Körperliche Symtome

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vinnie22
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Körperliche Symtome

Beitragvon vinnie22 » 01.10.2012, 13:36

Hallo ihr Lieben,
mich würde mal interessieren wie schlimm die psychisch bedingten Körperreaktionem bei euch aussahen?!
Ich selbst bin der Meinung das meine massiven Kopf-, Nacken und Rückenschmerzen ebenso wie die Übelkeit psychosomatisch sind.
Was sind eure Erfahrungen?! Können "diese unechten" Schmerzen so schlimm sein das sie knapp an der aushaltbaren Grenze liegen?!
Bin auf eure Antworten gespannt.
Gruß, Vinnie
Wenn die Entscheidung einmal gefallen und der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist, dann sollte man jegliche Angst und Sorge bezüglich der Folgen dieser Entscheidung ein für allemal fallenlassen.
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Re: Körperliche Symtome

Beitragvon Glycerine » 01.10.2012, 15:23

Meine Antwort besteht quasi aus einem einzigen Wort: ,,JA''.
Die Schmerzen sind ja nicht unecht, nur weil sie psychosomatisch sind. Das bedeutet ja lediglich, dass sie keine körperliche, sondern eine geistige Ursache haben. Aber ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich einfach beginne, diese Wehwehchen zu ignorieren und mir klar mache, dass es einfach gerade wieder zu viel ist oder war.
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

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Re: Körperliche Symtome

Beitragvon Abbel » 01.10.2012, 16:18

Verspannte Muskeln kann man aber nicht gerade gut ignorieren. Tut doch saumäßig weh.

Zum Thema: Ja, auch ich habe durch die Emetophobie Probleme durch Übelkeit.
No Narcotics In My Brain Can Make This Go Away
http://www.howdoeshomeopathywork.com/

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Re: Körperliche Symtome

Beitragvon Glycerine » 01.10.2012, 16:50

Sodbrennen tut auch saumäßig weh. Ne Gastritis auch, Spannungskopfschmerzen auch, aber man muss sich dem ja nicht hingeben und sich drin ,,suhlen''. Nicht, dass ich der Threadstellerin das unterstellen will, aber Emos neigen glaub ich generell dazu. Mich eingenommen.
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dadiweb
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Re: Körperliche Symtome

Beitragvon dadiweb » 01.10.2012, 17:11

Psychisch bedingte Schmerzen und Beschwerden können furchtbar sein. Aber nun die gute Nachricht: Mit etwas Hartnäckigkeit kann die gleiche Psyche auch gegen diese Schmerzen ankommen.
Oft ist unser Problem doch, dass in unserem Hirn eine Dauerberieselung abläuft: "mir ist so schlecht.. mir ist so schlecht.. ich hab so kopfweh.. ich bin so fertig.. ich schaff das nicht.." usw usw. Zumindest mir geht es oft so, unabsichtlich, aber heftig. Was soll unser Körper denn da anderes machen, als sich diesen Befehlen anzupassen? Oft laufen die auch so unterschwellig ab, dass man es gar nicht merkt.

Der Trick ist, sich ein "Mantra" auszuarbeiten, das aus lauter sehr kurzen, positiven Aussagen besteht, die wir dann ständig innerlich (oder auch laut, wenn wir allein sind) wiederholen, immer wieder, immer wieder, über das negative Geplappere hinweg. Zum Beispiel
"Ich bin ok--mir geht es gut--mir geht es total gut--- mein Magen ist ruhig und entspannt --mein Körper ist weich und warm---ich fühle mich gut.. ich bin happy..." usw oder so was ähnliches, was einem am meisten zusagt.

WICHTIG: Nie Verneinungen körperlicher Symptome. Also nicht "mir ist gar nicht übel" oder "ich habe keine Kopfschmerzen". Das funktioniert nicht, da wird das nicht/kein annulliert und nur der negative "Befehl" weitergeleitet.

Das funktioniert wirklich, es dauert zwar ein bisschen, bis man lernt, intensiv genug gegen das negative Hirngeplappere anzugehen, aber nach 2-3 Minuten konzentrierter positiver "Selbstansprache" fühlt man schon eine Wirkung. Und je öfter, desto besser.
Aber nicht vergessen: Nicht "Ich habe keine Angst dass mir schlecht wird" sondern "ich bin voller Zuversicht und fühle mich total gut und entspannt".
Man kann sich die Sachen auch auf einen Zettel schreiben und sich selbst immer wieder vorlesen. Funktioniert besonders gut wenn man gerade in Panik ist und sich nicht gut konzentrieren kann!

Viel Erfolg!
Dagmar

vinnie22
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Re: Körperliche Symtome

Beitragvon vinnie22 » 02.10.2012, 10:09

Danke euch für die schnellen Antworten.
Dagmar das was du geschrieben hast werde ich nochmal genau so probieren. Mal schauen was ich, vor allem bei der Arbeit damit erreichen kann.
Stimmt ich möchte mich nicht darin suhlen, das war nicht der Grund weswegen ich den Thread erstellt habe.
Ich konnte mir selbst immernoch nicht recht glaueb, das diese ausgeprägten massiven Schmerzen psychosomatisch sein können.

Bei mir ist die Übelkeit weniger stark ausgeprägt wie die übelen Nacken und Kopfschmerzen (die dann zwangsläufig zur Übelkeit führen).

Konnte mir nicht recht eingestehen das es keine körperliche Ursache hat.
Wenn die Entscheidung einmal gefallen und der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist, dann sollte man jegliche Angst und Sorge bezüglich der Folgen dieser Entscheidung ein für allemal fallenlassen.
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