Schiffsfahrten (Seekrankheit)

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Viiii
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Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon Viiii » 27.06.2013, 11:25

Ich möchte hier mal ein Thema ansprechen, das man meistens nur in den Ferien antrifft.
Früher hatte ich sogar auf Seen Angst mit dem Schiff zu fahren, das geht aber mittlerweile, da es hier ja nicht so schlimmen Wellengang hat. Ich war aber schonmal in Spanien und in Ibiza mit dem Schiff auf dem Meer...einmal war es ein Katamaran und einmal so ein Schiff um von einer Insel auf die andere zu kommen. Weiter draussen auf dem Meer, hatte es ziemlich schlimmen Wellengang...ich muss sagen, mir wurde es nicht schlecht, ich bekam nur wahnsinnig starke Panik, da es beide Male Leuten auf den Schiffen schlecht wurde. Einmal habe ich es gesehen, beim anderen Mal habe ich nicht hingeschaut und erfuhr es erst im Nachhinein...auf dem Katamaran sass ich die ganze Fahrt über ganz vorne auf dem Netz und schaute auf keinen Fall nach Hinten (war nicht so ungefährlich so weit vorne mit solchen Wellen, ich hätte runterfallen können, wollte aber möglichst weit weg sein von dem Geschehniss...)...auf dem anderen Schiff, musste mich meine Gotte die ganze Zeit an sich pressen und mich ans Atmen erinnern, da ich hyperventillierte...ich habe jedes Mal, wenn das Schiff runtersacke, am ganzen Körper gezittert...schlecht war es mir aber nicht, vielleicht da ich so voller Adrenalin war...dennoch habe ich jedes Mal Angst, dass es mir auch schlecht werden könnte...und andere dabei zu sehen ist ja auch schon genug schlimm...
Trotzdem muss ich sagen, dass die Ziele solcher Fahrten immer schön sind und sich im Nachhinen gelohnt haben. Ich habe mir aber schon ein paar Mal vorgenommen, nicht mehr auf ein Schiff zu steigen auf dem Meer...und trotzdem habe ich mich immer wieder überwunden...

Jetzt gehe ich aber wahrscheinlich im Herbst mit meinem Freund, seiner Mutter und seinem Bruder auf eine 10 tägige Kreuzfahrt...eigentlich ist alles schon gebucht, wir müssen nur noch abwarten, ob mein Freund sein Studium jetzt beginnt oder erst im nächsten Jahr...denn wenn er ab Herbst studiert, können wir leider nicht gehen. Ich bin fest entschlossen, auf die Kreuzfahrt zu gehen, wenn es zustande kommt! Ich habe es mir vorher lange überlegt und alles abgewogen. Ich habe aber natürlich trotzdem noch Bammel davor. Mein Freund hat noch nie eine richtige Panikattacke von mir erlebt, denn in letzter Zeit geht es mir sehr gut. Auf so einer Kreuzfahrt würde ich aber ev. direkt mit meiner Angst konfrontiert werden. Vielleicht wäre es ja au eine gute Expositionsübung.
Ich freue mich aber riesig auf die Reise und ich hoffe, dass wird gehen könne, denn so viele Länder in 10 Tagen bekommt man ja nur selten zu sehen...und diese Schiffe sehen schon sehr toll aus. Ausserdem möchte ich mich nicht von solchen Erlebnissen wegen meiner Angst abbringen lassen.
Nun möchte ich euch fragen, was ihr für Erlebnisse hattet mit Schiffen allgemein, auf dem Meer oder auf Kreuzfahrten? Mir wurde nämlich gesagt, dass Kreuzfahrtsschiffe so gross sind, dass man die Wellen praktisch nicht merkt. Als aber mal meine Schwester auf einem war, wurde es ziemlich vielen schlecht und überall wurden Tüten verteilt. Also kann ich mir nicht mehr einreden, dass Seekrankheit auf grossen Schiffen weniger vorkommt...deshalb muss ich mich jetzt damit ausseinandersetzen...Ich würde mich auch über Tipps freuen, wie man Seekrankheit verhindern kann, denn obwohl ich das noch nicht hatte, könnte es ja doch passieren. Natürlich werde ich Reisetabletten mitnehmen und so, aber viellicht habt ihr ja noch andere Tipps. Es geht auch darum meine Panik in einer akuten Situation irgendwie im Rahmen zu halten und dass sie mir dann nicht die ganze Reise oder ein paar Tage davon kaputt macht.

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Ursina
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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon Ursina » 27.06.2013, 17:32

Hallo

Finde ich echt gut, dass du trotzdem immer wieder aufs Schiff gehst und nun sogar eine Kreuzfahrt ins Auge fasst :top:.

