22:47
Wohnort: Unterfranken

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon expanse » 17.12.2013, 00:33

Also ich freue mich waaaaahnsinig auf Weihnachten und die Gemeinschaft mit meiner Familie. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich glücklicherweise keine schlechten Erlebnisse an Weihnachten hatte und mir als Kind immer eingeredet habe, dass an Weihnachten bestimmt keiner bricht, da es ja Weihnachten ist ( :biggrin: :biggrin: :biggrin: )
NUnd nur weil man in Gemeinschaft ist, heißt dass ja ncht das man sich zwangsläufig ansteckt. Man wäscht sich dann eben vor dem Essen die Hände und wenn es jemanden nicht gut geht, er aber da ist, geht man eben auf Abstand. Aber mir deshalb Weihnachten vermiesen zu lassen... neee :wink: Meine Angst hat mir schon genug (damals) kaputtgemacht...
Liebe Grüße aus dem schönen Unterfranken :)

entschuldigt eine Tippfehler :/ ich bin manchmal so schnell im schreiben, dass das leider oft passiert :/ ^^

Benutzeravatar
Franzi_86
Beiträge: 28
Registriert: 28.10.2013, 08:55

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon Franzi_86 » 17.12.2013, 07:56

also ich freue mich auch auf Weihnachten und Silvester.
An Weihnachten ist mein Geburtstag und es kommt die Familie zu uns nach hause da freu ich mich immer sehr und es gibt Raclette. :-)
ich verbinde seit meiner Kindheit nur schönes mit Weihnachten und auch Silvester :-)

samadhi
Beiträge: 408
Registriert: 08.12.2005, 12:45

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon samadhi » 17.12.2013, 09:16

Danke für eure Antworten - ich finds interessant, wie unterschiedlich die Gedanken doch ausfallen.

ich koche so gerne an weihnachten , deswegen hab ich Angst .

Keks, meinst du das hat damit zu tun, dass du Angst davor hast, deine Funktion als Mutter nicht erfüllen zu können bzw. vielleicht sogar nicht für deine Familie sorgen zu können? Spielen so Versagensängste eine Rolle bei dir?

sondern einfach vor diesen drei Tagen Weihnachtsfest, die ich zusammen mit meiner Familie feiern muss, wo ich die eigenen Gefühle einfach völlig zurückstellen und funktionieren muss

Das kann ich gut nachvollziehen. Ich denke, meine Emo ist da auch bloß die Spitze des Eisbergs und unter der Wasseroberfläche schwimmen eben diese ganzen negativen Gefühle, die ich mit meiner Familie verbinde. Ist dein Verhältnis zu deiner Familie denn eher schwierig oder geht es nur um das Sich-zurücknehmen an sich?

Ich weiß gerade nicht, wie ich mit der Situation richtig umgehen soll, ich werde es wohl einfach aussitzen wie jedes Jahr, aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht und es fühlt sich auch nicht so an, als würde ich da Fortschritte machen.

Ich wünsch dir jedenfalls, dass du die Tage halbwegs gut rumbekommst. Ich kann dich absolut verstehen, bei mir ist es auch jedes Jahr das Gleiche (bzw. eher schlechter, wie du ja schon meintest). Bist du denn in einer Therapie, in der du das gezielt besprechen könntest?

NUnd nur weil man in Gemeinschaft ist, heißt dass ja ncht das man sich zwangsläufig ansteckt. Man wäscht sich dann eben vor dem Essen die Hände und wenn es jemanden nicht gut geht, er aber da ist, geht man eben auf Abstand. Aber mir deshalb Weihnachten vermiesen zu lassen... neee :wink: Meine Angst hat mir schon genug (damals) kaputtgemacht...

Naja, für andere Leute trifft das ggf. zu, aber meine Mama hats nicht so mit der Hygiene ^^. Das kommt immer erschwerend hinzu. Ich reagiere recht sensibel auf ihre Unordnung und Schmuddeligkeit und das wird an Weihnachten nicht gerade besser. Manche Jahre hat sies hinbekommen, das Haus sauber zu kriegen (allerdings lag das dnan auch hauptsächlich an meiner Mithilfe), aber seit mein Papa tot ist haben ihre Bemühungen da noch mehr nachgelassen. So nach dem Motto: Ist ja keiner mehr da, der motzt. Ich trau mic hauch nicht mehr, was zu sagen, weil mir das als Besuch auch irgendwo nicht zusteht. Wohl fühle ich mich damit dennoch nicht.
Ich finde deine Einstellung aber trotzdem schön, vielleicht komme ich auch irgendwann mal dahin ;)

Keks2411
Beiträge: 135
Registriert: 13.12.2012, 10:44

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon Keks2411 » 17.12.2013, 09:47

Ja das sind so eher meine eigenen Ansprüche ich will immer alles perfekt haben und das funktionierte letztes Jahr gar nicht , wie waren alle krank die ganz wurde schlecht und wir mussten Hackbraten essen . Gott war ich sauer

Ich hoffe das es dieses Jahr wenigstens normal abläuft

dariusbritt
Beiträge: 181
Registriert: 17.06.2013, 21:23

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon dariusbritt » 17.12.2013, 11:11

Ich habe bis vor zwei Jahren eigentlich auch nie Probleme mit Weihnachten gehabt. Dann am 26. oder 27.12.2011 hatte ich mir irgendwas eingefangen oder so. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es etwas war, was ich gegessen hatte, da sich da direkte Zusammenhänge erstellen lassen und meine Eltern sich eben auch nicht angesteckt haben, obwohl mein Vater sich normalerweise immer bei mir ansteckt.
Jedenfalls seit dem habe ich Angst, dass es sich wiederholt. Und letztes Jahr hatte ich dann tatsächlich (vielleicht auch durch den Stress den ich mir zusätzlich zu sowieso schon bestehenden familiären Streitigkeiten gemäht habe) an Heiligabend ein paar Probleme.

Dieses Jahr ist mir allerdings obwohl ich die Emo in letzter Zeit weitestgehend unter Kontrolle habe etwas mulmig. Mein Bruder kommt samt Familie und meine Nichte (1 1/2 Jahre alt) macht mich sehr nervös. Ich habe zwar die Möglichkeit mich zurück zu ziehen, wenn es mir zu viel wird und sie bleiben auch nur für den Abend und Nutzen ein Gäste WC, das ich im Normalfall nicht betrete. Aber trotzdem ist die Angst da.

Ich versuche das beste draus zu machen und mich auf die positiven Aspekte zu fokussieren. Es wird bestimmt schön und am 25. bin ich dann den ganzen Tag allein, da kann ich mich dann ausruhen :D

aniiram
Beiträge: 1511
Registriert: 13.12.2011, 14:56

Re: Weihnachten/Feiertage

Beitragvon aniiram » 07.01.2014, 17:43

Hab den Thread erst jetzt gesehen. Wie gings euch denn so über Weihnachten?
Ich hab auch immer Angst vor Weihnachten bzw. die Tage mit der Familie. Weil mein Alltag halt sonst ganz anders abläuft und noch viele andere Dinge. Hab aber dieses Weihnachten beschlossen und sogar schon ausgesprochen, dass ich nächstes Jahr nicht mehr so feiern möchte, weil mir das zu stressig ist. Ich fahre nicht zu den Eltern aufs Land, sondern bleibe in der Stadt und feiere mit Freunden. Früher hätte ich mich das nie getraut. Aber da ich eh Atheistin bin, mein Freund auch, und wir ja eher die Sonnenwende als etwas Christliches feiern, ist es mir viel egaler geworden und ich möchte diesen Schritt gehen.

Hat sowas mal die eine oder der andre von euch schon ausprobiert? Raus aus dieser Tradition und was anderes machen? Für mich fühlt es sich nämlich so toll an, etwas ganz freies, nicht mehr in den alten Traditionen, Sachen machen, die ich nicht will, die eh alle nur stressen. ;)
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." - Albert Einstein.


Zurück zu „Alltag mit Emetophobie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast