Panikattacke nach fünf Jahren

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blondie1982
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Panikattacke nach fünf Jahren

Beitragvon blondie1982 » 27.09.2013, 11:39

Hey zusammen,

dachte ich werd nicht mehr, wache ich heute Nacht um kurz vor drei auf und habe starke Übelkeit und kriege doch tatsächlich ne Panikattacke :?

Ich wusste erst gar nicht wie ich damit umgehen sollte. Habe dann nen Heulkrampf bekommen und meinen Freund geweckt, weil ich echt dachte: nu ist vorbei, jetzt musst du aufs Klo und ...

Wir haben uns dann über alles unterhalten, die bevorstehende Kur und meine Ängste die damit zusammen hängen. Am liebsten möchte ich dort gar nicht mehr hin, ich habe echt Angst das mir das dort wieder passiert oder noch Schlimmeres und ich bin dann alleine da. Für mich ist mein Zuhause und Freund immer so ne Sicherheit und dort bin ich auf mich gestellt. Sicherlich auf eine Art und Weise gut so, aber habe halt echt Angst davor.

Ich fühle mich auch jetzt noch wie durchgelutscht und bin innerlich total unruhig. Aber das Schlimme für mich ist, das sich diese Panik nach fünf Jahren wie ein Rückschritt anfühlt. Auf einmal ist sie da und man dachte die ganze Zeit, man hat es im Griff und ist Herr seiner Sinne.

Ich fragte mich auch gleich zu Beginn der Attacke, was los ist, was mein Körper mir sagen will. Aber irgendwie kam ich auf keinen richtigen Punkt hierbei. Außer das der 1. Todestag meines Vaters am 14.10. immer näher rückt, genau so wie die blöd Kur :( Ich zähle sogar schon die Tage, wie viele es noch sind bis ich dahin muss. So wirklich versteht mich da keiner in meinem Umfeld, jeder sagt nur ich soll mich drauf einlassen und das wird schon und ist doch toll usw. Aber irgendwie habe ich da Angst vor :roll:
Das Schicksal ereilt einen oft gerade auf den Wegen, die man eingeschlagen hat, um ihm zu entgehen.
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Bellchen
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Re: Panikattacke nach fünf Jahren

Beitragvon Bellchen » 22.10.2013, 11:09

Bist du jetzt schon bei der Kur? Wie geht es dir?
Wie hast du den 1. Todestag deines Vaters verkraftet?

Das mit der Panik kenne ich auch. Ich hatte über 6 Jahre lang keine Panikattacken und dann letztes Jahr am 01.09. fing alles wieder an.

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Re: Panikattacke nach fünf Jahren

Beitragvon blondie1982 » 28.10.2013, 11:13

Hi Bellchen,

ja, war auf Kur, habe aber nach zwei Wochen abgebrochen. Erst ne Blasenentzündung und Antibiotika nehmen, direkt danach ne dicke Grippe, die ich nach zwei Wochen immer noch habe :roll: und mir war das einfach zu viel und bin dann nach Hause, wollte einfach nur weg. Wer dort nicht Grippe oder Bronchitis hatte hatte Magen-Darm.

Also mit Kur hatte das nichts zu tub, konnte mich weder enmtspannen noch kam ich zur ruhr. Und meine Therapeutin dort meinte ich wäre übertherapiert und eine Gesprächsgruppe würde mir nichts bringen. Und keine Nacht habe ich richtig geschlafen, mind fünf mal wach geworden. Das ganze dort war echt nix für mich!!

Aber wenigstens keine Panik dort gehabt, nur die erste Nacht leichten Anflug, aber bin ich gut mit zurecht gekomen.

hast du denn seit September dann wieder vermehrt Panik??
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Re: Panikattacke nach fünf Jahren

Beitragvon Bellchen » 28.10.2013, 20:45

Da wünsche ich die gute und schneller Besserung! Das ist ja gar nicht schön.
Das bringt dann auch nichts, wenn du nicht mal schlafen kannst und dich nur rumquälst. Aber dass du keine Panik hattest, ist super. Ich hatte bei meiner Reha die 2 Tage ja fast nur Panik. Bin mit der ganzen Situation ja total überfordert gewesen.

Wie meint die Therapeutin das mit dem "übertherapiert"? Ich kann mir darunter nichts so richtig vorstellen.

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blondie1982
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Re: Panikattacke nach fünf Jahren

Beitragvon blondie1982 » 21.11.2013, 21:54

Hey Bellchen, sorry total vergessen zu antworten. Naja sie ist der Meinung gewesen ich bin übertherapiert weil ich schon so viele Therapien, also vier Stück in 15 Jahren, gemacht habe und Tagesklinik.
Ich hätte so viele Muster in den Therapien erlernt und im Kopf, das ich mich selber therapieren könnte, was aber nicht wirklich geht und eine Therapie nur was bringt, wenn ich quasi die alten Muster, die ich erlernt habe, mal alle lösche und was anderes lerne was mir hilft.

Ich fand es auch etwas merkwürdig, da die Emo mit dem Tod meines Vaters schlimmer wurde, und finde es hängt damit zusammen, weil ich einfach anfälliger für alles bin und dann alte Ängste und Vermeidungsverhalten wieder leichtes Spiel haben und denke das ist auch normal. sie war der Meinung ich hätte ja alles nur verdrängt. Dabei habe ich nach fast zwei Jahren Verhaltenstherapie erfolgreich meine Emo im Griff gehabt und emfinde es als normal das Manches jetzt wieder kommt.
Irgendwie war ich mit ihrer Meinung auch sehr unzufrieden.
Bisher habe ich es nicht bereut die Kur abgebrochen zu haben. lediglich die scheiss Grippe hatte mich gute drei Wochen im Griff gehabt und selbst jetzt merke ich noch ab und an das ich nicht 100 pro fit bin.

Ich hoffe dir geht es etwas besser?!?

GLG
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