Warum kommt es nicht einfach ?

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Keks2411
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Warum kommt es nicht einfach ?

Beitragvon Keks2411 » 22.11.2013, 15:30

Mal ne frage ob das auch jemand erlebt hat .

Wir waren auf einer fisch börse als ich merkte mir wird komisch .
Ich ging auf Toilette und da wurde mir fürchterlich schlecht . Und durchfall auch .
Ich dachte ok vielleicht hast was mit lactose gegessen aber es wurde immer schlimmer .
Also fuhren wir heim.
Im Auto nahm ich mir Ne Tüte weil ich echt dachte jetzt kommt es .
Ich wurde panisch schrie meinen Mann an das er Rechts ran fahren soll, stürmte raus in eine Häuser ecke stellte mich bereit und es kam NICHtS !

Ich war so wütend mir war so übel ich hab gemerkt es kommt , aber es kam nichts ...

Das passiert mir oft , wo ich echt drauf warte und dann wütend werde weil nichts kommt .

Warum ist das so ? Wird es durch meine Panik und mein zu schnelles Atmen verhindert ? Selbst wenn ich es will ?

Ich verstehe es nicht ? Ihr vielleicht ?

Oder auch schon erlebt ?

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Bellchen
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Re: Warum kommt es nicht einfach ?

Beitragvon Bellchen » 22.11.2013, 16:00

Ich habe sowas bei meiner Magen-Darm-Grippe vor 2 Jahren erlebt. Ich hatte schon mehrmals Durchfall und lag dann im Bett und ich dachte, jetzt kommt es, habe mir den Eimer genommen, musste so würgen/rülpsen, hatte auch schon leicht säuerlichen Geschmack im Mund, aber es kam nix. 5mal gewürgt, das war alles. 3 Stunden später genau dasselbe. Gewürgt und nix gekommen. Ich weiß nicht, ob man dann schon so verkrampft ist durch die Angst, dass deshalb nichts kommt!?

samadhi
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Re: Warum kommt es nicht einfach ?

Beitragvon samadhi » 22.11.2013, 19:47

Ich denk, bis zu einem gewissen Grad arbeitet man dagegen an, aber 100% beeinflussen kann man es ja nicht. Wenn ich merke, es gibt kein Zurück mehr, nehme ich es einfach hin und lasse es geschehen, es nützt ja eh nichts. Ich denke einfach, das sind irgendwelche körperlichen Vorgänge, auf die man gar nicht viel Einfluss hat. Irgendwelche Neurotransmitter, die das Brechzentrum reizen und letztendlich das Erbrechen auslösen. Erbrechen ist ja, soweit ich weiß, ein recht komplexer Vorgang im Körper und wenn da dann irgendein Faktor ausfällt, kommt es eben doch nicht so weit. Das Sich-dagegen-wehren spielt sicher eine Rolle, aber ist bestimmt nicht ausschlaggebend. Dafür müsste man jetzt Mediziner sein, um zu verstehen, warum es manchmal passiert und manchmal nicht. :wink:

Keks2411
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Re: Warum kommt es nicht einfach ?

Beitragvon Keks2411 » 22.11.2013, 20:04

Mh aber wenn ich doch merke es kommt und schon würge warum kommt dann nix , ich wurde richtig wütend weil es wahrscheinlich Erleichterung gebracht hätte ...einmal im Magen und einmal meiner Psyche . Wenn ich schon so mutig bin und sag so auf jetzt und dann kommt nix das ist ärgerlich

Feldweg
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Re: Warum kommt es nicht einfach ?

Beitragvon Feldweg » 22.11.2013, 20:49

ich kenn das auch. Furchtbares reflexartiges Würgen - nichts. Mein Thera sagte nur: " vielleicht kommt nichts, weil es nicht darum geht - etwas körperlich nach draußen zu befördern....? "
WENN es raus müsste - rein körperlich - dann WÜRDE es kommen - hm, schwieriges Thema.

Ich habe mich dasselbe gefragt, wie Du: "da bin ich schon so mutig und will es zulassen ...... und dann - nichts" Wut!!!!!!!
Vielleicht ist die Frage, ob wir WIRKLICH - ich meine ganz wirklich schon soweit sind, tatsächlich den Mut zum "Loslassen" aufzubringen.

LG

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Desperate
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Re: Warum kommt es nicht einfach ?

Beitragvon Desperate » 23.11.2013, 23:57

Ich kenn das Problem ebenfalls. Meine Panik bezieht sich auch weniger auf das Erbrechen selbst, sondern die Erwartungsangst bzw. das Erbrechen müssen vor einer Gruppe.
Aber wie dem auch sei, neulich war es kaum auszuhalten, mir war so schlecht und ich musste so stark würgen dass ich mehrere Minuten nachhelfen musste damit es endlich vorrüberging.. Danach ging es mir besser allerdings habe ich so heftig gewürgt, dass ich einen kleinen Riss in der Speiseröhre hatte und demnach auch Blut im Erbrochenen. Bin dann nach der Schule erst ins Krankenhaus wo sich nach eintägiger Beobachtung herausstellte, dass der Riss sehr dünn war und somit selbst wieder verheilt.

Wieso das so ist weiß ich nicht, ich vermute dass sich der "Kopf" aufgrund negativer Erfahrung (die wir hier ja alle haben) gegen diesen Brechreflex wehrt. Ich hatte auch die Vermutung, dass es an der beschleunigten Atmung liegt und man zu verkrampft ist dafür. Dagegen spricht aber, dass der Körper auch bei zu starker körperlicher Belastung erbricht. Deshalb wird es wohl eher eine Kopfsache sein. Ich frag nächste Woche mal meinen Therapeuten ;)


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