Meine Erfahrungen damit; obwohl ich ein "harmloser" Emo bin, d.h. ich mache alles wie Flugzeug, Zug, Tatar im Restaurant essen, etc. etc. habe ich mich echt immer geweigert in ein Schiff auf dem Meer zu gehen. Auf dem See ist es kein Problem und vor einigen Jahren eine Woche auf dem Hausboot im Elsass war es ebenfalls problemlos.

Letzten September war ich mutig; ich flog nach Neapel und von dort aus zwei Stunden auf dem Schiff zur Insel Procida. Der Hinweg war super; es gab zwar etwas Wellen auf dem offenen Meer, aber nichts was beuunruhigte. Allerdings war ich die einzige die die ganze Fahrt über aussen auf Deck war. Alle anderen sassen innen. Auf der Heimreise war das Wetter schlecht, ich ahnte schon am Morgen, dass es wegen dem Wind sehr wellig wird. Eine halbe Stunde vor Abreise nahm ich etwas gegen Reiseübelkeit. Wieder war ich als einzige aussen. Schon kurz nach dem Start passierte es; es mussten einige im Innenbereich brechen und eine Dame kam mit Kotztüte raus auf den Aussenbereich. Da bin ich (soweit es der kleine Aussenbereich zuliess) geflüchtet. Mir selber wurde nicht übel (nur etwas flau), ich habe mich aber wirklich stark darauf konzentriert immer in Fahrtrichtung zu schauen, den Horizont nicht ausser Augen zu lassen. Den Urlaub habe ich im Nachhinein trotzdem als schön in Erinnerung.

Eine Kreuzfahrt habe ich noch nie gemacht; reizt mich nicht wegen der Menge von Leuten an Bord. Meine Schwester mit Familie war schon zwei mal; sie hat nie gehört, dass jemandem schlecht ist, geschweige dann brechen musste. Ich denke bei der Grösse von Schiffen spürt man gar nicht, dass man auf dem Meer ist.

Vorsorglich kannst du dir zwei Seabänder kaufen. Die wirken recht gut.

Grusse
Ursina

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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon 84Nachtfee » 28.06.2013, 07:20

Meine Freundin ist seit einigen Tagen von einer Kreuzfahrt zurück. Da habe ich sie natürlich direkt ausgefragt ;)

Sie meinte, dass man gerade auf den großen Schiffen, die Wellen gar nicht richtig spürt und es ihr immer sehr gut geht.

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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon Viiii » 08.07.2013, 14:44

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe auch von fast allen gehört, dass auf so grossen Schiffen die Wellen nicht so stark zu spüren sind. Dennoch habe ich auch schon gehört, dass es einigen trotzdem schlecht wurde...man kann ja aber nie 100% sicher sein...das muss ich halt aushalten...

Ich denke, solche Seabänder werde ich mir kaufen...ich werden auf jeden Fall auf alles vorbereitet sein und gut vorsorgen...den Rest muss ich halt irgendwie aushalten, falls irgend etwas sein sollte...

Habe auch gehört, dass es auf dem Mittelmeer weniger schlimm ist als auf der Atlantik...und wir würden einen Stück auch über die Atlantik fahren...

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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon mimi » 19.07.2013, 16:16

Also erstmal: Bulimie ist ja jetzt auch nicht so gesund - machst du da was dagegen? Klingt, als wär's ja ganz normal, ewigoft zu kotzen und -ach, was solls, da muss man ja nix gegen machen...

Aber was ich eigentlich sagen wollte: ich finde nicht, dass man behaupten kann, dass Konfrontation im Sinne von "schau dir Videos von kotzenden Leuten an" - oder vielleicht auch direkt "steck dir den Finger in den Hals" jeden von uns innerhalb von nem Tag "heilen" würd. Abgesehn davon, dass die meisten (einschliesslich mir) sich schlichtweg nicht trauen würden, sich selbst zum erbrechen zu bringen (warum auch?!) und dass sich auch Menschen ohne Emo normalerweise keine Kotzvideos anschauen, weils schlicht und einfach eklig ist, ist ja in den meisten Fällen die Emo auch nur ein Mittel zum Zweck, also eine Art... Hm... Deckel, der nur auf einer Kiste mit anderen Problemen/Gefühlen/ÄNGSTEN "draufliegt" - da ist es meiner Meinung nach sinnvoller, das aufzuarbeiten, was dahintersteckt, damit das "Schutzschild Emo" überflüssig wird und man es loslassen kann...

Aber Jedem das Seine, schön, dass du dem Mädchen damit helfen konntest :-)
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cheryvette

Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon cheryvette » 19.07.2013, 17:14

Ich stimme Dir zu, daß die Hemmschwelle, sich zum kotzen zu bringen bei Dir evtl. zu hoch ist. Es hilft nur es solange zu sehen bis es von alleine kommt oder ein Dritter muß Dich zum kotzen bringen. Die Alternative Kotzvideos ist natürlich auch nicht von der Habnd zu weisen.

mimi
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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon mimi » 19.07.2013, 17:31

Klar ist die Hemmschwelle da bei mir vielleicht höher als bei anderen - aber das ist doch auch garnicht der Punkt...

