Mein Alltag damit ...

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

Moderatoren: Basti, Dianati, *

dhara

Mein Alltag damit ...

Beitragvon dhara » 20.03.2013, 14:58

Ich bin nun ganz neu hier ... eben erst angemeldet und bin
wie in der Vorstellung erwähnt, so froh, dass es dieses Forum gibt.

Bewusst angefangen hat es bei mir also, als ich vor 2 Jahren in einer U-Bahn eine
Panikattacke bekam ... ich bin daraufhin zu meiner Ärztin .
Es wurde erst einmal körperlich geschaut, doch nichts und dann bekam
ich die Diagnose Panikstörungen ... psychisch krank.
Es war unfassbar für mich und verstanden hatte mich auch niemand in meinem
Umfeld, so hatte ich das Gefühl.
Mein damaliger Partner trennte sich nach 6Jahren, weil er mit meiner Isolation
nicht mehr zurecht kam, meine Umschulung in der ich damals mittendrin war
wurde abgebrochen, weil ich es nicht mehr geschafft hatte dorthin zu gehen,
die öffentlichen Verkehrsmittel waren für mich schon nicht überwindbar damals.
So entwickelte es sich, das ich die Einkäufe (für mich und meinen Sohn) wie eine
Weltreise vorbereitete und ansonsten alles vermied.
Ich entschloss mich, in eine Tagesklinik zu gehen ... Gruppentherapie ...
besser als nichts dachte ich, da man 6 - 12 Monate auf eine Therapie bei einem Psychologen warten
musste, so jedenfalls in unserer Region.
Ich hatte nicht das Gefühl, das mir die Therapie in der Klinik etwas geholfen hatte,
und ebenso die Therapeuten dort waren der Meinung es sei nicht das Richtige für mich.
Seitdem versuche ich mich so durchs Leben zu kämpfen.

Obwohl ich immer deutlich gesagt habe, ich habe immer angst ich müsste mich öffentlich
übergeben, hat nie ein Psychologe oder auch Neurologe eine Emetophobie erwähnt.
Ich weiß ja gar nicht zu 100% ob ich an Emetophobie leide, versuche aber mal etwas von
mir zu beschreiben ...
Mein Alltag sieht so aus, das ich meist nichts esse aus angst mir könnte unterwegs schlecht werden.
Wenn ich zu Hause bin und weiß ich bleibe auch dort,ist das kein Problem.
Sobald ich merke, Menschen um mir herum ist übel, werde ich super nervös ... kann mich auf nichts mehr
konzentrieren, achte nur darauf das sich niemand vor mir übergibt.
Wenn ich raus gehe schwirrt mir nur im Kopf herum, was wenn ich mich übergeben muss und
ich kann mich dabei nicht entziehen ... d.h. es würde jemand sehen und sich vllt ekeln.
Wenn ich abends Bauchschmerzen habe, gehe ich nicht zu Bett , weil ich angst hätte ich würde
nachts wach werden und müsste mich übergeben.
Ich esse keine Lebensmittel die nahe am MHD sind, bzw am ablaufen sind ...
Restaurants oder woanders zu essen, wo ich nicht prüfen kann ob das Essen gut ist
vermeide ich am liebsten.
Andersherum hatte ich bei meinem Kind früher keine Schwierigkeiten mit dem Erbrechen,
im Säuglingsalter oder so . (Er ist jetzt 10 )

Ich weiß, dass stark sein sehr wichtig ist um damit zu leben.
Und bei mir ist das immer schwallweise ... es ist mal besser ... mal schlechter.
Ich bin der Typ Mensch, der sich sagt ich muss das aushalten können egal wie es mir dabei ergeht. :(

*Sorry für den langen Text ... aber wenn man einmal von der Seele schreibt ...

Zurück zu „Alltag mit Emetophobie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast