mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblich?

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Püppi123
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mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblich?

Beitragvon Püppi123 » 08.07.2013, 15:28

Und hier auch noch ein Thema wo ich mich grade als Therapieschwerpunkt (soll mich damit beschäftigten) beschäftigt.Hier passst es auch finde ich.Also, ich bearbeite in der therapie gerade meine Emo ein bisschen und versuche mich damit zu beschäftigen. Ich habe die Emo schon fast mein ganzes leben, auslöser war glaube ich eine chlorvergiftung in der dritten klasse, grund wohl mein nicht anwesender vater (der zu der zeit beruflich in eine andere Stadt zog) in kombination mit meiner alkoholisierten mama.Nun habe ich persönlich das Glück, einen relativ unempfindlichen Magen zu haben. Auch wenn ich ständig gedanken in die richtung habe, ist mein "richtiges letztes kotzen" schon acht jahre her. Ich sage das so, weil mir einmal ziemlich schlecht war und ich würgen musste. da allerdings nichts kam und danach alles wieder gut war, denke ich jetzt einfach mal ,dass es vielleicht doch die angst war und ich nur im nachhinein das gefühl habe dass ich da garkeine besondere angst hatte. naja keine ahnung. Acht jahre auf jeden fall. wenn ich an meine eltern denke - meine mutter muss vielleicht mal so alle 10 Jahre brechen, mein vater hat soweit ich weiss erst überhaupt einmal gebrochen, da hat er sich einen fiesen virus aus hongkong mitgebracht und hatte eine grippe mit fieber. Nun frage ich mich - ist die häufigkeit bzw die stabilität des magens eigentlich erblich?

Viiii
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Viiii » 08.07.2013, 16:16

Meiner Meinung nach, ist die Frage nach der erblichkeit schwierig zu beantworten.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen: Meine Eltern erbrechen fast nie, meinen Vater habe ich nur 3 Mal erbrechen erlebt (2 Mal wegen Alkohol, einmal weil er ein Schnauzhaar verschluckt hat...das löst bei ihm immer Brechreiz aus...meine Mutter musste einmal wegen zu vielem fettigem Essen in Kombination mit Alkohol erbrechen...ich musste das letzte Mal vor 3 Jahren erbrechen und davor 10 Jahre lang nicht. Meine jüngere Schwester dagegen muss wirklich oft erbrechen. Wegen allen möglichen Ursachen. Zu fettiges Essen, zu viel Essen Alkohol (sie ist auch schon über 18), Krankheit oder einfach mal so...sie musste als Kind wirklich oft...sie nahm das schon aber immer locker, meine Mutter musste sich in solchen Situationen mehr um mich kümmern, weil ich mich hysterisch irgendwo versteckte...

In der Familie von einer Freundin wird es der Mutter ziemlich oft schlecht und den anderen nur selten...
Den meisten, die ich kenne wird es nicht oft schlecht...

Ich glaube auch, dass erbrechen auch psychisch ist...meine Schwester "lässt" es einfach raus wenn es ihr schlecht ist...andere kämpfen dagegen an und können es oft viellicht so zurückhalten. Vielleicht reagieren manche auch sensibler auf Gerüche oder besitzen andere Enzyme zum verdauen und vertragen manches deshalb nicht...ich denke, das ist schlussendlich individuell und nicht unbedingt vererbbar...
Das Immunsystem denke ich jedoch, ist vererbbar...Eltern, die schon immer selten krank waren, haben auch meistens sehr gesunde Kinder...natürlich bin ich aber kein Arzt, ich habe es nur bei manchen Familien so beobachtet...

Püppi123
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Püppi123 » 08.07.2013, 22:44

Liebe Viiii,

danke für deine Antwort :)
Das ist ja witzig was du da schreibst, bei mir in der Familie ist es ganz ähnlich. ich habe noch nie erlebt dass meine mutter oder gar mein vater magen darm gehabt hätten. wie gesagt, mein paap hat in seinem leben überhaupt erst einmal gekotzt, meine mama als kind ganz oft und inzwischen vielleicht so alle zehn jahre mal. Meine schwester hingegen hat auch immer ganz oft was .verträgt essen nicht (ist aber auch als stewardess vielem ausgesetzt...), kriegt magendarm, regt sich zu viel auf.....sie musste sogar vor einigen jahren im zug zurück vom flieger brechen weil sie so tot müde war.
Komisch ist das...mh ja und bei mir....Also ich weiss dass ich zweimal magendarm hatte. einmal war ich drei und einmal zehn. dann die chlorvergiftung. zweimal habe ich glaube ich zu viel popcorn im kino gegessen. und dreimal mich zu viel aufgeregt (einmal als meine oma neben mir auf dem sofa einen schlaganfall gekriegt hat, einmal weil ich als kleines kind einen riesenauftritt hatte und einmal an weihnachten ;D ) und ich glaube einmal oder zweimal noch als kind als ich fieber hatte.

wie oft musst du denn so allgemein? bUnd ihr anderen?

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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Miezze » 08.07.2013, 23:25

ich (30 jhr) hab in meiner ganzen kindheit 5 mal spucken müssen, in meiner teeniezeit 2 mal wegen alkohol und einmal in meiner schwangerschaft vor 11 jahren (da denke ich, kams vom alkohol in kombination mit der schwangerschaft, von der ich da noch nix wusste)...
mein sohn (10 jhr) hat 2 mal bei scharlach spucken müssen und einmal bei ner leichten mdg...
bei meinen eltern hab ich in den 30 jahren, in denen ich auf der welt bin, jeweils nur 1 mal erlebt...
ich denke, dass jeder irgendwie ne andere anfällige partie hat. wir haben oft husten... also ist das wohl unsere schwachstellen.
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Viiii » 09.07.2013, 08:41

Bitte!:)

Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich im Kindergarten zwei Mal MGD (weil ich dort öfters musste, nehme ich mal an dass ich das hatte...), einmal mit 5 den Magen verdorben, da ich durcheinander gegessen hatte auf einer Geburtstagsparty und nachher herumgerannt bin, später einmal so mit 7 glaube ich auch wegen MGD (musste nur einmal, ich fühlte mich aber krank...)...dann nochmal mit 10 oder so, habe aber keine Ahnung wieso und dann erst 10 Jahr später mit 19-20 auch keine Ahnung wieso...dort war aber meine Grossmutter gestorben und ich hatte allgemein eine schlechte Phase, dann fuhren wir an dem Tag no 12 Stunden Auto...das war glaube ich einfach zu viel...als Kind gab es noch Fälle an die ich mich nicht mehr erinnern kann, meine Mutter hat mir aber davon erzählt...das erste Mal, habe ich zu viele Gurken gegessen und danach ganz übarrascht geschaut und weinend gefragt was ich gemacht hätte...?XD Angst davor habe ich aber seit dem Fall auf der Party...dort haben sich nämlich meine Eltern häftig gestritten im Auto auf dem Nachhauseweg, da wir nirgendwo anhalte konnte und mir schlecht war...ich musste aber erst zu Hause vor der Haustüre...

Finde das auch irgendwie spannend, dass Emetophobiker alle solche Ereignisse so genau dokumentieren...diejenigen, die keine Angst haben, wissen meistens das letze Mal nicht mal mehr...ich habe meinen Freund schon oft gefragt und er hat keine Ahnung...ist ihm halt auch nicht wichtig...er hat gesagt, für ihn ist das wie normal aufs Klo zu gehen...so weit möchte ich auch mal sein...

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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Püppi123 » 09.07.2013, 15:47

Ja ich finde das auch total spannend. auch wenn ich jemandem davon erzähle. ich höre immer nur: mh echt? Das kann ich ja garnicht verstehen. klar ist es eklig, aber doch nix schlimmes! Und dann denke ich immer, dass ich die genauso wenig verstehen kann. liegt das vilelicht daran dass wir wirklich selten damit zu tun haben? Wäre es nicht so eine große unbekannte wenn wir das ot hätten?

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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon mimi » 09.07.2013, 17:23

Ich glaub nicht, dass die Angst weniger werden würde, wenn wir häufiger konfrontiert würden - wir würden uns ja doch jedes einzelne Mal genau merken ;-)

Ich zum Beispiel hab vor knapp mehr als nem Jahr zum letzten mal gekotzt, davor vor ca 2 Jahren und 1 1/2 Jahre vorher auch - zu viel gegessen, falsch gegessen oder MDG... Kann mich dran erinnern, dass ich beim letzten Mal direkt danach zwar gesagt hab "ach, war ja garnicht schlimm, jetzt gehts mir wenigstens besser", aber dann hat sich die Angst doch ganz schnell wieder eingeschlichen :/

Und im Schnitt einmal jährlich erbrechen müssen kommt mir schon fast viel vor, wenn ich bei euch was von "10 Jahren nicht mehr" les...
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katzi5
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon katzi5 » 09.07.2013, 19:34

Mhh echt interessant sich das so durchzulesen ^^ Bei mir ist es nämlich auch sehr ähnlich. Meine Mutter musste sich ein paar mal übergeben als sie schwanger war mit meinem Bruder, mein Vater seit ich auf der Welt bin kein einziges mal. o.O Mein Bruder hingegen hatte, als er noch ein wenig jünger war, (jetzt ist er 11) häufig, sogar jährlich eine MGD. (jedesmal hab ich mich in meinem Zimmer versteckt)
Ich selbst musste mich erst zweimal (also zwei nächte bessergesagt..) übergeben. Einmal wegen falschem Essen glaub ich und beim zweiten mal wegen einem Virus. Das zweite mal war echt heftig, die ganze Nacht ging das durch. :/ Das ist jetzt knapp 8 Jahre her und seitdem nichts, irgendwie hab ich das Gefühl je länger es her ist desto wahrscheinlicher muss es werden das es bald wieder passiert, was warscheinlich totaler Quatsch ist xD
Entschuldigung, darf ich sie mal kurz zerstören?

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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Hope09 » 09.07.2013, 21:19

Darf ich mal fragen, warum ihr so Angst vor dem Erbrechen habt??
Ich bin beim "letzten Mal" ohnmächtig geworden und habe ewig gebraucht, wieder zu mir zu kommen und war fast ne Woche im KH. Bei mir löst es jetzt Todesangst aus (das ich ohnmächtig werde und ersticke).
Aber wenn ihr als das Erbrechen durch macht, wirst ihr ja, ihr euch passiert nichts. Gibts da noch etwas was einem Angst macht? Irgendein Hintergrund? Vielleicht versteckt sich der ja noch bei mir und ich bin noch nicht dahinter gekommen.

Ansonsten hatte ich glaub 1-2 mal eine MDG als Kind. SS war ohne Übelkeit. Und einmal einfach so nachts, aber das war gar nicht schlimm, weils einfach nur rausgeflutscht ist (im Halbschlaf) und dann eben das eine Mal vor 2 Jahren mit starkem Erbrechen (mit Begleitung von Notarzt und anderen Ersthelfern...jipiii jo) und Bewusstlosigkeit.

Bei uns in der Familie gab es nur sehr selten MGD. Meine Schwester hat jetzt eher Probleme mit dem Magen und muss desöfteren erbrechen; aber für sie ist es soweit kein Problem. *neidisch bin*

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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon mimi » 09.07.2013, 23:29

Hey!

Ich persönlich komm grad dahinter, dass ich wohl als Kind als "Schutz" vor den Wochenenden bei meim Vater erbrochen hab und mich so eben vor Enttäuschungen schützen wollte - heute hab ich daher vermutlich Angst, die Gefühle, die ich damals schon hatte und heut noch hab, zuzulassen - das Erbrechen steht da also erstens als "Erinnerung" an damals, andererseits aber auch als Metapher "was zum Kotzen finden", das aber nicht zulassen wollen/können, dadurch also Angst davor haben, "sich mal richtig auszukotzen"...
Körperlich kann ich persönlich also nix finden, wovor ich Angst hab.

Gibt aber einen Thread dazu, da findest du vielleicht ein paar Antworten. Bei den meisten ist's glaub ich der Kontrollverlust, wenn man so liest. Das würd natürlich bei dir auch passen - da bedeutet ja der Kontrollverlust, dass du ersticken könntest, wenn sich das wiederholt...

Hab aber noch eine Frage: ich glaube, du hattest mal irgendwo geschrieben, dass auch die Ohnmachtsanfälle zusammen mit dem Erbrechen damals psychisch, als "Schutzfunktion des Körpers" kamen und nicht körperlich bedingt waren, oder?
Hast du eine Idee, warum dein Körper sich da so verzweifelt und mit allen Mitteln schützen wollte - also wovor? Da könntest du vielleicht ansetzen, weil es sich jetzt - find ich - nicht so liest, als hättest du zwingend Angst vorm Erbrechen, sondern -verständlicherweise- vorm Erbrechen im Zusammenhang mit Ohnmacht - das ja damals schon als Schutz vor irgendwad dienen sollte.. Und dir jetzt als "Ersatz" diese Todesangst beschert hat, wie du schon sagst..
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Püppi123 » 12.07.2013, 01:16

Ja, bei mir ist es auch der Kontrollverlust. Gepaart einfach mit der Angst vor der Angst.
Finde ich ja echt interessant was ihr da so schreibt, gibt ja viele parallelen!

Ich persönlich habe zwei Tage Konfrontation vom Feinsten hinter mir. Habe gemeinsam mit meiner Schwester meine zwei anderen Geschwister im Ausland besucht. Bedeutet: Di morgen war ich mit meiner Schwester im Schwimmbad (wg Chlorvergiftung damals auch shcon echt überwindung), dann kam sie zu mir und wollte unbedingt noch mit mir nudeln kochen, habe sogar geschafft, einen kleinen teller zu essen, obwohl ich wegen dem flug schon mega nervös war und einen so trockenen hals hatte dass ich dachte, dass ich würgen muss. Dann sind wir mit dem taxi zum flughafen gefahren und dann zwei stunden dorthin geflogen. der flug war gott sei dank ganz ruhig und ich hatte auch keine angst. meine geschwister haben uns vom flughafen abgeholt und wir sind dann noch eine stunde lang im auto zu meinem bruder in die wohnung gefahren. zu dem zeitpzunkt war ich schon total ausgehungert, und dabei ist mir immer so eklig flau, kennt ihr das? Deshalb habe ich sonst auch immer eine kleinigkeit zu essen dabei. das macht mir sonst einfach angst. So, wir haben dann da gekocht und ich hatte so hunger dass ich schon keinen hunger mehr hatte. als es essen gab hab ich gedacht, so, da haben wir es. du bist gerade angekommen in einem (halb(fremden Land und dir wird nach acht jahren schlecht und du musst vor denen hier brechen. Ich habe mich dann überzeugen können dass das quatsch ist und habe gegessen. sogar noch pfannkuchen mit nutella zum nachtisch. und was ist passiert? Nix. Natürlich. Gestern waren wir dann den ganzen Tag unterwegs. Mit Bus, Bahn, Schiff und auf den Horrormäßigen Rolltreppen, die es dort gibt. einem als ausländer wird direkt gesagt, man soll die treppe nehmen wenn man es nicht verträügt- sie sind megaschnell und steil und beim ersten mal hab ich fast ne panikattacke gekriegt. aber ich habs geschafft und nachher war es garnicht mehr schlimm. Auch mittagessen und abendessen habe ich gestern gut über die bühne gebracht (beides im restaurant). Heute dann haben wir erst einen Palast besichtigt und ich hatte echt hunger. wir wollten dann downtown was essen gehen und meine geschwister wollten unbedingt orientalisch. ich hasse orientalisch. ich glaube ich habe mich einfach geärgert. ich habe dann ein kuskus bestellt mit gemüse. es hat scheusslich geschmeckt und ich konnte es kaum essen weil ich dachte mir wird schlecht davon. war auch dem würgen nahe. und dann dachte ich wieder: toll, ein paar stunden vor dem abflug und jetzt wird dir schlecht und du musst dich übergeben vor den anderen im restaurant. Aber es ist nichts passiert. ich habe ein paar besorgte blicke geerntet von meinen geschwistern (die das aber schon kennen) und dann sind wir gegangen als alle fertig waren. haben dann noch einiges besichtigt und ich habe sogar mit meinem bruser ein eis gegessen. Auf dem weg zurücj zur wohnung haben wit dann in einem restaurant nudeln zum mitnehmen bestellt und auch die habe ich zuhause super essen können. haate mir da schon gedanken gemacht wg rückflug - ob ich vielleicht nicht so kuurz 8zwei stunden) vorher noch so was krasses essen soll. und was ist passiert: Das genaue gegenteil! Unsere maschine hatte zwei stunden verspätung und als wir um zehn losgeflogen sind, hing mir der magen schon so derart in den kniekehlen dass mir schonwieder ganz flau war. dementsprechend war der flug für mich der horror. ich glaube es ist jahre her, dass ich insgesamt sechs stunden nix gegessen habe. Ich dachte im flieger nachher echt ich schaffe es nicht mehr nach hause. ich hatte so derart viel luft im bauch und so derart hunger dass mir wirklich schon schlecht war. der freund meiner schwester hat unsd dann am flughafen abgeholt und ich habe mir um 0:30 als ich endlich zuhause war ganz schnell eine suppe gekocht.

Pppuuuh ich bin stolz auf mich :) Auch wenn ich echt angst hatte vorhin, glaube ich, ich habe das gut gemeistert, bin aus meiner komfortzone raus und habe keine hilfsmittel benutzt!

Sorry für den langen post, aber ich glaube, es hat mir gut getan dass aufzuschreiben!

LG Eure Püppi

Viiii
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Viiii » 16.07.2013, 10:50

Das ist super Püppi!:) Ich gratuliere Dir!
Das mit dem flauen Magen kenne ich auch. Deshalb habe ich auch fast immer etwas zum Essen dabei...wenn ich schon wirklich lange nichts mehr gegessen habe, sinkt sogar mein Blutzucker und ich bekomme einen richtigen "Schwächeanfall"...ich zittere und fühle mich wahnsinnig schwach, kann mich kaum noch auf den Beinen halten...
Auch kenne ich die Situation, dass man so sehr hunger hat, dass man keine Lust mehr auf Essen hat...dann ist einem einfach so flau im Magen, dass man denkt, man bringt nichts runter...ich habe die Erfahrung gemacht, dann trotzdem zu essen und mit der Zeit legt sich dieses Gefühl und man isst weiter mit normalem Appetit...

Ich hatte auch gerade eine Konfrontation hinter mir...ich habe gestern erfahren, dass meine Schwester am Sonntag Morgen erbrechen musste...zwei mal...auf beide unserer Toiletten...und ich habe diese benutzt am Sonntag, da ich ja nicht wusste was los war...sie ist aber am Abend auch ausgegangen und hat den ganzen Tag über sehr viel gegessen...wahrscheinlich hat sie sich wieder übernommen...am Sonntag Abend hat sie wieder normal gegessen, sogar Chips und so...also denke ich nicht, dass sie krank war...
Sie findet das aber so lustig, mich damit hochzuziehen...als sie heute Morgen schneller ins Bad wollte, sagte sie um mich früher rauszukriegen, dass sie ja in die Toilette erbrochen hätte...ich liess mich aber nicht nervös machen und hockte mich demonstrativ darauf...kam ja auch nicht mehr drauf an, am Sonntag bin ich ja auch scho hingesessen...
Dann putze sie ihre schmutzigen Schuhe im Bad, und fing mir an zu erzählen, dass sie mit diesen Schuhen bestimmt schon oft in Erbrochenes reingelaufen ist...dann zeigte sie mir einen Fleck, der laut ihrer Aussage bestimmt Erbreochnes war...
Mich verletzt dieses Verhalten von meiner Schwester sehr...ich habe kein gutes Verhältnis zu ihr, aber so übertreiben muss sie auch nicht...ich lasse mich auf jeden Fall nicht von ihr unterkriegen und zeige keine Gefühle wenn sie sich so benimmt...ich hoffe sie wird auch mal reifer und hört auf...