Der Punkt ist doch, dass Konfrontation absolut nicht bei jedem helfen wird - es wäre also mehr oder weniger sinnlos, sich die Seele aus dem Leib zu kotzen oder anderen dabei zuzuschauen, weil es langfristig schlichtweg nichts verbessern würd.
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cheryvette

Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon cheryvette » 19.07.2013, 18:40

Nein, dasstimmt schon aber oft hilft diers schon um sich zu beweisen, daß man nicht kotzen muß und dann kann man beruhigt tun, was man eigentlich tun wollte.

mimi
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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon mimi » 19.07.2013, 18:44

Ich glaub mir persönlich würd eher schlecht werden, wenn ich mir Kotzvideos anschaun müsst, aber das ist wahrscheinlich Empfindungssache :-)
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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon samadhi » 21.07.2013, 11:54

Erstmal: Was haben die letzten Postings hier mit Seekrankheit zu tun? Ja wohl rein gar nichts.
Noch dazu finde ich es unverantwortlich, hier Leute zum Erbrechen aufzufordern. Du als Bulimikerin, cheryvette, müsstet ja wohl am Besten wissen, welche Folgen das auf lange Sicht hat (und, dass Erbrechen sogar ein gewisses Suchtpotenzial haben kann, wenn man dafür anfällig ist). Es gibt keine Beweise dafür, dass Konfrontationstherapie für jeden Emo der richtige Weg ist. Bei vielen kommt die Angst nach längerer Zeit zurück. Was sollen diese Leute machen? Sich alle paar Wochen den Finger in den Hals stecken? Sicherlich keine gesunde und langfristige Lösung, wie mimi ja schon schrieb.

Hier arbeiten eine Menge Leute über andere Wege an ihrer Angst und ich finde es immer wieder gegenüber diesen Leuten anmaßend, hier her zu kommen und seine Wahrheit als die einzig richtige verkaufen zu wollen, obwohl viele festgestellt haben, dass es für sie anders geht/anders gehen MUSS.

Ich respektiere auch den "krassen" Weg,aber nicht auf die von cheryvette angegebene Art und Weise, sondern mit professioneller Unterstützung. Nicht mit Hilfe eines Menschen, der selbst an einer psychischen Erkrankung leidet. Jemanden dann auch noch zu ZWINGEN ist sowieso ein absolutes No-Go. Ich habe deinen Beitrag gemeldet, cheryvette, und hoffe er wird gelöscht. Es gibt immernoch Menschen, die leicht zu beeinflussen sind und ich will nicht, dass jemand aufgrund halbgarer Aussagen irgendwelche Dummheiten begeht.

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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon Basti » 21.07.2013, 12:12

Es stimmt, was du sagst, samadhi. So ein Tipp ist absolut unverantwortlich. Natürlich kann es helfen, sich zu konfrontieren, in welcher Form auch immer (Videos, Bilder oder im Extremfall wirklich selber zu kotzen). Aber so etwas kann und darf nur in einer Therapie gemacht werden, weil das sonst ganz schön nach hinten losgehen und alles nur noch schlimmer machen kann.
Von daher bitte ich dich, in Zukunft solche "Tipps" zu unterlassen, cheryvette.

cheryvette

Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon cheryvette » 24.07.2013, 13:59

Wer spricht hier von einem Muß, es war ein Vorschlag ud niemamndist verpflichtet ihn anzunehmen. Zum anderen gehe ich davon aus, daß ihr in den wenigsten Fällen kotzen müßtest, weil es nicht real Unwohlsein sondern eine Phobie vor Unwohlsein ist. Damit ist die gesundheitliche Gefahr auch schon gedämmt. Ixh abe auch nie behauptet, ein Allheilmittel zu haben sondern ledigliuch einen Vorschlag zur Diskussion gestellt. Etwas Tolerenz täte hier niemandem weh und wäre von Nutzenm nicht vion Schaden.

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Re: Schiffsfahrten (Seekrankheit)

Beitragvon Viiii » 14.10.2013, 15:35

Seit Donnerstag bin ich zurück von der Kreufahrt und möchte euch berichten, wie es so war.