Püppi123
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Püppi123 » 16.07.2013, 14:33

pppuuh, also das ist agber wirklich überhaupt nicht nett von deiner schwester. Super, dass du so tapfer durchhältst und dich davon nicht unterkriegen lässt. Ich finde es einfach immernoch sooooo erstaunlich dass andere leute das alles so locker nehmen und überhaupt kein problem damit haben. es sogar noch lustig finden oder provozieren. Da merke ich dann immer dass bei mir wirklich was nicht stimmen kann in meiner einschätzung......aber ich verstehe es einfach nicht...

Viiii
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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Viiii » 16.07.2013, 14:50

Ja, ich hoffe, dass es ihr so irgendwann mal langweilig wird und sie aufhört...und gegenüber Sprüchen und Witze über das Thema bin ich langsam abgehärtet...macht mein Vater auch schon seit Jahren, sogar beim Essen...da nimmt es einem irgendwann nicht mehr so schlimm mit...und ich kann manchmal sogar auch darüber Witze reissen und darüber reden...würde das Thema totgeschwiegen werden zu Hause, wäre das auch nicht fördernd...Humor ist immer gut, aber in Massen und definitiv nicht so wie mein Vater und meine Schwester es machen...sind halt beide nicht so verständnisvoll und einfühlsam...
Ja das finde ich auch...so weit möchte ich auch mal sein...ich möchte, dass diese "Prozedur" für mich wie ein normaler Toilettengang wird...dann beherrscht es nicht mehr jeden Tag so meine Gedanken...ich probiere jetzt einfach daran zu denken, dass wenn es passieren muss, dann wird es passieren...und ich werde es irgendwie schaffen...es wird nicht schön, man überlebt es aber und nachher gehts einem wieder gut...natürlich passe ich auf, dass ich nicht verdorbenes esse und achte auf eine normale Hygiene...(beides manchmal übertrieben, ist aber auch schon besser geworden...) und auf keinen Fall möchte ich mein Leben von dieser Angst kaputt machen...ich werde nächste Woche auch das erste Mal ohne meiner Familie in die Ferien gehen und natürlich habe ich Sorgen...ich freue mich aber auch sehr und möchte mir nichts von der Angst kaputt machen...und nicht von der Angst vor der Angst...ich werde noch Zeit haben Panik zu schieben, wenn mal wirklich etwas ist...vorher denke ich einfach, dass alles in Ordnung ist...immer öfter klappt diese Einstellung aber natürlich hat man Rückschläge...Emos müssen einfach ihren Körper noch besser kennen als "gesunde"...denn wir müssen auch erkennen, wann es uns wegen der Psyche auch körperlich schlecht geht...und wann es uns wirklich schlecht geht...ich denke, das braucht Übung...man muss sich einfach in verschiedenen Situationen beobachten wenn es einem schlecht ist und bemerken wodurch es besser geworden ist...

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Re: mdg und konsorten / wie oft? häufigkeit irgendwie erblic

Beitragvon Püppi123 » 17.07.2013, 10:24

ja, so versuche ich mir auch immer zu helfen. Bei mir hilft es auch immer mir bewusst zu machen dass es so ein winziger moment ist wo es passiert im vergleich zu einem ganzen leben. Also bei mir waren es bisher ja sagen wir mal zehn tage in einem leben von 27 jahren....und oft stehe ich auch da und denke: Mein gott, seit acht jahren ist kein tag vergangen, an dem du dir keine sorgen drum gemacht hast und es ist seither kein einziges mal passiert. ich will nicht am ende meines lebens da stehen und sagen, du hast so viele jahre verschwendet mit der angst und es ist vielleicht 15 mal passiert (tendenz ist ja beim altern eher sinkend..).

Oh, wo gehts denn hin in ferien und wie lange? Mir stehen ende august wohl noch zwei tage dienstreise nach ankara bevor - treibt mich auch schon wieder ein bisschen um....


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