Natürlich war ich sehr nervös, als ich das Schiff betrat, ich war aber auch überweltigt, wie so ein riesiges Schiff von innen aussieht. Und im Hafen hat man auch wirklich gar keine Bewegungen gespürt, nur an manchen Stellen die Vibrationen des Motors unter den Füssen. Hat mich aber überhaupt nicht gestört.
Als wir losfuhren, bemerkte ich es zuerst gar nicht, sondern erst dann, als ich hinausschaute. Später, auf dem offenen Meer merkte man die Bewegungen des Schiffs shcon ein bisschen, vor allem wenn man irgendwo still sass. War aber wirklich überhaupt nicht schlimm. Mit der Zeit fand ich es sogar angenehm. Vor allem so in den Schlaf geschaukelt zu werden (das vermisse ich sogar ein bisschen jetzt zu Hause beim Einschlafen). Auf dem Mittelmeer war wirklich alles soweit in Ordnung, doch als wir die Strasse von Gibraltar auf die Atlantik passierten, gab es schon grössere Wellen. Nicht starke, aber viel grössere, flache und das hat man schon gespürt...das Laufen wurde auch komisch, aber nicht allzuschlimm. Für mich eigentlich aushaltbar und ich überwand mich, essen zu gehen. Da ich aber so nervös war, dass ich vielleicht doch Seekrank werden könnte, konnte ich nicht wirklich viel essen...dann hat auch noch plötzlich die Mutter von meinem Freund besorgt zu dem Tisch hinter uns geschaut (ich sass zum Glück mit dem Rücken zu diesem Tisch) und dann habe ich mich natürlich auch umgedreht, um zu schauen, was dort hinten los war. Ein Mann sass dort kreidebleich, schwitzend und seinen Kopf auf die Hand stützend über seinem Teller...ich habe echt gemeint, dass er sich demnächst auf den Tisch erbricht...vielleicht hat er das auch, die anderen verneinten zwar, aber man schont mich ja auch oft und sagt mir deshalb nicht die volle Wahrheit(die Mutter von meinem Freund weiss von meiner Emo). Dann wurde der Mann auf ein paar Stühlen hingelegt und ein Arzt kam zu ihm. Ich musste mich immer drehen, um die Situation abzuschätzen. Mein Freund probierte mich immer daran zu hindern, indem er meinen Kopf immer wieder zurückdrehte. Die anderen probierten mich auch mit Witzen und Blödeleien abzulenken. Das war wirklich süss. Dennoch sagte ich wirklich etwa 3 Mal, dass ich jetzt aufstehe und in die Kabine zurückggehe. Sie konnten mich aber tatsächlich im Restaurant behalten, obwohl mir die Panik wirklich anzusehen war. Und dann wurde der Mann auch schon bald im Rollstuhl weggebracht. Ich konnte jedoch nichts mehr essen.
Ich war schon stolz auf mich, dass ich niht weggerannt bin. Danach gingen die anderen noch hinuf zum Pool, ich wollte eigentlich auch mit, doch dann sah ich noch ein Mädchen, das sich im Flur leidend gegen die Wand gelehnt hat und dann wollte ich doch nur noch in die Kabine. Mir war es mittlerweile auch schon schwindlig und ich hatte ein bisschen Kopfweh von dem Geschaukle. Zur Ablenkung habe ich noch fern gesehen mit meinem Freund und dann bin ich auch eingeschalfen. In der Nacht wachte ich noch auf und hatte immernoch ein bisschen Kopfschmerzen. Das Schauken hat mich dann schon mehr genervt. Auch am nöchsten Morgen. Doch ich ass trotzdem ggenug Frühstück. Das Geschuakle war trotzdem sehr nervig und ich überlegte mir irgend ein Medikament zu nehmen. Ich entschied mich aber dagegen. Irgendwann wurde das Meer dann auch wieder ruhiger. Danach schaukelte das Schiff während der Rest der Reise nicht mehr so fest. Einmal noch kurz ein bisschen stärker, war aber nicht mehr so schlimm wie an diesem Abend. Also war schlussendlich wirklich alles gar nicht so schlimm und ich hätte gar nicht so sehr Angst haben müssen.
Ich musste nie irgendwelche Medikamente nehmen (ausser Vitamin C Tabletten, soll den Histaminspiegel senken und so der Seekrankheit entgegenwirken). Und Vitamine sind ja gut!:)
Die Reise war wundershcön. Wir haben schöne ORte gesehen und jeden Morgen sah man nach dem Aufwachen entweder einen neuen hHafen oder das offene Meer vor seinem Fenster. Diese Erfahrung ist mit nichts zu vergleichen und ich hätte das auf keinem Fall versäumen wollen. Ich würde auf jeden Fall nochmals auf eine Kreuzfahrt gehen, obwohl ich jetzt schon befürchte, dass es noch schlimmere Wellen geben könnte. Das würde ich aber bestimmt auch schaffen und überstehen.Es ist also alles gut ausgegangen und ich bin stolz auf mich, dass ich mitgegangen binund mich meine Angst wirklich nur noch minimal beeinträchtigt.


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